







Die Bevölkerung im Raum des heutigen Bayern verdreifachte sich zwischen 1840 und 2012 und nahm damit von 3,8 Mio. auf 12,5 Mio. zu. Bis 1939 lag das Bevölkerungswachstum Bayerns aufgrund der verspäteten und schwächeren Industrialisierung unter dem deutschen Durchschnitt. Ab 1939 wies Bayern leicht überdurchschnittliche Zuwachsraten auf, ab 1961 verstärkte sich dieser Trend (Bayern lag hinter Baden-Württemberg an zweiter Stelle aller Bundesländer), und seit 2004 ist Bayern das einzige Bundesland, das noch ein (leichtes) Wachstum aufweist, während alle anderen Bundesländer Einwohner verlieren. Am stärksten wuchsen 1840-2012 die kreisfreien Städte, allen voran Kaufbeuren, Ingolstadt, München, Weiden i.d.OPf. und Rosenheim. Vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verlagerte sich das städtische Wachstum in den suburbanen Bereich, also in die zentrennahen Landkreise; dies gilt ab 2004 jedoch nur noch für den Großraum München. Unterdurchschnittliches Wachstum wiesen von 1840 bis 2012 Landkreise in peripherer Lage auf, vor allem in Franken, Schwaben und der Oberpfalz, wobei Westmittelfranken bis 1939 sogar einen leichten Bevölkerungsrückgang verzeichnete. In Nordostoberfranken, dessen Bevölkerung infolge dezentraler Industrialisierung 1840-1939 zunahm, geht die Bevölkerung seit 1961 stark zurück. Gegen diesen Trend wuchs die Bevölkerung in den südlich von München gelegenen Alpenlandkreisen durch den Tourismus.
Vorbemerkung: Bevölkerungsentwicklung als Indikator
Beim Thema Bevölkerungsentwicklung geht es nicht nur darum, wie viele Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt in Bayern, in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt leben und wie stark ihre Zahl in einem bestimmten Zeitraum zu- oder abnimmt. Vielmehr ermöglicht die Analyse der Bevölkerungsentwicklung es, Stadt-Land-Unterschiede und ihre Veränderungen im Laufe der Zeit sowie Prozesse der Entsiedlung, der Suburbanisierung und der Verstädterung festzustellen sowie räumlich und zeitlich zu verorten. Zusätzlich stellt die Bevölkerungsentwicklung einen wichtigen Indikator für die gesamte Entwicklung Bayerns dar: Ein Bevölkerungswachstum ist in der Regel mit einem Wirtschaftswachstum, einer sozio-kulturellen Dynamik und einer Umweltbelastung verbunden, während ein Bevölkerungsrückgang zu den gegenteiligen Auswirkungen führt.
Datengrundlage
Grundlage der Bevölkerungsanalysen sind die bayerischen Volkszählungen von 1840 bis 1987, die vom Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 1991 gebietsstandsbereinigt für den Gebietsstand 25. Mai 1987 publiziert wurden. Vervollständigt werden diese Daten durch die Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2004 und zum 31. Dezember 2019. Zählungen vor 1840 werden nicht berücksichtigt, weil ihre Vergleichbarkeit mit den Daten der späteren Volkszählungen nicht gegeben ist.
Ergänzt werden diese Daten durch die Daten der deutschen Bevölkerung im gleichen Zeitraum und ab 1961 durch die Daten der Bevölkerung der Europäischen Union (EU).
Methode
Damit aus den unüberschaubar vielen Bevölkerungsdaten inhaltlich relevante Aussagen in Bezug auf wichtige zeitliche und räumliche Veränderungen herausgelesen werden können, wird folgende Methode angewandt (Bätzing 2001, 183-188):
- Die Bevölkerungsentwicklung wird in fünf längere Zeitabschnitte (jeweils mehrere Jahrzehnte) unterteilt, die sich in ihrem Verlauf signifikant voneinander unterscheiden. Als Ausgangszeitpunkt wird die erste moderne Volkszählung in Bayern im Jahr 1840 gewählt, die kurz vor dem Beginn der Industrialisierung in Bayern stattfand; dadurch kann die Dynamik der Industrialisierung voll erfasst werden.
