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Franken (Begriff)

"Güldene Freiheit", Urkunde Friedrichs I. von 1168 mit der Übertragung der Herzogswürde an Bischof Herold von Würzburg. (Staatsarchiv Würzburg, Würzburg Domkapitel Urkunden 1168 Juli 10/II, Zweitausfertigung mit Goldbulle)
Das Fränkische Herzogsschwert. (© Bayerische Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de)
Bayerisches Staatswappen von 1835. (Grafik: Max Reinhart, Passau)
Sprachräume in Franken. (Entwurf und Ausführung: Alfred Klepsch)
Rothenburg ob der Tauber war bereits Ende des 19. Jahrhunderts berühmt für sein geschlossenes historisches Stadtbild. Um Besucher warb die Stadt jedoch auch mit dem Hinweis auf das von Adam Hörber (1827-1905) verfasste Bühnenstück "Der Meistertrunk". 1881 uraufgeführt, erwies es sich in Verbindung mit dem historischen Festzug und dem nachgestellten Feldlager vor den Toren der Stadt als Touristenattraktion. (Fremdenverkehrsplakat der Stadt Rothenburg ob der Tauber, München, 1900 (?), Staatsbibliothek Bamberg [XI B41])
Die Auflösung des Heiligen Römischen Reichs und damit die Auflösung des Fränkischen Reichskreises führte über rund ein Jahrzehnt hinweg zu permanenten Gebietsveränderungen. Johann Baptist Homann, Erster und größter Theil des Hantzen hochlöbl. Fränckischen Craises, 1720, Karte. (Staatsarchiv Nürnberg, Rep. 504, Karte und Pläne, Allg. Reihe, Nr. 0100)

von Dieter J. Weiß

Der Begriff "Franken" kann anhand verschiedenster Kriterien definiert werden. Ein sogenannter Stamm erscheint im 3. Jahrhundert am Nieder- und Mittelrhein. Die ersten Könige des Frankenreiches waren die Merowinger. Das heutige Nordbayern wurde seit dem 6. Jahrhundert fränkisch besiedelt. Unter den Karolingern entwickelte sich der Raum um den Main zum zentralen Teil der "Francia orientalis". Dieser Begriff verengte sich schließlich im 11. Jahrhundert zu "Franconia". Als Bezeichnung eines Territoriums erscheint der Begriff erstmalig Ende des 11. Jahrhunderts. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erhob das Hochstift Würzburg den Anspruch auf ein Herzogtum Franken. Durchsetzen konnte es diesen Anspruch allerdings nie über die Hochstiftsgrenzen hinaus. Die Wendung "Land zu Franken" entwickelte sich im Spätmittelalter zum Schlüsselbegriff, was durch eine Fülle von Belegen aus Dichtung, Alltags- und Rechtsleben deutlich wird. Im Zuge der Einrichtung der Kreise im Jahr 1500 wurde auch ein fränkischer Reichskreis eingerichtet, der bis zum Ende des Alten Reiches Bestand haben sollte. Der Reichskreis umfasste nun auch Territorien wie die Reichsstadt Nürnberg oder das Hochstift Eichstätt. Nach der Eingliederung der meisten Territorien des Reichskreises nach Bayern erhielt ganz Franken mit dem fränkischen Rechen ein einheitliches Symbol. Die bis heute bestehenden Bezirke Mittelfranken, Oberfranken und Unterfranken wurden eingerichtet. Ein fränkisches Regionalbewusstsein bildete sich erst seit dem 19. Jahrhundert heraus. Ebenfalls prägend ist das um die Jahrhundertwende entstandene romantische Frankenbild.

Die Problematik

Man kann die Region Franken nach verschiedenen Kriterien umgrenzen: nach naturräumlich-geographischen Gesichtspunkten, nach Sprach- und Dialektgruppen, nach Diözesen, nach den spätmittelalterlichen Landfriedenseinungen, nach der Zugehörigkeit zum frühneuzeitlichen Reichskreis, nach der modernen Verwaltungseinteilung. Sie geht weder auf eine germanische Stammesbildung zurück noch stellt sie eine geographische Einheit dar. Franken bildet vielmehr das Ergebnis eines historischen Prozesses, der den Namen der Besatzer und Siedler aus dem Frankenreich an der sich erst ausbildenden Region um den Main und die obere Altmühl mit ihren Zuflüssen haften ließ und zur Entwicklung eines stammesartigen Bewusstseins beitrug (Wilhelm Störmer).

