Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

von Clemens Wachter

Logo der Universität Erlangen-Nürnberg. (FAU/Stabsstelle Presse und Kommunikation)
Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth (1711-1763, reg. 1735-1763). Ölbild von Per Krafft d. Ä. (1724-1793), 1762. (Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg FAU-Kunstinventar Nr. 330)

Markgraf Friedrich III. von Brandenburg-Bayreuth (1711-1763, reg. 1735-1763) gründete 1743 in seiner Nebenresidenzstadt Erlangen eine eigene Universität für sein Fürstentum; benannt ist sie seit 1769 nach zwei regierenden Markgrafen, ihrem Gründer und ihrem späteren Förderer, Karl Alexander von Ansbach-Bayreuth (1736-1806, reg. Brandenburg-Ansbach 1757-1791, Brandenburg-Bayreuth 1769-1791). Mit dem Übergang Erlangens an Preußen 1792, Frankreich 1806 und schlussendlich Bayern 1810 begann die Entwicklung der kleinen markgräflichen Universität zu einer modernen Bildungseinrichtung. 1961 erfolgte die Angliederung der Nürnberger Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (Handelshochschule); seitdem trägt die Universität die Ortsbezeichnung „Erlangen-Nürnberg“. 1966 wurde eine Technische Fakultät gegründet und 1972 die Nürnberger Pädagogische Hochschule eingegliedert.


Gründung durch Markgraf Friedrich III. 1743

Am 13. April 1743 unterzeichnete Markgraf Friedrich III. von Brandenburg-Bayreuth (1711-1763, reg. 1735-1763) den Stiftungsbrief für eine Universität in seinem Fürstentum, nachdem ihm am 21. Februar 1743 Kaiser Karl VII. (1697-1745, Kurfürst von Bayern 1726-1745, röm.-dt. Kaiser 1742-1745) das hierfür nötige Privileg ausgestellt hatte. Es handelte sich nach den Universitäten Altdorf und Würzburg um die dritte Universität im Fränkischen Reichskreis. Bereits 1742 war in der Residenzstadt Bayreuth eine Akademie gegründet worden, die nun wieder geschlossen wurde. Auseinandersetzungen zwischen Akademiestudenten und Militärangehörigen veranlassten Markgraf Friedrich dazu, die neu zu eröffnende Universität in die Nebenresidenzstadt Erlangen zu verlegen. Die im Unterland gelegene Stadt Erlangen wurde durch die Universitätsansiedlung wirtschaftlich gestärkt. Sie verfügte außerdem mit dem Gebäude einer ehemaligen Ritterakademie über hierfür passende Räumlichkeiten und bot günstigere Lebenshaltungskosten als die Residenzstadt Bayreuth.

Im Geist des aufgeklärten Absolutismus errichtet, hatte die Universität den Erfordernissen des Staates zu dienen und insbesondere die Ausbildung der protestantischen Geistlichen, Juristen, Ärzte und Verwaltungskräfte sicherzustellen. Als Vorbild dienten Universitätsgründungen in Halle (Sachsen-Anhalt) 1694 und Göttingen (Niedersachsen) 1737. Unterstützt wurde Markgraf Friedrich bei seinem Vorhaben durch seine Gattin, die kunstsinnige und wissenschaftsinteressierte Markgräfin Wilhelmine (1709-1758), die mit Geistesgrößen der Aufklärung, wie dem Philosophen Voltaire (eigentlich François-Marie Arouet, 1694-1778), in Kontakt stand. Prägende Figur der Anfangsphase der Universität war der markgräfliche Leibarzt Daniel de Superville (1696-1773), der zum ersten Kanzler der Universität berufen wurde. Am 4. November 1743, dem seither als „dies academicus“ gefeierten Jahrestag, fand die Eröffnung der „Friedrichs-Universität“ statt.

Ausbau unter Markgraf Karl Alexander

Markgraf Karl Alexander von Ansbach-Bayreuth (1736-1806, reg. Brandenburg-Ansbach 1757-1791, Brandenburg-Bayreuth 1769-1791). Ölbild von Friedrich Gotthard Naumann, um 1785). (Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg FAU-Kunstinventar Nr. 329)

