Klosterneugründungen Ludwigs I.

von Ernst Schütz

Klosterneugründungen König Ludwigs I. in Bayern. (Gestaltung: Laura Niederhoff)

Eines der wichtigen Anliegen König Ludwigs I. (1786–1868; reg. 1825–1848) war die Wiederherstellung der säkularisierten Klöster sowie die Ansiedlung neuer Orden in allen Teilen des Königreichs Bayern. Während seiner Regierungszeit ließ er von 23 Orden über 130 Klöster wiedererrichten oder neu begründen. Er zielte damit auf eine erneuerte Verankerung der katholischen Frömmigkeit in der Bevölkerung sowie auf die Stützung eines leistungsfähigen Fürsorge-, Seelsorge- und Bildungswesens in staatlichem Auftrag. Das Klosterwesen erhielt dadurch ein spezifisch neues Gepräge, das durch die von der Aufklärung geforderte Nützlichkeitserwägung bestimmt war.

Ausgangslage: Klöster in Bayern nach der Säkularisation

Mit dem Frieden von Lunéville vom 9. Februar 1801 und dem Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 war die rechtliche Grundlage für die Abwicklung des Reichskirchensystems und die Säkularisation der Klöster gelegt worden. In Bayern machten gemäß Kabinettsorder vom 25. Januar 1802 die nicht-landständischen Ordenshäuser beiderlei Geschlechts den Anfang, allen voran die Bettelorden der franziskanischen Ordensfamilie, der Karmeliten, Augustinereremiten und Dominikaner, gefolgt im März 1803 von den landständischen Klöstern der Benediktiner(innen), Augustiner-Chorherren, Prämonstratenser, Zisterzienser(innen), Kartäuser (Abtei Prüll bei Regensburg), Klarissen (Angerkloster München) und Birgitten, sowie schließlich seit 1806 des Deutschen Ordens und 1808 auch des zuletzt unter Kurfürst Karl Theodor (1724–1799, Kurfürst von der Pfalz 1742–1777, Kurfürst von Pfalzbayern 1777–1799) noch massiv protegierten Malteserordens. Diese Maßnahmen waren ebenso in den durch Bayern neu erworbenen Gebieten in Schwaben und Franken zur Anwendung gekommen, so dass sich das seit 1806 bestehende Königreich nach dem Wiener Kongress als ein weitestgehend säkularer Staat präsentierte.

Dabei war Bayern auch weiterhin kein Land ohne Klöster: Während einige wenige von ihnen (wie z.B. die Oratorianer in Aufhausen [Lkr. Regensburg] oder das sich als exterritorial definierende Schottenkloster zu Regensburg) der Auflösung komplett entgangen waren, durften vereinzelte Häuser zunächst als „Aussterbeklöster“ weiterbestehen, in denen weiterhin Ordensleute verbleiben, aber keine Novizen mehr aufgenommen werden durften. Teilweise wurden die verbliebenen Ordensleute auch durch die Behörden in einzelne „Zentralklöster“ geschickt, wo sie ihren Lebensabend verbringen sollten. Nach dem Wiener Kongress (1814–1815) kam es 1817 zum Abschluss eines Konkordats mit Papst Pius VII. (1742–1823, Papst 1800–1823), welches neben anderem die Klosterfrage neu regelte: In Artikel VII des Konkordats ist die Wiedererrichtung einiger Männer- und Frauenklöster „entweder zum Unterrichte der Jugend in der Religion und den Wissenschaften, oder zur Aushülfe in der Seelsorge, oder zur Kranken-Pflege“ mittels staatlicher Unterstützung und Dotation vorgesehen, womit das Ordensleben – freilich in verpflichtender Kombination mit der Nützlichkeitsdoktrin des Aufgeklärten Absolutismus – eine Neulegitimierung erfuhr.