- Um zeitliche Prozesse und räumliche Unterschiede miteinander in Beziehung setzen und bewerten zu können, basieren die Auswertungen der Bevölkerungsentwicklung nicht auf absoluten, sondern auf relativen Werten (Prozentangaben). Dabei werden jeweils fünf Klassen gebildet (A: stark unterdurchschnittlich, B: unterdurchschnittlich, C: durchschnittlich, D: überdurchschnittlich, E: stark überdurchschnittlich), deren Schwellenwerte sich an Durchschnittswerten (Landkreise, Städte, Bayern, Deutschland, EU) orientieren. Dadurch können Vergleiche hergestellt werden, und es wird möglich, Entwicklungen zu bewerten. In den beigefügten Tabellen werden jeweils alle Prozentwerte, gereiht nach Bevölkerungsdynamik, aufgeführt; dies soll es dem Leser ermöglichen, eventuell selbst eigene Kategorien zu bilden.
- Als zentrale räumliche Analyseebene werden die Landkreise und die kreisfreien Städte Bayerns gewählt (71 + 25 = 96 Einheiten), die räumlich differenzierte Aussagen für Bayern ermöglichen und die zugleich wichtige Stadt-Land-Unterschiede sichtbar machen. Nur in wenigen Fällen werden zusätzlich auch Gemeindedaten berücksichtigt.
- Da sich der "Gebietsstand" Bayerns zwischen 1840 und 2019 immer wieder veränderte, werden alle Bevölkerungsdaten auf den aktuellen Gebietsstand bezogen bzw. umgerechnet (sog. "gebietsstandsbereinigte" Daten), weil andernfalls die Daten nicht wirklich vergleichbar wären. Dies betrifft erstens das Gesamtgebiet Bayerns, das sich zwischen 1840 und 1951 immer wieder verändert hat (siehe den letzten Abschnitt dieses Artikels) und zweitens die heutigen Grenzen der Landkreise und kreisfreien Städte, die erst im Rahmen der bayerischen Gebietsreform zwischen 1969 und 1978 geschaffen wurden. Während die Gebiete der alten, deutlich kleineren Landkreise häufig mit naturräumlichen Einheiten identisch waren, gruppieren sich die durch die Gebietsreform neugeschaffenen Landkreise jeweils um eine mittelgroße Stadt ("Mittelzentrum") herum und vereinigen bewusst naturräumliche Gunst- und Ungunstgebiete in einem Landkreis (siehe Bätzing 2013). Dies ist bei der Interpretation der Landkreisdaten stets zu beachten.
Für alle bayerischen Durchschnittswerte im Bereich der Bevölkerungsentwicklung 1840-2019 ist darüber hinaus zu berücksichtigen, dass die Stadt und der Großraum München auf Grund ihres besonders großen Wachstums die bayerische Entwicklung in allen Zeiträumen überproportional stark prägen.
Bevölkerungsentwicklung Bayerns
Gesamtzeitraum 1840-2019
Die Bevölkerung Bayerns verdreieinhalbfacht sich zwischen 1840 und 2019 und liegt damit deutlich über dem Wachstum der Bevölkerung Deutschlands. Dabei sind die Unterschiede zwischen den kreisfreien Städten und den Landkreisen stark ausgeprägt (siehe Karte 1 und Tabelle 1):
Die kreisfreien Städte versiebenfachen ihre Bevölkerung (714 %), und mit Ausnahme der Stadt Ansbach, die mit 265 % das schwächste Wachstum aller Städte aufweist, liegt das Bevölkerungswachstum aller bayerischen Städte über dem durchschnittlichen Wachstum aller Landkreise. Das stärkste absolute Wachstum verzeichnen die Städte München (+ 1,4 Mio.), Nürnberg (+ 0,5 Mio.) und Augsburg (+ 0,25 Mio.), während beim relativen Wachstum die Stadt München (1169 %) sogar noch von der Stadt Rosenheim übertroffen wird (1344 %), die 1840 nur 4.729 Einwohner zählt. Insgesamt versechsfachen 12 von 25 kreisfreien Städten ihre Bevölkerung, so dass der Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung von 14 % auf 30 % deutlich steigt.
