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Beziehungen zu Tirol (Spätmittelalter)

Die Herauslösung Tirols aus Bayern. (aus: Forcher, Bayern - Tirol, 2. Auflage 1993, 21).
Wappen Herzog Sigmunds von Tirol im Ortenburger Wappenbuch von 1466. (BSB Cod.icon. 308 u, fol. 57r)
Tiroler Wappen im Wappenbuch des Antonius Tirol 1495. (BSB Cod.icon. 310, fol. 24r)
"Erwerbung von Tyrol 1342." Wandbild im Gebäude des 1867 eröffneten Bayerischen Nationalmuseums (heute: Museum Fünf Kontinente). (aus: Karl von Spruner Die Wandbilder des Bayerischen National-Museums. Band I, München, 1868, Tafel 29. Abbildung aus dem Exemplar, das König Ludwig II. der Bayerischen Staatsbibliothek schenkte. [BSB Rar. 106])

von Josef Riedmann

Tirol löste sich vom 11. bis zum 13. Jahrhundert vom bayerischen Stammesherzogtum. In der Folge rivalisierten vor allem Wittelsbacher und Habsburger um das strategisch und wirtschaftlich wichtige Land (14. und 15. Jahrhundert). Die Habsburger erwiesen sich als stärkere Kraft. Erfolglos versuchten die Wittelsbacher mit vielgestaltigen Mitteln der Reichs-, Heirats- und Finanzpolitik sowie unter Einsatz kriegerischer Mittel, Tirol zurückzugewinnen. Sie konnten in Tirol keinen tragfähigen Rückhalt gewinnen und scheiterten auch am eigenen Selbstbewusstsein des Landes. Im Bereich der Kultur überwogen stets die Gemeinsamkeiten, die aus den engen Verbindungen der Länder herrührten. Die wirtschaftliche Verflechtung war intensiv; beide Seiten waren am Funktionieren der überregionalen Verkehrswege interessiert, vor allem in den oberitalienischen Raum.

Die Verselbständigung des Landes Tirol

Seit der Zeit der Agilolfinger gehörte der größere Teil der späteren Grafschaft Tirol zum bayerischen Herzogtum. Bereits mit der Übertragung von Grafschaftsrechten durch das Reichsoberhaupt an die Bischöfe von Trient und Brixen im 11. Jahrhundert lockerte sich diese Verbindung nachhaltig.

Die Gebiete im Tiroler Inntal westlich der Mündung des Zillers in den Inn sowie das Eisack- und Etschtal zusammen mit zahlreichen Seitentälern schieden im Laufe des 13. Jahrhunderts endgültig aus dem bayerischen Herzogtum aus. Vor allem die in diesem Bereich durch Graf Meinhard II. von Tirol-Görz (reg. 1258-1295) als eigenes Land begründete Grafschaft Tirol brachte die Ausbildung einer neuen Südgrenze Bayerns zum Abschluss. Der mit der Wittelsbacherin Elisabeth (um 1227-1273), der Witwe König Konrads IV. (reg. 1237-1254) und Mutter Konradins (1252-1268), vermählte Tiroler Landesfürst sorgte dafür, dass die Unabhängigkeit seines neugebildeten Territoriums vom Herzogtum Bayern auch durch König Rudolf I. (reg. 1273-1291) anerkannt wurde (Ulmer Spruch vom 25. Mai 1282). Graf Meinhard II. hatte das Land hauptsächlich auf Kosten der Rechte der Bischöfe geschaffen.

Die vereinzelt bis in das beginnende 14. Jahrhundert nachweisbaren Bestrebungen von bayerischer Seite, eine Zugehörigkeit des Bischofs von Brixen zum Land Bayern zu beanspruchen, entbehrten immer mehr einer realistischen Grundlage.

Rückgewinnungsversuche der Wittelsbacher im 14. Jahrhundert

Auch nach 1300 fehlte es nicht an Versuchen von Seiten der Wittelsbacher, die verlorenen Positionen im Süden wiederzugewinnen. Hinter diesen Bestrebungen standen nicht nur der Wille zu einer beträchtlichen Ausweitung der herzoglichen Macht und die Aussicht auf Einnahmen aus dem als reich geltenden Territorium.