Restitution und Neubeginn ab 1825

Während der letzten Regierungsjahre Max I. Josephs (1756–1825, Kurfürst von Pfalzbayern 1799–1805, König von Bayern 1806–1825) blieb diese Bestimmung unberücksichtigt. Erst mit der Thronbesteigung Ludwigs I. gelangte sie zur Anwendung, um dafür fortan konsequent umgesetzt zu werden. Am 17. Dezember 1825 erfolgte hierfür die Errichtung des Obersten Kirchen- und Schulrats im Innenministerium unter Leitung von Ministerialrat Eduard von Schenk (1788–1841). Im Gegensatz zu seinem der Aufklärung verpflichteten Vater, folgte der junge König dabei einer zutiefst religiösen Weltanschauung. Für den Schüler der Theologen Anton Sambuga (1752–1815) und Johann Michael Sailer (1751–1832) waren es deshalb nicht ausschließlich Nützlichkeitserwägungen, die ihn – weit über seine eigentliche Regierungszeit hinaus – zur Wiederbelebung klösterlichen Lebens in Bayern veranlassten. Er war geprägt von einer tiefen persönlichen Frömmigkeit und überzeugt, damit auch einen Beitrag zum Bestand der staatlichen Verhältnisse sowie der Monarchie von Gottes Gnaden zu leisten.

Umgehend konnten die von Ludwig I. als besonders volksnah erachteten Franziskaner und Kapuziner wieder mit der Aufnahme von Novizen beginnen, aufgelassene Klöster neu besiedeln sowie gänzlich neue Konvente für die Wallfahrtsseelsorge errichten – in Franken ebenso wie in Altbayern, auf dem Lande nicht minder als in den Städten (siehe Liste). Wo ehemalige Klostergebäude bereits an Privatleute verkauft oder abgerissen worden waren, wurden teils die Baulichkeiten anderer aufgelöster Gemeinschaften übernommen (z.B. das ehem. Hieronymitenkloster St. Anna im Münchner Stadtteil Lehel durch die Franziskaner) oder an anderer Stelle komplette Neubauten errichtet. So wurde z.B. als Ersatz für das abgebrochene Münchner Kapuzinerkloster, welches sich am heutigen Lenbachplatz befand, zwischen 1845 und 1858 ein neues Kloster in der südlichen Isarvorstadt erbaut.

Seit 1826 durfte die Klostergemeinschaft der Servitinnen in der Herzogsspitalkirche, die als einzige in der Landeshauptstadt die Säkularisation überstanden hatte, wieder Nachwuchs aufnehmen, ebenso das Karmelitinnenkloster St. Maria Magdalena in Würzburg. Es folgten bis 1829 z.B. die Kongregation der Dillinger Franziskanerinnen, die Konvente der Dominikanerinnen in Augsburg, der Englischen Fräulein in Burghausen (Lkr. Altötting), der Ursulinen in Landshut sowie der Elisabethinerinnen in Azlburg bei Straubing. 1831 konnten die Salesianerinnen von Indersdorf (Lkr. Dachau) einen Neuanfang in Dietramszell (Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) wagen und auch die Barmherzigen Brüder in Neuburg an der Donau nahmen ihr Ordensleben auf ein königliches Dekret hin wieder auf. Den Reigen der wiedererstandenen Orden schließen die Birgitten, die ab 1842 in Altomünster (Lkr. Dachau) ebenfalls wieder Neueintritte verzeichneten.

Wie sehr diese Maßnahmen dem persönlichen Willen des Königs entsprungen waren, zeigt sich v.a. daran, dass sie von etlichen führenden, vornehmlich liberal gesinnten Persönlichkeiten (z.B. Innen- und Finanzminister Joseph von Armansperg [1787-1853]) und der Majorität der Abgeordnetenkammer – insbesondere mit Blick auf die Bettelorden – kritisch betrachtet wurden und zum Teil sogar gegen den Widerstand vereinzelter Staatsbeamter auf allen Regierungsebenen durchgesetzt werden mussten. Um die im Konkordat vorgesehene Konsultierung des Heiligen Stuhls umgehen zu können, finanzierte sich die Klösterrestauration außerdem nicht aus der Staatskasse, sondern aus der Kabinettskasse Ludwigs I., aus Kultusstiftungen und aus Spenden.

Neue Orden

Porträt der seligen Maria Theresia von Jesu Gerhardinger, Gründerin des Ordens der armen Schulschwestern. Abb. aus: Leben der Ehrwürdigen Mutter Maria Theresia v. Jesu Gerhardinger, Gründerin und erste Generaloberin des Ordens der armen Schulschwestern de Notre Dame, München 1907. (Bayerische Staatsbibliothek, Bavar. 855 mu)

Die derart erneuerte Klosterlandschaft erweiterte sich um Orden, die zuvor in Bayern nicht ansässig waren bzw. im 19. Jahrhundert im Rahmen einer im katholischen Europa einsetzenden Ordensgründungswelle erst ins Leben gerufen wurden. Durch ihre Ansiedlung sollte nicht nur die Seelsorge zusätzlich gestützt, sondern auch die eigentlich staatliche Aufgabe der Krankenpflege und der Volksbildung gestärkt werden.

