Schutzstaffel (SS), 1925-1945

Heinrich Himmler, Fotografie von 1929 in SA-Uniform. (Bayerische Staatsbibliothek, Fotoarchiv Hoffmann)
Sepp Dietrich, Fotografie von 1944. (Bayerische Staatsbibliothek, Fotoarchiv Hoffmann)
Reinhard Heydrich, Fotografie von 1942. (Bayerische Staatsbibliothek, Fotoarchiv Hoffmann)
SS-Befehl-A-Nr. 65 vom 31. Dezember 1931 (Verlobungs- und Heiratsbefehl). (aus: Sammlung von Befehlen des Heiratsamtes im Rasse- und Siedlungshauptamt-SS …, Berlin ca. 1943 [Loseblatt-Slg.] I/1a)
Schilderung des rassischen Elitegedankens in einer Propaganda-Broschüre des SS-Schulungsamtes. (aus: Sieg der Waffen, Sieg des Kindes, Berlin ca. 1941, S. 9 unten)
Gliederung der SS 1937. (aus: Organisationsbuch der NSDAP, München 1937, S. 424)
Friedrich Karl von Eberstein (1934). (Bayerische Staatsbibliothek, Fotoarchiv Hoffmann)
Ernst-Heinrich Schmauser 1934. (Bayerische Staatsbibliothek, Fotoarchiv Hoffmann)
Oswald Pohl als Angeklagter in Nürnberg 1947. (Bayerische Staatsbibliothek, Fotoarchiv Hoffmann)
Kurt Daluege 1942. (Bayerische Staatsbibliothek, Fotoarchiv Hoffmann)
Ernst Kaltenbrunner. (Bayerische Staatsbibliothek, Fotoarchiv Hoffmann)
Theodor Eicke 1942. (Bayerische Staatsbibliothek, Fotoarchiv Hoffmann)
Die SS in Süddeutschland, 1938. Die Karte zeigt die regionale Gliederung der SS nach Oberabschnitten. An Orten sind neben den Standorten der SS-Standarten auch die Konzentrationslager Flossenbürg und Dachau sowie die SS-Junkerschule Tölz eingezeichnet. Der SS-Oberabschnitt Main greift auch in das Sudetenland aus. (aus: Dienstalterliste der Schutzstaffel der NSDAP. Stand vom 1. Dezember 1938, Berlin 1938, S. 528)
Gliederung von SS-Verfügungstruppe und SS-Totenkopfverbänden 1937. (aus: Organisationsbuch der NSDAP, München 1937, S. 427)
SS-Junkerschule Bad Tölz, hier kurz nach dem Neubau 1936. Von 1945 bis 1991 nutzte die US-Army die Baulichkeiten, die nun den Namen "Flint-Kaserne" trugen.

von Paul Hoser

Gliederung der NSDAP, gegründet im April 1925. Ursprünglich als Personenschutz für Adolf Hitler (1889-1945) und andere Parteiführer eingerichtet, sicherte die SS nach 1933 unter der Leitung von Reichsführer SS Heinrich Himmler (1900-1945) nach innen mit brutalen Methoden das Regime. Durch die Übernahme der gesamten Polizei und den Aufbau von Geheimer Staatspolizei (Gestapo), Sicherheitsdienst (SD) sowie der Konzentrationslager entwickelte sich die SS zur wichtigsten Stütze der NS-Herrschaft. Die SS gliederte sich in Allgemeine SS, SS-Verfügungstruppen und SS-Totenkopfeinheiten; letztere wurden später in der Waffen-SS zusammengefasst. Die SS verstand sich als "blutmäßig definierte" Elite und verfolgte als Ziel die Reinhaltung der "nordischen Rasse". Im Zweiten Weltkrieg verübte die SS zahllose Kriegsverbrechen. Sie wurde am 10. Oktober 1945 von den Alliierten verboten und bei den Nürnberger Prozessen 1946 als verbrecherische Organisation angeklagt, die für die Unterdrückung und Ermordung von Millionen von Menschen verantwortlich war. Weitere Prozesse gegen SS-Mitglieder folgten.

Inhaltsverzeichnis

Die SS 1925-1929

Nachdem schon von 1920 bis 1923 mit dem "Stoßtrupp Hitler" eine Leibgarde Adolf Hitlers (1889-1945) bestanden hatte, beauftragte dieser nach der Wiedergründung der NSDAP (27. Februar 1925) im April Julius Schreck (1898-1936), eine neue Stabswache zu bilden. Diese erhielt den Namen "Schutzstaffel" (SS) und zählte anfangs acht Mann. Erstmals trat sie in der Öffentlichkeit am 16. April 1925 bei der Beerdigung des beim Hitlerputsch beteiligten ehemaligen Münchner Polizeipräsidenten und Oberlandesgerichtsrats Ernst Pöhner (1870-1925) auf.

Am 21. September 1925 forderte Schreck alle Ortsgruppen der Partei auf, Schutzstaffeln zu gründen. In jedem Ort sollte jeweils eine Zehnerstaffel unter einem Führer gebildet werden. Die SS sollte dem persönlichen Schutz Hitlers und anderer prominenter Parteiführer, dem Schutz der Parteiversammlungen und der Werbung neuer Parteimitglieder dienen. Sie war, wie der Stoßtrupp, als Elitetruppe gedacht. Die Bewerber sollten zwischen 25 und 33 Jahre alt, gesund und kräftig sein und sich zu absolutem Gehorsam verpflichten.

Die SS war in diesem frühen Stadium über Bayern hinaus auch in Sachsen und Thüringen präsent. Ende 1925 zählte sie fast 1.000 Mann, sank aber dann schnell wieder auf etwa 200 ab. Nachfolger Schrecks, der sich in der Führungsposition nicht bewährt hatte, wurde im April 1926 der aus dem österreichischen Exil zurückgekehrte Joseph Berchtold (1897-1962), welcher 1923 den Stoßtrupp Hitler geleitet hatte. Auf dem zweiten Reichsparteitag in Weimar verlieh Hitler der SS am 4. Juli 1926 die "Blutfahne", welche die Putschisten beim Marsch auf die Feldherrnhalle am 9. November 1923 vorangetragen hatten.

Im November 1926 wurde im Zuge der Reorganisation der SA die SS dem Obersten SA-Führer (OSAF) Franz Pfeffer von Salomon (1888-1968) unterstellt. Obwohl Berchtold sich "Reichsführer SS" nennen durfte, besaß er kaum Handlungsspielraum. Die SS verlor gegenüber der zahlenmäßig stärkeren SA an Bedeutung.

Nachfolger des zurückgetretenen Berchtolds wurde im März 1927 sein Stellvertreter, der Kaufmann Erhard Heiden (1901-1933), ebenfalls ein früheres Mitglied des Stoßtrupps. Auch Heiden gelang es nicht, sich gegenüber der SA durchzusetzen. Nach Pfeffers Anweisung durfte die SS nur 10 % der SA-Stärke in jedem Ort erreichen. 1928 zählte die SS daher gerade einmal 280 Mann. In Bayern bestanden als Obereinheiten über den Staffeln die SS-Gauführungen Oberbayern, Niederbayern und Franken. Die Pfalz gehörte zu Rheinland-Süd. Im Januar 1929 musste Heiden wegen einer Korruptionsaffäre zurücktreten.

Heinrich Himmler, der Reichsführer SS ab 1929

Am 6. Januar 1929 berief Hitler den Diplomlandwirt Heinrich Himmler (1900-1945) zum Reichsführer SS. Der Offiziersanwärter Himmler war nach 1918 u. a. Mitglied der Freikorps Landshut und Oberland gewesen. Nach einem Landwirtschaftsstudium in München war er 1923 über Ernst Röhm (1887-1934) zur NSDAP gekommen und hatte als Mitglied der "Reichskriegsflagge" am Hitlerputsch teilgenommen.

Seit Sommer 1924 war Himmler als berufsmäßiger Parteifunktionär Sekretär Gregor Straßers (1892-1934). Im Dienste der wiederbegründeten NSDAP wurde er 1925 zunächst stellvertretender Gauleiter von Niederbayern-Oberpfalz in Landshut, 1926 stellvertretender Gauleiter von Oberbayern-Schwaben und stellvertretender Reichspropagandaleiter. Seit September 1927 war er auch stellvertretender Reichsführer SS. Am 6. Januar 1929 berief ihn Hitler zum Reichsführer SS.

Himmler war außerdem bayerischer Gauführer des Bundes "Artam", einer völkisch-nationalistischen Siedlungsbewegung, die aus dem Umkreis der Jugendbewegung und der Wehrverbände kam. Über die Artamanen lernte Himmler Richard Walther Darré (1895-1953) kennen, der die Vorstellung verfocht, die Frage des Bauerntums sei in erster Linie ein Problem der Reinhaltung des "nordischen Blutes". Darrés Elitegedanke wurde für ihn bestimmend.

Das Verhältnis von SA und SS bis zur organisatorischen Unabhängigkeit der SS 1934

Entgegen den Befehlen des Obersten SA-Führers warb Himmler auch in den Reihen der SA, der die SS weiterhin unterstellt war, für die SS. Zum 1. Dezember 1930 gewährte Hitler der SS eine gewisse Selbständigkeit, so dass sie dem OSAF nur noch formell unterstellt war. SA-Führer durften SS-Führern keine Befehle mehr erteilen. Die SS erhielt jetzt endgültig die schwarze Uniform.

Als im August 1930 die Berliner SA-Führer um Walter Stennes (1895-1989) Hitler den Gehorsam aufkündigten, wurde die SS gegen die Rebellion eingesetzt. Sie unterlag zwar, bewies aber in der – anders beigelegten - Krise ihren bedingungslosen Einsatz für Hitler.

Bis nach 1933 stand Himmler loyal zu Röhm. Im Mordkomplott des Parteirichters Walter Buch (1883-1949) gegen Röhm wegen dessen in die Öffentlichkeit gedrungener homosexueller Affären griff Himmler zugunsten des SA-Chefs ein.

Nach der "Machtergreifung" profitierte die SS von den wachsenden Spannungen zwischen der Reichswehr, den konservativen Eliten und der NSDAP einerseits und der SA andererseits. Die SS spielte bei der Beseitigung der SA-Führung im "Röhm-Putsch" am 29. Juni/1. Juli 1934 eine zentrale Rolle. Am 29. Juni 1934 verhaftete die Himmler unterstellte Bayerische Politische Polizei zahlreiche SA-Führer. Die Listen der zu Verhaftenden hatte der Münchner Organisationschef des Sicherheitsdienstes der Partei (SD), Dr. Werner Best (1903-1989), zusammengestellt. Die SS-Leibstandarte unter Sepp Dietrich (1892-1966) erschoss am 29. Juni zahlreiche SA-Führer. Am 1. Juli 1934 erschossen der Kommandant des Konzentrationslagers Dachau und SS-Oberführer Theodor Eicke (1892-1943) und sein Adjutant Röhm in seiner Zelle im Gefängnis München-Stadelheim. Eine Reihe politischer Gegner der Nationalsozialisten ermordete die SS im Konzentrationslager Dachau. Auch im übrigen Reichsgebiet wurden zahlreiche prominente Gegner der Nationalsozialisten umgebracht.