Die Landkreise verdreifachen ihre Bevölkerung in diesem Zeitraum knapp (283 %). Dabei fällt auf, dass es zwar keinen Landkreis mit Bevölkerungsrückgang gibt, dass aber die beiden am schwächsten wachsenden Landkreise (Hof: 132 %, Neustadt an der Aisch: 137 %) nur um ein Drittel wachsen. Insgesamt verzeichnen 22 Landkreise ein stark unterdurchschnittliches Wachstum (Kategorie A in Tabelle 1); diese Landkreise, die zusammen etwa ein Drittel der Fläche Bayerns ausmachen, sind an der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung Bayerns nur sehr eingeschränkt beteiligt. Andererseits gibt es sieben Landkreise, die ihre Bevölkerung mehr als versechsfachen (Spitzenreiter: Landkreis München: 2828 %) und die eigentlich ein städtisches Wachstum verzeichnen.
Sieht man sich die räumliche Verteilung des Wachstums der Landkreise und der kreisfreien Städte an, so lässt sich klar ein Zentrum-Peripherie-Muster erkennen: In den Randregionen Bayerns, also in der Peripherie, liegen die Landkreise mit einem unterdurchschnittlichen Wachstum (Kategorie A und B, Ausnahme ist nur der Alpenraum, wo der Tourismus für ein Bevölkerungswachstum sorgt), während die großen Städte im Kern Bayerns von überdurchschnittlich wachsenden Landkreisen umgeben sind. Dabei steht der Raum München mit großem Abstand an der Spitze (hier liegen fünf von sieben Landkreisen der Kategorie E), gefolgt vom Raum Nürnberg und vom Raum Augsburg (und vom Raum Ulm, dessen Zentrum in Baden-Württemberg liegt), während die übrigen Städte nicht von Landkreisen der Kategorie D und E (überdurchschnittliches Wachstum) umgeben sind.
Die Auswertung der Bevölkerungsentwicklung 1840 – 2019 zeigt also ein Bayern, das in der Gefahr steht, in zwei Teilräume – Zentren und Peripherien – zu zerfallen.
Industriezeitalter (1840-1939)
Der Ausgangspunkt dieses Zeitraumes liegt knapp vor dem Einsetzen der Industrialisierung in Bayern. Als Ende dieses Zeitraumes wird das Jahr 1939 gewählt, weil hier mit dem Zweiten Weltkrieg eine völlig neue Bevölkerungsentwicklung einsetzt.
Industrielle Entwicklung ist fast immer mit einem sehr starken Bevölkerungswachstum verbunden (Auseinanderfallen von Geburten- und Sterberaten, was als "demographischer Übergang" bezeichnet wird, und dies wird durch Zuwanderung aus dem Ausland noch zusätzlich verstärkt).
Die Bevölkerung in Bayern wuchs von 3,8 Mio. im Jahr 1840 auf 7,1 Mio. im Jahr 1939, also um 86 %. Das bayerische Wachstum liegt in dieser Zeit spürbar unter dem Wachstum des Deutschen Reiches, weil die Industrialisierung in Bayern später einsetzte und schwächer als im deutschen Durchschnitt ausgeprägt ist.
Bevölkerungswachstum ist im Zeitalter der Industrialisierung Städtewachstum, und auch Bayern macht dabei keine Ausnahme (Karte 2 und Tabelle 2): Während das Wachstum der kreisfreien Städte in diesem Zeitraum 452 % beträgt, liegen die Landkreise nur bei 141 %. Dies ist die größte Differenz zwischen Stadt und Land, die im gesamten Zeitraum 1840–2019 auftritt, und der Anteil der Bevölkerung, der in den kreisfreien Städten lebt, steigt von 14 % im Jahr 1840 auf 35 % im Jahr 1939 - dieser Wert wird anschließend bis heute nicht wieder erreicht.
