Deutsches Jagd- und Fischereimuseum München

von Cornelia Oelwein

Das 1938 zunächst als Deutsches Jagdmuseum eröffnete Deutsche Jagd- und Fischereimuseum München gilt in seiner Art als einzigartig auf der Welt. Es handelt sich um ein interdisziplinäres Museum, das mit seinen kunst- und kulturhistorischen sowie den jagd- und naturkundlichen Exponaten weit über eine Trophäensammlung hinausgeht, wie man sie seit Jahrhunderten aus Schlössern und von temporären Jagdausstellungen kannte. Seit 1966 ist es in der Münchner Innenstadt beheimatet. Es wurde 1982 um ein Fischereimuseum erweitert.

Vorgeschichte

Die Idee eines Deutschen Jagdmuseums war zum Zeitpunkt der Museumseröffnung im Oktober 1938 nicht neu und der Wunsch danach existierte seit Jahrzehnten innerhalb der Jägerschaft. Nach der Gründung des Deutschen Reichs 1871 war nicht nur am 15. März 1875 der "Allgemeine Deutsche Jagdschutzverband" ins Leben gerufen worden, der unter seinem Präsidenten Victor Herzog von Ratibor (1818-1893) ein Jagdmuseum befürwortete; auch im Bereich der Museen waren entscheidende Veränderungen eingetreten. Zwischen 1871 und dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 etablierten sich neue Muster der musealen Darstellung von Kunst und Natur. Über die aufstrebenden Industrienationen legte sich neben den kunst- und kulturgeschichtlichen Museen ein engmaschiges Netz naturkundlicher Museen und Sammlungen, deren Sammeltätigkeit wesentlich mehr an wissenschaftlichen Gesichtspunkten orientiert war als zuvor.

Ein spezielles, alle Aspekte der Jagd beleuchtendes Museum – das gewissermaßen ein Kunst-, Kultur- und Naturkundemuseum vereinte – stand an der Wende zum 20. Jahrhundert jedoch noch aus. Ein entsprechendes Museum war Thema auf der "Ersten Internationalen Jagdausstellung" 1910 in Wien und vermutlich auch auf der Tagung der bayerischen Jagdschutz- und Jägervereine im Frühjahr 1933 in Coburg. Im Herbst desselben Jahres fand zum ersten Mal eine große Bayerische Jagdausstellung im Rahmen des Zentrallandwirtschaftsfests auf der Theresienwiese anlässlich des Münchner Oktoberfestes statt. Für die Organisation verantwortlich zeichnete Staatsrat Theodor Mantel (1871-1944, Chef der Ministerialforstabteilung im Staatsministerium der Finanzen 1920-1934), der später eine maßgebliche Rolle bei der Gründung des Deutschen Jagdmuseums spielen sollte.

Sammlungsgeschichte

Die Geweihsammlung (sog. Sammlung Arco) von Maximilian "Max" Bernhard Graf von Arco-Zinneberg (1811-1885, auch "Adlergraf" genannt) bildete den umfangreichsten Grundstock für das spätere Deutsche Jagdmuseum. Zur Sammlung Arco, die im Palais der Familie Arco-Zinneberg am Wittelsbacherplatz in München aufbewahrt wurde, gehörten u. a. aus Geweihen gefertigte Möbel. Die Sammlung konnte 1934 für das geplante Museum angekauft werden. (© Deutsches Jagd- und Fischereimuseum)

Den stärksten Impuls bekam der lang gehegte Museumswunsch, als 1933/34 die Geweihsammlung von Maximilian "Max" Bernhard Graf von Arco-Zinneberg (1811-1885, auch "Adlergraf" genannt) zum Verkauf stand (sog. Sammlung Arco). Die vor allem im Arco-Zinneberg Palais am Wittelsbacher Platz in München verwahrte Trophäensammlung war in ihrer Art einzigartig, da sie nicht nur Erfolge der eigenen Jagdleidenschaft umfasste, sondern systematisch durch Ankäufe aus aller Welt ergänzt worden war. Um eine Abwanderung ins Ausland zu verhindern, wurde die Sammlung 1934 vom "Verein Deutsches Jagdmuseum" angekauft. Damit konnte – nach verschiedenen kleineren Versuchen andernorts – der Grundstock für ein überregionales Jagdmuseum in München gelegt werden.