Die Universität Erlangen war von Anbeginn eine Volluniversität mit Promotionsrecht in allen vier Fakultäten der Theologie, Jura, Medizin und Philosophie und zählte zunächst zu den kleineren Einrichtungen ihrer Art. Nachdem sich im Gründungsjahr 64 Studenten an der neuen Universität immatrikuliert hatten, stagnierte die durchschnittliche Gesamtzahl der Studierenden zunächst bei etwa 200 und speiste sich aus einem regional begrenzten Einzugsbereich. Es wurde 16 ordentliche Professuren an der Universität eingerichtet, aber in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens sah sich die Universität durch mangelende finanzielle Ausstattung mit großen Existenzproblemen konfrontiert. Nach dem Erlöschen der Bayreuther Linie wurde die Markgrafschaft ab 1769 in Personalunion mit dem Fürstentum Brandenburg-Ansbach unter Markgraf Karl Alexander (1736-1806, reg. Brandenburg-Ansbach 1757-1791, Brandenburg-Bayreuth 1769-1791) regiert. Nun verbesserte sich auch die Basis für die Erlanger Friedrichs-Universität; zu Ehren des nun herrschenden Markgrafen, der ihr erster großer Förderer werden sollte, wurde die Universität noch im selben Jahr in Friedrich-Alexander(s)-Universität umbenannt. Das markgräfliche Erlangen mit seinen 7.724 Einwohnern (1774) beherbergte zwar eine hohenzoller'sche Residenzanlage, die jedoch als Witwensitz nur Nebenschauplatz war; politische oder kulturelle Institutionen mit einer Bedeutung über die Landesgrenzen hinaus waren hier nicht lokalisiert. Somit kam den Professoren ein hohes Sozialprestige in der städtischen Gesellschaft zu. Obwohl sich die Universität noch nicht lange hatte profilieren können, sind doch bereits für das ausgehende 18. Jahrhundert einige Professoren mit überregionaler wissenschaftlicher Reputation zu verzeichnen wie der Jurist Christian Friedrich von Glück (1755-1831) und der Botaniker Johann Christian Daniel von Schreber (1739-1810). Die Studenten Heinrich Wackenroder (1773-1798) und Ludwig Tieck (1773-1853) erhielten bei ihren Ausflügen in die später „Fränkische Schweiz“ genannte Muggendorfer Gegend (Lkr. Forchheim) und die Stadt Nürnberg Inspirationen für ihre Schriften, die grundlegend für die deutsche Romantik werden sollten.

Von der preußischen zur bayerischen Universität 1792-1810

Ein halbes Jahrhundert nach ihrer Gründung brachte die Zeit der Französischen Revolution und der Koalitionskriege entscheidende Veränderungen für die Friedrich-Alexander-Universität. Nach dem Übergang von Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth an das Königreich Preußen 1792 erhielt die Universität unter Karl-August Freiherr von Hardenberg (1750-1822) als Verwalter der fränkischen Provinzen starke Impulse in der Berufungspolitik und den finanziellen Rahmenbedingungen; Stagnation hingegen bedeutete das Intermezzo der Besatzung durch das französische Kaiserreich ab 1806. Mit der Eingliederung Erlangens in das Königreich Bayern 1810 begann eine Phase der Unsicherheit über den Weiterbestand der Universität, denn im Zuge der Pläne des bayerischen Ministers Maximilian Joseph Graf von Montgelas (1759-1838), das Universitätswesen im Rahmen der Universität Landshut zu zentralisieren, stand die Existenz der Erlanger Universität mehrfach zur Disposition.

Da sie jedoch die einzige Fakultät für evangelische Theologie in Bayern vorweisen konnte, war ihr Weiterbestehen schließlich gesichert: Andernfalls hätten alle bayerischen evangelischen Theologiestudenten, deren Zahl nach der gerade erfolgten Eingliederung Frankens nach Bayern stark angestiegen war, ihr Studium außerhalb der Landesgrenzen absolvieren müssen. Einen Fixpunkt in den Auseinandersetzungen um die bayerische Universitätslandschaft stellte die Konstitution vom 26. Mai 1818 dar, mit der der Bestand an drei Universitäten, wenn auch nicht namentlich genannt, zahlenmäßig staatsrechtlich festgeschrieben wurde, indem jede der drei Universitäten (faktisch Landshut, Würzburg und Erlangen) ein Mitglied der Kammer der Abgeordneten stellen durfte. Profitieren konnte die Erlanger Universität durch die Auflösung der Universität im nahen Altdorf (Lkr. Nürnberger Land) (1809), deren Bibliotheksbestände ihr 1818 übereignet wurden.