Alle kreisfreien Städte wuchsen in diesem Zeitraum stärker als der bayerische Durchschnitt, und dabei fallen die Städte, die durch eine starke Industrialisierung geprägt sind, durch ein relativ starkes Bevölkerungswachstum auf. Die Spitzenreiter beim relativen Wachstum sind Schweinfurt (635 %), München (662 %), Nürnberg (699 %) und Weiden in der Oberpfalz (783 %).
Die Landkreise wuchsen dagegen nur schwach: 59 von 71 Landkreisen verzeichnen ein Wachstum, das unterhalb des bayerischen Durchschnitts liegt (Kategorien A, B und C in Tabelle 2), und darunter ist sogar ein Landkreis, nämlich Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, der einen Bevölkerungsrückgang von 4 % aufweist. Allerdings wird auf dieser Maßstabsebene der größte Problemraum Bayerns in dieser Zeit, die Region Westmittelfranken sowie nördlich und südlich daran angrenzende Gebiete (und jenseits der Landesgrenze die Region Tauberfranken in Baden-Württemberg) nicht angemessen sichtbar: In den Landkreisen Ansbach, Erlangen-Höchstadt, Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Weißenburg-Gunzenhausen, Bamberg, Schweinfurt und Kitzingen verlieren zwischen 1840 und 1939 72 Gemeinden mehr als 10 % ihrer Einwohner. Nach zeitgenössischen Aussagen stellt dies eine der größten Regionen mit Bevölkerungsrückgang im gesamten Deutschen Reich dar (Bätzing 2001, 197 und Bätzing 2003, 188). Ursache dafür ist die territoriale Neuordnung dieser Region von 1806/1810 (neue Grenzen zwischen Bayern, Baden und Württemberg), die diesen eigentlich zentralen Raum um die ehemalige Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber herum zerstückelt und zur Peripherie macht (Ruppert 1987, 223).
Die 34 Landkreise, die unterdurchschnittlich wuchsen (Kategorien A und B), lagen in der Regel in der Peripherie Bayerns, und sie wurden demographisch und wirtschaftlich deutlich geschwächt. Die 37 Landkreise, die ein stärkeres Wachstum als der Durchschnitt der Landkreise besaßen (Kategorien D und E), verdankten diese positive Entwicklung entweder einer dezentralen Industrialisierung im ländlichen Raum (Oberfranken), der touristischen Aufwertung (Alpenraum) oder der unmittelbaren Nähe zu einer größeren Stadt. Dabei fällt auf, dass es nur einen einzigen Landkreis mit einem stark überdurchschnittlichen Wachstum (Kategorie E) gibt, nämlich den Landkreis München (479 %), und dieses Wachstum ist auf eine frühe Suburbanisierung zurückzuführen.
Das moderne Wachstum konzentrierte sich also sehr eindeutig auf die Städte und strahlte dabei relativ schwach in die benachbarten Landkreise aus (Ausnahme München). Größere Teile des Landes hatten an der modernen Entwicklung keinen (ein Landkreis) oder nur einen begrenzten Anteil (33 Landkreise), andere Teile (36 Landkreise) verzeichneten eher schwache Impulse durch dezentrale Industrialisierung, Tourismus oder Suburbanisierung. Damit wurde Bayern durch eine Zentrum-Peripherie-Entwicklung geprägt, bei der es viele Zentren mit geringer räumlicher Ausstrahlung und große Peripherieräume gab.
Kriegs- und Nachkriegszeit (1939-1961)
Die Kriegszerstörungen vieler deutscher Städte führten ab 1943 zu Stadt-Land-Wanderungen. Die Aufnahme zahlloser Flüchtlinge und Vertriebener ab 1945 ließ die Bevölkerung der damaligen Bundesrepublik Deutschland sehr stark anwachsen. Da diese Menschen von der Militärverwaltung dezentral untergebracht wurden, fand ein markanter Trendbruch in der Bevölkerungsentwicklung statt. Erst nach 1961 normalisierte sich die Situation wieder.
