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Wald, Waldnutzung

Karte der natürlichen Zusammensetzung des Waldes in Bayern ohne Eingreifen des Menschen. (Christian Kölling, Bayerische Landesanstalt für Wald und Forst [LWF], Freising 2003)
Bevölkerungsentwicklung und Anteil des Waldes an der Gesamtfläche, alte Länder vom frühen Mittelalter bis heute. Wie stark das Land von Wald bedeckt war, hing in Mitteleuropa bis zur Industrialisierung vor allem von der Bevölkerungsdichte ab. Bis um 1800 lebten etwa 90 % der Menschen von der Landwirtschaft. Größere Veränderungen in der Bevölkerungszahl waren daher stets mit Rodungen oder der Wiederausbreitung des Waldes verbunden. Diesen engen Zusammenhang hat erst die Industrialisierung aufgebrochen. (Grafik: Winfried Freitag)

von Winfried Freitag

Bereits in prähistorischer Zeit wurde Wald zur Holzgewinnung und für den Ackerbau gerodet. War die Nutzung bis zum Beginn des Mittelalters weitgehend frei gewesen, begannen Große des Reiches im 6. Jahrhundert damit, Nutzungsrechte einzuschränken. So entwickelte sich nach und nach ein immer komplizierter werdendes Geflecht aus den verschiedensten Waldrechten (etwa zur Jagd, Schweinemast, Rodung), das auch zu Konflikten führen konnte. Der Bevölkerungsanstieg ließ die Waldfläche schrumpfen, so dass sich im Spätmittelalter der Anteil des Waldes an der Gesamtfläche des heutigen Bayerns halbiert hatte. Wichtige Waldprodukte waren im Mittelalter neben dem Holz als Grundprodukt vor allem Holzkohle, Gerbstoff, Harz (Pech) und Pottasche. 1568 erließ Herzog Albrecht V. (reg. 1550-1579) eine bis um 1800 gültige "Bayerische Forstordnung". Auch wenn dort der Schutz des Waldes niedergelegt war, kam es doch zu einer immer stärker zunehmenden Ausbeutung der Ressourcen, die schließlich in Forderungen von Wissenschaftlern nach einer nachhaltigeren Nutzung mündete. Nach der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden die Wälder vermessen und kartiert, Forstmeisterämter eingerichtet und schließlich auch Nadelholzmonokulturen angelegt. Seit dem 19. Jahrhundert kam es zunächst zu einer Entlastung des Waldes, da seine enorm wichtige Rolle als Energielieferant im Zuge der Industrialisierung verloren ging und seine Verflechtung mit Handel, Gewerbe und Landwirtschaft aufgelöst wurde. Ein ebenso großer Einschnitt war allerdings die ebenfalls im 19. Jahrhundert eingeführte Unterteilung in Schläge, wodurch der Wald nunmehr wie ein Acker behandelt wurde. Die Nadelholzmonokulturen erwiesen sich allerdings als ökologisch äußerst labil und anfällig für Schädlinge. Auch durch die seit der Industrialisierung freigesetzten Stoffe kam es zu massiven Schädigungen des Waldes, was Ende des 20. Jahrhunderts zu einer Rückbesinnung auf naturnähere Mischwälder und zum Rückbau der Monokulturen führte.

Vorbemerkung

Seit der Mensch Wälder nutzt, sind diese in geringerem oder stärkerem Ausmaß "Koproduktionen" von Mensch und Natur. Ihre Beschaffenheit hängt von unterschiedlichen natürlichen Voraussetzungen wie Klima, Boden und geographischer Lage ab und wird von der jeweiligen Zivilisation beeinflusst, die den Wald als Teil ihres Lebensraumes bewirtschaftet und gestaltet. Waldgeschichte verlangt daher ein interdisziplinäres Vorgehen. Sie ist angewiesen auf Naturwissenschaften wie Biologie und Forstbotanik sowie auf eine Vielzahl von Kulturwissenschaften, darunter Archäologie, historische Geographie, Sozial-, Wirtschafts- und Technikgeschichte. Ihre Erkenntnisse gewinnt die Waldgeschichte nur zum Teil aus schriftlichen Quellen; wichtig sind ebenso Pollenanalysen, Klimadaten, handgezeichnete Karten oder großflächige Ausgrabungen vor- und frühgeschichtlicher Siedlungen.

Vorgeschichte, Frühes Mittelalter

1. Dezember 811, Aachen: Kaiser Karl der Große bestätigt dem Grafen Bennit des Besitz von Rodungen zwischen Werra und Fulda. Edition bei MGH Diplomatum Karolinorum Bd. 1, 284. (Staatsarchiv Würzburg, Hochstift Würzburg, Urk. 811 Dez. I.)
Notitia eines Kaufgeschäfts (farbl. hervorgehoben): Ein gewisser Lantfrid verkaufte vier Parzellen Wald zu Zell bei Assling an den Freisinger Vogt Sindeo, der im Auftrag von Bischof Hitto von Freising (reg. 811-835) den Wald gegen ein Pferd erwarb. Abb. aus dem Cozroh-Codex, 9.Jh. (Quellenedition) (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, HL Freising 3a lizensiert durch CC BY-NC-SA 4.0)

Die prähistorischen Ackerbauern Mitteleuropas kannten weder Steinbauweise noch dauerhafte Siedlungen. Begannen ihre aus Holz, Flechtwerk und Lehm errichteten Häuser nach ein paar Jahrzehnten zu verfallen, so suchten sie in der Nähe eine Stelle, an der genug Bauholz wuchs und Wald für neue Felder gerodet werden konnte. Sie verlegten Ortschaft und Wirtschaftsfläche stets von Neuem - meist nur über kurze, manchmal auch über größere Entfernung.