Während des Mittelalters erfolgte eine Verengung und Verschiebung des Raumes, der von den Zeitgenossen als Franken angesehen wurde. In der Karolingerzeit umfasste er den fränkischen Siedlungsraum um den Main und den Oberlauf der Altmühl einschließlich der linksrheinischen Diözesananteile von Mainz, Worms und Speyer. In der Mitte des 10. Jahrhunderts verengte er sich auf den rechtsrheinischen Anteil zwischen Thüringen, bayerischem Nordgau und Schwaben. Gleichzeitig erhielt er eine neue Orientierung in den Nordosten und erfasste auch das Obermaingebiet und Teile des bayerischen Nordgaus. Bernd Schmeidler hat dafür das Modell einer Achsenverschiebung entwickelt.

Der Stamm der Franken

Unter diesem Namen tauchen in den römischen Quellen in der Mitte des 3. Jahrhunderts germanische Gruppen am Nieder- und Mittelrhein auf. Ihre Bezeichnung dürfte an die Begriffe "mutig, kühn, ungestüm, frech" anknüpfen; die Gleichsetzung Franke und Freier wird erst nach der Herrschaftsbildung im Norden Galliens entstanden sein. Die Franken waren aus verschiedenen Kleinstämmen zusammengewachsen und bildeten einen Stammesbund, keinen einheitlich organisierten Stamm. Der Verband der salischen Franken wurde zuerst in der Provinz Belgica II in die römische Militär- und Verwaltungsorganisation integriert. Andere fränkische Gruppen saßen am Mittelrhein und wurden hier in die Grenzverteidigung eingebunden.

Das Frankenreich

Der erste König der Franken aus dem Geschlecht der Merowinger war Childerich (reg. 460-482), der seine Herrschaft im Raum Nordgallien aufbaute. Sein Sohn Chlodwig I. (reg. 482-511), der den katholischen Glauben annahm, weitete das fränkische regnum durch die Einbeziehung der Romanen in dem Raum zwischen Somme und Loire aus. Nordgallien entwickelte sich zur Francia, der Stammesname verband sich mit der Region zwischen Rhein und Loire, wo die fränkische Besiedlung ihre dichteste Konzentration erreichte. Der Terminus Francia wird in den Quellen unspezifisch verwendet, er kann das gesamte Reich der Franken, die königliche Zentralprovinz oder Teilreiche des Merowinger- und Karolingerreiches umschreiben.

Ostfranken

Im 6. Jahrhundert setzte die fränkische Besiedlung des heute nordbayerischen Raumes ein. Sie erfasste das Flussgebiet des Mains, das Rednitz-Regnitz-Becken und das nördliche Albvorland an der oberen Altmühl. Über die politische Strukturierung des rechtsrheinischen Raumes zur Merowingerzeit sind wir unzulänglich informiert, jedenfalls fand eine herrschaftliche Überschichtung der keltisch-germanischen Bevölkerung durch eine fränkische Herrenschicht statt. Einen eigenen Namen für die Mainlande kennen die Quellen bis weit ins 8. Jahrhundert nicht. So fehlt in den Briefen des hl. Bonifatius (672/73-754) eine spezifische Regionalbezeichnung. Die Region verblieb in der unmittelbaren Verfügungsgewalt des Königtums.

In der Karolingerzeit erhielt der Mainraum zwischen Bayern und Sachsen strategische Bedeutung und wurde zu einem zentralen Teil der Francia orientalis. Damit können der östliche Teil des Frankenreichs insgesamt, aber auch nur dessen rhein- und mainfränkische Teile bezeichnet werden. Gegen Ende der Karolingerherrschaft im frühen 10. Jahrhundert wurden die Geschicke Ostfrankens durch den Gegensatz der rheinfränkischen Konradiner im Westen und der älteren Babenberger (Popponen) im Osten bestimmt. Anders als in Bayern oder Schwaben blieben Ansätze zur Ausbildung eines Stammesherzogtums Ostfranken aber in den Ansätzen stecken. Der Raum vom Rhein bis zum Fichtelgebirge bildete eine wesentliche Grundlage der Königsherrschaft.

In einem Diplom König Ottos I. (reg. 936-973, Kaiser ab 962) von 948 (Monumenta Germaniae Historica DO I 96) wird erstmals unterschieden zwischen der Francia occidentalis für die rheinischen Teile des alten Ostfranken und der Francia orientalis für die östliche Region um den Main. Für die Verengung des Begriffs Ostfranken scheint die Notwendigkeit eine Rolle gespielt zu haben, die Bewohner des wohl 742 gegründeten Bistums Würzburg zu benennen (Jürgen Petersohn). In der nach der Mitte des 10. Jahrhunderts entstandenen jüngeren Kiliansvita (Passio maior) taucht erstmals die Bezeichnung Teutonica Francia unter der Führung des hl. Kilian (ca. 640-689) auf, worunter offenbar das Bistum Würzburg zu verstehen ist.