So berief Ludwig I. zum einen 1841 die Redemptoristen aus Österreich zur Wallfahrtseelsorge nach Altötting, von wo aus sie bis 1866 sieben weitere Klöster eröffneten, darunter 1858 im ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift Gars am Inn (Lkr. Mühldorf am Inn) (seit 1859 zur Oberdeutschen Provinz). Inwiefern sie als Ersatzwahl für die bereits 1773 durch Papst Clemens XIV. (1705–1774, reg. 1769–1774) aufgehobenen und erst 1814 durch Pius VII. (1742–1823, reg. 1800–1823) wieder zugelassenen Jesuiten zu gelten haben, deren Wiedereinführung der König aus gesellschaftspolitischen wie eigenen weltanschaulichen Gründen zu vermeiden suchte, muss dabei offen bleiben.

Nicht minder bedeutsam für o.g. Zwecke war der hier bis dahin unbekannte Orden der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul, deren erste Mitglieder Ludwig I. 1832 aus Straßburg (Frankreich) nach München kommen ließ. Hier übernahm der Orden das Allgemeine Krankenhaus, das 1813 anstelle der beiden bis 1809 von den Barmherzigen Brüdern und den Elisabethinerinnen betreuten Spitäler eröffnet worden war. Zum Zeitpunkt der Abdankung Ludwigs I. (1848) verfügte die bayerische Kongregation der Barmherzigen Schwestern (seit 1837 Mutterhaus in München) bereits über 16 Niederlassungen in Bayern. Mit den Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau, 1833 in Neunburg vorm Wald (Lkr. Schwandorf) von der Seligen Maria Theresia Gerhardinger (1797–1879) gegründet, bereicherte zudem ein aus dem Lande heraus erwachsener neuer Frauenorden das Königreich. 1839 kamen die Schulschwestern nach Au bei München (ab 1854 Stadtteil Münchens), woraufhin Ludwig I. ihre Niederlassung im Angerkloster anordnete, das bis 1804 dem Klarissenorden gehört hatte (seit 1855 Mutterhaus der Kongregation). Der Orden breitete sich sehr rasch mit zahlreichen Häusern bzw. Filialen innerhalb des Königreichs sowie auch in Württemberg, Schlesien, Böhmen und Österreich aus und widmete sich, in der Regel aufgrund von Bitten örtlicher Gemeinden, bis weit in das 20. Jahrhundert hinein der Mädchenbildung, insbesondere im ländlichen und kleinstädtischen Bereich.

Die Benediktiner

Das ganz besondere Augenmerk des Königs galt indes dem Orden des Heiligen Benedikt, den er schon als Kurprinz bei einem Besuch der Abtei St. Peter zu Salzburg ‒ welche auch nach dem vorübergehenden Anschluss des Salzachkreises an Bayern 1810 nicht aufgehoben wurde ‒ kennengelernt hatte. Der Neubeginn erwies sich jedoch als schwierig, da die Männerklöster dieses dezentral organisierten Prälatenordens (mit Ausnahme der ehemaligen Reichsabtei Ottobeuren (Lkr. Unterallgäu), in der noch einige Ex-Benediktiner in Gemeinschaft lebten) 1803 komplett aufgelöst worden waren. Eine Umfrage unter den 293 noch lebenden ehemaligen Benediktinern des Landes ergab, dass nur elf von ihnen zur Wiederaufnahme des Ordenslebens bereit waren, sei es aus Altersgründen oder weil sie ihre sichere Existenz in der Pfarrseelsorge oder der Wissenschaft nicht mehr aufgeben wollten. Alle noch bestehenden Klostergebäude waren zudem vom Staat veräußert worden und dienten seither anderen Zwecken.