Tirol bildete den geographischen und strategischen Schlüssel für alle bayerischen Ambitionen in Richtung Italien. Immerhin unterhielten die Wittelsbacher im 14. Jahrhundert enge verwandtschaftliche Beziehungen zu den damals führenden Geschlechtern in Oberitalien (della Scala, Visconti). Für die in dieser Periode durchaus aktuelle Italienpolitik auf Reichsebene wäre die direkte Kontrolle über die Verbindungen nach dem Süden von höchster Bedeutung gewesen.

Möglichkeiten, die Grafschaft Tirol zu erwerben, schienen sich für die Wittelsbacher seit den 1330er Jahren zu eröffnen, als die Tiroler Dynastie der Meinhardiner in männlicher Linie am Erlöschen war. Nach dem söhnelosen Tod Heinrichs von Tirol (reg. in Tirol ab 1295) im Jahr 1335 beanspruchte Kaiser Ludwig IV. der Bayer (reg. 1314-1347, als Kaiser seit 1328) als Reichsoberhaupt den nördlichen Teil der Grafschaft Tirol mit der Grenze beim späteren Franzensfeste für sein Haus. Am Widerstand der mit Johann-Heinrich von Luxemburg-Böhmen (reg. in Tirol 1335-1341) vermählten Tiroler Erbtochter Margarethe (Maultasch) (1318-1369) und auch der Bewohner des Landes scheiterte dieser Versuch der "Rückgewinnung".

Als jedoch Margarethe im Jahre 1341 ihren böhmischen Gemahl verstieß und im folgenden Jahr die Ehe mit dem Kaisersohn Herzog Ludwig V. von Bayern (reg. in Tirol 1342-1361, in Bayern ab 1347) schloss, zeichnete sich im Rahmen der Territorialpolitik Ludwigs des Bayern die ("Wieder-")Vereinigung der gesamten Grafschaft Tirol mit den wittelsbachischen Territorien ab. Tirol reichte damals von der Mündung des Zillers in den Inn im Norden bis zur Mündung des Avisio in die Etsch knapp vor der Bischofsstadt Trient im Süden. Durch Bestätigung der alten Rechte und Freiheiten des neu gewonnenen Landesteils hätten Herzog Ludwig und der Kaiser die Akzeptanz der neuen Obrigkeit erreichen können. Doch die Übertragung wichtiger Funktionen an "Landfremde" und andere Maßnahmen trugen dazu bei, dass die wittelsbachische Herrschaft offensichtlich keine tiefen Wurzeln schlagen konnte.

Nachdem 1363 der einzige männliche Nachkomme Ludwigs und der Margarethe, Herzog Meinhard III. (reg. in Oberbayern-Tirol ab 1361-1363), in jugendlichem Alter starb, beanspruchte die Mutter das Verfügungsrecht über ihr väterliches Erbe. Sie übertrug noch im gleichen Jahr alle ihre Rechte an ihre nächsten leiblichen Verwandten, die österreichischen Herzöge. Dies bedeutete die Einverleibung Tirols in den habsburgischen Herrschaftsbereich - eine sehr nachhaltig wirksame Entscheidung, die mit Zustimmung der wesentlichen Adeligen der Grafschaft Tirol erfolgte. Sie führte zu mehrfachen und massiven kriegerischen Konfrontationen vornehmlich im Bereich des Tiroler Inntales, denn auch die Wittelsbacher machten Erbrechte auf die Grafschaft Tirol geltend. Erst im Frieden von Schärding im September 1369 fand man gegen die Leistung einer hohen finanziellen Entschädigung an die Wittelsbacher eine Einigung. Die Herrschaften Kufstein, Kitzbühel und Rattenberg verblieben damals noch unter der Kontrolle der bayerischen Herzöge, die auch im Zillertal – hier vor allem in Konkurrenz mit dem Erzstift Salzburg – weiterhin über landesherrliche Rechte geboten.

Rückgewinnungsversuche der Wittelsbacher im 15. Jahrhundert

Im 15. Jahrhundert schien sich noch zweimal die Möglichkeit einer Rückgewinnung Tirols für die Wittelsbacher zu ergeben. Als eine mächtige Adelsopposition gegen den damals in Tirol regierenden Habsburger Herzog Friedrich IV. (mit der leeren Tasche) (reg. 1406-1439) die Hilfe der Wittelsbacher suchte, um den ungeliebten Landesherrn zu stürzen, unternahmen 1410 zunächst die in München und Ingolstadt regierenden bayerischen Landesfürsten gemeinsam einen Vorstoß in das Inntal bis vor Hall. Die erhoffte Unterstützung durch den Tiroler Adel blieb jedoch aus, so dass man sich auf einen Waffenstillstand einigte. Die Offensive scheiterte vor allem am Widerstand der Städte im Tiroler Inntal, die sich als verlässliche Stützen des habsburgischen Fürsten erwiesen.