Die Sammlung Arco ist der umfangreichste Teilbestand innerhalb des Museums. Dazu kamen verschiedene kleinere Schenkungen (vor allem Trophäen) und Dauerleihgaben, insbesondere von Adeligen (z. B. den Erben von Prinz Leopold von Bayern [1846-1930]) bzw. Wald- und Jagdbesitzern sowie Tauschobjekte mit dem Armeemuseum und dem Münchner Stadtmuseum (hierbei handelte es ich vor allem um Waffen). Herzog Albrecht von Bayern (1905-1996) nahm z. B. einen Pärparator mit auf die Jagd, dessen Arbeit dann vom Museum beglichen wurde. Einzelne Kunstwerke wurden auch durch Christian Weber (NSDAP, 1883-1945, Stadtrat 1931-1935, Ratsherr und Ratspräsident 1935-1945) angekauft.

Die Initiatoren

Angestoßen von Seiten Jagd- bzw. Forstinteressierter wurde der Münchner Stadtrat Christian Weber die treibende Kraft. Der ehemalige Pferdeknecht war selbst passionierter Jäger. Der gleichermaßen brutale wie korrupte sog. Alte Kämpfer und Duz-Freund Adolf Hitlers (NSDAP, 1889-1945, Reichskanzler 1933-1945), der die Errichtung des Jagdmuseums zu seinem Prestigeprojekt machte, wollte damit sicher auch seinen eigenen gesellschaftlichen Aufstieg demonstrieren. Weber setzte das Thema "Jagdmuseum" auf die Tagesordnung der Sitzung des Hauptausschusses der Stadt München vom 26. April 1934. Der Vorschlag zur Gründung des Museums stieß nicht auf taube Ohren. Der Münchner Oberbürgermeister Karl Fiehler (NSDAP, 1895-1969, Oberbürgermeister 1933-1945) – selbst kein Jäger – unterstützte das Vorhaben, nicht zuletzt, weil er in dem geplanten Museum einen neuen touristischen Anziehungspunkt für München sah.

Gründung eines Vereins zur Finanzierung

Unter dem Einfluss Webers konstituierte sich im Mai 1934 ein Ausschuss zur Einrichtung des Jagdmuseums, der nachhaltig von der Stadt München gefördert wurde. Im Oktober 1934 fand dann die Gründung des "Vereins Deutsches Jagdmuseum e. V." statt, dessen Präsident Weber wurde. Im Vorstand saßen weitere nationalsozialistische Funktionäre wie Gauleiter Adolf Wagner (NSDAP, 1890-1944, NSDAP-Gauleiter München-Oberbayern 1930-1944, Staatsminister des Innern 1933-1944, Kultusminister 1936-1944), NSDAP-Reichsschatzmeister Franz Xaver Schwarz (NSDAP, 1875-1947, Reichsschatzmeister der NSDAP 1925-1945), Oberbürgermeister Fiehler, dazu die NSDAP-Mitglieder August von Finck sen. (1898-1980, Bankier) und Willy Sachs (1896-1958, Industrieller), aber auch Staatsrat a. D. Theodor Mantel, der mittlerweile wegen seines Engagements für die BVP frühpensioniert worden war.

Zahlreiche Jäger und Waldbesitzer, vor allem aus dem bayerischen Adel, die wie der Wittelsbacher Erbprinz Albrecht von Bayern zu Gegnern des Nationalsozialismus gehörten, aber auch Vertreter der Wirtschaft und des Münchner Bürgertums traten ebenfalls als Unterstützer auf. Allerdings war der Verein, dessen erste Mitgliederversammlung erst am 19. Februar 1938, als die Bauarbeiten für das Museum längst im Gang waren, stattfand, nicht in der Lage, die Finanzen allein zu stemmen. Zunächst leisteten die Stadt und vermutlich auch die NSDAP Vorschüsse, die nie vollständig rückerstattet wurden. Auf der anderen Seite lehnten NS-Größen wie Ministerpräsident Ludwig Siebert (NSDAP, 1874-1942, Ministerpräsident 1933-1942) das Unternehmen vor allem aus finanziellen Gründen ab, .

Standortsuche und Einrichtung

Der Grundriss des Deutschen Jagdmuseums von 1938 zeigt nicht nur die Ausstellungslinie (rot skizziert), sondern auch die geplante bauliche Gestaltung des Museumsbaus, inklusive der noch neu zu errichtenden Flügelbauten (grau skizziert). (aus: Deutsches Jagdmuseum München. Vorläufiger Führer durch das Deutsche Jagdmuseum, München 1938, nach S. 11. Bayerische Staatsbibliothek, 40.5702)