Viele der beteiligten SS-Angehörigen wurden im Anschluss an den "Röhm-Putsch" befördert. Eine weitere Konsequenz war die am 20. Juli 1934 vollzogene formale Erhebung der SS zur selbständigen Organisation.

Die Ideologie Himmlers und der SS

Die ideologischen Vorstellungen, die von Himmler und der SS verbreitet wurden, deckten sich im Wesentlichen mit denen der Partei, doch wurden einige spezielle Komponenten durch Himmler besonders betont oder modifiziert. Himmler sah die SS als Elite und Werkzeug Hitlers zur inneren Sicherung des Reichs. Sie sollte eine "blutmäßige Auslese" darstellen, einen soldatischen Orden, geleitet von "Freiheitswille und Kampfgeist", von "Treue und Ehre" und von Gehorsam aus innerer Überzeugung. Die Treue und der Gehorsam galten allein der Person Hitlers.

Für die SS galten als Aufnahmebedingung eine Mindestkörpergröße von 1,70 m und weit zurückgehende nichtjüdische Vorfahren. Menschen mit "slawischen" Gesichtszügen blieben ausgeschlossen. Eheschließung und die Gründung einer kinderreichen Familie galten als Pflicht. So sollte eine nach biologischen Grundsätzen ausgewählte Sippengemeinschaft entstehen. Diese Auslesekriterien erfüllte Himmler selbst nicht. Sie galten auch nicht für die Mitgliedschaft in der NSDAP.

Der "nordischen Rasse", Himmlers Leitbild, wurden auch eine Reihe nichtdeutscher "germanischer" Völker zugerechnet. Gleichzeitig war die Ideologie mit dem schrankenlosen Herrschaftsanspruch gegenüber fremden und "minderwertigen" Rassen verbunden, ebenso mit der Vorstellung vom notwendigen "Lebensraum" im Osten. Die dort anzusiedelnden "Herrenmenschen" sollten fernab von der als krank erachteten Großstadtzivilisation rassisch gesunden. Langfristig war an eine neue soziale Oberschicht gedacht. Wunschbild war eine nordische Bauern- und Kriegerrasse.

Himmlers verklärender Germanenkult, der mit historisch gesicherten Erkenntnissen nichts zu tun hatte, war mit einer tiefen Verachtung des Christentums und der Geistlichkeit verbunden. Dem christlichen suchte er einen eigenen Kult mit Namensweihe statt Taufe, Sonnwendfeier und Julfest entgegenzusetzen. Den Jenseitsglauben lehnte er ab, da er den nordischen Völkern fremd gewesen sei. Hitler wurde zur messianischen Figur, die Christus ersetzen sollte. Auf SS-Angehörige wurde großer Druck ausgeübt, aus der Kirche auszutreten.

Der Umgang der SS mit ihren Gegnern

Feinde waren für Himmler und die SS die "jüdisch-bolschewistischen" Gegner, die "französische Freimaurer-Revolution", das parlamentarische System, der Parteienstaat, Liberalismus, Pazifismus und Sozialdemokratie. Als Hauptfeinde galten Juden und Kommunisten. Die Juden versuchten in Himmlers Sicht beständig, Deutschland mit geheimen Angriffen zu schaden. Die Kommunisten würden sich nie in die "Volksgemeinschaft" einfügen. Die Konzentrationslager sollten als dauerndes Kampfinstrument präventiv mögliche Gegner und Feinde aus dem Verkehr ziehen. Die vermeintlichen und die tatsächlichen Gegner wurden sowohl in den Vernichtungslagern als auch vor Ort in den besetzten Gebieten ermordet.

Bei dem Pogrom der "Reichskristallnacht" am 9./10. November 1938 hatte Hitler der Polizei und der SS zunächst ein Eingreifen in die Ausschreitungen verboten. Offiziell hielt sich die SS heraus. Dennoch waren SS-Leute beteiligt; sie traten aber zur Tarnung öfter in Zivilkleidung auf.

Vor einem grundsätzlichen Kirchenkampf scheuten Himmler und Hitler zurück. Vertreter der Geistlichkeit wurden aber ständig im SS-Organ "Das Schwarze Korps" geschmäht und verleumdet. Außerdem wurden Predigten polizeilich überwacht und oppositionelle Priester und Pastoren verfolgt. Im Rahmen der Umsiedlungspolitik der "Volksdeutschen Mittelstelle" ging Himmler 1940/1941 massiv gegen Klöster und andere kirchliche Einrichtungen vor. Im Gau München-Oberbayern wurden mindestens 22 Gebäude katholischer Einrichtungen konfisziert. Unter dem Vorwurf der Staatsfeindlichkeit wurden die Benediktinerabteien Schweiklberg und Münsterschwarzach beschlagnahmt; aus der Benediktinerabtei St. Ottilien wurde ein Teil der Mönche entfernt.

Mitgliederentwicklung der SS

Am Jahresende 1929 umfasste die SS 1.000 Mann, ein Jahr später waren es 2.700, davon 1.640 in Süddeutschland. Noch am 1. März 1931 zählte sie nur 2.727 Mann. Danach setzte ein rapides Wachstum ein. Im August 1932 umfasste sie 25.853, Ende 1932 52.000 Mitglieder.

Tabelle 1: Stärke der SS 1935

Stärke Davon NSDAP-Mitglieder
Deutsches Reich 164.863 48,9 %
Bayern 21.709
- davon:
München-Oberbayern 8.778 27,5 %
Bayerische Ostmark 3.571 53,3 %
Franken 2.098 58,8 %
Mainfranken 2.489 70,5 %
Pfalz 2.779 59,5 %
Schwaben 1.984 57,3 %

Sozialstruktur der SS

Als SS-Führer rekrutierte Himmler mit Vorliebe ehemalige Reichswehroffiziere und Freikorpsführer. Dazu kamen im Gefolge der Weltwirtschaftskrise Männer mit bürgerlichem Hintergrund, die teilweise in der freien Wirtschaft gescheitert waren. Ein wesentliches Strukturmerkmal des SS-Führerkorps war, dass dort die Aufstiegschancen größer waren als bei der Wehrmacht oder in der staatlichen Verwaltung.

Mit wenigen Ausnahmen setzte sich das obere Führungskorps aus alten SS- oder Parteimitgliedern zusammen. Der Zustrom aus der konservativen Schicht blieb begrenzt. Von insgesamt 648 hohen Offizieren (d. h. vom Standartenführer aufwärts) im Jahr 1938 waren 58 adeliger Herkunft. In Bayern hatten sieben Adelige höhere SS-Ränge.

Als salonfähig und exklusiv galt die Reiter-SS, in welche bereits bestehende Reitclubs überführt wurden. Im Oberabschnitt Süd war in München eine Reiterstandarte angesiedelt, dazu die SS-Hauptreitschule. Himmler hatte den Reitervereinen zugesagt, jedes ihrer Mitglieder ohne Rücksicht auf ihre politische Einstellung aufzunehmen. So hatte die Reiter-SS einen konservativen Grundzug. Auch der Bundesvorstand und die Landesführer der Veteranenvereinigung des Kyffhäuserbundes traten der SS geschlossen bei.

Auch im mittleren und unteren Führungskorps überwogen Partei- und SS-Mitglieder aus der Zeit vor der Machtergreifung. Unter den vor 1933 beigetretenen SS-Führern war der untere Mittelstand mit geringer Schulbildung überrepräsentiert. Ab 1933 strömten Leute mit höherer Schulbildung in die SS. In den Anfängen überwogen die aus ländlichen Gebieten Süddeutschlands stammenden SS-Führer, die 1927 noch 63,9 % ausmachten. Seit 1930 verschob sich das Verhältnis. 1939 stammten nur noch 29,7 % der SS-Führer aus Süddeutschland. Eine andere Entwicklung nahmen die Totenkopfverbände, wo 1939 noch 45 % der Führer aus Süddeutschland stammten.

Tabelle 2: Soziale Zusammensetzung der SS-Führer 1938 im Vergleich mit der Zusammensetzung der NSDAP-Mitglieder in %

Allgemeine SS SS-Verfügungstruppe Totenkopfverbände NSDAP-Mitglieder
ungelernte Arbeiter 4,2 1,1 2,6 13,7
Facharbeiter 21,7 16,8 22,6 19,5
Berufssoldaten (Mannschaftsdienstgrade) 0,8 3,6 0,5
Unterschicht insgesamt 26,7 21,5 25,7 33,2
Selbständige Handwerker 0,1 0,1 0,3 9,1
Bauern 7,6 4,3 5,0 8,1
kleine Geschäftsleute 0,5 1,4 0,3 5,1
Angestellte 30,8 30,2 31,1 21,8
Beamte 3,6 4,4 2,4 10,3
Berufssoldaten (Unteroffiziere) 0,1 1,7 2,1
nichtakademische Freiberufler 3,4
Untere Mittelschicht insgesamt 42,7 42,1 41,2 57,8
Leitende Angestellte 1,6 0,3 0,8 1,7
Höhere Beamte 2,1 1,1 1,0
akademisch gebildete Freiberufler 19,9 12,5 12,6 2,6
Studenten 1,9 16,3 17,4 4,3
Unternehmer 0,4
Offiziere 5,1 6,2 1,3
Obere Mittelschicht insgesamt 30,6 36,4 33,1 9,0

Quelle: Ziegler, Nazi Germany's New Aristocracy, Tabelle 4.1.

Angehörige der Leibstandarte Adolf Hitler am Obersalzberg am 20. Juli 1939. (Bayerische Staatsbibliothek, Fotoarchiv Hoffmann)
Angehörige der SS-Standarte Deutschland als Ehrenwache am Münchner Königsplatz am 8./9. November 1936. (Bayerische Staatsbibliothek, Fotoarchiv Hoffmann)
Hans Rattenhuber 1941. (Bayerische Staatsbibliothek, Fotoarchiv Hoffmann)
"Deutsche Jugend meldet sich freiwillig zur Waffen-SS". Titelblatt einer Propagande-Broschüre, München 1943.

Die Allgemeine SS und der SD hatten den höchsten Anteil an Führern mit Universitätsabschluss. 8,8 % der Führer der Sicherheitspolizei und des SD stammten aus Bayern, 65,8 % dagegen aus Preußen. Spezielle Angaben über die soziale Zusammensetzung der Führungsschicht in Bayern fehlen.