Konsolidierung im 19. Jahrhundert

Das Erlanger Schloss mit dem Hugenottenbrunnen im Schlossgarten. (Universitätsarchiv Erlangen-Nürnberg E5/3b Nr. 104, Foto: Erich Malter)
Unter dem bayerischen König Ludwig I. (1786-1868, König 1825-1848) erhielt der akademische Senat am 18. Mai 1832 diesen genehmigten Entwurf für die Wiedereinführung des alten Universitätssiegels mit den Bildnissen der beiden Markgrafen Friedrich und Alexander. (Universitätsarchiv Erlangen-Nürnberg A1/1 Nr. 78)
Das Markgrafendenkmal vor dem Erlanger Schloss nach einem Entwurf Ludwig von Schwanthalers(1802-1848), eine Stiftung des bayerischen Königs Ludwigs I. (1786-1868, König 1825-1848) anlässlich der Hundertjahrfeier der Universität 1843. (Universitätsarchiv Erlangen-Nürnberg E5/3 Nr. 707, Foto: Clemens Wachter)

Im Jahr 1818 konnte die Universität erstmals einen großen Zuwachs an Gebäuden verzeichnen. Nachdem im Vorjahr die seit 1764 in der Erlanger Nebenresidenz lebende Markgräfinwitwe Sophie Caroline (1737-1817), die zweite Gemahlin des Universitätsgründers Markgraf Friedrich III., verstorben war, erhielt die Universität durch Entscheidung von König Maximilian I. Joseph (1756-1825, reg. 1799-1825, ab 1806 König) das Schloss, den Schlossgarten, die Orangerie und weitere ehemals markgräfliche Gebäude als Eigentum zugesprochen.

Nach dem Übergang an das Königreich Bayern verlor die Erlanger Universität zwar Elemente der Autonomie wie beispielsweise die Universitätsgerichtsbarkeit und die Rechtsform des Universitätsbürgers, erhielt aber eine bessere finanzielle Basis. In die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts fiel auch die Modernisierung des Unterrichtsbetriebes an der Universität im Sinn der Reformen Wilhelm von Humboldts (1767-1835) mit der Verbindung von Forschung und Lehre. Die Vorlesungen wandelten sich von der bloßen Exegese bewährter Lehrbücher hin zur Vermittlung der Methoden wissenschaftlicher Arbeitsweise und der Anleitung zu selbständiger Forschungstätigkeit. Zu dieser Zeit konsolidierte sich auch die Zahl der Studenten: Während diese im 18. Jahrhundert bei durchschnittlich knapp unter 200 gelegen hatte - darunter mehrheitlich Theologen und Juristen - verdoppelte sie sich nach 1818 auf etwa 400 Studenten. Zu den Theologiestudenten zählten beispielsweise der Initiator der Inneren Mission und Diakonissenanstalt in Neuendettelsau Wilhelm Löhe (1808-1872) sowie der Gründer der ersten Erlanger Burschenschaft, Karl Ludwig Sand (1795-1820), welcher 1819 in Mannheim (Baden-Württemberg) das Attentat auf den reaktionären Schriftsteller August von Kotzebue (1761-1819) verübte. Student der Rechtswissenschaften war der Dichter August Graf von Platen-Hallermünde (1796-1835), der in seinen Erlanger Studienjahren ab 1819 seine bekanntesten und bedeutendsten lyrischen Werke verfasste. Zum Studium naturwissenschaftlicher Fächer, die man damals noch der Philosophischen Fakultät zuordnete, waren beispielsweise der Chemiker Justus von Liebig (1803-1873) und der Mathematiker und Physiker Georg Simon Ohm (1789-1854) inskribiert. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts vergrößerte sich das zahlenmäßige Gewicht der Medizinstudenten auf Kosten der Juristen, während die Theologen bis zum Ende des Jahrhunderts die größte Gruppe an Studenten blieben. Entsprechend der Konfessionsstruktur des Königreichs Bayern erstreckte sich der wesentliche studentische Einzugsbereich der Universität mit ihrer evangelisch-lutherischen Theologischen Fakultät als Alleinstellungsmerkmal auf den fränkischen Raum.

Die Anfänge des Erlanger Universitätsklinikums waren 1815 mit einem „Clinicum Chirurgicum“ gelegt worden, die Fertigstellung des Krankenhauses im Ostteil des Schlossgartens 1824 stellte die erste große Neubaumaßnahme für die Universität dar. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führten die fortschreitende Fächerdifferenzierung und die neuen medizinischen und naturwissenschaftlichen Forschungsbereiche zur Errichtung zahlreicher weiterer neuer Gebäude, die um den Schlossgarten und im Bereich der Universitätsstraße ein regelrechtes Universitätsviertel entstehen ließen. Augenfälligste Bauwerke dieser Jahre sind das Kollegienhaus (1889), die Anatomie (1897), die Pathologie (1906) und die Universitätsbibliothek (1913).

