Bayerische Volkspartei (BVP), 1918-1933

Bayern, der Bolschewik geht um!, Wahlplakat der BVP, das die Gefahren des Bolschewismus beschwört, vor dem 12. Januar 1919. (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Plakatsammlung)
Wahlaufruf von Georg Heim an die bayerische Landbevölkerung, 17. März 1920. (Archiv für Christlich-Soziale Politik, München)
Plakat zur Landtagswahl 1928, das an die Revolution in Bayern 10 Jahre zuvor erinnert. (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Plakatsammlung)
Plakat der Bayerischen Volkspartei für die Reichstagswahl am 31. Juli 1932 (Münchner Stadtmuseum).
Für Recht und Freiheit, Gegen Nationalsozialismus und Kommunismus, vor dem 6. November 1932. (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Plakatsammlung)
Wahlaufruf zur Landtagswahl am 24. April 1932, BVP-Ortsausschuss Babensham (Lkr. Rosenheim). (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Plakatsammlung)
Georg Heim (1865- 1938), (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv Hoffmann)
Karl Friedrich Speck, Vorsitzender der BVP 1918-1929 (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv Hoffmann)
Fritz Schäffer in seiner Zeit als BVP-Vorsitzender auf einer Fotografie um 1929 (aus: Altendorfer, Otto u. Hartmann, Peter Claus (Hrsg.):100 Jahre Fritz Schäffer. Politik in schwierigen Zeiten, Passau 1988, S. 77).
Heinrich Held, Bayerischer Ministerpräsident 1924-1933 (aus: Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft; Bd. 1, Berlin 1930)
Johann Leicht, Fraktionsvorsitzender der BVP im Reichstag 1920-1933. (aus: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft, Bd. 2, Berlin 1931, 1093)

von Winfried Becker

Kurz nach der Revolution im November 1918 in Regensburg als Abspaltung von der Deutschen Zentrumspartei entstanden, war die Bayerische Volkspartei (BVP) eine maßgebliche Kraft des politischen Katholizismus in der Weimarer Republik und vertrat eine entschieden föderalistische Politik. Sie war von 1919 bis 1933 die stärkste Partei in Bayern und an allen Landesregierungen beteiligt. Als größte der deutschen Landesparteien mit rund 55.000 Mitgliedern war sie von 1919 bis 1933 im Reichstag und 1922-1923, 1923-1924 sowie von 1925 bis 1932 auch in den Reichsregierungen vertreten. Am 4. Juli 1933 löste sich die BVP auf Druck der Nationalsozialisten auf.

In der Revolution: Das Gründungsprogramm von 1918

Die Gründung der Bayerischen Volkspartei fand am 12. November 1918 in Regensburg auf einer Versammlung der christlichen Bauernvereine unter der Leitung von Georg Heim (Zentrum, BVP, 1865-1938) und Sebastian Schlittenbauer (Zentrum, BVP, 1874-1936) statt. Ihr schloss sich eine Versammlung des Bayerischen Zentrums in München am 15. November an. Die Christliche Arbeiterschaft Münchens um den Redakteur und Arbeitersekretär Carl Schirmer (Zentrum, BVP, 1864-1942) setzte sich nicht mit ihrer Absicht durch, den Namen "Zentrum" beizubehalten. Die Erbitterung über die Abhängigkeit Bayerns von der Reichsleitung im Krieg, die Oppositionshaltung des "Bauerndoktors" Heim gegen die Regierung in Berlin und gegen die Führung der Zentrumspartei, die parteiübergreifende Besinnung auf bayerische Eigenständigkeit inmitten der Weltkriegsniederlage und Staatsumwälzung waren Motive für die Gründung einer eigenständigen Nachfolgeorganisation des bisherigen Bayerischen Zentrums. Den Namen "Bayerische Volkspartei" und die Loslösung vom Zentrum, gewissermaßen die Rückkehr zur "Bayerischen Patriotenpartei", hatte Heim schon in einem Antrag an die Zentrumsfraktion im Bayerischen Landtag 1898 und in fünf für die "Augsburger Postzeitung" verfassten Artikeln vorgeschlagen ("Zentrumspartei oder Bayerische Volkspartei?", Juni 1897, Nr. 128-133).

Das Münchner Parteiprogramm vom 15. November forderte die Zustimmung frei gewählter Länderparlamente zu einer neuen Reichsverfassung, "Zusammenschluss der deutschen Staaten auf föderativer Grundlage" statt einer die Einzelstaaten aufhebenden "einheitlichen deutschen Republik" ("Berlin darf nicht Deutschland werden und Deutschland nicht Berlin"), jedoch gemeinsame Interessenvertretung und "gemeinsame Abwehr" nach außen, Handelsfreiheit im Innern und "einheitliche Grundsätze" für die Sozialgesetzgebung. Von einem "föderalistischen Deutschland" erhoffte sich Heim die Erleichterung einer Aussöhnung mit Frankreich.

