Ludendorff-Bewegung

von Thomas Vordermayer

Aus dem 1925 gegründeten "Tannenbergbund" hervorgegangene völkisch-antisemitische Glaubensgemeinschaft um den Weltkriegsgeneral Erich Ludendorff (1865-1937) und seiner Frau Mathilde (1882-1966), die seit den 1920er Jahren im südlichen Oberbayern ansässig waren. Die der Bewegung zugrundeliegende Doktrin der "Deutschen Gotterkenntnis" beruht auf den Werken Mathilde Ludendorffs. Trotz weitgehender ideologischer Übereinstimmung wurde der Tannenbergbund von den Nationalsozialisten 1933 zunächst verboten, ehe die "Deutsche Gotterkenntnis" 1937 als staatlich anerkanntes Glaubensbekenntnis zugelassen wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sich der "Bund für Gotterkenntnis" zwar neu formieren, die Zahl seiner Anhänger blieb aber marginal. Zwischen 1965 und 1977 war die Bewegung wegen verfassungsfeindlicher Betätigung verboten, seit den 1970er Jahren wird sie durch den Verfassungsschutz beobachtet.

Ursprung und Beginn der Ludendorff-Bewegung

Konstantin Hierl. Foto von Juli 1916. Abb. aus: Hebert Erb u. Hans Henning Frhr. Grote, Konstantin Hierl, Ein Mann und sein Werk, München 1939, 33. (Bayerische Staatsbibliothek, 40.5901)

Als Ausgangspunkt der Ludendorff-Bewegung gilt die im September 1925 unter der Schirmherrschaft Erich Ludendorffs (1865–1937) in Kelheim gegründete Arbeitsgemeinschaft völkischer Frontkrieger und Jugendbünde, genannt "Tannenbergbund". Die Bundesführung hatte bis 1932 der Generalleutnant a. D. Friedrich Bronsart von Schellendorf (1864–1950) inne, zum wichtigsten Organisator in der Frühphase des Tannenbergbunds avancierte der bayerische Landesvorstand und spätere Reichsarbeitsdienstführer, Konstantin Hierl (1875–1955).

Ludendorff, der als Erster Generalquartiermeister der Obersten Heeresleitung in der zweiten Hälfte des Ersten Weltkriegs zur militärstrategisch und politisch dominanten Figur im Deutschen Reich geworden war, zog sich 1920 nach dem gescheiterten Kapp-Lüttwitz-Putsch in die "Ordnungszelle Bayern" zurück und ließ sich in einer Villa im Süden Münchens nieder. In der Folgezeit näherte er sich kontinuierlich der hier besonders aktiven völkischen Bewegung und ihrer Ideologie an. Trotz seiner zentralen Rolle beim Hitlerputsch am 8./9. November 1923 wurde Ludendorff im April 1924 vom Münchner Volksgericht freigesprochen. Anschließend versuchte er die Festungshaft Adolf Hitlers (NSDAP, 1889–1945) zu nutzen, um reichsweit die völkische Rechte hinter sich als Integrations- und Führungsfigur zu vereinen. Dieses Ansinnen scheiterte jedoch auf ganzer Linie. Ludendorffs Kandidatur bei der Reichspräsidentenwahl im März 1925 geriet mit einem Stimmanteil von 1,1 % zur Blamage. Politisch nachhaltig diskreditiert, hielten dem ebenso streitbaren wie streitsüchtigen General nur wenige Verbände die Treue, vor allem der in mehreren bayerischen Städten aktive Deutsch-Völkische Offiziersbund (bis Ende 1931).

Erich und Mathilde Ludendorff (Stadtarchiv München Per Ludendorff-Erich-von-01).

Im Tannenbergbund hatte sich Ludendorff zunächst auf repräsentative Aufgaben beschränkt, übernahm im Sommer 1927 jedoch mit seiner zweiten Ehefrau Mathilde (geborene Spieß, 1882–1966) dessen Führung. Gemeinsam als "Haus Ludendorff" auftretend, verpflichtete das Ehepaar die Mitglieder des Tannenbergbunds auf die Lehre der "Deutschen Gotterkenntnis" Mathilde Ludendorffs, der maßgeblichen Ideengeberin der Bewegung. Der 1930 gegründete Verein "Deutschvolk" diente speziell der Popularisierung ihrer Gedankenwelt und der erhofften staatlichen Anerkennung als Religionsgemeinschaft.