Neben die bauliche Erweiterung trat eine Vielzahl institutioneller Neugründungen in Form von Seminaren und – darauf aufbauend – Instituten, welche im Unterschied zu den Seminaren nicht nur wissenschaftliche Methodik vermittelten, sondern auch eigenständige Forschungsarbeiten durchführten, sodass sich die Zahl der Studenten in den 1880er Jahren mehr als verdoppelte. Zahlreiche Sammlungen entstanden zur Veranschaulichung der akademischen Lehre wie beispielsweise die Pharmakognostische Sammlung des Pharmazeuten Ernst Wilhelm Martius (1756-1849). Im Sommersemester 1890 waren erstmals über 1.000 Studenten an der Erlanger Universität immatrikuliert; damit nahm sie den 15. Platz unter den 21 Universitäten des Deutschen Reiches ein. Diese Entwicklung veränderte auch das Verhältnis zwischen Stadt und Universität grundlegend: War das Bild Erlangens im 18. Jahrhundert noch von den Handwerksbetrieben der Hugenotten dominiert, so spielte die Universität im Laufe des 19. Jahrhunderts eine immer gewichtigere Rolle.

Die „Erlanger Theologie“ bildete mit den Professoren Gottfried Thomasius (1802-1875), Adolf von Harleß (1806-1879) und Johannes von Hofmann (1810-1877) ein Zentrum protestantischer Wissenschaft mit überregionaler Bedeutung. Der Schriftsteller und Nestor der Orientalistik Friedrich Rückert (1788-1866) fand einen weiten Wirkungskreis als Übersetzer, und der Historiker Karl Hegel (1813-1901) reüssierte lange Jahre auf dem zweiten Lehrstuhl für Geschichte. Der Anatom Jakob Herz (1816–1871) wurde 1869 der erste Lehrstuhlinhaber jüdischen Bekenntnisses in Bayern. Die zu den kleineren Universitäten in Deutschland zählende Erlanger Institution war für viele Wissenschaftler eine Durchgangsstation auf dem Weg zu einer berühmteren und größeren Universität oder einer anderen Profession. So begann hier 1821 Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling (1775-1854) mit seinen „Erlanger Vorträgen“ für wenige Jahre eine Lehrtätigkeit. Der Philosoph Ludwig Feuerbach (1804-1872) habilitierte sich 1828, blieb dem akademischen Lehrbetrieb jedoch nicht lange verbunden. Der Mathematiker Felix Klein (1849-1925) machte sich einen Namen durch sein „Erlanger Programm“, das er 1872 anlässlich seines Eintritts in die Philosophische Fakultät darlegte, verließ die Universität aber bereits nach drei Jahren wieder. Der Chemiker Emil Fischer (1852-1919) hatte in Erlangen ab 1882 ebenfalls für drei Jahre ein Ordinariat inne, erhielt aber den Nobelpreis für Chemie 1902 dann während seines Wirkens an der Berliner Universität.

Ab 1897 konnten Frauen zumindest als Gasthörerinnen am akademischen Leben teilhaben; jedoch erst ab dem Wintersemester 1903/04 war es ihnen in Bayern möglich, ein ordentliches Universitätsstudium aufzunehmen. 1905 wurde eine amerikanische Gasthörerin, die Geologin Dixie Lee Bryant (1862-1949), als erste Frau in Erlangen promoviert, und 1908 als erste deutsche Frau nach einem regulären Studium die Mathematikerin Emmy Noether (1882-1935), die später ihre Karriere an der Universität Göttingen fortsetzte. Es sollte jedoch noch Jahre dauern, bis sich 1949 Gisela Freund (geb. 1920) am Institut für Ur- und Frühgeschichte als erste Frau in Erlangen habilitierte und schließlich 1963 mit der Wirtschaftsstatistikerin Ingeborg Esenwein-Rothe (1911-2002) die erste Ordinaria an der Friedrich-Alexander-Universität ernannt wurde.