Besonders die Kaiser Otto III. (reg. 983-1002 als römisch-deutscher König, Kaiser ab 996) und Heinrich II. (reg. 1002-1024 als römisch-deutscher König, Kaiser ab 1014) übertrugen zahlreiche Besitz- und Herrschaftsrechte an die Reichskirche, an die Bistümer Würzburg und das 1007 gegründete Bamberg. Im 11. Jahrhundert verschwindet der Zusatz Ost- beziehungsweise orientalis aus der Bezeichnung für den mainfränkischen Raum. Der Name Franconia ist erstmals in einer Urkunde Heinrichs III. (reg. 1039-1056, Kaiser ab 1046) von 1053 für Eichstätt (MGH DH III 303) belegt. Dynastien, deren Besitz weite Teile des fränkischen Raumes umfasste und die eventuell die Chance zum Aufbau eines Herzogtums gehabt hätten, starben aus, wie 1057 die Schweinfurter und 1248 die Andechs-Meranier.

Das Herzogtum der Bischöfe von Würzburg

Als Bezeichnung eines Territoriums begegnet der Name Franken erst mit der Ausbildung des Anspruchstitels eines Herzogs von Franken durch den Bischof von Würzburg. Die erste Erwähnung dieses Herzogtums findet sich bei Adam von Bremen (gest. um 1081) vor Ausbruch des Investiturstreites. Ekkehard von Aura (gest. 1125) berichtet zur Jahreswende 1115/16 von der Verleihung des ducatus orientalis Franciae durch König Heinrich V. (reg. 1106-1125, Kaiser ab 1111) an den Staufer Konrad, den nachmaligen König Konrad III. (reg. 1138-1152), nachdem es dem Bischof von Würzburg entzogen worden wäre. In der Stauferzeit blieb Franken in unmittelbarer Verfügung des Königtums ohne ein beherrschendes Dynastengeschlecht.

Die "Güldene Freiheit" (MGH DFI 546) Kaiser Friedrichs I. Barbarossa (reg. 1152-1190 als römisch-deutscher König, Kaiser ab 1155) für Bischof Herold von Würzburg (reg. 1165-1171) bestätigt 1168 die Gerichtsbarkeit, die der "ecclesia" und dem "ducatus Wirzeburgensis" seit der Zeit Karls des Großen (reg. 768-814, Kaiser ab 800) zugestanden hätten. Man kann dieses Herzogtum als richterliche Würde für das Hochstift, als Freiheit von jedem weltlichen Herzogtum oder als Landfriedenshauptmannschaft interpretieren. Jedenfalls konnten die Bischöfe ihre Ansprüche nicht über den Bereich des Hochstifts hinaus ausdehnen. Der Würzburger Bischof Andreas von Gundelfingen (reg. 1303-1313) gebrauchte im Jahr 1312 wohl als erster den Begriff "ducatus Franconie" (Monumenta Boica 38, Nr. 282).

Franken im Spätmittelalter

Im Jahr 1340 schloss Kaiser Ludwig der Bayer (reg. 1314-1347, Kaiser ab 1328) Bayern und Franken zu einem Landfriedensgebiet zusammen und setzte einen Landfriedenshauptmann in Franken und Schwaben ein. Die Bezeichnung Franken diente als Organisationsgrundlage für Ordensprovinzen, die Königsgutverwaltung, die Landfriedensgestaltung, Ritterturniere und als Gegenstand humanistischer Länderbeschreibungen. Die Formel "Land zu Franken" entwickelte sich zum Schlüsselbegriff der Frankenterminologie. Jürgen Petersohn (geb. 1935) trägt dazu eine Fülle von Belegen aus der Dichtung, dem Alltagsleben (Sprache, Maße, Trachten, Münzen) und dem Rechtsleben zusammen. Obwohl Franken politisch zersplittert war, wird es bei den spätmittelalterlichen Landfriedenseinungen greifbar.

Fester Bestandteil der Titulatur der Würzburger Bischöfe wurde der Titel "dux Franconie" oder "hertzog in Francken" erst in der Mitte des 15. Jahrhunderts, dauerhaft seit 1446 durch Bischof Gottfried IV. Schenk von Limpurg (reg. 1443-1455). Dies war gegen die Expansionsbestrebungen der Hohenzollern gerichtet. Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg (reg. 1440-1486) versuchte vergeblich, eigene Herzogspläne etwa durch die Ansprüche des Landgerichts des Burggraftums Nürnberg über Franken durchzusetzen. Dabei unterschieden die Zollern zwischen ihren Besitzungen in Franken, womit das Unterland um Ansbach gemeint war, und dem Oberland "auf dem Gebirge und in Vogtland" mit der Residenz Kulmbach (so in der "Dispositio Achillea" von 1473).