1938 waren 23,5 % aller SS-Führer protestantisch, 8,4 % katholisch, 68,1 % bezeichneten sich als gottgläubig, waren also in die erwünschte Distanz zu den Kirchen gegangen.

Aufgaben und Organisation der SS 1930-1933

Als Aufgabe der SS bestimmte Hitler am 7. November 1930 ausdrücklich den Polizeidienst innerhalb der Partei. Um sie schlagkräftiger zu machen, wurden die SS-Einheiten in jedem Ort in Sektionen zu je drei bis fünf Männern unterteilt, deren Einsatzbereitschaft und Beweglichkeit vom jeweiligen Führer laufend kontrolliert wurde. Am 5. Februar 1931 wurde Himmler beauftragt, zukünftig den Schutz aller Versammlungen Hitlers zu organisieren. Zusätzlich oblag ihm seit Januar 1932 die Leitung des Sicherheitsschutzes im Braunen Haus in München. Dort war auch die Reichsführung-SS mit dem SS-Oberstab untergebracht.

Der Aufbau der SS glich seit 20. Februar 1931 dem der SA: Kleinste Einheit war die Schar in Stärke von acht Mann unter einem Scharführer. Drei Scharen bildeten einen Trupp, der zwischen 20 und 60 Mann stark war, drei Trupps wiederum einen Sturm als wichtigste Einheit. Drei Stürme umfassten einen Sturmbann, drei bis vier Sturmbanne eine Standarte mit 1.000 bis 3.000 Mann. Den Standarten waren bis 1931 auf Gauebene 14 Brigaden übergeordnet, darunter in Bayern die Brigaden Oberbayern Süd, Franken und Niederbayern. Die Brigaden unterstanden den SS-Oberführer-Abschnitten, die drei bayerischen dem Oberführer-Abschnitt Süd.

An die Stelle der Brigaden traten 1931 die Abschnitte, die den Untergruppen der SA entsprachen, an die Stelle der Oberführerbereiche im Januar 1932 die Gruppen. Zur Gruppe Süd gehörten die SS Abschnitte I (München-Oberbayern, Schwaben, Oberpfalz und Niederbayern), IX (Franken) und die Pfalz als Teil des Abschnitts X. Die größte Standarte nach der in Berlin war die in München. Sie bestand im Januar 1933 aus 33 Stürmen. Ende 1933/Anfang 1934 traten an die Stelle der Gruppen die Oberabschnitte. Die Abschnitte I und IX lagen nun im Oberabschnitt Süd, der Abschnitt X mit der Pfalz dagegen lag im Oberabschnitt Südwest.

Erster Führer der Brigade München-Oberbayern wurde im September 1929 Sepp Dietrich, zuvor u. a. Wachtmeister der Bayerischen Landespolizei und Mitglied des Freikorps Oberland sowie Führer der SS-Standarte München. Vom 11. Juli 1930 bis zum 14. August 1931 war er der für ganz Bayern zuständige SS-Oberführer Süd. Im Dezember 1931 erhielt er den Rang eines SS-Gruppenführers. Dietrich stand in engem Kontakt zu Hitler, für dessen persönliche Sicherheit er seit Februar 1932 als Chef des SS-Begleitkommandos "Der Führer" zuständig war.

Bereits im Frühjahr 1929 führte Himmler Auslesebestimmungen für die SS ein, die sich an seinen Vorstellungen einer nordischen Rasse orientierten. Als eigene ideologische Institution entstand 1931 das SS-Rasse- und Siedlungsamt (ab 30. Januar 1935 Rasse- und Siedlungshauptamt), das anhand "rassischer" Kriterien die Heiratsanträge von SS-Mitgliedern prüfte. Die Leitung übernahm der zum Agrarexperten der Partei ernannte Darré.

1931 entstand der spätere Sicherheitsdienst (SD) als Abteilung I c im SS-Oberstab. Mit dem Aufbau dieses Nachrichtendienstes der SS wurde am 10. August 1931 der ehemalige Marineoffizier Reinhard Heydrich (1904-1942) beauftragt. Der Dienst sammelte nicht nur Material über Gegner, sondern auch über die eigenen Parteiführer. Nach dem Verbot von SA und SS im April 1932 wurde Heydrichs Abteilung in "Presse-Informationsdienst" umbenannt. Am 19. Juli 1932 wurde der SS-Sturmführer Heydrich zum Leiter des "Sicherheitsdienstes" und kurz darauf zum SS-Standartenführer befördert. Seine Dienststelle mietete ein eigenes Haus in der Zuccalistraße 4 in München. Der Nachrichtendienst der SA war inzwischen bedeutungslos geworden.

Die zentrale Organisation der SS 1933-1945

Der SS-Stab umfasste im Januar 1933 vier Ämter: den Führungsstab, das Verwaltungsamt, das SS-Amt und das Rasseamt unter Darré. Heydrich gehörte nicht dem Stab an, sondern war ihm als Leiter des Sicherheitsdienstes und Standartenführer z. b. V. zugeteilt. De facto hatte aber auch er die Funktion eines Stabschefs.

Der ständige Macht- und Aufgabenzuwachs der SS führte dazu, dass Himmler die Reichsführung-SS am 30. Januar 1935 neu ordnete. Die drei bisherigen Ämter "SS-Amt" (zuständig für Leibstandarte, Politische Bereitschaften und Wachverbände der Konzentrationslager), "Sicherheitsamt" und "Rasse- und Siedlungsamt" wurden zu Hauptämtern aufgewertet.

Die Zahl der Hauptämter wurde laufend erweitert. 1944 besaß die SS zwölf Hauptämter, die meist durch die Aufwertung zuvor bestehender Unterabteilungen der Hauptämter entstanden waren.

Dienststelle Abkürzung Bemerkung
Persönlicher Stab Reichsführer SS
SS-Hauptamt SSHA
SS-Führungshauptamt SSFHA für die Waffen-SS, 1940 errichtet
Rasse- und Siedlungshauptamt RuSHA 1931 Amt, 1935 Hauptamt
Hauptamt SS-Gericht
SS-Personal-Hauptamt SSPHA
Reichssicherheits-Hauptamt RSHA 1939 gegründet durch Zusammenfassung von Sicherheitspolizei und SD
Hauptamt Ordnungspolizei
Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt WVHA 1942 gegründet
Dienststelle SS-Obergruppenführer Heißmeyer (Nationalpolitische Erziehungsanstalten)
Hauptamt Volksdeutsche Mittelstelle 1941 Hauptamt
Hauptamt Reichskommissar für die Festigung des deutschen Volkstums/Stabshauptamt

In einer ganzen Reihe dieser Ämter waren Referenten aus Bayern tätig (s. Tabelle am Ende des Textes).

Die Organisation der Allgemeinen SS in Bayern 1933-1945

Das erste Mütterheim des Lebensborn im oberbayerischen Steinhöring. (aus: Das Schwarze Korps. Zeitung der Schutzstaffel der NSDAP, 7. Januar 1937, 13)

Die SS gliederte sich bis 1938/40 in die Allgemeine SS, die für die Konzentrationslager zuständigen SS-Totenkopf-Verbände sowie die SS-Verfügungs-Truppe (inklusive der Leibstandarte Adolf Hitler). Totenkopfverbände und Verfügungstruppe wurden 1938/40 zur Elitetruppe der Waffen-SS ausgebaut.

Bei der Allgemeinen SS blieb die Einteilung in Oberabschnitte bestehen. Bayern gehörte nach wie vor zum Oberabschnitt Süd mit Sitz München, dessen Umfang sich aber verringerte, da immer mehr Oberabschnitte eingerichtet wurden. 1936 entstand mit dem Oberabschnitt Main mit Sitz in Nürnberg ein zweiter Oberabschnitt in Bayern.

Die bloße Funktion eines Oberabschnittführers der SS bot nicht viel Macht, da er nur auf die Verwaltung der Allgemeinen SS beschränkt war. Deshalb bemühten sich die Oberabschnittsführer in der Regel um weitere Ämter bei der SS und beim Staat.

Führer des Oberabschnitts Süd bzw. der SS-Gruppe Süd 1929-1933

Amtszeit Name Lebensdaten Bemerkung
1929 bis 11.7.1930 (SS-Brigade Bayern) 11.7.1930-14.8.1931 Oberführer-Abschnitt Süd Josef Dietrich 1892-1966
14.10.1932-30.1.1933 SS-Gruppe Süd Richard Hildebrandt 1897-1952
16.2.1933-15.7.1933 SS-Gruppe Süd Friedrich Jeckeln 1895-1946
15.7.1933-16.11.1933 SS-Gruppe Süd Ernst Heinrich Schmauser 1890-1945 (oder 1946) Ab 1941 in Schlesien, ordnet 1945 die Tötung der nicht aus Auschwitz evakuierten Häftlinge an

Tabelle 3: Die Führer des SS-Oberabschnitts Süd

Amtszeit Name Lebensdaten
16.11.1933-1.4.1936 Ernst Heinrich Schmauser 1890-1945 (oder 1946)
1936-1945 Friedrich Karl Freiherr von Eberstein 1894-1979

Tabelle 4: Die Führer des SS-Oberabschnitts Main

Amtszeit Name Lebensdaten
1.4.1936-6.5.1941 Ernst Heinrich Schmauser 1890-1945 (oder 1946)
1941-1945 Dr. Benno Martin 1893-1972

Auch die Zahl der Abschnitte nahm zu. 1937/38 bestanden in Bayern folgende SS-Abschnitte:

Tabelle 5: SS-Abschnitte in Bayern

Abschnitt Nr. Sitz SS-Oberabschnitt Bemerkung
I München Süd
IX Nürnberg Main 1938 Sitz in Würzburg
XXVIII Bayreuth Main
XXXII Augsburg Süd
XXXIV Neustadt a.d. Weinstraße Rhein

Daneben waren in Bayern folgende SS-Standarten stationiert:

Tabelle 6: SS-Standarten in Bayern

Standarten-Nr. Sitz SS-Oberabschnitt
1 München Süd
3 Nürnberg Main
10 Kaiserslautern Rhein
29 Lindau Süd
31 Landshut Süd
34 München Süd
41 Bayreuth Main
56 Bamberg Main
68 Regensburg Main
73 Ansbach Main
81 Würzburg Main
92 Ingolstadt Süd

Reiterstandarten bestanden in München (Nr. 15) und Regensburg (Nr. 17), Nachrichten-Einheiten in München (Nr. 1) und Nürnberg (Nr. 11). München war ebenfalls Standort der SS-Pioniereinheit 1. Die SS-Motoreinheiten (Kraftfahrstürme) hatten ihre Sitze in München/Augsburg (Nr. 1), Bamberg/Schweinfurt (Nr. 13) sowie Bingen/Kaiserslautern (Nr. 14).