Weimarer Republik und Zeit des Nationalsozialismus

Reservelazarett während des Ersten Weltkriegs im Kollegienhaus. (Universitätsarchiv Erlangen-Nürnberg E5/1 Nr. 11)
Der Entzug von Doktorwürden in der NS-Zeit war ein Akt staatlicher Willkür. (Universitätsarchiv Erlangen-Nürnberg A1/3a Nr. 946g)

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 brachte auch für die Friedrich-Alexander-Universität einschneidende Veränderungen. Bereits am ersten Mobilmachungstag wurden Kollegiengebäude, Schloss und mehrere Abteilungen der Kliniken in Lazarette umgewandelt. Durch die Einberufungen oder freiwilligen Meldungen, die etwa drei Viertel der Studierenden betrafen, schrumpfte die Anzahl der tatsächlich ihren Studien nachgehenden Kommilitonen enorm; meist waren in den Kriegsjahren nur etwa 300 Studierende in Erlangen anwesend. Die Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen, die sich mit der Revolution in Bayern 1918/19 an das Ende des Ersten Weltkriegs anschlossen, erschütterten die akademischen Kreise, deren Selbstverständnis sich in politischer und gesellschaftlicher Hinsicht auf die bisherigen Strukturen des Kaiserreichs gegründet hatte.

Die Abschaffung der Monarchie führte zum Wegfall des Titels „Rektor Magnificentissimus“, den bisher der jeweilige Landesherr geführt hatte, so dass 1920 das Amt des Prorektors in das des „Rektors (Magnificus)“ umgewidmet wurde – nicht nur eine Formalie, sondern Ausdruck eines umfassenden politischen, gesellschaftlichen und akademischen Wandels. Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg brachten für die meisten Studierenden große wirtschaftliche Notlagen, und viele kamen nun auch aus wirtschaftlich schlechter gestellten Verhältnissen an die Universität. Die Geldentwertung und der Bankrott zahlreicher Stipendienstiftungen erhöhten die Not zusätzlich. Neugegründete Hilfseinrichtungen waren 1919 der Allgemeine Studentenausschuss als Selbsthilfeorgan der Studentenschaft und 1922 der Verein Studentenhilfe, später Studentenwerk, der 1930 das Studentenhaus am heutigen Langemarckplatz eröffnen konnte.

Die seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmende Bedeutung der Naturwissenschaften machte sich schließlich auch in der Struktur der Universität bemerkbar. So wurden 1928 die naturwissenschaftlichen Fächer aus der Philosophischen Fakultät ausgegliedert und in einer eigenen naturwissenschaftlichen Fakultät organisiert. Für die Universität insgesamt jedoch waren die zwanziger Jahre – nach dem rasanten Aufbruch seit der vorigen Jahrhundertmitte – eher eine Phase der Stagnation. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts herrschte an der Erlanger Universität ein ausgeprägt nationalkonservatives Klima, das bis in die Weimarer Zeit bestimmend blieb. Am 20. November 1929 konnte der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund (NSDStB) bei den Wahlen zum Allgemeinen Studentenausschuss erstmals an einer deutschen Universität die absolute Mehrheit der Sitze erringen.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 wurde die akademische Selbstverwaltung beseitigt und das „Führerprinzip“ auch auf die Universitätsverfassung angewandt, indem der Rektor nicht mehr aus den Kreisen der Professoren gewählt, sondern vom Reichswissenschaftsminister ernannt wurde. Aus dem Lehrkörper entfernte man politisch und ideologisch unliebsame Dozenten: Dem „nicht arischen“ Chemiker Hans Kroepelin (1901-1993) wurde die Lehrbefugnis entzogen, den Mediävisten Bernhard Schmeidler (1879-1959) und den Theologen Friedrich Ulmer (1877-1946) versetzte man aufgrund fehlender Regimetreue vorzeitig in den Ruhestand, und der Staatswissenschaftler Ernst Meier (1893-1965) wurde aus politischen Gründen (Betätigung für die Bayerische Volkspartei) aus dem Staatsdienst entlassen. Weiteren entzog man wegen ihrer Ehe mit „nicht arischen“ Frauen die Lehrbefugnis. Das 1933 reichsweit organisierte Autodafé Aktion wider den undeutschen Geist fand auch in Erlangen statt, hier aber am 12. Mai. Politisch motiviertes Unrecht fand sich in jenen Jahren in vielen Bereichen. Wie an anderen Universitäten wurden auch an der Erlanger Universität über 160 Promovierten ihr Doktorgrad aus ideologischen Gründen wieder entzogen. Andersdenkende wurden diffamiert, jüdische Studierende ausgegrenzt und ihnen die Studienmöglichkeiten genommen. Ideologiekonforme Lehrinhalte wie die „Rasseforschung“ hielten Einzug, und in der Frauenklinik wurden in Anwendung des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ Zwangssterilisationen und Zwangsabtreibungen durchgeführt. Wie im gesamten Deutschen Reich hatte man auch in Erlangen aufgrund der nationalsozialistischen Bildungspolitik einen Rückgang der Studierendenzahlen zu verzeichnen.