Als Standort wurde nach verschiedenen diskutierten Alternativen (Palais Leopold an der gleichnamigen Straße in München, Schloss Schleißheim, Hirschgarten in München) schließlich der ehemalige Orangerietrakt im Nordflügel von Schloss Nymphenburg inklusive Hubertussaal gewählt. Zum Bereich zählten auch vom Institut der Englischen Fräulein genutzte Räume, vor allem die von Johann Baptist Zimmermann (1680-1758) stuckierte Klosterkirche, die künftig den Bibliothekssaal des Museums beherbergen sollte. Gegen verschiedene Widerstände, die auch von Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli (1876-1958, seit 1939 Papst Pius XII.) und Kardinal Michael von Faulhaber (1869-1952, Erzbischof von München-Freising 1917-1952) unterstützt wurden, und gegen Bedenken des Denkmalschutzes setzte Weber die Profanierung der Kirche durch. Dem Umbau und teilweisen Neubau im Weg waren u. a. das Kinderhaus und die Kellerräume unter der Klosterkirche; die dort befindliche Gruft wurde im Frühjahr 1938 geräumt. Die Umbauten leitete der Architekt Oswald Eduard Bieber (1876-1955). Parallel zu den baulichen Maßnahmen wurden die Sammlungen durch Zukäufe und Leihgaben, aber auch durch Übernahme von Exponaten etwa aus dem Bayerischen Armeemuseum oder dem Stadtmuseum München erweitert. Die Schaustücke wurden aufwendig vor zum Teil plastischen Wandgemälden und in Dioramen präsentiert.

Feierliche Eröffnung und Festzug

Ankunft von Ehrengästen vor Schloss Nymphenburg anlässlich der Feierlichkeiten zur Eröffnung des Deutschen Jagdmuseums am 16. Oktober 1938. Teil der pompös inszenierten Eröffnung war die Präsentation historischer Kostüme im Kontext höfischer Jagden sowie ein Festzug unter dem Titel "1000 Jahre Jagd und 1000 Jahre Tracht". (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv hoff-38793)
Teilnehmer auf einem Festwagen des Umzuges durch die Münchner Innenstadt anlässlich der Eröffnung des Deutschen Jagdmuseums am 16. Oktober 1938. (Stadtarchiv München, DE-1992-FS-NSF-02478)

Am 16. Oktober 1938, noch vor Abschluss der Bauarbeiten, wurde das Museum im Nordflügel von Schloss Nymphenburg eröffnet. Zahlreiche Vertreter der Staatsregierung, der Stadt München und der NSDAP - oft in Personalunion - nahmen an den Feierlichkeiten teil, nicht jedoch Adolf Hitler, der dem Unternehmen "Jagdmuseum" höchst gleichgültig gegenüber stand. Er ließ Weber gewähren, solange dessen Ideen nicht seine eigenen Pläne tangierten, München zur Hauptstadt der Bewegung umzugestalten. Einen Besuch stattete er dem Museum niemals ab, stiftete aber zur Eröffnung einen ausgestopften Adler. Lediglich der von Albert Reich (1881-1942), einem von Hitler sehr geschätzten Künstler, gestaltete Festzug anlässlich der Einweihung wurde von Hitler finanziell unterstützt; aber auch dies geschah erst, als der Festzug aufgrund der politischen Entwicklungen zu einer großdeutschen Veranstaltung umgedeutet worden war, die weit über die Eröffnungsfeierlichkeiten des Deutschen Jagdmuseums hinausging. Der Festzug unter dem Titel " 1.000 Jahre Jagd und 1.000 Jahre Tracht" rückte vor allem den sog. Anschluss des Sudetenlands an das Deutsche Reich nach dem kurz vor der Eröffnung unterzeichneten Münchner Abkommen (29. September 1938) in den Mittelpunkt. Der Abschluss des Münchner Abkommens war auch der Grund für die Verschiebung der Eröffnung, die ursprünglich für den 2. Oktober 1938 geplant war. Bereits nach einem Jahr musste das Museum wegen des Kriegsausbruchs geschlossen werden. Auch die Bauarbeiten gerieten ins Stocken. Ab 1. September 1941 war das Museum zeitweilig wieder geöffnet, bis im Oktober 1944 Teile der Bestände evakuiert wurden (größtenteils ins Schlossgut Ast bei Landshut).

