Neueste Artikel

Gruppe 47

Hans Werner Richter (1908-1993): Der Schriftsteller war Initiator und spiritus rector der Gruppe 47. Die Aufnahme zeigt Richter im Kurt-Desch-Verlag 1952. (Foto: 1952, Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv)
von Ulrich Dittmann

Als Gruppe 47 bezeichneten sich Autoren, die ab Sommer 1947 nach den individuellen Regularien und auf Einladung des Schriftstellers Hans Werner Richter (1908-1993) ein bis zwei mal jährlich zusammenkamen, um einander neue Texte vorzustellen. Die Gruppe wurzelt in den Erfahrungen deutscher Soldaten im US-Kriegsgefangenenlager ...
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Armer Mann/Gemeiner Mann

In einem Monatszyklus stellt der aus Nürnberg stammende Maler und Kupferstecher Hans Sebald Beham (1500-1550) verschiedene Szenen aus dem Alltag des Gemeinen Mannes dar. Hier zu sehen ist die Darstellung der Monate Mai und Juni. Kupferstich, um 1550 (Wikimedia Commons).

von Barbara Kink

Der Begriff des gemeinen Mannes findet sich in spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Quellen. Eine allgemeingültige Definition des vielseitigen Begriffs ist nicht möglich; der Begriff muss stets im Kontext des jeweiligen quellenspezifischen Zusammenhangs gesehen werden. Bis ins 15. Jahrhundert wird der gemeine ...
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Hirschhorn, Adelsfamilie

Wappen der Herren von Hirschhorn im Scheiblerschen Wappenbuch um 1450/80. (aus: BSB Cod.Icon. 312 c, fol. 121)

von Thomas Steinmetz

Seit 1270 belegte Familie ministerialischer Herkunft, die sich um Hirschhorn am Neckar im 14. und frühen 15. Jahrhundert eine eigene Herrschaft aufbaute. Unter Hans V. (1368-1410) wurden die Hirschhorn wichtige Gefolgsleute der pfälzischen Kurfürsten und waren seit 1413 pfälzische Erbtruchsesse. Im ...
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Hochgerichtsbarkeit in Schwaben

von Peter Kreutz

Unter der seit dem Hochmittelalter nachweisbaren Hochgerichtsbarkeit wird das Gericht über die "Blutfälle" verstanden. In Schwaben handelte es sich dabei im Kern um die drei Sachverhalte des Diebstahls, der Notzucht (Vergewaltigung) und der Tötung. Letzterer wurde bald in Mord und Totschlag differenziert, so ...
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Gerichtsverfahren (Spätmittelalter/Frühe Neuzeit)

Das Oberbayerische Landrecht Kaiser Ludwigs des Bayern (reg. 1314-1347, als Kaiser seit 1328); Titelseite mit Deckfarbeninitiale, um 1346. (Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 1506)
von Peter Kreutz

Der Ursprung des Gerichtsverfahrens liegt in reglementierten Interessenvermittlungs- und Streitschlichtungsverfahren. Dazu gehörte seit dem Frühmittelalter das sogenannte Ding (Thing) als Ort des Hochgerichts über Freie und seit dem 13. Jahrhundert über Ministeriale. In Altbayern ersetzte die Landgerichtsorganisation ...
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