Die Finanzierung der SS

Die SS finanzierte sich anfangs überwiegend aus Mitgliedsbeiträgen, insbesondere der fördernden Mitglieder, und aus Spenden. Seit 1929 existierte ein eigener "Reichsgeldverwalter" (Paul Magnus Weickert [geb. 1898] bis 1932, dann Gerhard Schneider (geb. 1896), der das 1932 geschaffene Verwaltungsamt bis 1934 leitete). Sowohl Weickert als auch Schneider wurden wegen Unterschlagungen aus der SS ausgeschlossen.

Aus dem Kreis der Wirtschaftsfachleute, den Hitlers 1931 ernannter Wirtschaftsberater, der Ingenieur, Chemiefabrikant und SS-Gruppenführer Wilhelm Keppler (1882-1960), aufgebaut hatte ("Keppler-Kreis"), entstand ab 1933 der "Freundeskreis des Reichsführers-SS", von dem die SS Spendenmittel bezog. Aus Bayern gehörte ihm der zeitweilige Reichswirtschaftsminister, Generaldirektor der Allianz-Versicherung und SS-Brigadeführer ehrenhalber, Kurt Schmitt (1886-1950), an, im Krieg zeitweise auch der Indologe Walther Wüst (1901-1993), Kurator des SS-Ahnenerbes und seit März 1941 Rektor der Universität München. Die Mittel wurden unter anderem für den von Himmler 1935 gegründeten Verein "Lebensborn" und das "Ahnenerbe" verwendet.

Ab 1933/34 finanzierten vorwiegend Zuschüsse der Partei den Haushalt der Allgemeinen SS. Im August 1934 verbot der Reichsschatzmeister der NSDAP, Franz Xaver Schwarz (1875-1947), die weitere Werbung fördernder Mitglieder. Zuletzt untersagte die Partei auch den Einzug der regulären Beiträge der SS-Mitglieder. Ab 1. Oktober 1939 war sie der einzige Finanzier der Allgemeinen SS mit ihren Ämtern in Berlin. Deren Haushaltsvoranschläge erhöhten sich von 50 Millionen RM im Jahr 1935 auf 250 Millionen RM 1939. Die SS eignete sich auch Anteile an geraubten jüdischen Geldern an, die eigentlich an das Reich abzuführen gewesen wären.

Ab 1933 begann die SS unter dem Chef des SS-Verwaltungsamts Oswald Pohl (1892-1951), zusätzliche Finanzquellen zu erschließen. Pohl finanzierte immer größere Teile der SS aus dem Reichshaushalt. Das Reichsinnenministerium übernahm schrittweise die Finanzierung der Wachtruppen (Totenkopfverbände) der Konzentrationslager (1936) und der Konzentrationslager selbst (1938).

Schon von 1933 bis 1935 übernahm Pohl das Bauwesen und die Handwerksbetriebe der Konzentrationslager. Ab 1938 entwickelten sich Teilbereiche der Konzentrationslager zu SS-eigenen Wirtschaftsunternehmen, in denen die Arbeitskraft der Häftlinge durch Zwangsarbeit ausgenutzt wurde. Die schon von Anfang an bestehenden Handwerksbetriebe in Dachau wurden ausgebaut. 1938 wurde aus wirtschaftlichen Erwägungen mit dem Konzentrationslager Flossenbürg das zweite in Bayern errichtet, um die dortigen Granitvorkommen zu nutzen.

Die SS gründete daneben verschiedene Unternehmen, wie z. B.

  • Porzellan-Manufaktur Allach/München GmbH 1936
  • "Deutsche Ausrüstungswerke GmbH" 1939 in Berlin mit Zweigbetrieb in Dachau
  • Deutsche Versuchsanstalt für Ernährung und Verpflegung GmbH 1939 in Dachau
  • Gesellschaft für Textil- und Lederverwertung GmbH 1940 in Dachau

Zentrale des von Pohl beherrschten Wirtschaftsimperiums der SS aus Konzentrationslagern, Gesellschaften und Dachgesellschaften wurde am 1. Februar 1942 das Wirtschafts-Verwaltungshauptamt (WVHA) der SS. Dieses fasste die bisher von Pohl geleiteten Hauptämter "Verwaltung und Wirtschaft" und "Haushalt und Bauen" zusammen. Die Häftlinge der Lager wurden ab 1942 immer stärker auch für die Rüstungsproduktion herangezogen. Dazu entstanden in Zwangsarbeit unterirdische Rüstungsfabriken als Außenlager der Konzentrationslager, beispielsweise bei Kaufering und Mühldorf. Flossenbürg wurde zur Produktionsstätte für Jagdflugzeuge.

Die Übernahme der Polizei durch die SS

Im Zuge der "Machtergreifung" in Bayern gelang es Himmler, Schlüsselpositionen im Polizeiapparat zu besetzen: Am 15. März 1933 ernannte der kommissarische Innenminister, Adolf Wagner (1890-1944), Himmler zum politischen Referenten beim Staatsministerium des Innern. Am 1. April 1933 wurde er "Politischer Polizeikommandeur Bayerns". Himmler war damit die gesamte politische Polizei unterstellt, die nun den Namen "Bayerische Politische Polizei" erhielt, und er war gegenüber anderen Polizeibehörden weisungsbefugt. In seinen Händen lag seit dem 10. April 1933 die Zuständigkeit für die Verhängung der Schutzhaft.

Himmler baute die "Bayerische Politische Polizei" stark aus. Heydrich, der Leiter des Sicherheitsdienstes der SS, wurde sein Stellvertreter als Chef der Bayerischen Politischen Polizei. Gleichzeitig gelang es ihm, sich den Zugriffen der Staatsregierung und des Reichsstatthalters zu entziehen.

Zwischen November 1933 und Ende März 1934 wurde Himmler von Reichsinnenminister Dr. Wilhelm Frick (1877-1946) nach und nach zum Kommandeur der politischen Polizei in allen Ländern ernannt. Im April 1934 wurde er auch Inspekteur der 1933 gegründeten Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in Preußen. Diese konnte er im November 1934 weitgehend aus der Abhängigkeit von Ministerpräsident Hermann Göring (1893-1946) lösen. Sämtliche politische Polizeien der deutschen Länder wurden nun unter der Bezeichnung Gestapo zentralisiert. Die Leitung der Gestapo übernahm Heydrich, der bewährte Mitarbeiter aus Bayern mitbrachte, wie Heinrich Müller (geb. 1900), der 1937 Heydrichs Nachfolger in diesem Amt wurde.

Mit Erlass vom 17. Juni 1936 wurde Himmler "Chef der deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern" und blieb im Rang eines Staatssekretärs nur formal Reichsinnenminister Frick unterstellt. Die Polizei war von nun an keinen rechtsstaatlichen Regeln mehr unterworfen.

Gleichzeitig wurden mit Erlass Himmlers vom 26. Juni 1936 Gestapo und Kriminalpolizei unter dem neuen SS-Hauptamt Sicherheitspolizei vereinigt, das Heydrich leitete. Unabhängig von ihm war das im gleichen Zuge geschaffene SS-Hauptamt Ordnungspolizei unter Kurt Daluege (1897-1946), dem Schutzpolizei, Gendarmerie und Gemeindepolizei unterstanden.

Der Sicherheitsdienst (SD) ab 1933

Der SD hatte das Monopol als politischer Nachrichtendienst. Zwar hatte er keine exekutiven Befugnisse, doch war sein Bereich von dem der Gestapo nicht klar abgegrenzt, so dass Konkurrenzkonflikte nicht ausblieben.

Der von Heydrich geleitete SD bestand Ende 1933 aus der Zentrale in München, den sieben in entsprechende Abschnitte und Außenstellen untergliederten SD-Oberabschnitten (der Oberabschnitt Süd umfasste Bayern und Franken) und aus den V-Leuten. 1935 wurde das SD-Amt neben SS-Hauptamt und Rasse- und Siedlungs-Hauptamt zum SD-Hauptamt erhoben.

Die Zusammenfassung von Sicherheitspolizei und SD im Reichssicherheitshauptamt 1939

Mit der Gründung des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) der SS am 27. September 1939 wurden die bisher konkurrierenden SS-Hauptämter Sicherheitspolizei und Sicherheitsdienst zusammengefasst. Das in Berlin ansässige Hauptamt leitete – wie die beiden in ihm aufgegangenen Hauptämter – Heydrich bis zu seinem Tod am 4. Juni 1942. Sein Nachfolger wurde ab 30. Januar 1943 Ernst Kaltenbrunner (1903-1946).

Das RSHA war die Zentrale des nationalsozialistischen Terrors. Seit Mitte 1941 war es mit der "Endlösung der Judenfrage" beauftragt und organisierte die Judendeportationen und Massenmorde. Hierzu wurden "Einsatzgruppen" der Sicherheitspolizei und des SD gebildet.

Seit September 1942 konnte das RSHA Gerichtsurteile korrigieren und die Ermordung der Betroffenen veranlassen, seit November 1942 war es für die gesamte Strafrechtspflege gegen Polen und Juden in den besetzten Gebieten, ab Sommer 1943 auch im Reich zuständig. Die SS- und Polizeikräfte in den besetzten Gebieten bekamen ihre Weisungen direkt vom Chef der Sicherheitspolizei und des SD und waren von der Wehrmacht unabhängig.

Die Geheime Staatspolizei in Bayern

Die Geheime Staatspolizei in Bayern ging aus der 1933 Heinrich Himmler unterstellten Bayerischen Politischen Polizei hervor. Im Zuge der Zentralisierung der gesamten Polizei in Händen der SS erhielt sie 1936 den Namen "Geheime Staatspolizei Staatspolizeileitstelle München". Ihr seit 1935 amtierender Leiter, Dr. Walter Stepp (1898-1972), versuchte 1937 vergeblich, den direkten Zugriff der Berliner Gestapo-Zentrale auf die einzelnen bayerischen Staatspolizeistellen zu verhindern.