Hermann Görings Ablehnung

Reichsjägermeister Hermann Göring (NSDAP, 1893-1946) besuchte das Deutsche Jagdmuseum nur ein einziges Mal. Die Gründung eines deutschen Jagdmuseums durch Christian Weber und noch dazu in München lehnte er entschieden ab, wollte er doch selbst ein solches Museum errichten. Allerdings konnte er sich gegen Weber - einen altgedienten Duz-Freund Adolf Hitlers - nicht durchsetzen. Göring blieb daher trotz Einladung den Eröffnungsfeierlichkeiten fern und besuchte das Museum nur beiläufig bei einem Besuch in München am 8. November 1938. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv hoff-38923)

Reichsminister Hermann Göring (u. a. Reichsforstmeister, Reichsjägermeister und Oberster Beauftragter für den Naturschutz), dem zunächst die Schirmherrschaft über das Museum angetragen worden war, lehnte das prestigeträchtige Unternehmen "Deutsches Jagdmuseum" in München entschieden ab - nicht zuletzt, weil er ein eigenes Reichsjagdmuseum für Berlin ins Auge gefasst hatte, das jedoch nie realisiert wurde. Problematisch war wohl, dass durch die Betitelung des Münchner Museums als "Deutsches Jagdmuseum" klar war, dass es neben diesem kein weiteres Museum dieser Art von nationaler Bedeutung geben konnte. Auch sah Göring sich in seinen Kompetenzen als Reichsjägermeister beschnitten, weswegen er die Eröffnungsfeierlichkeiten boykottierte. Erst später stattete er dem Museum einen Besuch ab und stellte ein paar kleine Exponate zur Verfügung, die inzwischen längst wieder an die Familie zurückgegeben wurden. Die aus der Presse bekannten, umstrittenen "Göring-Hirsche" (es handelt sich dabei um Hirschgeweihe aus dem ostpreußischen Jagdrevier Rominter Heide) allerdings waren damals nicht im Museum, sondern sind erst nach dem Zweiten Weltkrieg in den Besitz des Freistaats Bayern übergegangen und schließlich als Leihgaben der Zoologischen Staatssammlung ins Deutsche Jagd- und Fischereimuseum gelangt (nach jahrelangen medial begleiteten Diskussionen derzeit im Depot).

Vorläufiges Ende

Die Exponate des Deutschen Jagdmuseums wurden den Besuchern zum Teil in aufwendigen Dioramen präsentiert. So konnten die Gäste die ausgestellten Jagdtrophäen und -waffen im Kontext der Jagd und der zugehörigen Epoche studieren. Foto 1938. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv hoff-38815)

Obwohl der Großteil von Sammlung und Gebäuden den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden hatte, schien das Aus gekommen, als die amerikanische Militärregierung das Museum zum 10. Oktober 1945 auflöste. Dies lag allerdings weniger an seiner nationalsozialistischen Gründung, zumal eine Manipulation der Museumsbesucher im Dienste der NS-Propaganda auch nicht zu den Hauptanliegen der Museumsverantwortlichen gezählt hatte. Selbst in einschlägigen Zeitungsberichten wurden die ausgestellten Exponate nie ideologisch verwendet. Grund für die Auflösung waren vielmehr nicht mehr lückenlos nachvollziehbare Intrigen und ein Gerangel um Räumlichkeiten und Museumsbestände. Von Seiten der Stadt München, die größere Geldmittel in das Museum gesteckt hatte, wurde auf ein Fortbestehen des Museums gedrängt. Der Münchner Oberbürgermeister Thomas Wimmer (SPD, 1887-1964, Oberbürgermeister 1948-1960) setzte sich für das Museum ein, so dass es nach diversen Hindernissen schließlich zur Gründung der "Stiftung Deutsches Jagdmuseum" kam. Dieser gehören bis heute (Stand: 2017) neben der Stadt München und dem Freistaat Bayern auch Jagdverbände (und seit der Erweiterung zum Deutschen Jagd- und Fischereimuseum zudem Fischereiverbände) an.

Das wiedereröffnete Museum in der Münchner Fußgängerzone

Blick in das Innere des Weißen Saales im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum, das seit 1966 in der ehemaligen Klosterkirche der Augustiner-Chorherren in der Münchner Innenstadt beheimatet ist. (© Deutsches Jagd- und Fischereimuseum)

Nach zähem Ringen konnte das Deutsche Jagdmuseum am Hubertustag 1966 (3. November) in der ehemaligen Augustinerkirche in der Münchner Innenstadt durch Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel (SPD, geb. 1926, Oberbürgermeister 1960-1972) wieder eröffnet werden. Unter Direktor Horst Popp (1917-2009, Direktor 1976-1989) wurde das Museum umgebaut und 1982 um eine Abteilung für die Fischerei erweitert. Zudem rückten Schulen zunehmend in den Fokus der Museumsarbeit. Nachdem bereits 1976 am Eingang des Museums ein "Bronze-Keiler" des Bildhauers Martin Mayer (geb. 1931) aufgestellt worden war, wurde ihm anlässlich der Erweiterung 1982 ein "Bronze-Waller" des Bildhauers Claus Nageler (1943-2017) zur Seite gestellt.