Die BVP stand "in allen Fragen der Kultur auf dem Boden der christlichen Weltanschauung" und verlangte "volle Freiheit" für alle Konfessionen sowie ihre paritätische Behandlung bei der Vergabe öffentlicher Mittel und Ämter. Der Zentrumstradition entsprach der Vorsatz, die Interessen aller bedeutenden Berufsgruppen gleichmäßig zu fördern: der Bauern, Arbeiter, Beamten, Angestellten und Lehrer, der Angehörigen von Handwerk, Gewerbe, Industrie und Handel. Angesichts der Belastungen der Frauen im Krieg schienen die Gewährung des Frauenstimmrechts und "eine Mitarbeit der Frau auf öffentlichem Gebiet notwendig". Eine gerechte Steuerpolitik sollte die Kriegsgewinne abschöpfen, eine "weitherzige Fürsorge" das schwere Los der Kriegsteilnehmer und Kriegshinterbliebenen verbessern.

Zwischen dem 10. November und dem 21./22. Dezember 1918 erfolgten auch die Gründungen der Bayerischen Mittelpartei (BMP), des späteren bayerischen Zweigs der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP), der linksliberalen Deutschen Demokratischen Volkspartei (DDVP) und der Deutschen Demokratischen Partei der Pfalz (DDP). Wie die BVP befürworteten sie die Abhaltung von Wahlen zur Bildung neuer Parlamente, was einer gewichtigen Absage an die räterepublikanischen Vorstellungen Kurt Eisners (1867-1919, Ministerpräsident 1918-1919) gleichkam. Anders als diese Konkurrenten betrachtete die BVP ihre Existenz als eine dringliche Notwendigkeit zur Selbstbehauptung Bayerns nach dem Untergang der den Staat bisher tragenden Monarchie. Da die Gegnerschaft zur Revolution ein konstituierender Faktor ihrer Entstehung war, stand sie in Versuchung, den sich in Bayern etablierenden antidemokratischen Kräften der Gegenrevolution zu sehr nachzugeben.

Die Bamberger Programme von 1920/1922 und das Ziel der Revision der Reichsverfassung, die Parteiführung

Schon die Annahme der Weimarer Reichsverfassung durch die deutsche Nationalversammlung am 11. August 1919 setzte der Absicht, die Verfassung des Gesamtstaats aus Verhandlungen der Einzelstaaten hervorgehen zu lassen, ein Ende. Dem trugen die Bamberger Programme Rechnung. Am 18. September 1920 wurde auf dem Parteitag in Bamberg das von einer Denkschrift der "Mittwoch-Vereinigung der Geistesarbeiter der BVP" vorbereitete 12-Punkte-Programm beschlossen. Es forderte nur noch die "föderalistische Ausgestaltung" und "bundesstaatliche Form" der Reichsverfassung, die Einführung eines dem Bundesrat des Kaiserreichs gleichwertigen Staatsorgans und die Anerkennung des Rechts der Einzelstaaten, ihre Verfassung und Staatsform selbst zu bestimmen sowie Verträge mit auswärtigen Staaten abzuschließen. Die Zuständigkeit der Einzelstaaten sollte erweitert, ihre Selbständigkeit nicht weiter beeinträchtigt werden. Die Regelung des Schulwesens sollte hauptsächlich der "einzelstaatlichen Kulturpolitik" bei Wahrung des Elternrechts obliegen.

Das endgültige, am 28. Oktober 1922 von der Landesversammlung der BVP angenommene Bamberger Programm war auf 15 Punkte erweitert. Es beanspruchte für die Länder unter anderem das Recht, die notwendigen Maßnahmen zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit zu ergreifen. Die BVP bekannte sich dazu, "eine Änderung der Reichsverfassung" im bundesstaatlichen Sinne "mit den verfassungsmäßigen Mitteln nachdrücklichst" zu erstreben. Sie schwang sich damit zum Anwalt des bayerischen Staatsgedankens auf und reagierte auf den empfindlichen Verlust der bayerischen Reservatrechte: der Finanz- und Militärhoheit, der eigenen Post- und Eisenbahnverwaltung.