Ebenso wenig Erfolg beschieden war einer weiteren Aktion, die Herzog Stephan III. von Bayern-Ingolstadt (reg. 1392-1413) 1413 allein unternahm. Der Tod des Wittelsbachers im gleichen Jahr beendete endgültig die Kriegshandlungen (sog. Österreichischer Krieg). Die folgende Generation nutzte nicht die Gelegenheit, als der Tiroler Landesfürst Friedrich wegen seiner Unterstützung des Gegenpapstes Johannes XXIII. (reg. 1410-1415) auf dem Konzil zu Konstanz (1414-1418) der Reichsacht verfiel und König Sigismund (reg. 1410-1437, als Kaiser ab 1433) die Nachbarn zum Angriff auf Tirol aufrief.

Wesentlich realistischer gestaltete sich der nächste Versuch der Wittelsbacher, ihre Territorien im Süden entscheidend auszuweiten. Bereits seit den 1450er Jahren zeichnete sich eine rege Bündnispolitik zwischen den wittelsbachischen Herzögen und dem Tiroler Landesfürsten Sigmund dem Münzreichen (reg. 1446-1490) ab. Sigmund, der mit seinen habsburgischen Verwandten meist keine guten Beziehungen unterhielt, geriet nicht zuletzt infolge einer verschwenderischen Hofhaltung trotz der gewaltigen Einnahmen aus dem damals in Tirol aufblühenden Bergbau in größte finanzielle Schwierigkeiten. In dieser Situation erwiesen sich seit etwa 1477 die oberbayerischen Nachbarn als nicht uneigennützige Geldgeber. Die Wittelsbacher äußerten schon 1480 die Absicht, auf diese Weise Gebiete wiederzuerwerben, die einst zu Bayern gehört hatten. Sie gewannen auch die Unterstützung von einflussreichen Räten am Hofe des Habsburgers in Innsbruck.

Im Januar des Jahres 1487 sicherten sich Herzog Albrecht IV. von Bayern-München (reg. 1465-1508) und Erzherzog Sigmund von Tirol wechselseitig die Anwartschaft auf ihre Herrschaftsbereiche zu für den Fall, dass einer von beiden ohne legitimen männlichen Nachkommen sterben sollte. Diese Voraussetzung besaß damals nur für den Habsburger Aktualität: Sigmund hatte zu diesem Zeitpunkt das 60. Lebensjahr bereits überschritten und war schon mehrere Jahre in zweiter Ehe kinderlos vermählt. Die Wiedergewinnung Tirols für Bayern schien damit zum Greifen nahe.

Die entschiedene Opposition gegen diese Entwicklung kam einmal von den Tiroler Ständen als den damals politisch sehr aktiven Repräsentanten des ganzen Landes und sodann von den habsburgischen Verwandten Sigmunds. Die Stände erzwangen die Entlassung der wittelsbachfreundlichen Berater des Erzherzogs und sie versicherten sich der Unterstützung durch Kaiser Friedrich III. (reg. 1440-1493, als Kaiser ab 1452), der die überkommenen Freiheiten der Grafschaft und ihrer Bewohner bestätigte. Noch entscheidender war das persönliche Eingreifen des jungen römisch-deutschen Königs Maximilian I. (reg. 1486-1519, als Kaiser ab 1508). Im Jahr 1490 konnte er seinen Vetter Sigmund zum Verzicht auf die Regierung bewegen, und Maximilian übernahm selbst die Herrschaft in Tirol. Die vom Erzherzog gegenüber den Wittelsbachern eingegangenen finanziellen Verpflichtungen wurden bis 1492 abgegolten, als der Augsburger Spruch neue Grundlagen schuf. Damit war allen Ambitionen der Wittelsbacher ein starker Riegel vorgeschoben. Bald darauf konnte Maximilian im Landshuter Erbfolgekrieg (1503-1505) sogar weitere bayerische Gebiete (Rattenberg, Kufstein, Kitzbühel) zur Grafschaft Tirol hinzugewinnen (1504/1505).

Festzuhalten bleibt, dass die verschiedenen Versuche der Wittelsbacher zur "Rückgewinnung" Tirols für Bayern im späten Mittelalter nicht nur an der Politik der Fürsten, sondern offensichtlich auch am Willen breiterer Bevölkerungsschichten in Tirol gescheitert sind.