Tabelle 7: Leiter der Bayerischen Politischen Polizei bzw. der Gestapo-Leitstelle München
Name Lebensdaten Amtszeit Bemerkung
Jakob Beck geb. 1889 April 1934-Februar 1935 Leitung in Stellvertretung für Reinhard Heydrich
Dr. Walter Stepp 1898-1972 Februar 1935-Dezember 1937 1937 Ausscheiden wegen Auseinandersetzungen mit der Gestapo-Zentrale in Berlin über die Zentralisierung der Gestapo
Lothar Beutel 1902-1986 1937-1939 gleichzeitig auch Inspekteur der Sicherheitspolizei, des SD in Bayern und der örtlichen SD-Führer. Ab 1939 Leitung der Einsatzgruppe IV der Sicherheitspolizei
Dr. Erich Isselhorst 1906-1948 Dezember 1939-November 1942 1946 von einem britischen, 1947 von einem französischen Militärgericht zum Tode verurteilt, 1948 hingerichtet
Oswald Schäfer 1908-1991 1942-1945 Ein Gerichtsverfahren Mitte der 1950er Jahre wurde eingestellt

Neben der Staatspolizeileitstelle München bestanden Gestapostellen in Augsburg, Nürnberg, Würzburg, Regensburg und Bayreuth. Sie organisierten die Judendeportationen. Trotz der Verflechtung mit der SS gehörten ihr die Beamten der Gestapo nicht kollektiv an. In Würzburg war nur rund ein Viertel in der SS. Die Mehrheit waren frühere Angehörige der Landes- und der Schutzpolizei. Auch aus der Kriminalpolizei kam eine größere Gruppe. Die Kriminalpolizei hatte ihre eigenen Leitstellen.

Höhere SS- und Polizeiführer und Polizeipräsidenten in Bayern

Ein Erlass des Reichsinnenministers vom 13. November 1937 führte das Amt des Höheren SS- und Polizeiführers ein. Diese sollten im Mobilmachungsfall in allen Wehrkreisen die Kräfte der SS und der Polizei zusammenfassend führen. Sie waren Himmlers Generalbevollmächtigte und Repräsentanten. Ihnen unterstanden der Inspekteur der Sicherheitspolizei und der Ordnungspolizei. Sie hatten Koordinierungs-, Aufsichts- und Disziplinarkompetenzen, doch blieben die jeweiligen Befehlshaber und Außendienststellen in ihrem Bereich gleichzeitig weiter den Hauptämtern zugeordnet, was zu Konflikten führen konnte.

Im Reich waren diese Funktionäre weniger bedeutend als in den besetzten Gebieten, da die bestehende Partei- und Verwaltungsorganisation ihnen wenig Spielraum ließ. Erst als ihre Gebiete im Reich zu Kriegsgebieten wurden, hatten die Höheren SS- und Polizeiführer den tatsächlichen Oberbefehl über die Polizei.

Höherer SS- und Polizeiführer für die Wehrkreise VII (München) und XIII (Nürnberg) wurde am 12. März 1938 Karl Freiherr von Eberstein, seit April 1936 Polizeipräsident von München und seit 1. Dezember 1937 Leiter der Polizeiabteilung (Abteilung VI) im Bayerischen Staatsministerium des Innern und SS-Oberabschnittsführer Süd. Die letzte Funktion gab er 1939 wieder auf. Am 17. Dezember 1942 wurde mit Dr. Benno Martin für den Wehrkreis XIII ein eigener Höherer SS- und Polizeiführer bestellt. Innenminister Adolf Wagner, der Reichsverteidigungskommissar für beide Wehrkreise, hatte dies bis zu seinem Ausfall durch einen Schlaganfall im Juni 1942 verhindert.

Tabelle 8: Höhere SS- und Polizeiführer sowie Polizeipräsidenten bzw. Leiter von Polizeidirektionen in Bayern

Wehrkreis Amtszeit Name Lebensdaten Bemerkung
München 1933 Heinrich Himmler 1900-1945 Reichsführer SS; Nachfolger bis 1934 August Schneidhuber von der SA
München 1934-1936 Otto von Oelhafen 1886-1952
München 1936-1942 Friedrich Karl Freiherr von Eberstein 1894-1979 SS-Obergruppenführer; 1938-1942 höherer SS- und Polizeiführer Süd (Wehrkreis VII München und Wehrkreis XIII Nürnberg, ab 1942 nurmehr für den Wehrkreis VII)
München 1943-1945 Hans Plesch 1905-1985 SS- Brigadeführer
Nürnberg 1933 Heinrich Himmler 1900-1945
Nürnberg 1933 Erasmus Freiherr von Malsen-Ponickau 1895-1956 SS-Brigadeführer; Nachfolger bis 1934: SA-Obergruppenführer Hans Günter von Obernitz (1899-1944)
Nürnberg 1934-1942 Benno Martin 1893-1972 SS-Obergruppenführer; 1942 höherer SS- und Polizeiführer Main (Wehrkreis XIII)
Nürnberg 1942-1945 Otto Kuschow 1890-1945 SS-Brigadeführer
Augsburg Juni 1933 bis September 1934 Rolf von Humann-Hainhofen 1885-1961 SS-Brigadeführer
Augsburg 1936-1945 Wilhelm Starck 1891-1968 SS-Brigadeführer

Die SS und die Konzentrationslager

Wichtigstes Machtinstrument Himmlers war die Schutzhaft. Angesichts der großen Verhaftungswelle, die bei der „Machtergreifung in Bayern“ in der Nacht des 9. März 1933 anrollte, war die Kapazität der Gerichts- und Polizeigefängnisse bald erschöpft. Ab 22. März 1933 entstand daher in der Nähe von Dachau im Gemeindegebiet von Prittlbach das erste Konzentrationslager.

Mit der Ernennung Himmlers zum Befehlshaber der Politischen Polizei in Bayern am 1. April 1933 ging das Lager in seinen Machtbereich über und wurde am 10. April 1933 von einer SS-Einheit übernommen (offiziell am 30. Mai). Auch im übrigen Reich übernahm die SS die verschiedenen im Zuge der "Machtergreifung" entstanden "wilden" Lager. Der zweite Lagerkommandant von Dachau, Theodor Eicke, erarbeitete im Herbst 1933 eine Lagerordnung, die am 1. Oktober 1933 in Kraft trat und von anderen Konzentrationslagern der SS übernommen wurde.

Eicke erhielt am 4. Juli 1934 das neu geschaffene Amt des "Inspekteurs der Konzentrationslager". Die Inspektion der Konzentrationslager war anfangs der Gestapo, ab 1939 direkt Himmler, ab 1940 dem SS-Führungshauptamt und ab 1942 dem SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt unterstellt.

Bis 1939 entstanden im Deutschen Reich neben Dachau noch sechs weitere Konzentrationslager, darunter ab 1938 mit Flossenbürg auch ein zweites Lager in Bayern. Im Laufe des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Hauptlager auf 22. Gleichzeitig vermehrte sich die Zahl der Außenlager.

Die Totenkopfverbände

Die SS-Wachverbände der Konzentrationslager wurden 1934 aus der Allgemeinen SS herausgelöst und erhielten 1936 den Namen "Totenkopfverbände". Sie unterstanden Theodor Eicke, der auch Inspekteur der Konzentrationslager war, wobei er hinsichtlich der Totenkopfverbände formell dem SS-Hauptamt nachgeordnet war.

Die Totenkopfverbände gliederten sich bis Sommer 1937 in fünf Sturmbanne, darunter den für Dachau zuständigen Sturmbann I "Oberbayern". Sie wurden dann in drei Totenkopfstandarten zusammengefasst, darunter die 1. SS-Totenkopfstandarte "Oberbayern", die wiederum dem Hauptlager Dachau zugeordnet war. Die SS versuchte dabei, Dachau immer mehr in eine SS-Garnisonsstadt umzuwandeln.

Die Mannschaftsstärke der SS-Totenkopfverbände stieg von 2.000 im Jahr 1935 auf 9.000 im Jahr 1938. Sie wurden zunehmend auch außerhalb des Wachdienstes eingesetzt und seit Sommer 1938 immer mehr mit der SS-Verfügungstruppe verflochten. Im Herbst 1939 wurden die Totenkopfverbände zur "SS-Division Totenkopf" zusammengefasst, deren Kommandeur Eicke war.

Die SS-Verfügungstruppe 1933/34-1939/40

Neben der nicht kasernierten Allgemeinen SS, deren Angehörige einen Beruf ausübten, wurden aus den nach der Machtergreifung verschiedentlich gebildeten lokalen Sonderkommandos der SS die Politischen Bereitschaften aufgestellt. Sie spielten beim Röhmputsch eine wichtige Rolle und erhielten Waffen aus Beständen der Reichswehr.

Am 24. September/14. Dezember 1934 wurden diese Verbände mit der 1933 aufgestellten "Leibstandarte Adolf Hitler" zur "SS-Verfügungstruppe" zusammengeschlossen. Diese war auf innere Aufgaben beschränkt und unterstand bei einer möglichen militärischen Verwendung dem Reichsverteidigungsminister.

Für die Ausbildung des Offiziersnachwuchses der SS-Verfügungstruppe wurden zwei Junkerschulen in Deutschland errichtet, die eine davon 1934 in Bad Tölz, die andere in Braunschweig. Sie dienten aber auch der Ausbildung von Angehörigen der Allgemeinen SS, der Polizei, des Sicherheitsdienstes und der SS-Totenkopfverbände. Es gelang ihnen aber nicht wirklich, die gewünschte Führungselite heranzubilden.

Ab 1. Oktober 1936 bestand die dem SS-Hauptamt unterstellte "Inspektion der SS-Verfügungstruppe" unter dem pensionierten Generalleutnant der Reichswehr, SS-Brigadeführer und vorherigen Kommandeur der SS-Führerschule Braunschweig, Paul Hausser (1880-1972). Gegenüber den SS-Oberabschnitten waren seine Befugnisse eingeschränkt, da dort die Befehlsgewalt der jeweiligen Oberabschnittsführer sehr weit reichte. Erst allmählich konnte er sie ihnen mit Himmlers Hilfe entziehen. Auch auf die Leibstandarte hatte er keinen Zugriff.

Die Stärke der Verfügungstruppe stieg von Januar 1935 bis Dezember 1938 von 5.000 auf etwa 14.000. Neben der Leibstandarte umfasste sie die beiden anderen Standarten "Deutschland", die mit 3.161 Mann (Herbst 1937) in München stationiert war, und "Germania".

Auf Befehl Hitlers vom 19. August 1938 wurde die SS-Verfügungstruppe dem Oberbefehlshaber des Heeres unterstellt. Sie wurde zur Division umgebildet.

SS-Leibstandarte Adolf Hitler, Begleitkommando und Reichssicherheitsdienst

Die SS übernahm auch nach der Machtergreifung den persönlichen Schutz Adolf Hitlers. Zu diesem Zweck wurde erneut unter der Leitung von Josef Dietrich (1892-1966) am 17. März 1933 in Berlin eine Stabswache aufgestellt, die zunächst nur aus 120 Mann bestand. Seit Anfang September 1933 trug sie den Namen "Leibstandarte Adolf Hitler". Auf der Feier zum zehnjährigen Gedenken an den Hitlerputsch am 9. November 1933 wurden die rund 1.000 Leibgardisten persönlich auf Hitler vereidigt.