Die Möglichkeit zur Wiedereröffnung ergab sich schließlich in Metten (Lkr. Deggendorf) im Bistum Regensburg. Der Besitzer der Gebäude, Johann Baptist von Pronath auf Offenberg (1757‒1839), bot diese dem König für einen Neuanfang an, welcher 1830 unter der Auflage, eine Lateinschule (später ein Gymnasium) mitsamt Seminar einzurichten, mit zwei Patres gewagt wurde. Von zahlreichen Herausforderungen – nicht zuletzt einer unzureichenden Dotation und anfangs ungeeigneten Kandidaten – gekennzeichnet, wurde der Konvent des Mettener Priorats (seit 1840 Abtei) vom König zusätzlich in seine Pläne für weitere benediktinische Klöster einbezogen. Den Anfang machte 1835 St. Stephan in Augsburg, wo Ludwig I. den Ottobeurer Benediktiner Barnabas Huber (1778–1851) zum Gründungsabt bestimmt hatte. Fünf aus Metten „zwangsversetzte“ Patres hatten den anfangs aus 18 Mönchen aus österreichischen und schweizerischen Klöstern zusammengewürfelten Konvent mitzutragen, während Ottobeuren der neuen Abtei als Priorat zugeordnet wurde. 1838 initiierte Ludwig I., erneut mit Mettener Hilfe, die Wiedergründung des Klosters Scheyern (Lkr. Pfaffenhofen a.d.Ilm; seit 1842 Abtei), wo die Wittelsbacher ihre ursprüngliche Grablege hatten, sowie 1842 des Klosters Weltenburg (Lkr. Kelheim).

Zwei weitere Neugründungen konnten erst nach seiner Abdankung realisiert werden: 1850 die Abtei St. Bonifaz, München (mit dem Priorat Andechs [Lkr. Starnberg]), dessen Klosterkirche sich Ludwig I. als Grablege auserkor, sowie 1866 das Kloster Schäftlarn (Lkr. München). Für die Benediktinerinnen waren bereits 1835/36 die noch bestehenden Konvente Eichstätt und Frauenchiemsee (Lkr. Rosenheim) restituiert worden. Die ebenfalls der Benediktinerregel folgenden Zisterzienser wurden ausschließlich in ihrem weiblichen Zweig restituiert, nämlich in Seligenthal (Stadt Landshut) 1835 und in Oberschönenfeld (Lkr. Augsburg) 1836. Den Grund für die romantische Vorliebe Ludwigs I. für die Benediktiner wird man in deren Historizität und Altehrwürdigkeit zu suchen haben, die das politische Selbstverständnis des Königs unterstrichen. Im Falle Mettens etwa notierte er am Rande einer Eingabe Pronaths an ihn: „Was Karl der Große gegründet, wird Ludwig der Teutsche erhalten“ (zitiert bei: Wilhelm Fink, Besitzer des Schlosses Offenberg, 247).

Erneuerte oder neue Klosterlandschaft?

Bis 1848 war die Klosterlandschaft Bayerns im Wesentlichen neu erstanden, ähnlich wie etwa in den Königreichen Belgien und Frankreich – anders als dort jedoch nicht vorrangig als Ergebnis einer breiten monastischen Bewegung oder privater Initiativen (vgl. etwa Ferdinand Ludwig de Cooman [gest. 1823] in Erps-Kwerps [Belgien] als Gründer der „Dienstmägde Mariens“ oder Dom Prosper Guéranger OSB als Begründer einer liturgischen Bewegung in Solesmes [Frankreich]). Vom benachbarten Österreich wiederum unterschied sie sich dadurch, dass der Josephinismus die alte Ordenslandschaft nie gänzlich ausgelöscht hatte und dort vor allem die Regularkanoniker (Augustinerchorherren) eine starke Stellung behaupten konnten. Ebenso wie die einst landständischen Prämonstratenser und Zisterzienser blieben diese in Bayern von einer Restituierung vorerst ausgeschlossen, nicht minder die Dominikaner und die in Österreich seit 1829 wieder tätigen Jesuiten.

Kontinuität und Neuausrichtung halten sich in der Klosterpolitik des Königs, der sich als ein historisierender Modernisierer erweist, die Waage: Die erneuerten bzw. neu in Bayern eingeführten monastischen Lebensgemeinschaften dienten als „Staatsklöster“ (abwertend bei: Strodl, 181) dem Gemeinwohl in den Bereichen Seelsorge, Bildung und Krankenpflege und bildeten die Grundlage für weitere Neu- und Wiedergründungen der folgenden Jahrzehnte, wie die im pfälzischen Pirmasens beginnenden „Mallersdorfer Schwestern“ (1855/69), die Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu (1855/1901) in Oberzell (Lkr. Würzburg) oder die Benediktinerabteien Ettal (Lkr. Garmisch-Partenkirchen; 1900) und Niederaltaich (Lkr. Deggendorf; 1918). Weit über Bayern hinaus entfalteten sie schließlich, noch lange vor der Gründung der Missionsbenediktiner von St. Ottilien (Lkr. Landsberg a.Lech) (1884), ihre Tätigkeit für den 1838 errichteten Ludwig-Missionsvereins in den USA, wie z.B. P. Bonifaz Wimmer OSB (1809–1887) aus Metten in Pennsylvania (1846), die Armen Schulschwestern in Baltimore (1848) oder auch die Redemptoristen, die für das Jahr 1845 – wenn auch vorerst vergeblich ‒ die Eröffnung eines Missionshauses zur Heranbildung deutscher Amerikamissionare in Altötting anvisierten.