Wo gerodetes Land wieder der Natur überlassen wurde, wuchs allerdings kein Urwald empor, wie er vor Eingreifen des Menschen bestanden hatte. Der Zyklus von Rodung, Siedlungsaufgabe und Wiederbewaldung verstärkte vielmehr Jahrtausende lang einen natürlichen Prozess, nämlich die Wiederausbreitung der Rotbuche nördlich der Alpen nach der letzten Eiszeit. In den Regionen zwischen den Gebirgen herrschten daher zu Beginn des Mittelalters von Buchen dominierte Mischwälder vor. Die anderen Wuchsgebiete Bayerns wurden von Lebensgemeinschaften eingenommen, die den natürlichen Voraussetzungen entsprachen: die Flussniederungen von Auwäldern, die Mittelgebirge und mittleren Hochlagen der Alpen von Bergmischwäldern. Reine Fichtenbestände waren nur hoch in den Alpen und in den höchsten Lagen der Mittelgebirge anzutreffen.

Ortsfest wurde die Mehrzahl der Siedlungen erst um die Jahrtausendwende. Bis dahin behielten die Germanen ihre mobile Siedelweise zumeist bei bzw. führten sie in den ehemals römischen Gebieten zwischen Donau und Alpen wieder ein. Die zu ihren Ortschaften gehörigen Äcker beließen sie allerdings schon im frühen Mittelalter an Ort und Stelle. Einmal gerodete Flächen blieben damit meist auf Dauer waldfrei. Der im 7. Jahrhundert einsetzende, bis Ende des Hochmittelalters anhaltende Anstieg der Bevölkerung verlangte eine beständige Erweiterung der Fluren. Der Anteil des Waldes an der Gesamtfläche nahm von 2/3 bis 3/4 um das Jahr 600 - die Zahlen variieren je nach Schätzung - auf unter 1/3 um das Jahr 1300 ab. Lebten Anfang des 7. Jahrhunderts durchschnittlich zwei bis drei Menschen auf einem Quadratkilomenter, so waren es Ende des Hochmittelalters 15-20. Der Wald, der pro Person zur Verfügung stand, schrumpfte auf etwa ein Sechzehntel der anfänglichen Fläche. Das hatte weit reichende Folgen für die Waldnutzung und die Regeln, die für sie aufgestellt wurden.

Zu Beginn des Mittelalters gab es also Wald im Überfluss. Seine Nutzung war weitgehend frei. Das bayerische Stammesrecht, die "Lex Baiuvariorum", stellte vor allem fruchttragende Bäume unter Schutz. Bei Besitzstreitigkeiten um bereits gerodetes Land legte sie fest, es solle dem gehören, der beweisen könne, es als erster bearbeitet zu haben. Im ausgehenden 6. Jahrhundert begannen die fränkischen Könige, später auch Herzöge und andere Große des Reiches damit, ausgedehnte Wälder der Allgemeinheit zu entziehen. Sie erklärten sie zu Forsten ("forestes"), d. h. zu gesonderten Rechtsbezirken, in denen sie allein über Waldnutzung, Jagd und Fischfang bestimmten. Eine "forestis" konnte neben Wald auch Nutz- und Ödland umfassen. Das Wort begegnet erstmals um die Mitte des 7. Jahrhunderts in fränkischen Königsurkunden. Es wurde damals - wohl aus dem lateinischen "foris" (draußen) - neu gebildet, um außerhalb der üblichen freien Jagd und Waldnutzung stehende Gebiete zu bezeichnen. "Nemus" und "silva" blieben hingegen die in der Schriftsprache allgemein für Wald gebräuchlichen Wörter.

Aus den Freisinger Traditionen, die uns über die Schenkungen von Landgütern an und ihren Tausch durch das Bistum informieren, geht hervor, dass nur der Adel und der Klerus Wald besitzen konnten. Den Hauptnutzen, den diese daraus zogen, benennen die Traditionen mit Jagd ("venatio"), Schweinemast ("sagina") und Rodung ("exstirpatio"). Wald, der sich durch Roden in Ackerland verwandeln ließ, hatte besonderen Wert. Er erlaubte den Grundherrn, durch die Ansiedlung von Bauern sowohl die Abgaben, die ihnen geschuldet wurden, als auch die Zahl ihrer Hörigen zu erhöhen. Daher wurden bei solchem Wald genaue Größenangaben gemacht, bei Mast- und Weidewäldern hingegen lediglich ein genügend ("sufficienter") oder reichlich ("habundanter") angegeben. Dass freien und abhängigen Bauern der Wald für ihren Eigenbedar, also für die Viehweide sowie die Gewinnung von Waldgras, Laubheu, Bau- und Werkholz offenstand, scheint in den ersten Jahrhunderten des Mittelalters eine Selbstverständlichkeit gewesen zu sein.