Die Leibstandarte stand völlig außerhalb des Rahmens von Staat und Partei. Erst im April 1934 gelang es Himmler, Josef Dietrich und die Leibstandarte wieder in die Kommandohierarchie der SS einzubinden. Ende 1934 wurde sie Teil der SS-Verfügungstruppe. Sie war die eigentliche Keimzelle der späteren Waffen-SS. Die Leibstandarte war für zahlreiche Kriegsverbrechen auf allen Kriegsschauplätzen verantwortlich, vor allem für die massenhafte Ermordung von Kriegsgefangenen.

Die Leibstandarte, die im April 1934 auf 1.500 Mann aufgestockt wurde, bewachte neben der Reichskanzlei auch Hitlers Domizil auf dem Obersalzberg. Allerdings diente nur ein kleiner Teil der Leibstandarte als persönliche Wache Hitlers, das "SS-Begleitkommando des Führers".

Für Hitlers unmittelbare Sicherheit im Hauptquartier und die damit verbundenen organisatorischen Aufgaben war seit dem 15. März 1933 der aus Bayern stammende SS-Offizier Hans Rattenhuber (1897-1957) verantwortlich. Rattenhubers Dienststelle war seit 1935 eine eigene Reichsbehörde unter der Bezeichnung "Reichssicherheitsdienst", vorwiegend aus bayerischen Kriminalbeamten bestehend. Rattenhuber unterstand formell Himmler, bekam seine Befehle aber direkt von Hitler.

Die Zusammenfassung der SS-Verbände in der Waffen-SS 1939/40

Seit November 1939 wurde für die vier SS-Divisionen (Leibstandarte, Totenkopfdivision, die Division aus der Verfügungstruppe und die aus Angehörigen der Ordnungspolizei und Spezialeinheiten des Heeres gebildete Polizeidivision) der wohl von Himmler selbst geprägte Begriff "Waffen-SS" verwendet. Im August 1940 errichtete Himmler das SS-Führungshauptamt, dessen Aufgabe in der Koordination und Organisation der "Waffen-SS" bestand.

Auch das in den Konzentrationslagern eingesetzte Personal gehörte nun zur Waffen-SS. Es blieb aber nicht permanent in den Lagern stationiert, sondern wurde vielfach gegen kämpfende Einheiten ausgetauscht.

Weitere Einrichtungen der SS

Um die Rassenideologie wissenschaftlich zu fundieren, entstand 1935 die "Forschungs- und Lehrgemeinschaft das Ahnenerbe e. V." in Berlin. Kurator wurde 1937 der Münchner Universitätsprofessor und Indogermanist Dr. Walther Wüst, seit 1935 Kommissarischer Dekan der Universität München. Das Ahnenerbe sollte zum Kulturreferat der SS ausgebaut werden. Ursprünglich konzentrierte es sich auf germanische Vorgeschichte und deutsche Volkskunde, wandte sich aber schon vor dem Krieg den Naturwissenschaften zu und ab 1939 der kriegsbedingten Zweckforschung. Ab 1942 war es für medizinische Menschenversuche, darunter auch die in Dachau durchgeführten, verantwortlich.

Auf Veranlassung Hitlers wurde am 12. Dezember 1935 in Berlin der "Lebensborn e. V." gegründet. Der "Lebensborn" sollte rassisch und erbbiologisch wertvolle, kinderreiche Familien unterstützen sowie Mütter betreuen, die unter diese Kategorien fielen. Die Arbeit des Vereins zielte aber in erster Linie auf ledige Mütter. Als "wertvoll" eingestufte biologische Substanz sollte in deren Kindern erhalten werden. Ein erstes Entbindungsheim für ledige Mütter eröffnete der Verein am 15. August 1936 in Steinhöring bei Ebersberg. Ärztlicher Leiter des Lebensborn war seit Mitte 1937 der in Kirchseeon ansässige praktische Arzt Dr. Gregor Ebner (1892-1974). "Lebensborn" war anfangs eine Hauptabteilung des Sippenamts im SS-Rasse- und Siedlungs-Hauptamt, ab 1938 dann dem Persönlichen Stab Reichsführer SS unterstellt. Sitz des Vereins war seit 1. März 1938 München.

Die 1935 als Parteidienststelle gegründete "Volksdeutsche Mittelstelle" war für die NS-Politik gegenüber deutschen Minderheiten im Ausland zuständig. Als im Oktober 1939 Himmler "Reichskommissar für die Festigung des Deutschen Volkstums" wurde, entwickelte sie sich zum Instrument seiner Umsiedlungspolitik. Seit Juni 1941 war sie ein SS-Hauptamt. Die Umsiedlungspolitik Himmlers wurde gleichzeitig im Kirchenkampf des NS-Regimes instrumentalisiert. Für die Umsiedlungslager, die vor allem im Spätsommer und Herbst 1940 eingerichtet wurden, beschlagnahmte die SS kirchliches Eigentum.

Die SS und die Kämpfe in Bayern am Kriegsende

Bei den Endkämpfen in Bayern war das XIII. SS-Armeekorps unter dem Kommando des SS-Gruppenführers und Generalleutnants Max Simon (1899-1961) beteiligt. Zu ihm gehörten die 38. SS-Panzer-Grenadierdivision, der u. a. die Lehrgangsteilnehmer der SS-Junkerschule Bad Tölz eingegliedert waren, und die 17. SS-Panzer-Grenadierdivision. Sie lieferten den vorstoßenden Amerikanern Ende April und Anfang Mai 1945 zähe Kämpfe. Auf das Konto der SS gehen die Morde an zahlreichen Personen, die versuchten, eine kampflose Übergabe ihrer Heimatorte zu erreichen (z. B. in Dachau, Regensburg, Altötting, Burghausen, Götting).

Die Prozesse gegen SS-Angehörige nach dem Krieg

Anklagebank beim Prozess gegen die Angehörigen des SS-Rasse- und Siedlungshauptamts 1947/48 in Nürnberg. (Bayerische Staatsbibliothek, Fotoarchiv Hoffmann)

Am 10. Oktober 1945 wurde durch das Alliierte Kontrollratsgesetz Nr. 2 die NSDAP mit allen ihren Gliederungen, darunter auch die SS, verboten und aufgelöst. Im Nürnberger Prozess vor dem Internationalen Militärgericht war Ernst Kaltenbrunner als Repräsentant von SS, Gestapo und SD einer der Hauptangeklagten, die zum Tode verurteilt wurden. Außerdem erklärte das Gericht in seinem am 30. September/1. Oktober 1946 verkündeten Urteil SS, Gestapo und SD zu verbrecherischen Organisationen, nahm allerdings die Reiter-SS davon aus.

Die amerikanische Militärregierung ließ in Nürnberg vom 9. Dezember 1946 bis zum 11. April 1949 weitere zwölf Verfahren zur Ahndung deutscher Kriegsverbrechen durchführen. Mit der SS befassten sich die Prozesse gegen Oswald Pohl und 17 weitere Mitglieder des SS-Wirtschafts-Verwaltungs-Hauptamts, gegen Angehörige der Einsatzgruppen und gegen Repräsentanten des SS-Rasse- und Siedlungshauptamts.

Die Militärregierung richtete in Dachau ein Lager für Kriegsverbrecher ein. 1946 befanden sich 16.117 SS-Männer in Haft. In Dachau führten US-Militärgerichte 256 Prozesse mit etwa 800 Angeklagten durch, insbesondere gegen Wachmannschaften und Funktionshäftlinge der Konzentrationslager, darunter auch Dachau und Flossenbürg, gegen dort tätige Ärzte und gegen Angehörige der Waffen-SS. Die Dachauer Prozesse begannen am 15. November 1945 mit der Verhandlung gegen Angehörige des Kommandanturstabes des Konzentrationslagers Dachau. Insgesamt wurden als Folge der Dachauer Kriegsverbrecherprozesse vermutlich 268 Todesurteile vollstreckt.

Weitere Verfahren, die zum Teil mit vollstreckten Todesurteilen endeten, wurden von britischen, französischen und sowjetischen Militärgerichten geführt. Andere wurden im Ausland abgehalten, darunter in Polen, der Tschechoslowakei, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Dänemark, Norwegen, Jugoslawien, Italien und der Sowjetunion. Seit 1946 verfolgten auch westdeutsche Gerichte Verbrechen von Angehörigen von SS und Gestapo.

Viele der Verurteilten wurden vorzeitig begnadigt. Einige gelangten wieder in den Staatsdienst.

Tabelle 9: Wichtige aus Bayern stammende SS-Angehörige

Quelle: u. a. Dr. Joachim Schröder, Düsseldorf.

Name Lebensdaten Herkunft Tätigkeit bei der SS
Heinrich Himmler 1900-1945 Geb. in München Seit 1929 Reichsführer SS

Tabelle 9a: Waffen-SS und Reichssicherheitsdienst

Name Lebensdaten Herkunft Tätigkeit bei der SS Lebenslauf nach 1945
Josef Dietrich 1892-1966 geb. in Hawangen bei Memmingen Befehlshaber der Leibstandarte Adolf Hitler 1946 vom General Military Court im Lager Dachau zu lebenslänglicher Haft verurteilt, 1951 Umwandlung in 25 Jahre, 1955 vorzeitig entlassen, 1956 erneut verhaftet, 1957 vom Landgericht München I wegen seiner Beteiligung an der Ermordung Röhms zu 18 Monaten Haft verurteilt, 1959 vorzeitig entlassen
Carl Maria Demelhuber 1896-1988 geb. in Freising SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, Kommandeur der SS-Standarte Germania in Seeshaupt verstorben
Johann Rattenhuber 1897-1957 geb. in Oberhaching Leiter des Reichssicherheitsdienstes, unmittelbar mit dem Schutz Adolf Hitlers beauftragt in München verstorben