Der wohl größte Erfolg für den Selbstbehauptungswillen Bayerns war auf kirchlichem Gebiet zu verzeichnen. Das am 29. März 1924 abgeschlossene, am 15. Januar 1925 von der Landtagsmehrheit gebilligte Konkordat Bayerns mit dem Heiligen Stuhl hatte die Qualität eines völkerrechtlichen Vertrages. Es diente als Modell für den Abschluss weiterer Länderkonkordate und für das Reichskonkordat von 1933. Es wurde am 15. November 1924 ergänzt durch Einzelverträge mit den evangelischen Kirchen rechts des Rheins und der Pfalz. Damit realisierte die BVP die Gleichbehandlung der Konfessionen, während sie keine nennenswerte protestantische Wählerschaft gewinnen konnte. Anfangs trat ihr für kurze Zeit der Präsident der evangelischen Landessynode in Bayern, Wilhelm von Pechmann (Deutsche Reichspartei, dann BVP, 1859-1948), bei.

In mehreren großen Denkschriften (1924 bis 1932) forderte die bayerische Staatsregierung eine föderalistische Revision der Reichsverfassung und eine stärkere Beteiligung der Länder an der Willensbildung der deutschen Regierung. Immerhin war es auf den Widerstand der BVP zurückzuführen, dass kleinere Länder in Norddeutschland erhalten blieben, statt im Zuge einer geplanten zentralistischen Reichsreform einer "Reichsauftragsverwaltung" unterworfen zu werden. Eine Folge des Föderalismus war, dass die Landesregierung Ende September 1923 das Republikschutzgesetz für Bayern außer Vollzug setzte und damit die Aktivität der nationalistischen Verbände in Bayern begünstigte. Der letzte Parteivorsitzende Fritz Schäffer (BVP, CSU, 1888-1967, Parteivorsitzender der BVP 1918-1929, 1931-1933 bayerischer Finanzminister, 1945 Ministerpräsident, 1949-1957 Bundesfinanz-, 1957-1961 Bundesjustizminister) schlug 1932 als Ausweg aus der Verfassungskrise die Umgestaltung und Kompetenzerweiterung des Reichsrats vor.


Der Tod der vier führenden bayerischen Zentrumspolitiker Balthasar von Daller (Zentrum, 1835-1911), Franz Xaver Schädler (Zentrum,1852-1913), Georg von Orterer (Zentrum, 1849-1916) und Georg von Hertling (Zentrum, 1843-1919, 1912-1917 Vorsitzender des bayerischen Ministerrats, 1917-1918 Reichskanzler) zwischen 1911 und 1919 sowie der 1918 erfolgte Rückzug des Passauer Dompropstes Franz Seraph Pichler (Zentrum, 1852-1927) aus dem parlamentarischen Leben hatte die Abspaltung vom Zentrum erleichtert und den agrarischen Flügel gestärkt. Die BVP profilierte sich dennoch durch unverwechselbare Persönlichkeiten, die je nach Amt und Neigung Einfluss auf ihren Anhang und die Gesamtpartei ausübten. Heinrich Held (Zentrum, BVP, 1868-1938, Ministerpräsident 1924-1933) und der Fraktionsvorsitzende im Landtag, der Eichstätter Dompropst und Professor Georg Wohlmuth (BVP, 1865-1952), konzentrierten sich auf die so genannte Staatspolitik, die Arbeit in Regierung und Parlament auf rechtsstaatlicher Grundlage zum Nutzen des Freistaats. Noch von der Zentrumstradition geprägt, genoss der Kreis Wohlmuth-Held bis 1933 ungebrochenes Vertrauen in der Partei. Eine weltanschauliche Basis bildeten das "katholische Jugendvolk" oder "die katholischen Jungwähler" (Bayerische Jugend hab acht, in: Junge Front/Michael, 2. April 1933, Nr. 14; Nachlass J. Müller, V 11). Sie kritisierten heftig das Vordringen einer wirtschaftsliberalen, die weltanschaulichen Grundlagen der Partei vernachlässigenden Gruppe um den Wirtschaftsbeirat unter Franz August Schmitt (BVP, geb. 1894), den jungen Parteivorsitzenden Fritz Schäffer, Karl Friedrich Speck (BVP, 1862-1942), Hans Ritter von Lex (BVP, 1893-1970) und Eugen Graf Quadt zu Wykradt und Isny (BVP, 1887-1940, 1933 Staatsminister für Wirtschaft). Quadt stand in guter Verbindung mit einem fränkischen Vertreter der Schwerindustrie und des Großgrundbesitzes, Franz von Gebsattel. Außen- und kulturpolitisch engagiert war der Reichstagsabgeordnete Maximilian Pfeiffer (Zentrum, BVP, 1875-1926). Ihm wie dem Zentrumsabgeordneten im Reichstag Wilhelm Mayer-Kaufbeuren (1874-1923) gelang der Aufstieg in eine kurz bemessene Laufbahn im Diplomatischen Dienst, wo undankbare Aufgaben und der Argwohn der Berufsdiplomaten warteten. Ein Kaliber eigenen Ranges war Georg Heim, der analytisch und organisatorisch hervorragend begabte, volkstümliche, sehr einflussreiche, umtriebige, doch unberechenbare Anführer des Bauernflügels der BVP. Er gewann in dem jungen oberbayerischen Abgeordneten Alois Hundhammer (BVP, CSU, 1900-1974, 1946-1950 Staatsminister für Kultus und Unterricht, 1957-1969 Staatsminister für Landwirtschaft) eine engagierte und fähige Nachwuchskraft. Die Verjüngung der Reichstagsfraktion setzte 1930 ein.