Das hohe Wachstum von +34% in 22 Jahren in Bayern lag nur wenig über dem bundesdeutschen Wachstum. Besonders auffällig ist jetzt, dass die Landkreise wesentlich stärker profitierten als die kreisfreien Städte (=Trendbruch). Bei den kreisfreien Städten gab es deutliche Korrelationen zwischen starken Kriegszerstörungen und schwacher Bevölkerungsentwicklung. Bei den Landkreisen fällt auf, dass sie alle positive Werte aufwiesen. Das schwächste Wachstum (Kategorie A in Tabelle 3) verzeichnete der Bayerische Wald. Am stärksten wuchsen die Landkreise in der direkten Umgebung einer größeren Stadt (München, Nürnberg-Fürth-Erlangen, Augsburg, Aschaffenburg, Ulm), so dass sich in diesem Zeitraum die Suburbanisation fortsetzte.
Dieser Zeitraum erlebte also eine spürbare Wiederaufwertung des ländlichen Raumes gegenüber den Städten, von dem aber die zentrennahen Landkreise am stärksten profitierten.
Im Kontext der deutschen Tertiarisierung (1961-1987)
Der Wiederaufbau Deutschlands in der Nachkriegszeit verstärkte erneut die vor dem Zweiten Weltkrieg entstandenen industriellen Strukturen. Erst ab den 1960er Jahren setzte der Wandel von der Industrie- zur Dienstleitungsgesellschaft (=Tertiarisierung) ein (1972 waren in Deutschland erstmals mehr als 50% der Erwerbstätigen im III. Sektor tätig), was zu neuen demographischen und räumlichen Strukturen führte. Damit verbunden war das Ende des starken Bevölkerungswachstums der Phase der Industriegesellschaft: Anfang der 1970er Jahre fielen die Geburtenraten erstmals unter das Niveau der Sterberaten und verblieben dort bis heute. Deshalb verzeichnete Westdeutschland im Jahr 1974 den für lange Zeit maximalen Wert von 62 Mio. Einwohnern (Gesamtdeutschland 79 Mio.). Anschließend ging die Bevölkerungszahl wieder leicht zurück und erreichte 1985/1986 ihr Minimum mit 61/77,6 Mio. Ab 1988/1989 setzte dann ein sprunghaftes Wachstum durch Zuwanderer ein, was auf neuen Rahmenbedingungen gründete.
Die Bundesrepublik Deutschland verzeichnete in dieser Phase ein schwaches Wachstum, das deutlich unter dem Durchschnitt der zwölf EG-Staaten lag. Innerhalb Deutschlands wuchs im Kontext der Tertiarisierung der Süden überdurchschnittlich stark, Bayern nahm hier Platz 2 nach Baden-Württemberg und vor Hessen ein. Damit verwandelte sich der Nachteil der späten und schwachen Industrialisierung Bayerns in einen Standortvorteil im Kontext der Tertiarisierung.
In diesen Zeitraum fiel die Entwertung der Kernstädte zu Gunsten des suburbanen Raumes (starke Suburbanisierung). Das Wachstum der Landkreise lag jetzt sehr deutlich über dem der kreisfreien Städte, die Mehrzahl der kreisfreien Städte verlor sogar Einwohner. An der Spitze des städtischen Wachstums standen jetzt Städte, die im Industriezeitalter eher gering wuchsen und die diesen Nachteil jetzt kompensierten (Schwabach, Erlangen, Ingolstadt).
Bei den Landkreisen gab es eine gegenläufige Entwicklung: Ein besonders starkes Wachstum (Kategorie E in Tabelle 4) verzeichneten die Landkreise um München, Nürnberg, Augsburg und (erstmalig!) Regensburg herum, was als Suburbanisation in direktem Zusammenhang mit der Entwertung der Kernstädte steht.