Franken in der Neuzeit

Im Zuge der Reichsreform wurden beim Augsburger Reichstag von 1500 zunächst sechs Kreise geschaffen. 1512 wurde das Reich in zehn, nun mit Namen bezeichnete Reichskreise eingeteilt, zu denen Franken gehörte. In den Reichskreis wurden neue Räume - wie Nürnberg oder Eichstätt - aufgenommen, die vorher nicht zu Franken gerechnet worden waren. Die Kreisstände waren in vier Bänke gegliedert. Auf der geistlichen Fürstenbank saßen die Bischöfe von Bamberg, Würzburg und Eichstätt und - seit 1517 - der Deutschmeister, auf der weltlichen Fürstenbank zunächst die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach und Kulmbach und die drei Linien der gefürsteten Grafen von Henneberg. Daneben gab es noch die Grafen- und Herrenbank und die Städtebank. Der Reichskreis Franken blieb bis zum Ende des Alten Reiches funktionsfähig.

Im 16. Jahrhundert formierte sich der niedere Adel in den alten Königslandschaften zur Reichsritterschaft und löste sich aus den landesfürstlichen Territorien. Die in sechs Kantonen organisierte "reichsfrey ohnmittelbare Ritterschaft Landes zu Francken" verblieb außerhalb der Organisation des Reichskreises.

Franken in Bayern

Mit der Übernahme der meisten Territorien des Fränkischen Reichskreises sowie einiger weiterer Gebiete durch das Kurfürstentum und Königreich Bayern in den Jahren von 1802 bis 1816 kamen diese erstmals unter eine einheitliche Herrschaft, doch verschwand der Name Franken. König Ludwig I. von Bayern (reg. 1825-1848, gest. 1868) nahm 1835 auch den Titel eines Herzogs von Franken an, um den Charakter Bayerns als Stämmestaat zu verdeutlichen. In diesen Bereich gehört die Historisierung des bayerischen Wappens im Jahr 1835. Als Symbol für Franken wählte er den fränkischen Rechen, der seit dem 16. Jahrhundert für das Herzogtum Franken der Würzburger Bischöfe stand. Erst durch Ludwig I. erhielt Franken ein heraldisches Symbol. Schließlich verlieh er den Kreisen historisierende Bezeichnungen, der Obermainkreis wurde zu Oberfranken, der Rezatkreis zu Mittelfranken und der Untermainkreis zu Unterfranken und Aschaffenburg. Durch die Betonung der eigenständigen Traditionen der fränkischen Territorien wie durch das Konstrukt eines fränkischen Stammes trug er zur Ausbildung eines fränkischen Regionalbewusstseins bei.

Trotz der Modernisierung in der Prinzregentenzeit entstand um die Jahrhundertwende ein romantisches Frankenbild. Ein Frankonismus von "folkloristischem" Charakter (Werner K. Blessing) richtete sich nicht gegen Bayern, sondern auf ein über die Staatsgrenzen hinausreichendes, imaginiertes Stammesfranken. Diese Entwicklung fiel zusammen mit der Heimatschutzbewegung wie der Entdeckung des romantischen Frankens durch den Tourismus. Daraus ging nach dem Ersten Weltkrieg der Frankenbund hervor. Seinen wissenschaftlichen Überbau fand dies 1904 in der Gründung der Gesellschaft für fränkische Geschichte.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde Franken trotz des selbsternannten "Frankenführers" Julius Streicher (NSDAP, 1885-1946) und der von ihm auf dem Hesselberg (Lkr. Ansbach) veranstalteten Frankentage nicht zu einer verwaltungsmäßigen oder politischen Einheit zusammengefasst, die NS-Gaue Franken (Mittelfranken), Mainfranken (Unterfranken) und Bayerische Ostmark (Oberfranken sowie Niederbayern und die Oberpfalz) standen getrennt nebeneinander.

Ausblick

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Forderungen nach einem stärkeren politischen Gewicht Frankens meist nur laut, um gegen die Ausrichtung der bayerischen Politik im Hinblick auf die föderalistische Ausgestaltung der Bundesrepublik Deutschland Position zu beziehen. 1948 entstand die "Fränkische Arbeitsgemeinschaft" in Nürnberg zur Vertretung fränkischer Interessen. Forderungen des nicht mit dem Frankenbund zu verwechselnden Fränkischen Bundes nach einem Volksbegehren zur Schaffung eines Bundeslandes Franken wurden durch das Bundesinnenministerium (1994) wie durch das Bundesverfassungsgericht (1997) abgelehnt.