Die Partei und ihre Organe

Die BVP war gegliedert in Ortsvereine, Bezirks- und Kreisverbände. Die drei Großstädte München, Nürnberg und Augsburg bildeten eigene Kreisverbände. Gemäß dem korporativen Gedanken waren fünf Berufs- oder Standesgruppen im Landesvorstand vertreten: die Bauern, Arbeiter und Angestellten, Bürger, Beamten und Frauen. Die Geschäfte führte der Landesausschuss. Er setzte sich aus dem Landesvorstand und Vertretern der Kreisausschüsse und Fraktionen zusammen. Beide Führungsgremien gaben der jährlich tagenden Landesversammlung Rechenschaft. Ihr gehörten der Landesvorstand und -ausschuss sowie sämtliche Mitglieder der Reichs- und Landtagsfraktion an. Unter den berufsständischen Beiräten der BVP gelangte der Wirtschaftsbeirat zu überregionaler Bedeutung. Der Jungbayern-Ring, die Jugendorganisation der Partei, sollte an der "staatsbürgerlichen Erziehung" der Jugend mitarbeiten. Dem Münchner Generalsekretariat unter Anton Pfeiffer (BVP, CSU, 1888-1957, 1918-1933 Generalsekretär, 1946 Staatsminister für Sonderaufgaben) oblagen die Aufgaben der zentralen Information und Verwaltung. 1925 wurde ein Berliner Sekretariat der BVP gegründet.

Die Reichs- und die Landtagsfraktion bedurften einer Koordinierung mit der Staatsregierung in München. Der Vorsitzende der Reichstagsfraktion, Prälat Johann Leicht (Zentrum, BVP, 1868-1940), suchte den Ausgleich mit der Zentrumsführung. Ab 1920 trennte sich die BVP-Fraktion des Reichstags (16-22 Abgeordnete) von der Zentrumsfraktion wegen deren unitarischer Tendenzen, die allerdings vom Zentrum teils in Abrede gestellt, teils wegen der Notlage Deutschlands, die keinen Partikularismus dulde, gerechtfertigt wurden. Anlass für die Trennung war die Rede von Reichsfinanzminister Matthias Erzberger (Zentrum, 1875-1921, 1919-1920 Reichsfinanzminister) vom 4. Januar 1920 in Stuttgart, in der er die innere Reichseinheit scharf betonte.

Heim durchkreuzte den Plan Leichts, 1925 für die Wahl des Reichspräsidenten den Kandidaten einer möglichst breiten bürgerlichen Sammlung aufzustellen, und setzte im Landesausschuss der BVP mit 140 gegen 40 Stimmen bei Absenz Helds und Wohlmuths die verhängnisvolle Wahlempfehlung für Paul von Hindenburg (1847-1934, seit 1925 Reichspräsident) gegen den (auch von der SPD unterstützten) Zentrumskandidaten Wilhelm Marx (Zentrum, 1863-1946, 1923-1926 und 1926-1928 Reichskanzler, 1928 Reichsjustizminister) durch. Für den katholischen Rheinländer Marx entschieden sich der Gewerkschaftsflügel der BVP und ein großer Teil der Geistlichkeit. Heim gefährdete zeitweise auch die Einheit der Partei, indem er die Abspaltung des Christlichen Bauernvereins und dessen Zusammengehen mit dem liberalen Bayerischen Bauernbund betrieb. Die Christlich Soziale Partei (Bayerisches Zentrum) und das Zentrum in der Pfalz errangen nur 1924 je einen Sitz (von 129) im Bayerischen Landtag. Eine Erweiterung des föderalistischen Parteienspektrums um gleichgesinnte Gruppen in Hannover, Hessen und im Rheinland misslang, ebenso die Versuche Helds, auf die Außenpolitik des Reiches und die personelle Besetzung des Auswärtigen Amts Einfluss zu nehmen. Hier agierte er unglücklich, indem er die Locarno-Politik des Außenministers Gustav Stresemann und Deutschlands Eintritt in den Völkerbund missbilligte. Er forderte dadurch den Widerspruch eines Teils der BVP-Reichstagsfraktion und vor allem der Reichsregierung heraus. Mit ihrer mehrheitlichen Ablehnung des Young-Plans 1929 geriet die Reichstagsfraktion der BVP in gefährliche Nachbarschaft zu den undemokratischen Kräften der DNVP, des Stahlhelms, der Alldeutschen und Adolf Hitlers (1889-1945, seit 1933 Reichskanzler). Helds Vorbehalte resultierten allerdings aus seiner föderalistischen Einstellung. Trotz wiederholter Bemühungen, bei denen er das Auswärtige Amt und die Reichsregierung einschaltete, gelang es Held 1924/25 nicht, Hitler nach Österreich auszuweisen, weil Bundeskanzler Ignaz Seipel (1876-1932, reg. 1922-1924 und 1926-1929) von dem Agitator eine Zunahme der inneren Unruhe in seinem Land befürchtete.