Tabelle 9b: Reichssicherheitshauptamt

Name Lebensdaten Herkunft Tätigkeit bei der SS Lebenslauf nach 1945
Reinhard Flesch 1894-1942 bis 1933 als Kriminalbeamter der Politischen Polizei in München 1933 in die "Bayerische Politische Polizei" übernommen, Beitritt zur SS, Karriere bei der Gestapo in Berlin und München
Josef Meisinger 1899-1947 geb. in München. Bis 1933 als Kriminalbeamter der Politischen Polizei in München 1933 in die „Bayerische Politische Polizei“ übernommen, Beitritt zur SS, Karriere bei der Gestapo und Sicherheitspolizei, u. a. Leiter der Reichszentrale zur Bekämpfung von Abtreibung und Homosexualität, 1940-1941 bei Einsatzgruppe IV 1947 in Warschau hingerichtet
Heinrich Müller geb. 1900 geb. in München. Bis 1933 als Kriminalbeamter der Politischen Polizei in München 1933 in die "Bayerische Politische Polizei" übernommen, Beitritt zur SS, Karriere bei der Gestapo und Sicherheitspolizei, u. a. Leiter der Gestapo "Gestapo-Müller" – Schicksal nach 1945 unbekannt
Franz Josef Huber 1902-1975 bis 1933 als Kriminalbeamter der Politischen Polizei in München, dort u. a. zuständig für die Bekämpfung der SS 1933 in die "Bayerische Politische Polizei" übernommen, Beitritt zur SS, Karriere bei der Gestapo, 1938 Leiter der Gestapo Österreich 1949-1951 nach zweitinstanzlicher Verurteilung durch die Spruchkammer zeitweise untergetaucht, 1957 begnadigt
Edmund Trinkl geb. 1891 geb. in Offendorf, u. a. Freikorps Epp, 1920 zur Bayerischen Landespolizei 1933 in die "Bayerische Politische Polizei", 1934 zur Gestapo, 1939 Reichssicherheitshauptamt, 1944 ins Rasse- und Siedlungshauptamt lebte nach dem Krieg und seiner Internierung in München
Friedrich Panzinger 1903-1959 geb. in München seit 1937 bei der Gestapo in Berlin, ab 1941 im RSHA, 1943-1944 Leiter der Einsatzgruppe A 1952 in der Sowjetunion zu Zwangsarbeit verurteilt, 1955 in die Bundesrepublik abgeschoben, Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes, Selbstmord aus Anlass seiner Verhaftung
Anton Dunckern 1905-1985 geb. in München 1935-1938 Gestapochef im Saarland, dann im RSHA, ab 1939 im SD, u. a. in Lothringen-Saarpfalz 1947-1954 in französischer Gefangenschaft, 1954 Rückkehr nach München, Tätigkeit als Rechtsanwalt
Leonhard Halmanseger geb. 1892 seit 1914 bei der Münchner Polizei, ab 1919 in der politischen Polizei in München Geht 1934 mit Heinrich Müller zur Gestapo Berlin, 1938 SS-Beitritt, zuletzt im RSHA u. a. Mitarbeiter beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz
Hans Karl Kaphengst Kriminalpolizei München zuständig für Personalien der Kriminalpolizei im RSHA
Helmut Willich geb. 1895 SD-Führer Bayreuth, Würzburg 1940 Gruppenleiter für SD-Personal und weltanschauliche Erziehung im RSHA nach 1945 als "Kurt Krause" in Braunschweig, dann Vertreter in Bonn, 1957 Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Bochum eingestellt
Dr. Wilhelm Harster 1904-1991 geb. in Kelheim, Bayer. Polizeibeamter 1933 zur SS, ab 1939 mit dem Aufbau der Gestapoleitstelle Innsbruck beauftragt, 1940-1943 Befehlshaber der Sicherheitspolizei in den Niederlanden, dann in Italien 1956 bayerischer Regierungsrat, 1958 Oberregierungsrat, 1963 auf Druck der Öffentlichkeit vorzeitig in den Ruhestand versetzt, 1967 wegen Beihilfe zum Mord verurteilt, 1968 vorzeitige Haftentlassung
Albert Hartl 1904-1982 geb. in Roßholzen/Samerberg. 1929 Priesterweihe, 1932/33 Leiter des Knabenseminars Freising Ende 1933 Austritt aus der Kirche, 1934 Eintritt in die SS, Exkommunikation, ab 1935 im SD, ab 1939 im RSHA für Kirchenangelegenheiten zuständig, 1941-1943 zur Einsatzgruppe C strafversetzt bis zu seinem Tod freier Publizist in Ludwigshafen
Wilhelm Spengler 1907-1961 geb. in Bühl am Alpsee ab 1934 hauptberuflich beim SD, Leiter der Schrifttumsstelle, ab 1935 wesentlich am Aufbau der Hexenforschungsstelle der SS beteiligt Mitglied der 1951 gegründeten "Stillen Hilfe", einer Hilfsorganisation für Repräsentanten des NS-Regimes
Richard Didier geb. 1903 geb. in München 1935 Übernahme in die BPP; 1937 Hauptamt Sicherheitspolizei, 1939 RSHA (Amt IV); Hauptsturmführer Bayerisches Landeskriminalamt
Friedrich Eckerle 1901-1959 geb. in München. Kriminalbeamter der Münchner Polizei 1933 Übernahme in die BPP; 1937 Hauptamt Sicherheitspolizei; 1939 RSHA (Amt IV A – Kommunismus); Polizeirat, Hauptsturmführer (nicht weiterverwendet)
Rudolf Fumy 1900-1978 geb. in München. Kriminalbeamter der Münchner Polizei 1935 Übernahme in die BPP; 1937 Hauptamt Sicherheitspolizei, 1939 RSHA (Amt IV A – Kommunismus); Kriminalrat, Sturmbannführer ab 1952 Organisation Gehlen / BND
Friedrich Seibold geb. 1909 geb. in München, Kriminalbeamter der Münchner Polizei 1934 Übernahme in die BPP; 1937 Gestapo Schwerin; 1940 RSHA (Amt IV); Kriminalrat, Hauptsturmführer
Wilhelm Supp geb. 1906 geb. in Nürnberg. Kriminalpolizei Nürnberg 1941 RSHA (Amt V), Leiter der "Reichszentrale zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens" (bis Nov. 1943); Kriminalkommissar, Hauptsturmführer Bayerisches Landeskriminalamt (1960 Leiter der Abt. "Fahndung")

Tabelle 9c: Andere SS-Hauptämter

Name Lebensdaten Herkunft Tätigkeit bei der SS Lebenslauf nach 1945
Kurt Mayer 1903-1945 Pfalz Seit 1935 Abteilungsleiter und Sachbearbeiter für Familienkunde im Rasse- und Siedlungshauptamt, Leiter der Reichsstelle für Aippenforschung im Reichsinneministerium
Richard Korherr geb. 1903 geb. in Regensburg. U. a. Direktor des Statistischen Amts der Stadt Würzburg 1940 Leiter der Statistischen Abteilung im SS-Hauptamt. Verfasser des „Korherr-Berichts“ (1943) über die Entwicklung des europäischen Judentums, der der Vorbereitung der „Endlösung“ diente. Er war kein SS-Mitglied. zuletzt im Bundesfinanzministerium tätig
Franz Eirenschmalz geb. 1901 geb. in München 1931 zur SS, zuletzt im SS-Wirtschafts- und Verwaltungs-Hauptamt tätig; als Architekt organisierte er u. a. die Errichtung der Gaskammern in Auschwitz. 1947 durch ein amerikanisches Militärgericht im Prozess gegen die Leiter des SS-Wirtschafts-Verwaltungs-Hauptamts zum Tode verurteilt, Urteil wird 1951 in 9 Jahre Haft umgewandelt
Hans Lörner geb. 1893 geb. in München Bruder von Georg Lörner, Mitarbeiter Pohls im SS-Wirtschafts- und Verwaltungs-Hauptamt 1947 durch ein amerikanisches Militärgericht im Prozess gegen die Leiter des SS-Wirtschafts-Verwaltungs-Hauptamts zu 10 Jahren Haft verurteilt, 1951 begnadigt
Wilhelm Patin geb. 1879 geb. in Würzburg. 1904 Priesterweihe, seit 1907 am Stift St. Kajetan in München, 1909 Dr. theol. 1933 NSDAP-Eintritt, ab 1933 beim SD, Referent für "politischen Katholizismus", 1938 Kirchenaustritt und Heirat nach dem Krieg im alliierten Internierungslager
Adolf von Bomhard 1891-1976 geb. in Augsburg Seit 1936 im SS-Hauptamt Ordnungspolizei, 1942-1943 Leiter der Ordnungspolizei in Kiew, 1944 Inspekteur der Polizeischulen, 1944-1945 Leiter der Ordnungspolizei in Mähren 1960-1966 Bürgermeister von Prien, 1971 Ehrenbürger
Hermann Fegelein 1906-1945 geb. in Ansbach 1942 Inspekteur für Reit- und Fahrwesen im SS- Führungshauptamt, 1944 Verbindungsoffizier Himmlers in Hitlers Hauptquartier, 1944 Heirat von Gretl Braun, der Schwester Eva Brauns 28. April 1945 Hinrichtung auf Befehl Hitlers im Garten der Reichskanzlei wegen angeblicher Fahnenflucht
Georg Lörner 1899-1959 geb. in München Stellvertreter Oswald Pohls im SS-Wirtschafts- und Verwaltungs-Hauptamt 1947 durch ein amerikanisches Militärgericht im Prozess gegen die Leiter des SS-Wirtschafts-Verwaltungs-Hauptamts zu lebenslänglicher Haft verurteilt, Urteil wird 1951 in 15 Jahre Haft umgewandelt
Hans Lörner geb. 1893 geb. in München Bruder von Georg Lörner, Mitarbeiter Pohls im SS-Wirtschafts- und Verwaltungs-Hauptamt 1947 durch ein amerikanisches Militärgericht im Prozess gegen die Leiter des SS-Wirtschafts-Verwaltungs-Hauptamts zu 10 Jahren Haft verurteilt, 1951 begnadigt
August Frank 1898-1954 vormals Angehöriger der „Bayerischen Landespolizei“ Zeitweise Stellvertreter Oswald Pohls im SS-Wirtschafts- und Verwaltungs-Hauptamt 1947 durch ein amerikanisches Militärgericht im Prozess gegen die Leiter des SS-Wirtschafts-Verwaltungs-Hauptamts zu lebenslänglicher Haft verurteilt, Urteil wird 1951 in 15 Jahre Haft umgewandelt