Am 16. Juni 1995 wurde unter Direktor Bernd E. Ergert (geb. 1940, Direktor 1990-2005) auch ein Zweigmuseum im oberfränkischen Schloss Tambach bei Coburg eröffnet. Im Zentrum steht dort das Thema "Wildtier und Umwelt in Vergangenheit und Gegenwart". Zudem entstand eine Galerie für Jagd- und Naturkunst. Das Museum steht ihm Zusammenhang mit dem Wildpark, der das Schloss umgibt.

Derzeit (Stand 2017) laufen – neben der kontinuierlichen Neugestaltung der Museumsräume – Provenienzforschungen sowie die Vorbereitung einer für Ende 2018 geplanten Ausstellung zu "Jagd und Macht" vor dem Hintergrund der vor allem politisch geführten Diskussionen zur Gründung des Museums während der Zeit des Nationalsozialismus und dem Umgang mit seiner Geschichte.

Leiter und Direktoren seit 1966
Name Lebensdaten Amtszeit sonst. Bemerkung
Dr. Karl Sälzle 1905-1990 1966-1975 Biologe
Horst Popp 1917-2009 1976-1989
Bernd E. Ergert geb. 1940 1990-2005
Dr. Astrid Pellengahr geb. 1967 2006-2007 Volkskundlerin
Manuel Pretzl geb. 1975 seit 2007 Dipl. Kaufmann, Stadtrat der CSU seit 2002

Eigene Forschungen und Publikationen

Das Museum ist nicht forschend tätig, obwohl dies vor der Eröffnung eigentlich die Idee war. Entsprechende Publikationen gibt es deshalb nicht. In den letzten Jahren werden zwar immer wieder kleinere Publikationen zu zeitlich begrenzten Ausstellungen veröffentlicht, doch sind diese meist von den externen Sammlern oder den ausgestellten Künstlern erarbeitet worden. Eine Ausnahme ist der Ausstellungskatalog "Wittelsbacher Jagd", den der damalige Museumsleiter Bernd E. Ergert im Jahr 1980 herausbrachte (anlässlich des sog. Wittelsbacher-Jahres).



Literatur

  • Bernd E. Ergert/Karl-Heinz Zeitler, Deutsches Fischereimuseum, Braunschweig 1993.
  • Bernd Ergert, Deutsches Jagdmuseum, Braunschweig 1979.
  • Cornelia Oelwein, Die Geschichte des Deutschen Jagd- und Fischereimuseums München, Lindenberg im Allgäu 2016.
  • Cornelia Oelwein, Quellengestützte Dokumentation zur Geschichte des Deutschen Jagd- und Fischereimuseums München, Lindenberg im Allgäu 2016.
  • Karl Sälzle, Schätze des Deutschen Jagdmuseums München, München 1966.
  • Lothar Schätzl/Gabriele Schickel, Das "Deutsche Jagdmuseum" des Christian Weber im Schloss Nymphenburg. Zur Baugeschichte des Schlosses im Dritten Reich, in: Susanne Böning-Weis/Karlheinz Hemmeter/York Langenstein (Hg.), Monumental. Festschrift für Michael Petzet zum 65. Geburtstag am 12. April 1998 (Arbeitshefte des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege 100), München 1998, 837-862.

Quellen

  • Amtsgericht München Registergericht: Vereinsregister Nr. 3633, 9289.
  • Archiv der Erzdiözese München und Freising: Nachlass Faulhaber 2721.
  • Bundesarchiv Berlin: R 34 II/158, R 43 II/217, R43 II/1325.
  • Sammlung Edith Sedlaczek-Eggerts, Lüneburg.
  • Sammlung Prof. Dr. Hans L. Hofmann, Nürnberg.
  • Staatsarchiv München: Amtsgericht München Registergericht 16325
  • Staatsarchiv München: Schlösser Gärten Seen Verwaltung 1587.
  • Stadtarchiv München: Bürgermeister und Rat; Handakten Christian Weber; Kulturamt; NS-Pressefotografie; Zeitgeschichtliche Sammlung; Zeitungsausschnittsammlung.
  • Stiftung Deutsches Jagd- und Fischereimuseum (Hg.), Museums-Zeitung Deutsches Jagd- und Fischereimuseum, 1991-2002.


Weiterführende Recherche

Externe Links

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Empfohlene Zitierweise

Cornelia Oelwein, Deutsches Jagd- und Fischereimuseum München, publiziert am 28.03.2018; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Deutsches_Jagd-_und_Fischereimuseum_München> (26.04.2018)