Im gesellschaftlichen Vorfeld waren mehrere Standes-, Berufs- und konfessionelle Organisationen angesiedelt, die, ohne zur Partei zu gehören, der BVP zugewandt waren: die Standesvereine mit dem katholischen Jungmännerverband, den Jungmädchenvereinen, den Burschen- und Studentenvereinen, die berufsnahen Gruppen der Christlichen Bauernvereine, der katholischen Gesellen- und Arbeitervereine und der zur Zentrumspartei tendierenden Christlichen Gewerkschaften. Eine späte Gründung war die Bayernwacht, die Schutz- und Wehrorganisation der BVP unter Hans Ritter von Lex (ihr ging der "Jung-Bayern-Ring" voran). Sie wurde 1933 nach schweren gegen ihre Mitglieder verübten Tätlichkeiten aufgelöst. Am 1. Juli 1933 verfielen der (Selbst-)Auflösung auch die dem NS-Regime kompromissbereiter gegenübertretenden Bayerischen Christlichen Bauernvereine.

Die der BVP nahestehende Presse war differenziert und ansehnlich. Als offiziös konnten die "Reichstagskorrespondenz der Bayerischen Volkspartei", die sich allerdings auf Nachrichten aus dem Reichstag beschränkte, und die weit verbreitete parteiamtliche "Bayerische-Volkspartei-Correspondenz" gelten. Sie versorgte die Mitglieder der Partei und die (um 1920) etwa 120 kleineren, der BVP nahestehenden, meist im Privatbesitz befindlichen Blätter mit Nachrichten über alle Gebiete von Politik, Wirtschaft und Kultur. Neben der Lokalpresse (mit je 2000-8000 Auflage) bestanden einige größere, die politische Richtung der BVP vorhaltende, doch unterschiedliche politisch-weltanschaulich Akzente setzende Zeitungen: der "Bayerische Kurier" in München, die "Augsburger Postzeitung", der "Regensburger Anzeiger", das "Fränkische Volksblatt" in Würzburg, das ab 1928 den völkischen Antisemitismus bekämpfte, das "Bamberger Volksblatt" und die "Donauzeitung" in Passau. Auch die "Süddeutschen Monatshefte" gaben politische Anschauungen der BVP wieder. Die Heimatblätter und Zeitungen profitierten vom "Katholischen Preßverein". In ihm waren zahlreiche Mitglieder der BVP vertreten. Der Wirtschaftsbeirat der Partei gab die Monatsschrift "Der Deutsche Süden" (München) heraus; die Interessen der Bauern fanden Resonanz im "Bayerischen Bauernblatt" (München). Die BVP-nahe Presse wurde vom NS-Regime gleichgeschaltet, verboten oder entschädigungslos kassiert und entstand nach 1945 nicht wieder.

Die meisten Wähler und Mitglieder rekrutierte die Partei in den katholischen Gebieten: Ober- und Niederbayern, Oberpfalz, Schwaben und Unterfranken. In den überwiegend protestantischen Regierungsbezirken Nordbayerns herrschten nationale und liberale Orientierungen vor, für die im katholischen Umfeld der Bauernbund eintrat. Ähnlich wie dem Zentrum gelang es der BVP als Volkspartei, Wähler und Mitglieder aus allen Bevölkerungsschichten, dem Mittelstand, der ländlichen Bevölkerung, der katholischen Arbeiterschaft und dem katholischen Adel zu gewinnen. Ihre Führungskräfte einschließlich der katholischen Geistlichen hatten oft einen Studienabschluss und eine berufliche Karriere vorzuweisen. Die liberalen Teile des Bürgertums standen ihr reserviert bis ablehnend gegenüber. Ihre Gegner warfen der BVP eine Überrepräsentation der Beamtenschaft und des Bauerntums vor.