Beziehungen in Besiedlung, Herrschaft, Wirtschaft und Verkehr

Nahezu unabhängig von den politischen Konflikten auf der Ebene der Dynastien blieben aber die in Jahrhunderten langer Gemeinsamkeit gewachsenen, sehr engen Verbindungen zwischen dem bayerischen Kernland und den Gebieten im Gebirge in vielen Bereichen bestehen. Dafür sorgte etwa die sprachliche Verwandtschaft, die auf die umfangreichen Einwanderungen vom benachbarten Norden in das Gebirge zurückging, wie sie bis in das 14. Jahrhundert andauerten.

Bei der Binnenkolonisation spielten insbesondere die umfangreichen Besitzungen von zwei Dutzend bayerischer Hochstifte und Klöster in der Grafschaft Tirol eine wichtige Rolle. Wein aus dem Süden und Käse vornehmlich aus dem Norden der Grafschaft stellten die wichtigsten Naturalabgaben dar, welche an die geistlichen Grundherren im Alpenvorland zu leisten waren. In den im Spätmittelalter aufblühenden professionellen Weinhandel schalteten sich auch Kaufleute aus den aufstrebenden bayerischen Städten ein, die das begehrte Getränk im heutigen Südtirol aufkauften und für den Absatz im Norden sorgten. Hingegen bezog man in Tirol Getreide aus den wittelsbachischen Gebieten. Dabei bewährte sich der Inn in beiden Richtungen als idealer Transportweg. Allerdings boten diese geographischen Voraussetzungen auch die von den bayerischen Landesfürsten mehrfach genutzte Möglichkeit, die lebensnotwendige Zufuhr von Nahrungsmitteln nach Tirol im Falle von Spannungen oder Kriegen zu unterbinden.

Generell waren aber beide Nachbarn sehr am guten Funktionieren der Straßenverbindungen interessiert. Die Inn-Route, aber ebenso die auf Initiative der Landesfürsten schrittweise ausgebauten Straßen über den Brenner und den Reschen, über den Fernpass und Seefeld sowie Saumwege über kleinere Pässe bildeten für den im Spätmittelalter schwunghaft aufblühenden Fernhandel zwischen dem Süden und der Mitte Europas die wichtigsten Verbindungen. Bayern und Tirol zogen in gleicher Weise ihren Nutzen davon. Gemeinsam förderte man diese Entwicklung etwa durch den Abschluss von wechselseitig gültigen Geleitabkommen. Die Fürsten profitierten in diesem Zusammenhang in erster Linie von den Zolleinnahmen, die Untertanen vom Erlös für die Verpflegung für Mensch und Tier auf den Straßen sowie generell von der Bereitstellung der für den Transitverkehr notwendigen, vielfältigen Infrastruktur.

Eine Konkurrenzsituation ergab sich nur im Salzwesen, wo fallweise das weiße Gold aus Reichenhall mit jenem aus Hall in Tirol um Absatzmärkte kämpfte. Die dominierende Rolle Bozens als traditioneller Begegnungsstätte der deutschen und italienischen Kaufleute konnte nicht nachhaltig durch Versuche beeinträchtigt werden, für das zum Hochstift Freising gehörende Mittenwald (Lkr. Garmisch-Partenkirchen) diese Funktion zu erringen, als 1487 Tirol in einen Krieg mit Venedig verwickelt war.

Als im 15. Jahrhundert im Gebiet von Schwaz und Sterzing der Bergbau auf Silber und Kupfer einen ungeahnten Aufschwung nahm, ergab sich eine rege personelle und technische Zusammenarbeit mit den ebenfalls aufblühenden Montanunternehmen in den damals noch bayerischen Gebieten von Rattenberg und Kufstein. Vermögende Geschlechter aus den altbayerischen Städten und aus Augsburg engagierten sich im ausgehenden Mittelalter auch zunehmend direkt im gewinnbringenden Tiroler Bergbau.

Die wirtschaftlichen Verflechtungen zeitigten darüber hinaus weitgehende Auswirkungen auf viele weitere Bereiche. Insbesondere wanderten auch noch im späten Mittelalter Bewohner des Alpenvorlandes in die Gebirgsregionen und in die dort allmählich ebenfalls aufblühenden Städte ein. Ebenso bestanden weiterhin häufig enge verwandtschaftliche Verbindungen zwischen adligen Geschlechtern über die Landesgrenzen hinweg.