In Grenzbereichen Frankens entstanden aus wirtschaftlichen Interessen im 21. Jahrhundert neue Regionalbezeichnungen mit Churfranken für die Region zwischen Miltenberg und Aschaffenburg und Hochfranken für das nordöstliche Oberfranken. Außerhalb der bayerischen Grenzen wird fränkisches Bewusstsein in Kultur und Tourismus greifbar in den Regionen Hohenlohe Franken in Baden-Württemberg mit dem Historischen Verein für das Württembergische Franken oder im südlichen Thüringen mit dem Hennebergisch-Fränkischen Geschichtsverein. Der Freistaat Bayern begeht seit 2006 am 2. Juli einen Tag der Franken, dessen Ausrichtung im Turnus durch die fränkischen Regierungsbezirke wandert.

Literatur

  • Werner K. Blessing, Franken in Staatsbayern. Integration und Identität, in: Erich Schneider (Hg.), Nachdenken über fränkische Geschichte. Vorträge aus Anlass des 100. Gründungsjubiläums der Gesellschaft für fränkische Geschichte vom 16.-19. September 2004, [Nürnberg] 2005, 279-312.
  • Werner K. Blessing/Dieter J. Weiß (Hg.), Franken. Vorstellung und Wirklichkeit in der Geschichte (Franconia. Beihefte zum Jahrbuch für fränkische Landesforschung 1), Neustadt an der Aisch 2003.
  • Werner K. Blessing, Wo liegt Franken? Vielheit und Einheit im Norden Bayerns, in: Josef Kirmeier (Hg.), 200 Jahre Franken in Bayern 1806 bis 2006. Katalog zur Landesausstellung 2006 im Museum Industriekultur Nürnberg, 4. April bis 12. November 2006 (Veröffentlichungen zur bayerischen Geschichte und Kultur 51), Augsburg 2006, 15-24.
  • Johannes Merz/Robert Schuh (Hg.), Franken im Mittelalter. Francia orientalis, Franconia, Land zu Franken. Raum und Geschichte (Hefte zur bayerischen Landesgeschichte 3), München 2003.
  • Johannes Merz, Fürst und Herrschaft. Der Herzog von Franken und seine Nachbarn 1470-1519, München 2000.
  • Jürgen Petersohn, Franken im Mittelalter. Identität und Profil im Spiegel von Bewußtsein und Vorstellung (Vorträge und Forschungen. Sonderband 51), Ostfildern 2008.
  • Bernhard Schmeidler, Franken und das deutsche Reich im Mittelalter. Studien zur landschaftlichen Gliederung Deutschlands in seiner geschichtlichen Entwicklung (Erlanger Abhandlungen 7), Erlangen 1930.
  • Hermann Schreibmüller, Wanderungen und Wandlungen des Raumbegriffs Franken, in: Günther Schuhmann (Hg.), Franken in Geschichte und Namenwelt. Ausgewählte Aufsätze zum 80. Geburtstage des Verfassers (Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte IX/10), Würzburg 1954, 1-5.
  • Wilhelm Störmer, Im Karolingerreich, in: Peter Kolb/Ernst-Günter Krenig (Hg.), Unterfränkische Geschichte. 1. Band, Würzburg 1989, 153-204.
  • Dieter J. Weiß, Die Entstehung Frankens im Mittelalter. Von der Besiedlung zum Reichskreis, in: Werner K. Blessing/Dieter J. Weiß (Hg.), Franken. Vorstellung und Wirklichkeit in der Geschichte (Franconia 1. Beihefte zum Jahrbuch für fränkische Landesforschung), Neustadt an der Aisch 2003, 51-67.
  • Alfred Wendehorst, Geschichte Frankens. Bemerkungen zu Raum und Periodisierung, in: Andreas Kraus (Hg.), Land und Reich, Stamm und Nation I (Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte 78), München 1984, 235-245.
  • Alfried Wieczorek (Hg.), Die Franken. Wegbereiter Europas. Vor 1500 Jahren: König Chlodwig und seine Erben (Ausstellung Reiss-Museum Mannheim). 2 Bände, Mainz 1996.

Weiterführende Recherche

Externe Links

Empfohlene Zitierweise

Dieter J. Weiß, Franken (Begriff), publiziert am 27.04.2015; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Franken (Begriff)> (18.11.2018)