Tabelle 9d: Konzentrationslager und Einsatzgruppen

Name Lebensdaten Herkunft Tätigkeit bei der SS Lebenslauf nach 1945
Josef Kramer 1906-1945 geb. in München 1932 SS-Mitglied, ab 1934 im Konzentrationslager Dachau und anderen tätig, 1941-1942 Kommandant des Konzentrationslagers Natzweiler, 1944 Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, 1944-1945 Kommandant des Konzentrationslagers Bergen-Belsen
Richard Baer 1911-1963 geb. in Floß 1932 SS-Mitglied, ab 1933 Tätigkeit in verschiedenen Konzentrationslagern, 1942-1944 im SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt, 1944 Kommandant des Konzentrations-Stammlagers Auschwitz 1960 im Vorfeld des Auschwitz-Prozesses verhaftet, 1963 in Untersuchungshaft verstorben
Hans Aumeier 1906-1948 geb. in Amberg 1931 SS-Mitglied, 1942-1943 stellvertretender Kommandant in Auschwitz, ab 1944 Kommandant des KZ-Außenlagers Kaufering 1948 in Krakau hingerichtet
Heinrich Schwarz 1906-1947 geb. in München seit 1940 in Auschwitz, 1943-1944 Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz-Monowitz, 1944 Kommandant des Konzentrationslagers Natzweiler 1947 Hinrichtung im Wald der Gemeinde Sandweiler bei Baden-Baden
Franz Johann Hofmann 1906-1973 geb. in Hof seit 1933 im Konzentrationslager Dachau tätig, 1942 nach Auschwitz versetzt, 1944 nach Natzweiler 1965 im Auschwitz-Prozess verurteilt, in der Justizvollzugsanstalt Straubing gestorben
Franz Hössler 1906-1945 geb. in Marktoberdorf u. a. in Auschwitz und Dora tätig
Wilhelm Burger geb. 1904 geb. in München 1942-1943 Leiter der Verwaltung im Stammlager Auschwitz, ab 1944 im SS-Wirtschafts- und Verwaltungs-Hauptamt für die Verwaltung der Konzentrationslager zuständig 1966 im Frankfurter IG-Farben-Prozess verurteilt
Eduard Wirths 1900-1945 geb. in Geroldshausen 1934 SS-Mitglied, 1942 zunächst im KZ Neuengamme, dann in Auschwitz Lagerarzt, dort für Menschenversuche und Euthanasiemorde verantwortlich, u. a. Vorgesetzter von Josefe Mengele Selbstmord in amerikanischer Haft in Staumühle bei Paderborn
Josef Mengele 1911-1979 geb. in Günzburg 1938 SS-Mitglied, ab 1943 als SS-Arzt in Auschwitz tätig, führte dort u. a. Menschenversuche durch 1949 nach Südamerika geflohen
Adolf Ott geb. 1904 geb. in Waidhaus 1931 SS-Mitglied, ab 1942 Mitglied der Einsatzgruppe B im Einsatzgruppenprozess 1948 zum Tode verurteilt, 1951 zu lebenslänglicher Haft begnadigt, 1958 Haftentlassung
Hilmar Wäckerle 1899-1941 geb. in Forchheim 1933 Kommandant des Konzentrationslagers Dachau
Hans Loritz 1895-1946 geb. in Augsburg 1936-1939 Kommandant des Konzentrationslagers Dachau Selbstmord im Internierungslager Neumünster-Gadeland
Martin Weiß 1903-1946 geb. in Weiden 1942-1943 Kommandant des Konzentrationslagers Dachau Hinrichtung in Landsberg
Max Koegel 1895-1946 geb. in Füssen 1943-1945 Kommandant des Konzentrationslagers Flossenbürg Selbstmord im Gerichtsgefängnis Schwabach bei Nürnberg
Heinrich Deubel 1890-1962 geb. in Ortenburg Dezember 1934 bis März 1936 Kommandant des Konzentrationslagers Dachau, dann des Konzentrationslagers Columbus-Haus Berlin am 22. September 1936 amtsenthoben danach wieder Zollbeamter gest. 1962 in Dingolfing

Tabelle 9e: Gestapo, SD und Sicherheitspolizei im auswärtigen Einsatz

Name Lebensdaten Herkunft Tätigkeit bei der SS Lebenslauf nach 1945
Dr. Kurt Christmann 1907-1987 geb. in München; Gerichtsreferendar; Angehöriger der SA 1933 SS München, ab 1934 BPP/Gestapo München; 1938 Gestapo Wien und Innsbruck, 1939 Gestapochef Salzburg; 1942 Leiter EK 10a Sowjetunion; Oberregierungsrat, Obersturmbannführer 1948 Flucht nach Argentinien; ab 1956 Immobilienmakler München; 1980 wg. Kriegsverbrechen verurteilt, starb in Haft
Josef Gallinger geb. 1909 geb. in Forschhausen; Jurist, Regierungsrat 1942/43 stellvertr. Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD Nancy; Hauptsturmführer Regierung von Oberbayern; Verfahren wegen Kriegsverbrechen 1971 eingestellt
Josef Gerum 1888-1960 München seit 1917 bei der Polizeidirektion München, Kriminalassistent, enger Vertrauter Wilhelm Fricks in der Politischen Abteilung Entlassung wegen Teilnahme am Hitler Putsch, dann berufsmäßiger Funktionär der NSDAP, 1933 Mitglied der Bayerischen Politischen Polizei 1934 Leiter von der Außenstelle Würzburg, 1937 zur Gestapo München, 1939 bei der Geheimen Feldpolizei in Polen dann wieder bei der Gestapo München SS-Sturmbannführer, nach Konflikten mit HimmIer 1942 Ruhestand, dann Wirtschaftsleiter bei BMW 1945-1948 in einem amerikanischen Internierungslager 1948 zu einem Jahr Gefängnis verurteilt
Johann Schmer 1891-1970 geb. in Weißenberg; Kriminalbeamter der Münchner Polizei 1933 Übernahme in die BPP; 1938 SiPo-Einsatz in Österreich, Sudetenland; 1939 Teilkommandoführer Einsatzgruppe in Polen, stellv. Kommandeur der Sicherheitspolizei in Lublin (zugleich Leiter Abt. IV – Gestapo); 1941-44 Befehlshaber der Sicherheitspolizei Krakau, Leiter Abt. IV, Kriminalrat, Sturmbannführer nicht weiterverwendet; Kriminalrat a.D.
Rudolf Schmäling 1898-1976 geb. in München; Kriminalbeamter der Münchner Polizei 1933 Übernahme in die BPP; Teilkommandoführer bei Einmarsch im „Sudetenland“; 1940 beim Befehlshaber der Sicherheitspolizei Frankreich, 1942/43 Kommandeur der Sicherheitspolizei Nancy; Kriminalat, Sturmbannführer Bewerbung bei BLKA scheitert (1953); weitere Karriere unbekannt, Krim. Rat a.D.; Verfahren wg. Kriegsverbrechen 1971 eingestellt
Joseph Schreieder 1904-[1989] geb. in München; Kriminalbeamter der Münchner Polizei seit 1923 im Polizeidienst, 1933 Übernahme in die BPP; 1935 Leiter Grenzpolizeikommissariat Lindau und Bregenz; ab 1940 Leiter der Abt. IV – E (Spionageabwehr) des Befehlshabers der Sipo und des SD in den Niederlanden, Dr. Wilhelm Harster; 1943 SS-Sturmbannführer 1944 Kriminaldirektor, Org. Gehlen; 1954 Bayerisches Landeskriminalamt (Leiter Staatsschutz); 1955 Landesamt für Verfassungsschutz
Franz Straub 1889-1977 geb. Bergrothenfels; Kriminalbeamter der Münchner Polizei / Grenzpolizei 1933 Übernahme in die BPP; 1940-44 Leiter der Gestapo beim Beauftragten des Chefs der Sipo/SD in Belgien / Nordfrankreich (Sitz Brüssel); Krim. Direktor, Sturmbannführer 1951 Präsidium der Bayerischen Grenzpolizei
Walter Kurreck geb. 1911 geb. in Salzburg; 1932 SS/SD 1936 SD-Hauptamt, dann Führer des SD-Abschnitts München, 1939 RSHA (Amt VI); 1942 Verbindungsführer Stab Einsatzgruppe D, Organisator des "Unternehmens Zeppelin", Sturmbannführer 1950 Organisation Gehlen, 1956 BND

Literatur

  • Josef Ackermann, Heinrich Himmler - „Reichsführer-SS“, in: Ronald Smelser/Rainer Zitelmann (Hg.), Die braune Elite I. 22 biographische Skizzen, Darmstadt 3. Auflage 1994, 115-133.
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  • Shlomo Aronson, Reinhard Heydrich und die Frühgeschichte von Gestapo und SD (Studien zur Zeitgeschichte 2), Stuttgart 1971.
  • Jens Banach, Heydrichs Elite. Das Führerkorps der Sicherheitspolizei und des SD 1936-1945, Paderborn u. a. 1998.
  • Wolfgang Benz/Barbara Distel (Hg.), Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. 5 Bände, München 2005-2007.
  • Ruth Bettina Birn, Die Höheren SS- und Polizeiführer. Himmlers Vertreter im Reich und in den besetzten Gebieten, Düsseldorf 1986.
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  • Ludwig Eiber, Der Verfolgungsapparat am Kriegsende. Polizei, Justiz und NS-Organisationen, in: Peter Fassl (Hg.), Das Kriegsende in Bayerisch-Schwaben 1945. Wissenschaftliche Tagung der Heimatpflege des Bezirks Schwaben in Zusammenarbeit mit der Schwabenakademie Irsee am 8./9. April 2005, Augsburg 2006, 3-22.
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  • Carlo Gentile, Wehrmacht und Waffen-SS im Partisanenkrieg. Italien 1943-1945, Paderborn u. a. 2012.
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  • Michael Wildt, Generation der Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes, Hamburg 2002.
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Quellen

Zu den unpublizierten Quellen: Inventar archivalischer Quellen des NS-Staates. Die Überlieferung von Behörden und Einrichtungen des Reichs, der Länder und der NSDAP (Texte und Materialien zur Zeitgeschichte 3/1), München u. a. 1991.

  • Peter Witte u. a. (Berab.), Der Dienstkalender Heinrich Himmlers 1941/42 (Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte, Quellen 3), Hamburg 1999.
  • Dienstaltersliste der Schutzstaffel der N.S.D.A.P., Stand vom 1. Oktober 1934, München 1934.
  • Dienstaltersliste der Schutzstaffel der N.S.D.A.P., Stand vom 1. Juli 1935, Berlin 1935.
  • Dienstaltersliste der Schutzstaffel der N.S.D.A.P., Stand vom 20. April 1942, Berlin 1942.
  • Helmut Heiber (Hg.), Reichsführer! Briefe an und von Himmler, Stuttgart 1968.
  • Brünn Meyer (Hg.), Dienstaltersliste der Schutzstaffel der NSDAP (SS). Stand vom 1. Dezember 1938 mit Berichtigungsheft: Stand vom 15. Juni 1939, unveränderter Nachdruck der Ausgaben Berlin 1938 und 1939, Osnabrück 1996.
  • Brün Meyer (Hg.), Dienstaltersliste der Waffen-SS. SS-Obergruppenführer bis SS-Hauptsturmführer. Stand vom 1. Juli 1944, Osnabrück 1987.

Weiterführende Recherche

Externe Links

Verwandte Artikel

Waffen-SS, SS-Verfügungstruppe, SS-Totenkopfverbände

Empfohlene Zitierweise

Paul Hoser, Schutzstaffel (SS), 1925-1945, publiziert am 12.11.2007; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Schutzstaffel_(SS),_1925-1945> (18.08.2017)