Die Universität in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Das Gebäude der Werkstoffwissenschaften auf dem Gelände der Technischen Fakultät. (Universitätsarchiv Erlangen-Nürnberg E5/3 Nr. 202, Foto: Clemens Wachter)
Der Erweiterungsbau des Hörsaalgebäudes der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät in Nürnberg. (Universitätsarchiv Erlangen-Nürnberg E5/3 Nr. 717, Foto: Clemens Wachter)

Am Ende des Zweiten Weltkriegs war Erlangen eine der wenigen beinahe unzerstörten Universitätsstädte in Deutschland. Nach der Wiederaufnahme des Lehrbetriebs zum Wintersemester 1945/46 war der Andrang groß, und die Studierendenzahl verfünffachte sich gegenüber dem Vorkriegsstand: Während die Universität im Sommersemester 1927 von 1.340 Studierenden und zehn Jahre später von 967 Studierenden besucht worden war, stieg deren Zahl zum Sommersemester 1947 auf 5.316. Mit dem Wiederaufbau der deutschen Universitätslandschaft zeichnete sich jedoch bis Ende der 1950er Jahre ein abermaliger Rückgang der Studierendenzahlen in Erlangen ab, so dass die Universität Erlangen im Wintersemester 1956/57 mit 2.592 Immatrikulationen an letzter Stelle im Bundesgebiet lag.

Zunächst galt es, die Erneuerung der Gebäude für den akademischen Lehrbetrieb voranzubringen. Um die Charakteristik der Erlanger Universitätsanlage mit ihrem innerstädtischen Einzelbautengefüge beizubehalten, wurden die neuen Gebäude zunächst nicht wie andernorts außerhalb des Stadtzentrums auf einem vom städtischen Geschehen isolierten Campus, sondern auf bisher anderweitig genutzten Flächen in der Innenstadt errichtet. Dies betraf in erster Linie das ehemalige Kasernenareal an der Bismarckstraße, wo ab 1953 ein Neubaukomplex für die Theologen, Juristen und Geisteswissenschaftler eingeweiht werden konnte; des Weiteren folgten neue Gebäude in der Innenstadt insbesondere für die Medizinische Fakultät, so beispielsweise das 1978 eingeweihte Kopfklinikum auf dem Gelände der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt an der Schwabachanlage. 1961 erfolgte die Angliederung der 1919 in städtischer Trägerschaft gegründeten Nürnberger Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften als sechste Fakultät an die Erlanger Universität; seitdem trägt die Universität die Ortsbezeichnung „Erlangen-Nürnberg“. Der Anschluss der Nürnberger Hochschule bedeutete, dass die volks- und betriebswirtschaftliche Ausbildung, die bisher eher marginal im Rahmen der Erlanger Philosophischen Fakultät erfolgt war, nun am Nürnberger Standort in wesentlich erweiterter Form angeboten werden konnte.

Diese städteübergreifende Fusion trieb den Wiederanstieg der Studierendenfrequenz voran, so dass sich diese im Wintersemester 1963/64 auf 9.432 belief und die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät mit 2.207 Immatrikulationen die zweitgrößte Fakultät nach der Medizinischen Fakultät mit 3.007 Immatrikulationen darstellte. Kennzeichnend für den Ausbau der Universität in den sechziger Jahren war die wachsende Bedeutung der Ingenieurwissenschaften. Die Modernisierungsbestrebungen der Nachkriegsjahre forcierten den bereits erstmals 1903 geäußerten Wunsch nach Angliederung einer technischen Abteilung an die Friedrich-Alexander-Universität; insbesondere die Mitglieder der Naturwissenschaftlichen Fakultät erhobenen Forderungen nach Errichtung einer eigenen Fakultät für Elektrotechnik und Maschinenbau, die sich auch der akademische Senat 1957 zu eigen machte. Nach langen Diskussionen beschloss der bayerische Landtag 1962 die Errichtung einer Technischen Fakultät in Erlangen entgegen den Wünschen der Stadt Nürnberg, die die Errichtung einer Technischen Universität in Nürnberg gefordert hatte (welche schließlich im Jahr 2021 als eigenständige Gründung neben der Erlanger Technischen Fakultät formell errichtet wurde). Da der große Platzbedarf für die notwendigen Gebäude der neuen Fakultät im Erlanger Stadtzentrum nicht zu befriedigen war, wurde 1964 der Grundstein für einen neuen Universitäts-Campus im Südosten der Stadt gelegt; 1966 erfolgte die Eröffnung der Technischen Fakultät als siebte Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität; in einem rasanten Aufschwung stiegen die Studierendenzahlen auf 5.784 (21 Prozent der Gesamtfrequenz) im Wintersemester 1990/91. Die seinerzeit bundesweite Besonderheit war, dass die Ingenieurwissenschaften als Fakultät in den Rahmen des klassischen Fächerkanons einer bestehenden Universität eingegliedert wurden.

