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Beamtenbesoldungsreform, 1928

Titelseite der zweiten Auflages des Bayerischen Beamtenbesoldungs-gesetzes vom 20. April 1928 mit Kommentar von August Legat, erschienen im J. Schweitzer Verlag. (Bayerisches Staatsbibliothek, 81.87051)

von Maria Bäuml

Inflationsbedingte Verluste machten im Jahr 1927 eine Neuregelung der Beamtenbesoldung nötig. Auf die Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes für die Reichsbeamten reagierte die bayerische Regierung mit einer Angleichung der Bezüge ihrer Beamten und verabschiedete am 20. April 1928 das neue Bayerische Besoldungsgesetz ...
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Hauptstadt der Bewegung, München

Das Münchner Stadtwappen wurde 1936 von Richard Klein (1890-1967, Direktor der Staatsschule für angewandte Kunst in München) neu gestaltet. Das Wappen der "Hauptstadt der Bewegung" erhielt nun eine, ihrer neuen Bedeutung gerecht werdende Symbolik. Die traditionelle Mönchdarstellung musste einer weltlichen Darstellung eines "Münchner Kindls" weichen und über einem symbolisierten Stadttor prangte zudem ein Reichsadler mit Hakenkreuz als Ausdruck der Bedeutung der Stadt für den NS-Staat. (Stadtarchiv München, AR-00119)

von Andreas Heusler

Der Begriff "Hauptstadt der Bewegung" ist ein Ehrentitel, den Adolf Hitler (NSDAP, 1889-1945, Reichskanzler 1933-1945) der bayerischen Landeshauptstadt München für deren Bedeutung als Gründungsort der NSDAP verliehen hatte. Bereits in seiner zentralen politisch-ideologischen Programmschrift "Mein Kampf" ...
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Landtagsfraktionen (seit 1946)

Sitzverteilung im Bayerischen Landtag für die Wahlperioden 1950-1958, abgedruckt in: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hg.), Wahl zum Bayerischen Landestag am 23. November 1958 (Beiträge zur Statistik in Bayern 211), 1959, 13. (© Bayerisches Landesamt für Statistik)

von Peter Jakob Kock

Fraktionen sind parteipolitisch gleichgerichtete, in der Geschäftsordnung fixierte und mit eigenen Rechten versehene Gliederungen eines Parlaments. Gleichzeitig sind sie das Scharnier zwischen Parteien und Parlament.  Die erforderliche Mindestzahl an Abgeordneten zur Bildung einer Fraktion im Bayerischen ...
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Fränkischer Rechen

Halbgroschen des Würzburger Bischofs Gerhard von Schwarzburg (reg. 1372-1400). Auf dieser Münze erscheint erstmals der Fränkische Rechen. (Staatliche Münzsammlung München, Inventarnummer: 13-0045)
von Stefan Petersen


Der Begriff "Fränkischer Rechen" für das Wappen des Hochstifts Würzburg (bzw. des von den Würzburger Bischöfen beanspruchten Herzogtums Franken) ist seit dem 15. Jahrhundert gebräuchlich. Seine älteste Überlieferung findet sich auf dem Grabmal Bischof Wolframs von Grumbach (reg. 1320-1333). Ab 1440 ...
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Reichsfinanzreform (Weimarer Republik)

Matthias Erzberger (1875-1921), Zentrum, Reichsfinanzminister von 1919 bis 1920 und Urheber der nach ihm benannten Reichsfinanzreform. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv hoff-962)

von Christoph Palmer

Bis 1918 wurde das Deutsche Reich im Wesentlichen durch seine Gliedstaaten finanziert. Dies änderte sich in der sog. Weimarer Republik grundlegend, als auf Initiative von Reichsfinanzminister Matthias Erzberger (Zentrum, 1875-1921) eine Finanzreform durchgeführt wurde. Diese Reichsfinanzreform schuf ein ...
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