Regierungsbeteiligung

Die BVP war eine solide und beständig in der Bevölkerung verwurzelte, keine wie die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) von überwältigenden Zeitstimmungen hochgetragene Partei. Mit Ausnahme der Landtagswahlen 1924 errang sie von 1919 bis 1932 durchweg deutlich über eine Million, zwischen 31,6 und 39 %, der Stimmen und im Durchschnitt 53-54 Mandate. Wegen der Einführung des Verhältniswahlrechts verlor sie im Vergleich zum Bayerischen Zentrum der Vorkriegszeit Landtagssitze und war auf Koalitionen angewiesen. Obwohl stärkste Partei, war sie von 1920 bis 1922 an den Regierungen der "Beamtenkabinette" nur beteiligt, nachdem Heim 1920 das ihm angetragene Amt des Ministerpräsidenten abgelehnt hatte. Ausgewiesene Verwaltungsfachleute schienen ihr für das höchste Staatsamt geeignet, weil sie eine verlässliche berufliche Qualifikation und Autorität mitbrachten. Die BVP konnte geplante Verfassungsreformen wie die Schaffung des Amts eines Staatspräsidenten nicht verwirklichen. Sie beschränkte sich von 1920 bis 1924 auf die Unterstützung dreier Ministerpräsidenten, die ihr nahestanden, zuletzt des BVP-Abgeordneten Eugen von Knilling (BVP, 1865-1927, 1912-1918 Staatsminister des Innern für Kirchen- und Schulangelegenheiten, 1922-1924 Ministerpräsident). Die Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit, die verfassungspolitischen Konflikte mit der Reichsregierung, der Ansturm des Links- und Rechtsradikalismus bildeten gleichzeitig auftretende oder einander abwechselnde große Herausforderungen. Die Aktivitäten und die Propaganda der Einwohnerwehren, nach deren Verbot der Vaterländischen Verbände gegen die angebliche Bolschewisierung des Reiches fanden in den frühen 1920er Jahren Unterstützung durch die Regierungen (Rede von Knillings am 16. September 1923 in Tuntenhausen). So entstand die paradoxe Situation, dass radikal nationalistische Kräfte, die sich nach Bayern als "Hort der Ordnung" (Ludendorff) zurückgezogen hatten, dem föderalistischen Bayern den zentralistischen Auftrag zur Beseitigung der Berliner "Linksdiktatur"erteilen wollten.

Am 28. Juni 1924 übernahm der Vorsitzende der BVP-Landtagsfraktion, der Regensburger Journalist Heinrich Held, die Regierungsverantwortung. Die politische Führung lag nun bei der Landtagsmehrheit und ruhte gänzlich auf parlamentarischer Basis. Allerdings war Held von den Koalitionspartnern DNVP und Bauernbund abhängig. Der deutschnationale bayerische Justizminister Franz Gürtner (DNVP, NSDAP, 1922-1932) schonte die militant auftretenden Vaterländischen Verbände, betrieb die vorläufige Entlassung Hitlers aus der Landsberger Festungshaft und als Reichsjustizminister (1932-1941) die nationalsozialistische Umwandlung des Justizwesens. Eine Koalition mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) in Bayern schloss Held aus. Um sie zu verhindern, übte der Großindustrielle Paul Reusch (1868-1956) Einfluss auf bayerische Zeitungen aus. Die Koalition mit der BVP fand auch kaum Anklang bei der SPD, weil die außen-, innen- und kulturpolitischen Differenzen unüberbrückbar schienen. Hinsichtlich ihres Föderalismus unterschied sich die BVP von der zentralistisch eingestellten SPD mehr als von ihrem bevorzugten deutschnationalen Koalitionspartner. Der DNVP neigten einige Adels- und Wirtschaftskreise der BVP zu. Mit dem liberalen, antiklerikalen Bauernbund rang der Bauernflügel der BVP um das gleiche Wählerpotential. Die NSDAP wurde als unliebsamer Emporkömmling frühzeitig publizistisch bekämpft, so von der Passauer "Donauzeitung". Alois Hundhammer, Stellvertretender Generalsekretär der Christlichen Bauernvereine, wies 1930/31 in seinen staatsbürgerlichen Vorträgen die Unvereinbarkeit des Nationalsozialismus mit dem Programm der BVP nach. Er bezog Stellung gegen den Rassismus und Unitarismus, den verdeckten Sozialismus und die kirchenfeindliche Einstellung der NSDAP. Nach 1930 hat der Innenminister Karl Stützel (BVP, 1872-1944, 1924-1933 Innenminister) vom Gewaltmonopol des Staates gegen die Sturmabteilung (SA) und die NSDAP nachdrücklich Gebrauch gemacht. Die "Ära Held" stand insgesamt im Zeichen der inneren Konsolidierung und der Verbesserung der Wirtschaftslage.