Hohes Mittelalter

König Heinrich IV. schenkt auf Bitten seiner Mutter Agnes dem Bischof Heinrich von Augsburg den Wildbann über die zu seiner Kirche gehörigen Waldgebiete einschließlich solcher, die er noch erwerben sollte, innerhalb der in der Urkunde festgelegten Grenzen. Urkunde vom 5. Februar 1059, ausgestellt in Mainz. (Staatsarchiv Augsburg, Urk. 1059 II 5)

Im hohen Mittelalter beschleunigte sich der Bevölkerungsanstieg und es kamen mit der bis 1300 anschwellenden Welle von Stadtgründungen neue Ansprüche an den Wald hinzu. Die Bürger benötigten für ihre Handwerke und Gewerbe neben Brenn-, Werk- und Bauholz auch Holzkohle, Gerbstoff (gemahlene Rinde), Harz, Pottasche und andere Waldprodukte. Das Aufblühen der Städte, die demographische Expansion und die verstärkte Rodung ließen in den verbleibenden Wäldern die Nutzungszonen der Siedlungen teils einander näher rücken, teils zusammen stoßen oder ineinander greifen. Mehr und mehr Nutzer mussten sich einen Wald teilen. So konnte z. B. dem einen die hohe Jagd zustehen, dem anderen die niedere Forstgerichtsbarkeit. Das für die herbstliche Schweinemast zu entrichtende Dechelgeld konnte unter zwei Herren aufgeteilt und den Bewohnern bestimmter Ortschaften gegen einen jährlichen Forstzins erlaubt sein, Holz, Laubheu und Waldstreu zu entnehmen und ihr Vieh zur Weide einzutreiben.

Mit dem Neben- und Ineinander von Rechten nahm nicht nur der Bedarf an Absprachen und Regelungen zu, sondern auch die Zahl an Konflikten. Bauern stritten mit ihren Herren, aber auch Dörfer, Klöster, Adelige und Städte untereinander um den Wald. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Grundherrn damit begannen, sich einen Überblick über ihre eigenen Ansprüche zu verschaffen. So hat z. B. das Kloster Ebersberg um 1300 alle seine "Forstlehen und Forstrecht" in einem Urbar zusammengestellt. Die Niederschrift ist typisch für einen veränderten Umgang der Grundherren mit ihren Wäldern. Sie suchten mehr und mehr direkten Gewinn aus ihnen zu ziehen - noch nicht, indem sie selber Holz und andere Waldprodukte verkauften, sondern mit den der Grundherrschaft eigenen Mitteln einer Forstgerichtsbarkeit, die Erträge abwarf, und Zinsen, die sie für Nutzungen erhoben. Zentrale Bedeutung gewann damit die "Hutung" (Bewachung) der Wälder durch das grundherrliche Forstpersonal. Förster ("forestarii") sollten dafür sorgen, dass Übertretungen festgestellt und die geforderten Bußgelder und Abgaben entrichtet wurden.

Spätes Mittelalter und 16. Jahrhundert

Die kolorierte Federzeichnung wurde 1573 im Auftrag des Reichskammergerichts als Beweismittel (sog. Augenschein) gefertigt. Das Waldgebiet bei Ballhausen (ca. 35 km nordwestlich von Ulm) ist typisch für die Kulturlandschaft, die in Mitteleuropa aus den großen Rodungen des Mittelalters hervorgegangen ist und durch die vormoderne Landwirtschaft geprägt wurde: Unten am Bach- oder Flusslauf finden sich die Wiesen, in mittlerer Höhenlage die Äcker, oben auf den Anhöhen Wald. Der Übergang zwischen Wald, Acker und Wiese ist fließend. Dem unregelmäßigen Waldrand sind einzelne Baumgruppen, Bäume und Sträucher vorgelagert, noch weit in der Feldflur finden sich kleine Gehölze. (Bayerisches Hauptstaatsarchiv München PL 10331)
In vormoderner Zeit wurden im Herbst die Schweine zur Mast in den Wald eingetrieben. Sie fraßen dort vor allem Eicheln, aber auch Bucheckern und Wildobst. Zudem wurden Eicheln zum Verfüttern im Winter gesammelt. Kolorierter Holzschnitt aus einer Straßburger Ausgabe des Kräuterbuchs von Hieronymus Bock (1498-1554), 1630. (Museum Wald und Umwelt, Ebersberg, Inv.-Nr. ebe2387)

Im 14. Jahrhundert verschafften Hungersnöte und Pestwellen dem Wald eine "Atempause". Die Bevölkerungszahl schrumpfte, Wüstungen entstanden, der Wald eroberte einen Teil des verlorengegangenen Terrains zurück. Ab Mitte des 15. Jahrhunderts setzte die demografische Expansion wieder ein. Der Nutzungsdruck stieg erneut. Zahlreiche Wälder mussten nun neben den Ansprüchen der lokalen Bevölkerung verstärkt regionale oder überregionale Bedürfnisse befriedigen. Diese Veränderung spiegelt sich wider in den Holz(abgabe)-, Wald-, Forst- und Dechelordnungen, die seit Mitte des 15. Jahrhunderts vereinzelt, vom 16. Jahrhundert an häufig erlassen wurden.