Unter dem Einfluss der Schriften Mathilde Ludendorffs wandelte sich der Tannenbergbund, der künftig auch "deutschblütigen" Frauen offenstand, von einem Wehrverband zu einer völkischen Glaubensgemeinschaft, die es Anfang der 1930er Jahre reichsweit auf 320 Ortsgruppen mit rund 15.000 Mitgliedern brachte. Die acht Landesverbände – darunter "Süd" für Bayern – verfügten jeweils über eigene Kassen-, Auslands-, Jugend-, Presse- und Wirtschaftsämter. "Ludendorffs Volkswarte", das im 1929 errichteten Ludendorff-Verlag (München) gedruckte Hauptperiodikum, fand mit einer Auflage von 61.000 Exemplaren (1933) beachtliche Verbreitung. Hinzu kamen zahlreiche Bücher und Broschüren, die dank ihrer gezielt reißerischen Aufmachung und der Ankündigung spektakulärer Enthüllungen mitunter große Verkaufserfolge wurden.

Ideologie und zentrale Glaubensinhalte

Mathilde Ludendorff (1882-1962). Foto von Richard Wörsching (1887-1937). Abb. aus: Am heiligen Quell deutscher Kraft 5 (1934/35), 497. (Bayerische Staatsbibliothek H. g. hum. 433 t-5)

Mathilde Ludendorff, Tochter eines Wiesbadener Religions- und Hebräischlehrers, studierte von 1901 bis 1904 sowie von 1910 bis 1913 in Freiburg/Br., Berlin und München Medizin. 1906 trat sie aus der evangelischen Kirche aus und wurde Mitglied des Deutschen Monistenbunds. In ihrem Denken war sie stark von den sozialdarwinistischen Evolutionstheoretikern Ernst Haeckel (1834-1919) und August Weismann (1834-1914) beeinflusst. 1913 wurde sie zum Dr. med. promoviert und war anschließend an der Psychiatrischen Universitätsklinik in München, seit Herbst 1915 als Nervenärztin in Garmisch-Partenkirchen tätig. In ihren frühen Schriften ("Das Weib und seine Bestimmung", 1917; "Erotische Wiedergeburt", 1919; "Des Weibes Kulturtat", 1920) vertrat sie sowohl feministisch-sozialreformerische als auch völkisch-rassenideologische Standpunkte.

Das Konzept der "Deutschen Gotterkenntnis" ist vor allem in den Schriften "Triumph des Unsterblichkeitswillens" (1922) und "Der Seele Ursprung und Wesen" (3 Bde., 1927–1934) ausgearbeitet. Trotz des Anspruchs, sich auf Höhe der naturwissenschaftlichen Forschung ihrer Zeit zu bewegen, verzichtete Mathilde Ludendorff auf jeden wissenschaftlichen Nachweis. Ein zentrales Axiom ihrer Weltanschauung besagt, dass sich das religiöse Erlebnis eines Volkes je nach seiner "rassischen" Eigenart individuell vollziehe. Gemessen an der ihnen zugesprochenen Fähigkeit zu individueller wie kollektiver "Gotterkenntnis", wird die Menschheit hierarchisch in "Licht-" und "Schachtvölker" unterteilt.

Mathilde Ludendorff folgte einem von Monismus und Pantheismus geprägten Gottesbegriff. Sie betonte die göttliche Beseelung des gesamten Kosmos – von einfacher Materie, über Einzeller, Pflanzen und Tiere bis hin zu den Menschen. In ihrem Denken rein diesseitig orientiert, lehnte sie alle Jenseitsvorstellungen ab und glaubte, jedes Volk trage, je nach seiner erbbedingten Veranlagung, spezifische Elemente des Göttlichen in sich, die erhalten werden müssten und nicht vermischt werden dürften.

Das deutsche Volk als biologische, psychische und seelische Entität begreifend, die stets bedroht sei, von Fremdeinflüssen überformt zu werden, basiert die Ideologie der Ludendorff-Bewegung somit auf strikten Feindbildern. Diese richten sich gegen Freimaurer und Jesuiten sowie vor allem gegen die Katholische Kirche und "die" Juden. Unter dem Sammelbegriff "Überstaatliche Mächte" warfen ihnen Mathilde Ludendorff und ihre Anhängerschaft vor, das deutsche Volk "vermischen", an "Blut und Seele" schwächen und in der Entfaltung seiner Eigenart hemmen zu wollen. Wie bei zahlreichen völkischen Autoren der Fall, wird der Antisemitismus auch hier als Ab- bzw. Notwehr gegen eine angeblich sinistre, nach Weltherrschaft strebende Minorität legitimiert.