Helds neunjährige Amtszeit überdauerte zehn Reichskabinette. Als sich der Bauernbund 1930 wegen der Schlachtsteuer aus dem Kabinett zurückzog, regierte Held "geschäftsführend" weiter. Bei den Landtagswahlen von 1932 hatte die BVP nur noch einen ganz knappen Vorsprung (45 zu 43 Sitze) vor der seit 1928 sensationell angestiegenen NSDAP. Viel stärker verloren hatten allerdings ihre bisher favorisierten Koalitionspartner, die Mittelpartei und der Bauernbund; die Liberalen waren gar aus dem Landtag verschwunden. Einen merklichen Ansehensverlust erlitt die Regierung Held dadurch nicht. Doch eine Grauzone monarchistisch-antidemokratischer und nationalistischer Einstellungen erschwerte die Abgrenzung von den rechtsgerichteten Republikfeinden, obwohl die BVP sich programmatisch und aus parteiengeschichtlicher Perspektive von der NSDAP grundlegend unterschied. Zu spät unterbreitete Anfang März 1933 Wohlmuth als Vorsitzender der BVP-Landtagsfraktion den anderen Fraktionen den Vorschlag einer vorläufigen Verfassungsänderung, die die Stellung des Bayerischen Ministerpräsidenten, etwa durch Einführung des konstruktiven Misstrauensvotums, gestärkt hätte.

Untergang

Schäffers Gespräche mit der NSDAP nach dem 30. Januar 1933 über eine Neubildung der Staatsregierung blieben wegen unterschiedlicher Zielvorstellungen folgenlos. Die NSDAP probte nun den Zugriff auf die bayerische Regierung. Die Landtagsfraktion unter Wohlmuth beabsichtigte schon seit längerem, mit den anderen Fraktionen eine Verfassungsänderung herbeizuführen, die die Regierung stärken und die Stellung des Bayerischer Ministerpräsidenten, z. B. durch die Einführung eines konstruktiven Misstrauensvotums, festigen sollte. Vergeblich bot die BVP-Landtagsfraktion nach den schicksalhaften Reichstagswahlen vom 5. März am 8. März der NSDAP Koalitionsverhandlungen über eine Regierungsbildung unter Einschluss oder Führung der NSDAP an. Sie wollte die dafür tragbaren Opfer bringen, um Schlimmeres und ihre gänzliche Ausschaltung zu verhindern. Das Angebot wurde durch die einem Putsch gleichende Abservierung der Regierung Held abgeblockt und unterlaufen. Per Telegramm aus Berlin setzte am Abend des 9. März 1933 der Innenminister Wilhelm Frick (NSDAP, 1877-1946, 1933-1943 Reichsinnenminister) den Ministerpräsidenten Held ab. Er übertrug "die Befugnisse der Obersten Landesbehörde Bayerns" - eine herabsetzende Definition der bayerischen Regierungsgewalt - dem ehemaligen Freikorpskämpfer Generalleutnant Franz Xaver Ritter von Epp (NSDAP, 1868-1947, 1933-1945). Nach einer Mitteilung Franz von Papens (1879-1969), der von Hitler und Frick am Staatsstreich gegen Bayern nicht beteiligt wurde, hatte Schäffers großspurige Ankündigung, einen nach Bayern entsandten Reichskommissar an der Grenze zu verhaften und die Mainlinie zu halten, "die Stellungnahme Berlins in der bayerischen Frage wesentlich beeinflusst" (Niederschrift v. 18. März 1933; ACSP, Nachlass J. Müller, V 11).

Schlagartig setzte noch in der Nacht vom 9. auf den 10. März die Verhaftung der führenden BVP-Politiker Schäffer, Schlittenbauer und Stützel ein. Held, der schwer erkrankt war, entging der Festnahme durch die Flucht nach Lugano. Am 29. April stimmte die BVP im neu zusammengesetzten Landtag neben der NSDAP und der Deutschnationalen Front dem bayerischen Ermächtigungsgesetz zu und dankte damit als demokratische Partei ab. Nur die SPD votierte gegen das Gesetz. Schäffer und der Bauernflügel mit Heim und Hundhammer bekundeten ihre große Bereitschaft zur Mitwirkung an der nationalen Aufbauarbeit, wollten aber noch eigene Programmpunkte (christliche Grundsätze, berufsständische Ordnung) in die "nationale Revolution" einbringen. Quadt (BVP) wurde noch kurzzeitig Wirtschaftsminister im NS-Kabinett des am 12. April ernannten Ministerpräsidenten Ludwig Siebert (1874-1942) (bis 27. Juni 1933). Er konnte darum nicht mehr als eigentlicher Vertreter seiner im Landtag gleichgeschalteten Partei gelten, zumal er bald darauf die NSDAP-Mitgliedschaft und den Status als Hospitant in der NS-Reichstagsfraktion beantragte. Später erhielt er einen hohen SS-Rang. Er unterschrieb am 4. Juli die Auflösungserklärung der BVP für die Landesparteileitung. Fritz Schäffer, Alfons Maria Probst (1886-1945), Anton Pfeiffer und Georg Stang (1880-1951) hatten zuvor als Häftlinge im Gefängnis Stadelheim die Auflösung beschlossen, um die Freilassung der vor kurzem im Zuge polizeilicher Maßnahmen gegen den politischen Katholizismus inhaftierten Funktionäre und Mandatsträger der BVP zu erreichen. Mit Verfügung des Staatsministeriums des Innern vom 5. Juli 1933 wurde die BVP einschließlich ihrer Vereinigungen aufgelöst und dies sofort in der "Bayerischen Staatszeitung" bekannt gegeben.