Die folgenden Jahre standen in Erlangen wie in Nürnberg im Zeichen der Studentenbewegung. Die Proteste der Studierenden wandten sich zunächst gegen rein universitäre Probleme wie etwa schlechte Studienbedingungen, radikalisierten sich dann aber in Richtung einer allgemeinen politischen Systemopposition. Überregional bekannt wurde 1967 die studentische Protestaktion gegen die Gegenwartsliteraten der Gruppe 47, die sich zu einer Tagung im oberfränkischen Landgasthof Pulvermühle (Lkr. Bayreuth) getroffen hatten und durch Mitglieder des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) dazu gedrängt wurden, sich der Kampagne gegen den Axel-Springer-Verlag anzuschließen. In Nürnberg eskalierten 1968 die Auseinandersetzungen anlässlich des Bundesparteitages der SPD im Zuge einer großen Demonstration gegen die geplanten Notstandsgesetze, woran sich auch Studierende der Universität maßgeblich beteiligten. Ferner führten studentische Protestaktionen zum Ende überregional bedeutender Veranstaltungsreihen; dies betraf die Erlanger „Internationalen Theaterwochen der Studentenbühnen“ und die durch den Nürnberger Schul- und Kulturreferenten Hermann Glaser (1928-2018) begründeten „Nürnberger Gespräche“. Auch in der Außenwirkung der Universität wurde in jenen Jahren manche Tradition in Frage gestellt und beispielweise das Tragen der Talare durch die Professoren 1968 beendet.

Eine achte Fakultät kam hinzu, als 1972 die – 1956 zunächst als Institut für Lehrerbildung gegründete und 1958 zur Hochschule aufgewertete – Pädagogische Hochschule Nürnberg als Erziehungswissenschaftliche Fakultät in die Friedrich-Alexander-Universität eingegliedert wurde. Im Gegensatz zu den übrigen Hochschulen Bayerns verblieb die Ausbildung der Grund-, Haupt- und Realschullehrer bis 2007 im Rahmen einer eigenen Fakultät und ist auch nach ihrer Eingliederung in die Philosophische Fakultät räumlich getrennt durch ihren Standort in Nürnberg.

Am Beginn des neuen Jahrtausends

Mit der Eröffnung des Röthelheim-Campus auf dem Areal der ehemaligen Artilleriekaserne im Jahr 2001 wurde in Erlangen ein zusätzliches akademisches Gebäudeensemble in Betrieb genommen. 2004 wurde die Stadt Fürth zu einem weiteren regionalen Standort der Universität durch den Beschluss, hier das Zentralinstitut für Neue Materialien und Prozesstechnik (ZMP) zu gründen. Das Universitätsklinikum Erlangen wurde 2006 eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts des Freistaats Bayern. Die Strukturen der Universität wurden 2007 einer grundlegenden Neuordnung unterzogen und die bisher elf Fakultäten (1975 war die Philosophische Fakultät in zwei und die Naturwissenschaftliche Fakultät in drei eigenständige Fakultäten aufgeteilt worden) in nun fünf Fakultäten mit vorwiegend an Departmentstrukturen orientierten internen Gliederungen organisiert, um vorhandene Kooperationen zu verstärken und neue Synergieeffekte zu erzielen. Statt durch einen Rektor wird die Universität seit 2010 (wie bereits von 1975 bis 1990) durch einen Präsidenten geleitet. Im Wintersemester 2020/21 verzeichnete sie 38.878 (darunter 19.742 weibliche) Studierende, davon 9.476 in der Philosophischen Fakultät und im Fachbereich Theologie, 9.962 in der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, 4.106 in der Medizinischen Fakultät, 5.326 in der Naturwissenschaftlichen Fakultät und 10.008 in der Technischen Fakultät.