Neugegründete Klöster zwischen 1825 und 1848 in Bayern

(R = restituiert; WE = wiedererrichtet; NG = Neugründung an neuem Ort)

Neugründungen säkularisierter Männerklöster
Kloster Orden Jahr R / WE NG Kommentar
Neuburg a.d.Donau Barmherzige Brüder 1831 X
Straubing Barmherzige Brüder 1844 X im ehem. Franziskanerkloster
Metten Benediktiner 1830 X 1840 Abtei
Augsburg, St. Stephan Benediktiner 1835 X im ehem. Damenstift
München, St. Bonifaz Benediktiner 1850 X Abtei; Grundsteinlegung der Kirche bereits 1835
Priorat Ottobeuren Benediktiner 1835 X Wiederaufnahme von Nachwuchs, 1918 Abtei
Schäftlarn Benediktiner 1866 X 1866 Ankauf durch Ludwig I. von den Englischen Fräulein (1845 neugegründet) und Übergabe an Benediktiner
Scheyern Benediktiner 1838 X 1842 Abtei
Weltenburg Benediktiner 1842 X
Amberg, Maria Hilf Franziskaner 1832 X
Berchtesgaden Franziskaner 1835 X
Dettelbach (Lkr. Kitzingen) Franziskaner 1826 X
Dietfurt (Lkr. Neumarkt i.d.Opf.) Franziskaner 1827 X
Eggenfelden (Lkr. Rottal-Inn) Franziskaner 1832 X
Engelberg (Lkr. Miltenberg) Franziskaner 1828 X im ehem. Kapuzinerkloster
Freystadt (Lkr. Neumarkt i.d.OPf.) Franziskaner 1835 X
Füssen (Lkr. Ostallgäu) Franziskaner 1835 X
Gößweinstein (Lkr. Forchheim) Franziskaner 1825 X
Hammelburg (Lkr. Bad Kissingen) Franziskaner 1826 X
Ingolstadt Franziskaner 1827 X im ehem. Augustinereremitenkloster
Klosterlechfeld (Lkr. Augsburg) Franziskaner 1830 X
Kreuzberg (Lkr. Rhön-Grabfeld) Franziskaner 1826 X
Landshut Franziskaner 1835 X im ehem. Kapuzinerinnenkloster
Marienweiher (Lkr. Kulmbach) Franziskaner 1828 X
Miltenberg Franziskaner 1836 X
München, St. Anna im Lehel Franziskaner 1827 X im ehem. Hieronymitenkloster
Pfreimd (Lkr. Schwandorf) Franziskaner 1830 X Neubau an anderer Stelle
Scheinfeld-Schwarzenberg (Lkr. Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim) Franziskaner 1828 X
(Bad) Tölz Franziskaner 1827 X
Vierzehnheiligen (Lkr. Lichtenfels) Franziskaner 1839 X vorher Propstei des Zisterzienserklosters Langheim
Würzburg Franziskaner 1839 X
Altötting Kapuziner 1826 X im ehem. Franziskanerkloster
Augsburg Kapuziner 1843 X
Eichstätt Kapuziner 1826 X
Karlstadt (Lkr. Main-Spessart) Kapuziner 1836 X
(Bad) Königshofen i.Grabfeld (Lkr. Rhön-Grabfeld) Kapuziner 1826 X
München, St. Anton Kapuziner 1845 X Neubau an anderer Stelle
Neuötting (Lkr. Altötting) Kapuziner 1845 X im ehem. Franziskanerkloster
Türkheim (Lkr. Unterallgäu) Kapuziner 1830 X
Würzburg, Maria Heimsuchung (Käppele) Kapuziner 1839 X zuvor Hospiz und Wallfahrtskirche des Kapuzinerklosters in der Würzburger Innenstadt
Regensburg Karmeliten 1836 X
Reisach (Gde. Oberaudorf, Lkr. Rosenheim) Karmeliten 1837 X
Straubing Karmeliten 1841 X
Würzburg Karmeliten 1826 X Wiederaufnahme von Nachwuchs
Neugründungen säkularisierter Frauenkloster
Kloster Orden Jahr R/We NG Kommentar
Eichstätt Benediktinnerinnen 1835 X
Frauenchiemsee Benediktinnerinnen 1836 X
Altomünster Brigitten 1842 X
Augsburg Dominikanerinnen 1828 X
(Bad) Wörishofen Dominikanerinnen 1842 X
Donauwörth (Lkr. Donau-Ries) Dominikanerinnen 1839 X
Fremdingen (Lkr. Donau-Ries) Dominikanerinnen 1826 X
Landsberg a.Lech Dominikanerinnen 1845 X im ehem. Ursulinenkloster
Niederviehbach (Lkr. Dingolfing-Landau) Dominikanerinnen 1847 X
Regensburg Dominikanerinnen 1827 X
Straubing, Azlburg Elisabethinerinnen 1829 X
Neuburg a.d.Donau Elisabethinerinnen 1840 X
Altötting Englische Fräulein 1823 X
Bamberg Englische Fräulein 1827 X