Da sich der Transport von Holz auf dem Landweg bis zum Eisenbahnbau nur über kurze Entfernungen lohnte, waren es vor allem die an Flüssen gelegenen Wälder, deren Holz und Holzprodukte per Floß auf stromab gelegene Märkte gelangten. Die Wälder des Isarwinkels z. B. versorgten München, Freising und Landshut nicht nur mit Stamm- und Schnittholz, sondern auch mit Holzkohle, gebranntem Kalk und Ziegeln. Der Weilhart- und der Henhartforst im Innviertel (bis 1779 bayerisch) lieferten ihre Produkte über Salzach, Inn und Donau bis nach Linz und Wien. Der Frankenwald trug zur Versorgung der Main abwärts gelegenen Städte bei. Andere Waldgebiete wurden in hohem Maße von dort ansässigen, für den Export arbeitenden Industrien beansprucht, so die Wälder um Reichenhall, Berchtesgaden (beide Lkr. Berchtesgadener Land) und später Traunstein von Salinen, die der Herrschaft Hohenaschau (Gde. Aschau i. Chiemgau, Lkr. Rosenheim) und der Oberpfalz vom Eisengewerbe oder der Bayerische Wald von Glashütten, die, wenn das Holz in ihrem Umfeld verbraucht war, weiterzogen. Selbst ein so verkehrsungünstig gelegener Wald wie der Ebersberger Forst diente nicht allein dem Eigenbedarf der Anrainer. Bauern und Häusler fällten über ihren Eigenbedarf hinaus Holz, um es auf die nahegelegenen Märkte Grafing, Markt Schwaben (beide Lkr. Ebersberg) oder Erding zu bringen. Vor Ort gemästete Schweine wurden - wie die anderer bayerischer Wälder auch - ins Rheinland getrieben und dort verkauft.

Indem Angehörige bäuerlicher und unterbäuerlicher Schichten Bäume für den Verkauf fällten, ans Wasser brachten und zu Verbrauchern flößten, indem sie Kohlen, Kalk und Ziegel brannten, indem sie drechselten, pechelten und Schweine mästeten, nutzten sie entstehende Marktchancen. Sie schufen sich neue, auf dem Wald gründende Nahrungsstellen. Der Erfolg, den sie damit hatten, weckte die Begehrlichkeit der Grundherren. Diese versuchten, über ihre Ordnungen regulierend einzugreifen, auf das verkaufte Holz Abgaben zu erheben oder den Verkauf selber in die Hand zu nehmen.

Für das grund- oder landesherrliche Personal, das die Wälder vor Ort beaufsichtigte, finden sich in den Quellen die unterschiedlichsten Bezeichnungen: Im Mittelalter ist meist von "forestarii" oder "Huetleuten" die Rede, in der frühen Neuzeit von Forstknechten, Überreitern, Förstern, Jaidsbedienten oder Jägern. Ihre wichtigsten Aufgaben waren, Waldfrevler zu pfänden und anzuzeigen, die "Beholzung" der Untertanen zu überwachen und Wild für die Hofküche zu erlegen. Dass sie über den Zugang zu den für die Bevölkerung so lebenswichtigen Waldressourcen wachten, verschaffte ihnen vor Ort große Macht. Die Forst- oder Jaidsbedienten wurden aber nur unzureichend entlohnt und wenig kontrolliert. Das erklärt ihre hohe Anfälligkeit für Bestechung und Betrügereien. Ihr Amtsmissbrauch, über den die Quellen ständig klagen, war keine persönliche Schwäche, sondern systemimmanent.

In seiner 1568 erlassenen, bis um 1800 gültigen "Bayerischen Vorstordnung" erklärt Herzog Albrecht V. (reg. 1550-1579) zwar, die Wälder des Landes schützen und ihren Zustand heben zu wollen. Ein Blick auf die einzelnen Bestimmungen zeigt jedoch, dass es ihm vor allem um ein Ausbalancieren sämtlicher Interessen ging und der Waldschutz meist hintan gestellt wurde: Alle Haushalte sollten das Holz, das sie benötigten, Handwerk und Gewerbe, die Rohstoffe, auf die sie angewiesen waren, erhalten. Die Landwirtschaft sollte, um das Land mit Lebensmitteln versorgen zu können, ihre althergebrachten Waldnutzungen fortführen. Nur was übermäßig erschien oder dem bisherigen Gebrauch zuwider lief, wurde verboten. Nicht zuletzt diente die Ordnung auch den Eigeninteressen des Landesherrn: Seine eigenen Wälder sollten höhere Erträge abwerfen, die von ihm festgelegten Regeln auch für die Wälder anderer Grundherrn gelten und alle Untertanen im Stande sein, die geforderten Abgaben und Steuern zu entrichten.