Mit ihrer Neigung zu Sektierertum, dem Entwurf einer "arteigenen" Religion, dem rassenideologisch aufgeladenen Verschwörungsdenken, der Konstruktion einer spezifisch germanischen "Volksseele" sowie der demonstrativen Abkehr von christlichen Ethik- und Moralvorstellungen zeigte sich die Ludendorff-Bewegung tief verankert im Denken der völkischen Bewegung seit dem späten 19. Jahrhundert. Hinzu kamen Versatzstücke der Lebensreformbewegung um 1900, etwa die Forderung nach völligem Verzicht auf den Konsum von Alkohol und Tabak. Von 1932 an war Mitgliedern des Tannenbergbundes die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche nicht mehr gestattet.

Verhältnis zum Nationalsozialismus

Trotz weitreichender ideologischer Übereinstimmung grenzte sich die Ludendorff-Bewegung deutlich vom Nationalsozialismus ab und attackierte vor allem aufs Schärfste das von Adolf Hitler verfochtene taktische Arrangement mit den christlichen Kirchen. Regelmäßig polemisierte der Tannenbergbund öffentlich gegen die angeblich christentumsfreundliche und "romhörige" Haltung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und ihrer Führung. Es war daher keine Überraschung, dass der Bund sowie "Ludendorffs Volkswarte" nach der nationalsozialistischen Machtübernahme im Sommer 1933 reichsweit verboten wurden. Da ein direktes Vorgehen gegen das Ehepaar Ludendorff ausblieb und der Ludendorff-Verlag weiterbestand, hatte das Verbot jedoch keine gravierenden Auswirkungen. Zum wichtigsten Periodikum der Bewegung während der NS-Zeit wurde die seit 1930 erscheinende Monatsschrift (seit Oktober 1933 Halbmonatsschrift) "Am heiligen Quell deutscher Kraft", die es Ende 1937 auf eine Auflage von rund 86.000 brachte.

Titelblatt der Zeitschrift "Am heiligen Quell". Abb. aus: Am heiligen Quell deutscher Kraft 5 (1934/35), Titelblatt. (Bayerische Staatsbibliothek H. g. hum. 433 t-5)

Nach dem Verbot des Tannenbergbunds passte sich das Ehepaar Ludendorff den neuen politischen Rahmenverhältnissen an und schlug gegenüber den Spitzenfunktionären des NS-Staates rasch einen betont moderateren und versöhnlichen Ton an. Nach einer persönlichen Aussprache mit Erich Ludendorff am 30. März 1937 ließ Hitler die "Deutsche Gotterkenntnis" offiziell als staatlich anerkanntes religiöses Bekenntnis zu und erlaubte die Gründung des "Bunds für Deutsche Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.", der am 19. Juni ins Vereinsregister des Amtsgerichts München eingetragen wurde.

Nach dem Tod ihres Mannes am 20. Dezember 1937 übernahm Mathilde Ludendorff die Führung der Ludendorff-Bewegung. Ihre engsten Mitarbeiter waren ihr Schwiegersohn Franz Karg von Bebenburg (1910–2003) und Oberst Karl von Unruh (1884–1969). Trotz der offiziellen Anerkennung als Religionsbekenntnis nahm die Bedeutung der Ludendorff-Bewegung seit 1938 kontinuierlich ab. Schon kurz nach Kriegsbeginn musste ihr Zentralorgan, der damals mit noch rund 64.000 Exemplaren verbreitete "Quell", wegen Papierentzug eingestellt werden. Parallel zu den Verlagseinnahmen brach in der Folge auch die Zahl seiner Anhänger der Bewegung ein.

Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg

Der Ludendorff-Bewegung gelang es nach Ende des Zweiten Weltkriegs rasch, sich in kleinem Maßstab neu zu formieren. Anfang 1947 gestattete die US-amerikanische Militärregierung die Neugründung als "Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff)" (BfG) auf rein religiöser Grundlage. Nach kritischen Berichten des Münchner Journalisten Winfried Martini (1905–1991) zur Geschichte der Bewegung und ihrer Führerin in der Süddeutschen Zeitung wurde Mathilde Ludendorff allerdings vor der Hauptspruchkammer München angeklagt und Ende 1949 wegen "außerordentlicher Begünstigung des Nazismus" zunächst als Hauptschuldige (Kategorie I) verurteilt. Ein Revisionsverfahren vor der Berufungskammer München endete im Januar 1951 mit der Eingruppierung als "Belastete" (Kategorie II), womit unter anderem das Verbot jeder publizistischen Tätigkeit auf die Dauer von sieben Jahren verbunden war.

1949 gelang der Ludendorff-Bewegung die Gründung eines neuen Verlags ("Hohe Warte") mit Sitz in Pähl (Lkr. Weilheim-Schongau), der unter der Leitung Karg von Bebenburgs offen an die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg anknüpfte und unter anderem die Periodika "Volkswarte" sowie "Der Quell" veröffentlichte. Neben dem weitestgehend erfolglosen Versuch, das Werk Mathilde Ludendorffs in der bundesrepublikanischen Gesellschaft zu popularisieren, war der Bund nach 1945 vor allem bemüht, die eigene Vergangenheit zu verklären. So sollte der Konflikt mit der NSDAP als Beleg einer vermeintlich umfassenden Gegnerschaft zum Nationalsozialismus dienen, während aus der Verbindung Erich Ludendorffs zu General Ludwig Beck (1880–1944) im Zeitraum 1934 bis 1936 ein Konnex zum militärischen Widerstandskreis des 20. Juli 1944 konstruiert wurde.

Infolge der Veröffentlichung antisemitisch konnotierter Artikel verfügte die Innenministerkonferenz im Mai 1965 ein bundesweites Verbot des BfG und seines Verlags. Der Bund hatte im Vorjahr seinen Sitz von München nach Tutzing (Lkr. Starnberg) verlegt und umfasste etwa 4.000 Mitglieder. Wenige Wochen später löste das Bayerische Staatsministerium des Innern den BfG wegen verfassungsfeindlicher Betätigung auf. Das Verbot, im Januar 1965 vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof noch bestätigt, wurde im März 1977 durch das Bundesverwaltungsgericht aufgrund von Verfahrensfehlern aufgehoben. Seither steht der BfG unter Beobachtung des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz und weiterer Verfassungsschutzämter in Deutschland.

Die Ludendorff-Bewegung nach der Jahrtausendwende

Von 1977 bis 2010 amtierte der Arzt Gunter Duda (1926–2010) als erster Vorsitzender des BfG, seine Nachfolge trat die Apothekerin Gudrun Klink (geb. 1962) an. Nach Einschätzung der Verfassungsschutz-Behörden gehörten dem Bund 2010 nur noch etwa 240 Mitglieder an. Der BfG selbst nennt ein Vielfaches dieser Menge, zuverlässige Zahlen sind kaum zu erheben. Wie viele andere völkisch-rechtsradikale Vereinigungen der Gegenwart weist die Bewegung einen sehr hohen Altersdurchschnitt auf, wobei wahrscheinlich ist, dass sich Anhänger aus Sorge vor möglichen beruflichen Konsequenzen einer Mitgliedschaft erst in der Rente zum offiziellen Engagement entscheiden. Der Bund ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Starnberg (Nr. 0467) eingetragen. Sein Zweck ist es ausweislich der zuletzt 2018 erneuerten Satzung, "die religionsphilosophischen Einsichten der Gotterkenntnis Mathilde Ludendorffs unter allen Menschen, die dafür aufgeschlossen sind, durch Wort und Schrift zu verbreiten und in der Gemeinschaft zu pflegen". Ein weiteres zentrales Ziel des Bundes besteht in der Brauchtumspflege, insbesondere des Volkstanzes.

Auf seiner in deutscher, englischer, spanischer, französischer und russischer Sprache angebotenen Internetseite demonstriert der sich als "Weltanschauungsgemeinschaft" verstehende Bund nach außen Respekt gegenüber allen Völkern, distanziert sich von der "Vorstellung von Herrenrassen" und versucht in ebenso knappen wie oberflächlichen Stellungnahmen, die Schriften Mathilde Ludendorffs vor dem Vorwurf zu schützen, rassenideologisch, antisemitisch und antipluralistisch aufgeladen zu sein. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Erbe ist nicht zu erkennen.