Ein überdurchschnittliches Wachstum (Kategorie D in Tabelle 4) verzeichneten Landkreise in etwas größerer Entfernung zu den eben genannten Städten und Landkreise in der direkten Nachbarschaft von anderen, meist kleineren Städten (Suburbanisation).
Ein lediglich minimales Wachstum (Kategorie B) verzeichneten acht Landkreise in peripherer Lage, meist in Franken.
Sieben Landkreise, fast alle in Franken gelegen, verloren sogar Einwohner. Es handelte sich dabei um Landkreise, die in der Phase zwischen 1840 und 1939 dank dezentraler Industrialisierung mit 127 bis 179% relativ stark gewachsen waren (siehe Tabelle 2). Da diese Industriestandorte jetzt in die Krise gerieten und geschlossen wurden, ging auch die Einwohnerzahl zurück. Am massivsten betroffen war der Landkreis Wunsiedel, der 1840–1939 am stärksten gewachsen war.
Einen anderen Fall stellt der Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim dar: Er hatte als einziger 1840–1939 Einwohner verloren, war durch die Kriegsflüchtlinge kurzfristig wieder aufgewertet worden und verlor jetzt erneut Bewohner.
Zentrales Charakteristikum dieses Zeitraumes ist der Prozess der Suburbanisation, der aus dem zuvor eher punkthaften Städtewachstum jetzt ein eher flächenhaftes Phänomen machte, das aber auf der Ebene der Landkreise nur etwa 40% der Fläche Bayerns erfasste.
Im Kontext der Globalisierung (1987-2004)
Das Jahr 1989 bedeutete auch in demographischer Hinsicht eine Zäsur: Durch die deutsche Wiedervereinigung, das Zusammenwachsen der EU und die Globalisierung veränderten sich die Rahmenbedingungen des Wirtschaftens. Die Bevölkerung in Deutschland wuchs wieder stärker, was auf eine verstärkte Einwanderung zurückging, während die Geburtenrate noch weiter absank. Damit bewegte sich Deutschland jetzt – im Unterschied zur vorhergehenden Phase – im Rahmen des EU-Durchschnitts.
Innerhalb Deutschlands behielt Bayern seine überdurchschnittlich positive Entwicklung bei und steht nach Baden-Württemberg weiterhin auf Platz 2 aller Länder. Wie in der vorausgegangenen Phase verzeichneten auch jetzt die Landkreise weiterhin ein viel stärkeres Bevölkerungswachstum als die kreisfreien Städte. Allerdings nivellierte sich dieser Unterschied auf beiden Seiten (Stadt und Land) etwas.
Bei den kreisfreien Städten ging die Zahl der Städte mit Bevölkerungsrückgang von 13 auf 2 (Hof und Coburg) zurück, was auf Maßnahmen der Reurbanisation zurückzuführen ist. Und nur noch eine einzige Stadt, Ingolstadt, wuchs noch stark, so dass bei nahezu allen Städten ein moderates Wachstum (Kategorie B und C in Tabelle 5) dominierte.
Bei den Landkreisen zeigte sich die gleiche Entwicklung: 36 von 71 Landkreisen verzeichneten ein mittleres Wachstum, was über dem Durchschnittswert der alten Länder und unter dem der bayerischen Landkreise lag (Kategorie C in Tabelle 5). Die beiden Extreme von sehr starkem Wachstum und Rückgang wurden dagegen signifikant seltener.
Das stärkste Wachstum im suburbanen Raum verlagert sich jetzt in den zweiten suburbanen Gürtel: Die Wachstumsraten der zentrennahen Landkreise schwächen sich überall deutlich ab (nämlich von Kategorie E und D in Tabelle 4 jetzt zu Kategorie D und C in Tabelle 5). Nur noch im Großraum München mit seiner besonders starken Wachstumsdynamik gibt es jetzt vier Landkreise mit einem extrem starken Wachstum (Kategorie E: Pfaffenhofen a.d. Ilm, Landsberg am Lech, Freising, Erding).