17. und 18. Jahrhundert

Im 18. Jahrhundert nahm die Übernutzung von Wäldern, insbesondere solcher in der Nähe von Siedlungen oder "holzfressenden" Gewerben, bedrohliche Ausmaße an. Aufgeklärte Zeitgenossen warnten vor einer allgemeinen Holznot und Energiekrise. Schloss Zeil mit Umgebung, undatierter Kupferstich, Augsburg, Verleger Wolff, 17. Jh. (Waldburg-Zeil'sches Gesamtarchiv Schloß Zeil)
Der Text oben rechts im Bild lautet: "Ein melirter Ort, der zu einem Tannen Orte soll gezogen werden." Ein "melirter Ort" ist ein Mischwald. Mit Tannen wurden damals allgemein Nadelbäume bezeichnet. Die Tafel zeigt, wie ein Mischwald in eine Nadelholzmonokultur umzuwandeln ist. Das damalige forstliche Ideal war also dem heutigen genau entgegengesetzt. Abb. aus: Johann Andreas Cramer, Anleitung zum Forst-Wesen, Braunschweig 1766 (Museum Wald und Umwelt, Ebersberg, Inv. ebe177)

Handgezeichnete Karten und Waldbeschreibungen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zeigen: Übermäßige Holzentnahme, Überweidung, Verbiss und kurzzeitiger Waldfeldbau hatten in siedlungsnahen, intensiv genutzten Wäldern zahlreiche Kahlflächen entstehen lassen. Weite Teile von ihnen waren aufgelichtet wie eine Savanne. Für die massive Verschlechterung des Waldzustandes gibt es ein ganzes Bündel von Ursachen: Der fortgesetzte, vom Dreißigjährigen Krieg nur kurzzeitig unterbrochene Bevölkerungsanstieg ließ die Zahl der Verbraucher weiter zunehmen. Die Einführung stehender Heere bzw. ihr Bedarf an Ausrüstung und die umfangreiche Bautätigkeit von Kirche und Staat (barocke Kirchen, Klöster, Schlösser) steigerten die Nachfrage nach Produkten der 'holzfressenden' Gewerbe (Metallverhüttung und Verarbeitung, Kalk- und Ziegelbrennen, Glasherstellung). Die prachtvollen Hofjagden erforderten einen stark überhöhten Wildbestand und sorgten damit für massive Verbissschäden.

Der schlechter werdende Zustand der Wälder und das Schrumpfen der Holzvorräte rief im 18. Jahrhundert aufgeklärte Beamte und Wissenschaftler auf den Plan. Sie warnten vor einer bevorstehenden Holznot und forderten ein nachhaltiges Wirtschaften: Damit stets genug Holz vorhanden sei, dürfe immer nur so viel geerntet werden, wie zur gleichen Zeit nachwachse. Anstatt den Wald wie bisher weitgehend sich selbst zu überlassen, seien die Bäume nach einem langfristig ausgerichteten Plan jeder seiner Art gemäß zu säen, zu pflanzen, zu pflegen und zu ernten. Propagiert wurde auch die Umwandlung der überkommenen Mischwälder in Nadelholzmonokulturen. Denn die gerade wachsende Fichte eignet sich besser zum Bauen und liefert in derselben Zeit drei mal so viel Nutzholz wie die Buche.

Die angestrebte Nachhaltigkeit erforderte Voraussetzungen, die es erst einmal zu schaffen galt. Unabdingbar war die genaue Kenntnis des Vorhandenen. Die Wälder mussten vermessen, kartiert und mittels eines Netzwerks von Wegen oder Geräumtern (Schneisen) in viele kleine Einheiten oder Schläge unterteilt werden. Für jeden Schlag konnte man dann die Bodenqualität und die darauf stockenden Bäume (Art, Alter, Zustand) erfassen. Begonnen wurde in Bayern mit diesen Maßnahmen nach Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Durchführung zog sich allerdings bis weit ins 19. Jahrhundert hin. Unentbehrlich für ein nachhaltiges Wirtschaften war auch entsprechend ausgebildetes Personal sowie eine Forstverwaltung, die dem Einfluss des Obristjägermeisters entzogen war. 1789 wurden in Altbayern 20 Forstmeisterämter eingerichtet und der direkten Aufsicht einer obersten Forstbehörde unterstellt; 1790 wurde in München die erste forstliche Lehranstalt eröffnet. An die Stelle von Forstleuten, die lediglich eine Lehre absolviert und dabei viel über Jagd, aber kaum etwas in Waldbau und Forstbotanik gelernt hatten, traten nach und nach gut geschulte und ausreichend besoldete Beamte.

Zu einer gezielten Umgestaltung des Waldes kam es bis 1800 in Bayern nur in wenigen Ausnahmen: etwa dort, wo die Holzversorgung von Salinen und Bergwerken stockte, oder in den Nürnberger Reichswäldern. Hier wurde bereits im späten Mittelalter Nadelholz gesät und damit die Umwandlung in reine Kiefernbestände vorangetrieben. Niederwälder gab es ebenfalls schon im Mittelalter. Sie wurden angelegt, um in kurzer Zeit viel Holz zu produzieren. Man hieb dazu Laubbäume in 30-50 cm Höhe ab ("setzte sie auf den Stock"). Aus den Stöcken schlugen im nächsten Frühjahr ganze Bündel rasch wachsender Triebe aus. Sie konnten nach acht oder mehr Jahren als Brennholz, Pfosten und Gerbstoff (für diesen Zweck war Eichenrinde besonders gefragt) abgeerntet werden. Das Vorgehen ließ sich - je nach Baumart - mehr oder weniger oft wiederholen.