Quellenlage

Die Quellenlage zur Geschichte der BVP ist ungünstig, da ein Großteil des Parteischriftguts verloren ist. Die (handgeschriebenen) Protokolle der Landtagsfraktion (Bd. 1-4) und die nicht umfangreichen, aber aussagekräftigen Nachlässe von Josef Müller (1898-1979, 1946-1949 Vorsitzender der CSU, 1947-1952 Staatsminister der Justiz) und Alois Hundhammer liegen im Archiv für Christlich-soziale Politik (München). An weiteren Nachlässen sind heranzuziehen: Heinrich Held, Anton Pfeiffer, Georg Escherich (1870-1941), Michael Horlacher (1888-1957) (Bayerisches Hauptstaatsarchiv München), Georg Heim (Stadtarchiv Regensburg), Georg Wohlmuth (Universitätsbibliothek Eichstätt), Fritz Schäffer, Hans von Lex, Thusnelda Lang-Brumann (1880-1953) (Bundesarchiv Koblenz), Anton Scharnagl (1877-1955) (Archiv des Erzbistums München und Freising), Liborius Gerstenberger (1864-1925) (Bundesarchiv Berlin), Paul Reusch (Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv Köln) u. a., ergänzend Nachlässe von Zentrumspolitikern. Die Reden der BVP-Abgeordneten im Reichstag und Bayerischen Landtag sind in den digitalisierten Stenographischen Berichten nachzulesen. Ein Exemplar der "Bayerischen Volkspartei-Correspondenz", den Nachlass von deren Redakteur Karl Schwend (1890-1968), tagespolitisches Schrifttum von BVP-Politikern und die "Mitteilungen für die Vertrauensleute der Bayerischen Volkspartei" (seit 1924) verwahrt die Bayerische Staatsbibliothek München. Aktionen und Verlautbarungen der Partei fanden Niederschlag in den BVP-nahen Zeitungen. Jedoch ist die Überlieferungslage der Heimatblätter unterschiedlich und meist unbefriedigend. Als bayerische Regierungspartei hat die BVP beachtenswerte Spuren in den Akten der Staatskanzlei, des bayerischen Ministeriums des Äußern und der anderen Ministerien hinterlassen, ebenso in den zum größten Teil noch nicht edierten Protokollen des Bayerischen Ministerrats (Bayerisches Hauptstaatsarchiv München).

Literatur

  • Otto Altendorfer, Fritz Schäffer als Politiker der Bayerischen Volkspartei 1888-1945 (Untersuchungen und Quellen zur Zeitgeschichte 2), 2 Bände, München 1993.
  • Karl Bachem, Vorgeschichte, Geschichte und Politik der Deutschen Zentrumspartei. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte der katholischen Bewegung sowie zur allgemeinen Geschichte des neueren und neuesten Deutschlands 1815-1914 nebst einem kurzen Überblick über die Zeit von 1914-1930. 8. Band, Köln 1931.
  • Winfried Becker, Bayerische Volkspartei (BVP), in: Ders. u. a. (Hg.), Lexikon der Christlichen Demokratie in Deutschland, Paderborn u. a. 2002, 430-433.
  • Winfried Becker, Ein bayerischer Sonderweg? Die Bayerische Volkspartei und die Republik von Weimar, in: Wolfram Pyta u. a. (Hg.), Die Herausforderung der Diktaturen. Katholizismus in Deutschland und Italien 1918-1943/45, Tübingen 2009, 39-63.
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Quellen

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Winfried Becker, Bayerische Volkspartei (BVP), 1918-1933, publiziert am 11.04.2016; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Bayerische Volkspartei (BVP), 1918-1933> (21.09.2017)