Verbindungen im Bereich von Religion und Kultur

Enge Kontakte auf dem Gebiet der Religion, der Kultur und der Kunst ergaben sich aus der gemeinsamen Zugehörigkeit der altbayerischen Bistümer sowie des Bistums Brixen, das einen beträchtlichen Teil Tirols umfasste, zur Kirchenprovinz Salzburg. Teile des heutigen Nordtirol unterstanden in kirchlicher Hinsicht direkt den Bischöfen von Augsburg, Freising und Chiemsee. Auch unterhielten fast alle Tiroler Klöster enge Kontakte mit den Konventen im Alpenvorland, von wo aus die meisten von ihnen gegründet worden waren. Daraus ergaben sich immer wieder – weit über den religiösen Bereich hinaus – persönliche, kulturelle und künstlerische Kontakte zwischen dem "Land im Gebirge" und Bayern. Sie haben bleibende Spuren vor allem in Bauten und in deren künstlerischer Ausstattung hinterlassen. Dabei waren die Einflüsse aus dem Norden nach Tirol zweifellos größer als in umgekehrter Richtung. Enge Verbindungen für breite Bevölkerungskreise ergaben sich schließlich aus dem schon im Mittelalter blühenden Wallfahrtswesen. Tiroler pilgerten etwa nach Altötting, zum Heiligen Berg Andechs oder zu anderen Andachtsstätten nach Norden. Aus dem bayerischen Alpenvorland kamen zahlreiche Besucher nach St. Georgenberg bei Schwaz.

Literatur

  • Wilhelm Baum, Bayerns Griff nach Tirol, Görz und Vorderösterreich. Zum 500. Jahrestag des Verkaufes der Vorlande am 12. Juli 1487, in: Der Schlern 61 (1987), 521-541.
  • Michael Forcher, Bayern-Tirol. Die Geschichte einer freud-leidvollen Nachbarschaft, Wien u. a. 1981.
  • Robert Gismann, Die Beziehungen zwischen Tirol und Bayern im Ausgang des Mittelalters. Herzog Sigmund der Münzreiche und die Wittelsbacher in Landshut und München von 1439-1479, Diss. masch. Innsbruck 1976.
  • Reinhard Heydenreuter, Tirol unter dem bayerischen Löwen. Geschichte einer wechselhaften Beziehung, Regensburg/Innsbruck/Bozen 2008.
  • Heinz Lieberich, Was bedeutete Tirol für Bayern in der Vergangenheit?, in: Otto Schottenloher (Hg.), Bayern, Staat und Kirche, Land und Reich. Forschungen zur bayerischen Geschichte vornehmlich im 19. Jahrhundert. Wilhelm Winkler zum Gedächtnis (Archiv und Wissenschaft 3), München 1961, 361-374.
  • Axel Metz, Der Stände oberster Herr. Königtum und Landstände im süddeutschen Raum zur Zeit Maximilians I. (Veröffentlichungen der Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Reihe B Forschungen 174), Stuttgart 2009, 36-73. (zu Herzog Sigmunds Anlehnung an die Wittelsbacher und zum Eingreifen Friedrichs III. und Maximilians I.)
  • Josef Riedmann, Bayerisch-tirolische Beziehungen im Mittelalter und Frühneuzeit, in: Martin P. Schennach (Hg.), 1703 - Der "Bayerische Rummel" in Tirol. Akten des Symposiums des Tiroler Landesarchivs, Innsbruck, 28.-29. November 2003 (Veröffentlichungen des Tiroler Landesarchivs 10), Innsbruck 2005, 11-22.
  • Josef Riedmann, Bayern und Tirol im Mittelalter unter besonderer Berücksichtigung der Gerichte Kufstein, Rattenberg, Kitzbühel, in: Meinrad Pizzini/Gert Ammann (Hg.), Bayerisch-tirolische G'schichten… eine Nachbarschaft. Tiroler Landesausstellung auf der Festung Kufstein vom 15. Mai bis 31. Oktober 1993. 2. Band, Innsbruck 1993, 36-53.
  • Josef Riedmann, Säben-Brixen als bairisches Bistum (Jahresberichte der Stiftung Aventinum 5), Abensberg 1991.

Weiterführende Recherche

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Empfohlene Zitierweise

Josef Riedmann, Beziehungen zu Tirol (Spätmittelalter), publiziert am 07.09.2009; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Beziehungen zu Tirol (Spätmittelalter)> (19.06.2018)