Auch die Nutzung, die weder säte noch pflanzte, hat den Wald verändert: Da Eichen für die Schweinemast unentbehrlich waren, wurden sie frühzeitig von Weistümern und Waldordnungen unter Schutz gestellt. Ihr Anteil nahm im Laufe der Jahrhunderte zu. Nadelhölzer waren wegen ihres geraden Wuchses zum Bauen gut geeignet und damit begehrt. Ihr Anteil ging deshalb lange Zeit zurück. Im 17. und 18. Jahrhundert ließ allerdings die übermäßige Entnahme von Biomasse den Waldboden verarmen. Das verschaffte der weniger anspruchsvollen Fichte Vorteile gegenüber den Laubhölzern. Begünstigt wurde sie außerdem dadurch, dass sie dem Wild und Weidevieh weniger mundete und daher kaum verbissen wurde. Die Ausbreitung der Fichte war bereits im Gang, als mit der planvollen Anlage von Nadelholzmonokulturen begonnen wurde.

19. und 20. Jahrhundert

Im Vordergrund des Titelbildes ein stark aufgelichteter Laubwald, wie er den Bedürfnissen der Landwirtschaft und der höfischen Jagd entsprach. Mit seinen vielen Grasplätzen und Mastbäumen (fruchttragenden Eichen und Buchen) bot er dem Weidevieh und dem Wild reichlich Nahrung. Im Hintergrund der damalige Wald der Zukunft: eine Monokultur aus schnell und gerade wachsenden Fichten, die vor allem Bauholz lieferten. Kolorierter Frontispiz von: C. J. von Sierstorff, Über die forstmässige Erziehung ... der vorzüglichsten inländischen Holzarten. 1. Band , Hannover 1796. (Museum Wald und Umwelt, Ebersberg)
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Ausbildung der Forstleute auf eine neue Basis gestellt. Wer in den Staatsdienst aufgenommen werden wollte, musste eine der neugegründeten Forstschulen besuchen und eine Prüfung ablegen. Die Kupferstiche zeigen Forstbeamte bei der Waldbegehung (links) und bei der Waldvermessung (rechts). Frontispiz und Titelblatt von: G. Weinberger / G. A. Däzel, Lehrbuch für die pfalzbaierischen Förster. 1. Band, München 1788. (Museum Wald und Umwelt, Ebersberg)
Fichtenmonokulturen waren und sind noch immer prädestiniert für die massenhafte Ausbreitung bestimmter Insekten. So wurde z. B. von 1889 bis 1891 ca. ein Drittel des Ebersberger Forstes von den Raupen des Nonnenfalters kahl gefressen und musste abgeholzt werden. (Museum Wald und Umwelt, Ebersberg)
Holzabfuhr im Bayerischen Wald. Abb. aus: Das Bayerland. Illustrierte Wochenschrift für Bayerns Land und Volk, 26. Jg., Nummer 9/10, 5. Dezember 1914. (Bayerische Staatsbibliothek, 4 Bavar. 198 ta-26)

Die im 18. Jahrhundert eingeleiteten Maßnahmen wären gescheitert, wäre der Wald nicht im 19. Jahrhundert von Ansprüchen, die er bis dahin erfüllen musste, entlastet worden.

  • Das gilt erstens für seine Rolle als Energielieferant. Bis zur Industrialisierung wurde ca. 90 % des geernteten Holzes als Brennstoff verbraucht. Mit der Einführung neuer Technologien wie der Umstellung der Metallverhüttung von Holz- auf Steinkohle bzw. Koks und mit der massenhaften Ausbeutung der "unterirdischen Wälder" (fossilen Energieträger) schrumpfte dieser Anteil auf wenige Prozent.
  • Zweitens wurde die Jahrtausende alte enge Verflechtung von Landwirtschaft und Wald aufgelöst. Der Übergang von der Dreifelder- zur Fruchtwechselwirtschaft erlaubte den Anbau von Futterpflanzen und die Ausweitung der Wiesen. Damit konnte auf Waldweide und Laubheu verzichtet werden. Der nach Mitte des 19. Jahrhunderts zunehmende Einsatz von Kunstdünger machte den ständigen Transfer von Biomasse in Form von Einstreu (trockenem Laub, Nadeln, Moos) vom Wald in die Ställe und von dort zusammen mit den Ausscheidungen der Tiere auf die Äcker überflüssig.
  • Aus dem Wald verbannt wurden schließlich auch Handwerk und Gewerbe. Mit den Fortschritten der chemischen Industrie lösten synthetische Erzeugnisse Naturprodukte wie Gerbstoff, Harz oder Pottasche ab.