Historische Überlieferung

Mit dem markgräflichen Stiftungsbrief von 1743 war auch die Gründung einer Universitätsbibliothek verbunden. In der Folgezeit durch Schenkungen und Vermächtnisse beständig ausgebaut, verfügt sie über zahlreiche Stücke, die weit älter sind als die Universität selbst, wie etwa die monumentale sog. Gumbertusbibel des ausgehenden 12. Jahrhunderts und Werke von Albrecht Dürer (1471-1528). Zu der wertvollen historischen Überlieferung zählen auch der reiche Handschriften- und Inkunabelbestand, die markgräflichen Privatbibliotheken, Bestände der 1809 aufgelösten nürnbergischen Universität in Altdorf und Nachlässe wie auch der Kunstbesitz der Universität. Von internationalem Rang ist die Graphiksammlung, die die Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg betreut.

Das Universitätsarchiv, dessen Bestände kaum durch Kriegseinflüsse dezimiert wurden, ist der zentrale Verwahrungsort für das Archivgut der Universität. Den Grundstock bilden die Unterlagen der Universitätsverwaltung und der einzelnen Fakultäten. Überliefert sind hier auch die Archivalien der ehemaligen Nürnberger Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie die der ehemaligen Nürnberger Pädagogischen Hochschule. Private Abgaben wie Nachlässe, Fotografien oder Flugblattsammlungen ergänzen die amtlichen Provenienzen.

Ferner verfügen die Sammlungen und Museen der Universität Erlangen-Nürnberg über eine Vielzahl historischer Objekte.

Dokumente

Literatur

  • Udo Andraschke / Marion Maria Ruisinger (Hg.), Die Sammlungen der Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen-Nürnberg 2007.
  • Johann Georg Veit Engelhardt, Die Universität Erlangen von 1743 bis 1843 (Erlanger Forschungen 2), Reprint Erlangen 1991.
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Hg.), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen 2007. (2., überarbeitete Auflage 2014 unter dem Buchtitel: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Geschichte einer Universität)
  • Theodor Kolde, Die Universität Erlangen unter dem Hause Wittelsbach 1810-1910, Erlangen / Leipzig 1910 (Reprint Erlangen 1991: Erlanger Forschungen, Sonderreihe Bd. 1).
  • Henning Kössler (Hg.), 250 Jahre Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Festschrift (Erlanger Forschungen 4), Erlangen 1993.
  • Karl-Heinz Leven / Andreas Plöger (Hg.), 200 Jahre Universitätsklinikum Erlangen. 1815-2015, Köln / Weimar / Wien 2016.
  • Stadtarchiv Erlangen (Hg.), Erlangen in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen 1918-1945. Teil 1 (Forschungen und Quellen zur Erlanger Stadtgeschichte 1), Erlangen 2021.
  • Stadtmuseum Erlangen (Hg.), Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg 1743-1993. Geschichte einer deutschen Hochschule (Ausstellungskatalog des Stadtmuseums Erlangen), Erlangen 1993.
  • Georg Seiderer / Clemens Wachter (Hg.), Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth. 1711-1763 (Franconia. Beihefte zum Jahrbuch für fränkische Landesforschung 5), Stegaurach 2012.
  • Gregor Schöllgen, Wissen in Bewegung. Die Friedrich-Alexander-Universität, München 2018.
  • Alfred Wendehorst, Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg 1743-1993, München 1993.

Quellen und Nachschlagewerke

  • Register zur Matrikel der Universität Erlangen. 1743-1843, bearb. v. Karl Wagner (Veröffentlichungen der Gesellschaft für Fränkische Geschichte, Reihe 4. Band 4 [Teil 1]), München / Leipzig 1918. (Reprint Nendeln / Liechtenstein 1980).
  • Register zur Matrikel der Universität Erlangen. 1843-1893, bearb. v. Christina Hofmann-Randall (Veröffentlichungen der Gesellschaft für Fränkische Geschichte, Reihe 4. Band 4. Teil 2), Würzburg 2010.

Externe Links

Weiterführende Recherche

Verwandte Artikel

Hier alternative Titel für die Suchfunktion eintragen!

Empfohlene Zitierweise

Clemens Wachter, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, publiziert am 7.12.2021; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Friedrich-Alexander-Universität_Erlangen-Nürnberg> (01.12.2022)






Haben Sie Anmerkungen zu diesem Artikel? Schreiben Sie an die Redaktion

© Historisches Lexikon Bayerns 2005 - 2022. Die Rechte an den Texten und Bildern dieses digitalen Angebots liegen, soweit nicht anders angegeben, bei der Bayerischen Staatsbibliothek. Die Rechte an den anderweitig gekennzeichneten Texten und Bildern liegen bei den genannten Institutionen oder Personen. Weitere Informationen, u. a. zur Zitierweise, Weiterverlinkung oder Verwendung von Inhalten finden Sie unter www.historisches-lexikon-bayerns.de.