Burghausen Englische Fräulein 1826 X
Günzburg Englische Fräulein 1825 X im ehem. Franziskanerinnenkloster
Schäftlarn Englische Fräulein 1845 X im ehem. Prämonstratenserkloster; 1866 aufgegeben und von Ludwig I. als Benediktinerkloster neugegründet
München, Nymphenburg Englische Fräulein 1835 X Verlegung aus der Stadt in den damaligen Vorort von München
Augsburg, Maria Stern Franziskanerinnen 1828 X
Dillingen Franziskanerinnen 1827 X
Ingolstadt, Gnadenthal Franziskanerinnen 1829 X
Kaufbeuren Franziskanerinnen 1831 X
Mindelheim (Lkr. Unterallgäu) Franziskanerinnen 1833 X
Mödingen (Lkr. Dillingen a.d.Donau) Franziskanerinnen 1843 X Neugründung des früheren Dillinger Konventes im ehem. Dominikanerinnenkloster
Reutberg (Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) Franziskanerinnen 1835 X
Würzburg Karmelitinnen 1826 X
Indersdorf Salesianerinnen 1831 X Verlegung nach Dietramszell (ehem. Augustiner Chorherren)
Pielenhofen (Lkr. Regensburg) Salesianerinnen 1838 X im ehem. Zisterzienserinnen-/Karmelitinnenkloster
München, Herzogsspital Servitinnen 1826 X
Landshut Ursulinen 1826 X
Straubing Ursulinen 1827 X
Würzburg Ursulinen 1826 X
Landshut, Seligenthal Zisterzienserinnen 1835 X
Oberschönenfeld Zisterzienserinnen 1835 X
Neugründungen von Männerklöstern neu eingeführter bzw. gegründeter Orden
Kloster Orden Jahr
Altötting Redemptoristen 1841
Vilsbiburg (Lkr. Landshut) Redemptoristen 1846
Neugründungen von Frauenklöstern neu eingeführter bzw. gegründeter Orden
Kloster Orden Jahr Kommentar
Aidenbach (Lkr. Passau) Arme Schulschwestern 1846
Amberg Arme Schulschwestern 1839
Au bei München Arme Schulschwestern 1839
Bärnau (Lkr. Tirschenreuth) Arme Schulschwestern 1847
Eggenfelden Arme Schulschwestern 1845
München, Giesing Arme Schulschwestern 1847 seit 1854 Stadtteil von München
Hahnbach (Lkr. Amberg-Sulzbach) Arme Schulschwestern 1842
Hohenthan (Lkr. Tirschenreuth) Arme Schulschwestern 1838
Ingolstadt Arme Schulschwestern 1842
Laufen (Lkr. Berchtesgadener Land) Arme Schulschwestern 1846
Lauterbach (Lkr. Dachau) Arme Schulschwestern 1843
München, Angerkloster Arme Schulschwestern 1841 ehem. Klarissenkloster; von Neunburg v.Wald übersiedelt; wurde Mutterhaus des Ordens
Neunburg vorm Wald Arme Schulschwestern 1833 Gründungshaus, zugunsten des Angerklosters in München aufgegeben
Oberschneiding (Lkr. Straubing-Bogen) Arme Schulschwestern 1847
Pfaffenhofen a.d.Ilm Arme Schulschwestern 1846
Pleystein (Lkr. Neustadt a.d.Waldnaab) Arme Schulschwestern 1842
Regenstauf Arme Schulschwestern 1841
Reisbach Arme Schulschwestern 1841
Schwarzhofen Arme Schulschwestern 1836
Spalt Arme Schulschwestern 1840
Stamsried Arme Schulschwestern 1845
Tölz Arme Schulschwestern 1843
Waging Arme Schulschwestern 1848
Wolfratshausen Arme Schulschwestern 1840
Amberg Barmherzige Schwestern 1846
Aschaffenburg Barmherzige Schwestern 1837
Augsburg Barmherzige Schwestern 1847
Donauwörth Barmherzige Schwestern 1846
Eichstätt Barmherzige Schwestern 1841
Erding Barmherzige Schwestern 1847
Ingolstadt Barmherzige Schwestern 1844
Landshut Barmherzige Schwestern 1835
Lichtenfels Barmherzige Schwestern 1848
München Barmherzige Schwestern 1832 Übernahme des Allgemeinen Krankenhauses
Neumarkt i. d. Oberpfalz Barmherzige Schwestern 1837
Neunburg v.Wald Barmherzige Schwestern 1842
Orb Barmherzige Schwestern 1840
Regensburg Barmherzige Schwestern 1837
Sünching Barmherzige Schwestern 1847
Tölz Barmherzige Schwestern 1843