Der veränderte Umgang mit dem Wald zeigte sich auch in der Begrifflichkeit: Seit alters her Selbstverständliches wie Waldweide, Streurechen, Pecheln und Rindenschälen erklärte die aufstrebende Forstwirtschaft zur "Nebennutzung". Die Wälder seien – so die Reformer – von dergleichen Berechtigungen zu "purifizieren". Ihre Besitzer sollten uneingeschränkt über sie verfügen.

Waldumbau, Modernisierung der Landwirtschaft und Industrialisierung griffen keineswegs harmonisch ineinander. Das Zurückdrängen der "Nebennutzungen" forderte insbesondere von den ländlichen Unterschichten Opfer. Sie verloren mit den überkommenen Waldrechten Brennmaterial, Viehfutter, Dünger, Roh- und Werkstoffe, die am Markt zu kaufen sie sich nicht leisten konnten. Da selbst das Holzlesen verboten wurde, entwickelte sich Holzdiebstahl zu einem Massendelikt. In dem Maße, in dem der Wald aus den lokalen Wirtschaftskreisläufen herausgelöst wurde, büßten die Ärmsten ihre Lebensgrundlage teilweise oder gänzlich ein. Vielen blieb nichts anderes, als in die Städte abzuwandern.

Die "Purifikation" wurde – auch aus sozialen Rücksichten – weder in letzter Konsequenz durchgeführt, noch wurden alle Wälder umgebaut. Es entstand aber auf weiten Flächen eine neue Art von Wald. Um nachhaltig wirtschaften zu können, bediente man sich dabei der Unterteilung in Schläge. Um z. B. 100-jährige Fichten zu produzieren, holzte man jedes Jahr einen von 100 Schlägen ab und bepflanzte einen anderen neu. Der Wald wurde also wie ein Acker behandelt, nur dass die Produktionszyklen sich nicht auf ein Jahr beschränkten, sondern "Umtriebszeiten" von 80, 100 oder mehr Jahren umfassten. Diese Veränderung markiert einen ähnlich tiefen Einschnitt in das Verhältnis Mensch-Wald wie der Übergang zum Ackerbau in der Jungsteinzeit. Jahrtausende lang hatte der Mensch zwar Felder bestellt, im Wald war er jedoch Jäger und Sammler geblieben. Er hatte ihm lediglich Holz und andere Rohstoffe sowie Nahrung für seine Haustiere und sich selbst entnommen. Die Vielfalt an Bedürfnissen, denen der Wald genügen musste, hatte ihre Entsprechung gehabt im Miteinander krummer und gerader Bäume verschiedenster Art und verschiedensten Alters. Auf den neuen Holzplantagen hingegen waren die Baumarten entmischt. Es wuchs nur noch eine Art, meist die Fichte, säuberlich in Alterklassen getrennt empor. Der Wald hatte vor allem gerade gewachsenes, gut zu bearbeitendes Bau- und Werkholz zu liefern. Er war ebenfalls zum Acker geworden.

Die klare Scheidung von Land- und Forstwirtschaft veränderte auch das Landschaftsbild. In vormoderner Zeit waren einem unregelmäßigen Waldrand meist einzelne Baumgruppen, Bäume und Sträucher vorgelagert und weit in der Feldflur noch kleine Gehölze zu finden. Im 19. Jahrhundert traten an die Stelle solch fließender Übergänge wie mit der Schnur gezogene Grenzen.

Die Nadelholzmonokulturen entsprachen zwar den Bedürfnissen der rasch wachsenden Industrien und der Städte, erwiesen sich aber in ihrer Artenarmut als ökologisch höchst labil. Massenhafter Schädlingsbefall und Windwürfe richten in ihnen bis heute immer wieder immense Schäden an. Diese beeinträchtigen nicht nur die Holzproduktion, sondern auch die anderen "Waldfunktionen". Gemeint sind damit die Dienstleistungen, die die modernen Industriegesellschaften dem Wald in immer höherem Maße abverlangen. Zu ihnen zählen seine Nutzung als Freizeit- und Erholungsraum, das Abpuffern von Klimaextremen, die Regulierung des Wasserhaushaltes, das Binden des Treibhausgases Kohlendioxyd und vor allem das Herausfiltern von Schadstoffen aus der Luft.

Was aus dem Wald verbannt und industrialisiert wurde (Energieproduktion, Landwirtschaft, Rohstoffgewinnung) kehrt zurück in Form von Luftschadstoffen und Belastungen im Grundwasser. Auf die seit den 1980er Jahren zu beobachtenden neuartigen Waldschäden ("Waldsterben") reagiert die Forstwirtschaft mit einem Rückbau der Nadelholzmonokulturen in naturnähere Mischwälder. Diese halten den Schadstoffen besser stand und sind ökologisch weniger labil. Neuerdings sucht man auch durch das Einbringen von Baumarten, die höhere Temperaturen vertragen, dem Klimawandel zu begegnen. Mit dem Ausstoß von Treibhausgasen und der dadurch verursachten Erderwärmung greift der Mensch allerdings in Rahmenbedingungen ein, die früher zu den natürlichen Voraussetzungen zählten. Sein Einwirken auf den Wald hat damit eine historisch neue Dimension erreicht. Ob er damit umgehen kann, wird die Zukunft zeigen.