Literatur

  • Bettina Amm, Die Ludendorff-Bewegung im Nationalsozialismus - Annäherung und Abgrenzungsversuche, in: Uwe Puschner (Hg.), Die völkisch-religiöse Bewegung im Nationalsozialismus. Eine Beziehungs- und Konfliktgeschichte (Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung 47), Göttingen 2012, 127–147.
  • Bettina Amm, Die Ludendorff-Bewegung – zwischen nationalistischem Kampfbund und völkischer Weltanschauungssekte, Hamburg 2006.
  • Claus Heinrich Bill, Der Tannenbergbund in Schleswig-Holstein 1925-1933, in: Informationen zur Schleswig-Holsteinischen Zeitgeschichte 28 (1995), 8–36.
  • Gerd Borst, Die Ludendorff-Bewegung 1919-1961. Eine Analyse monologer Kommunikationsformen in der sozialen Zeitkommunikation, München 1969.
  • Friedrich Wilhelm Haack, Blut-Mythus und Rasse-Religion. Neugermanische und deutsch-völkische Religiosität (Münchener Reihe 38), München 1981.
  • Manfred Nebelin, Erich Ludendorff. Ein völkischer Prophet, in: Revue d`Allemagne et de Pays de Langue Allemande 32 (2000), 245-256.
  • Frank Schnoor, Mathilde Ludendorff und das Christentum. Eine radikale völkische Position in der Zeit der Weimarer Republik und des NS-Staates (Deutsche Hochschulschriften 1192), München 2001.
  • Bruno Thoß, Der Ludendorff-Kreis 1919-1923. München als Zentrum der mitteleuropäischen Gegenrevolution (Miscellanea Bavarica Monacensia 78), München 1978.
  • Annika Spilker, Geschlecht, Religion und völkischer Nationalismus. Die Ärztin und Antisemitin Mathilde von Kemnitz-Ludendorff (1877–1966) (Geschichte und Geschlechter 64), Frankfurt/M. 2013, hier bes. 205–252.
  • Annika Spilker, Rechtsextremes Engagement und völkisch-antisemitische Politikvorstellungen um Mathilde Ludendorff (1877–1966) und die Frauengruppen im Tannenbergbund, in: Daniel Schmidt/Michael Sturm/Massimiliano Livi (Hg.), Wegbereiter des Nationalsozialismus: Personen, Organisationen und Netzwerke der extremen Rechten zwischen 1918 und 1933 (Schriftenreihe des Instituts für Stadtgeschichte 19), Essen 2015, 221–235.
  • Gideon Thalmann/Felix Reiter, Im Kampf gegen "überstaatliche Mächte". Die völkische Ludendorff-Bewegung – von "Jugenderziehung" bis "Ahnenpflege" (Materialien / Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt), Braunschweig 2011.

Quellen

  • Brandenburgisches Landeshauptarchiv: 2A I Pol 1112 (Regierung Potsdam - Abteilung I Präsidialabteilung – Polizei- und politische Angelegenheiten, enthält u. a. Flugblätter der Ludendorff-Bewegung).
  • Bundesarchiv (Koblenz), N 1079 (Nachlass Robert Holtzmann); N 1150 (Nachlass Walter Luetgebrune); N 1245 (Nachlass August Lindner), N 1375 (Nachlass Lenore Kühn).
  • Bundesarchiv (Berlin), R 1501/125987 (Reichsministerium des Innern/Deutschvolk); R 8034-III/290 (Reichslandbund-Pressearchiv, Mathilde Ludendorff); R 8034-III/291 (Reichslandbund-Pressearchiv, Erich Ludendorff).
  • Hauptnachlass Erich Ludendorff. Aufbewahrt vom "Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V." in Tutzing am Starnberger See [für die Forschung bislang unzugänglich].
  • Nachlass Mathilde Ludendorff. Aufbewahrt vom „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.“ in Tutzing am Starnberger See [für die Forschung bislang unzugänglich].
  • Satzung des Bundes für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V. (Stand Juni 2021).
  • Staatsarchiv München, Registratur S (Spruchkammerverfahren Mathilde Ludendorff).

Bund für Deutsche Gotterkenntnis

Weiterführende Recherche

Empfohlene Zitierweise

Thomas Vordermayer, Ludendorff-Bewegung, publiziert am 5.7.2021; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Ludendorff-Bewegung> (4.12.2021)




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