Literatur

  • Marcel Albert, Ordensleben in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Kontinuität, Restauration und Neuanfänge, in: Erwin Gatz (Hg.), Klöster und Ordensgemeinschaften (Geschichte des kirchlichen Lebens in den deutschsprachigen Ländern seit dem Ende des 18. Jahrhunderts VII), Freiburg i.Br. 2006, 149-204.
  • Mary Anne Eder, Klosterleben trotz Säkularisation. Die Zentralklöster der Bettelorden in Altbayern 1802–1817 (Forschungen zur Volkskunde 56/Abteilung Kirchen- und Ordensgeschichte 3), Münster 2007.
  • Wilhelm Fink, Besitzer des Schlosses Offenberg (Fortsetzung), in: Heimatblätter für den Stadt- und Landkreis Deggendorf, Nr. 7/1962, 241-248, hier: 247.
  • Heinz Gollwitzer, Ludwig I. von Bayern. Königtum im Vormärz. Eine politische Biographie, München 1997.
  • Stephan Haering, Der König und seine Erneuerung der Klöster. Ein Beitrag zur Klosterpolitik Ludwigs I. von Bayern, in: Münchener Theologische Zeitschrift 69 (2018), 363-378.
  • Adolf Hahnl (Hg.), Abt Dominikus Hagenauer (1746‒1811) von St. Peter in Salzburg. Tagebücher 1786‒1810, 3 Bde. (Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige, Ergänzungsband 46), St. Ottilien 2009.
  • Michael Kaufmann, Säkularisation, Desolation und Restauration in der Benediktinerabtei Metten 1803–1840 (Entwicklungsgeschichte der Benediktinerabtei Metten 4), Metten 1993.
  • Birgitta Klemenz, Der König und sein Sankt Bonifaz, in: Münchener Theologische Zeitschrift 69 (2018), 347-362.
  • Peter Rummel, Die männlichen Ordensgemeinschaften, in: Walter Brandmüller (Hg.), Handbuch der bayerischen Kirchengeschichte, Bd. 3: Vom Reichsdeputationshauptschluss bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil, St. Ottilien 1991, 759-773.
  • Peter Rummel, Die weiblichen Ordensgemeinschaften, in: Ebd., 773-800.
  • Otto Weiß, Die Redemptoristen in Bayern (1790–1909). Ein Beitrag zur Geschichte des Ultramontanismus (Münchener Theologische Studien – Historische Abteilung 22), St. Ottilien 1983.
  • Hildegard Zellinger-Kratzl, 175 Jahre Barmherzige Schwestern in Bayern. 1832 bis 2007, München 2007.

Weiterführende Recherche

Quellen

Externe Links

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Empfohlene Zitierweise

Ernst Schütz, Klosterneugründungen Ludwigs I., publiziert am 16.12.2022; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Klosterneugründungen_Ludwigs_I.> (08.02.2023)





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