Literatur

  • Rainer Beck, Ebersberg oder das Ende der Wildnis. Eine Landschaftsgeschichte, München 2003.
  • Stefan von Below/Stefan Breit, Wald - von der Gottesgabe zum Privateigentum. Gerichtliche Konflikte zwischen Landesherren und Untertanen um den Wald in der frühen Neuzeit, Stuttgart 1998.
  • Maximilian Böhm, Stadt & Wald. Ingolstadt und seine Waelder. Dokumentation und Begleitkatalog zur gleichnamigen Ausstellung 8.5.2008-31.10.2008, Bauerngeraetemuseum Hundszell/Stadtmuseum Ingolstadt (Dokumentation zur Stadtgeschichte 9), Ingolstadt 2009.
  • Ursula Breymayer/Bernd Ulrich (Hg.), Unter Bäumen. Die Deutschen und der Wald (Ausstellungskatalog), Dresden 2011.
  • Winfried Freitag, Landbevölkerung, Forstpersonal und 'gute Waldordnung' in der "Bayerischen Vorstordnung" von 1568, in: Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie 55 (2007), 32-57.
  • Bernd-Stefan Grewe, Der versperrte Wald. Ressourcenmangel in der bayerischen Pfalz (1814-1870), Köln u. a. 2004.
  • Karl Hasel/Ekkehard Schwartz, Forstgeschichte. Ein Grundriß für Studium und Praxis, Remagen 3. verbesserte Auflage 2006.
  • Gerhard Hetzer u. a. (Bearb.), WaldGeschichten. Forst und Jagd in Bayern 811-2011. Ausstellung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, München, 31. März bis 31. Mai 2011 und Freilichtmuseums Glentleiten, 3. Juli bis 11. November 2011 (Ausstellungskataloge der Staatlichen Archive Bayerns 54), München 2011.
  • Richard Hölzl, Umkämpfte Wälder. Die Geschichte einer ökologischen Reform in Deutschland 1760-1860, Frankfurt am Main/New York 2010.
  • Martin Knoll, Umwelt - Herrschaft - Gesellschaft. Die landesherrliche Jagd Kurbayerns im 18. Jahrhundert, St. Katharinen 2003 (Diss. Univ. Regensburg).
  • Hansjörg Küster, Geschichte des Waldes. Von der Urzeit bis zur Gegenwart, München 1998.
  • Sönke Lorenz, Der Königsforst (forestis) in den Quellen der Merowinger- und Karolingerzeit. Prolegomena zu einer Geschichte der mittelalterlichen Nutzwälder, in: Dieter R. Bauer u. a. (Hg.), Mönchtum – Kirche – Herrschaft 750-1000, Sigmaringen 1998, 261-285.
  • Joachim Radkau, Holz. Wie ein Naturstoff Geschichte schreibt, München 2007.
  • Werner Rösener, Der Wald als Wirtschaftsfaktor und Konfliktfeld in der Gesellschaft des Hoch- und Spätmittelalters, in: Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie 55 (2007), 14-31.
  • Heinrich Rubner, Der Baumartenwandel in den Forsten der Münchner Schotterebene während der geschichtlichen Zeit, in: Mitteilungen der geographischen Gesellschaft in München 44 (1959), 9-36.
  • Heinrich Rubner, Gedanken zu einer forstgeschichtlichen Bibliographie für Bayern, in: Forstliche Forschungsberichte München 152 (1995), 84-106 (hier die bis 1995 erschienene Literatur).
  • Winfried Schenk, Waldnutzung, Waldzustand und regionale Entwicklung in vorindustrieller Zeit im mittleren Deutschland. Historisch-geographische Beiträge zur Erforschung von Kulturlandschaften in Mainfranken und Nordhessen (Erdkundliches Wissen 117), Stuttgart 1996.
  • Elisabeth Vavra (Hg.), Der Wald im Mittelalter. Funktion - Nutzung - Deutung (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 13/2), Berlin 2008 (hier 8-11 eine Auswahlbibliographie).
  • Hans-Heinrich Vangerow, Vom Stadtrecht zur Forstordnung. München und der Isarwinkel bis zum Jahr 1569, München 1976.
  • Helge Walentowski u. a., Handbuch der natürlichen Waldgesellschaften Bayerns, Freising 2004.
  • Elisabeth Weinberger, Waldnutzung und Waldgewerbe in Altbayern im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert (Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Beihefte 157), Stuttgart 2001.
  • Jeffrey K. Wilson, The German Forest. Nature, Identity, and the Contestation of a National Symbol, 1871-1914 (German and European Studies 11), Toronto/Buffalo/London 2012.
  • Thomas Zotz, Beobachtungen zu Königtum und Forst im früheren Mittelalter, in: Werner Rösener (Hg.), Jagd und Höfische Kultur im Mittelalter, Göttingen 1997, 95-122.

Quellen

Weiterführende Recherche

Externe Links

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Empfohlene Zitierweise

Winfried Freitag, Wald, Waldnutzung, publiziert am 25.01.2012; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Wald,_Waldnutzung> (18.08.2018)