Bei den übrigen Zentren in Bayern führte die Verlagerung des suburbanen Wachstums nach außen dazu, dass Landkreise mit zuvor unterdurchschnittlichem Wachstum aufgewertet wurden. Dies ließ sich besonders eindrücklich in der Region Nürnberg mit den Landkreisen Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim und Weißenburg-Gunzenhausen, in der Region Würzburg mit Kitzingen und der Region Bamberg mit Haßberge erkennen.
Auf der anderen Seite ging die Zahl der Landkreise mit Bevölkerungsrückgang (Kategorie A) von sieben auf zwei (Wunsiedel, Kronach) und denjenigen mit einem sehr schwachen Wachstum (100 – 104%) von acht auf zwei (Hof, Tirschenreuth) zurück. Damit blieben die Strukturprobleme der altindustriellen Landkreise weiterhin sichtbar, aber sie schwächten sich ab.
Die Entwicklung im Zeitraum 1987–2004 könnte den Eindruck erwecken, dass sich nach den zwei Zeiträumen mit starken räumlichen Disparitäten (1840–1939 und 1961–1987) jetzt das Bevölkerungswachstum relativ homogen in Bayern verteilt. Dies liegt jedoch in erster Linie an der gewählten Maßstabsebene: Berücksichtigt man die Gemeinde-Ergebnisse (Bätzing 2001/03, 2003), stellt man fest, dass im Verlauf der Tertiarisierung die in der Industrialisierung entstandenen Disparitäten keineswegs verschwanden: Sie verlagerten sich lediglich von der Ebene der großräumig auf die Ebene der kleinräumig ausgeprägten Disparitäten. Diese werden jedoch erst auf der Ebene der Gemeinden/Orte richtig sichtbar.
Und dort, wo es im suburbanen Raum heute ausgeprägte Wachstumsprozesse gibt, finden wir meist die Struktur der "Zwischenstadt" (Sieverts 1997), also ein relativ ungeordnetes und unstrukturiertes Nebeneinander der verschiedensten Nutzungsformen ohne räumliche Identitäten, bei der sich die traditionellen Ortskerne immer stärker auflösen.
Stagnation im Kontext der Globalisierung (2004–2012)
Die Zeit um das Jahr 2004 herum (plus/minus zwei Jahre) stellte eine demographische Trendwende dar, weil seitdem Deutschland insgesamt sowie alle Bundesländer außer Bayern Einwohner verlieren. Und alle Prognosen gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung auch in Zukunft weiter fortsetzen wird, so dass es sich dabei um eine säkulare Trendwende handelt.
Mit dieser Entwicklung stellt Deutschland einen Sonderfall in Europa dar, weil fast alle EU-Staaten in dieser Zeit noch ein Bevölkerungswachstum verzeichnen und ein Bevölkerungsrückgang meist erst für die Zeit nach 2030 prognostiziert wird.
Allerdings gibt es in diesem Zeitraum ein Erhebungsproblem: Die Daten der Volkszählung vom 9. Mai 2011, der ersten Volkszählung nach der vom 25. Mai 1987, ergaben für Deutschland 1,5 Millionen (für Bayern: 100.000) Einwohner weniger, als auf der Grundlage der Bevölkerungsfortschreibungen erwartet worden waren – dies ist bei der Interpretation der Daten von 2004 zu berücksichtigen (Daten sind wahrscheinlich etwas zu hoch).
Während die Bevölkerung in Deutschland zwischen 2004 und 2012 um 2,4% abnimmt, wächst sie in Bayern um 0,6%. Sieht man sich jedoch die Regierungsbezirke an, so wächst allein Oberbayern stark (+4,9%), während Schwaben nur minimal wächst (+0,4%) und alle anderen Regierungsbezirke Einwohner verlieren: Mittelfranken, Niederbayern und die Oberpfalz bewegen sich dabei im Rahmen der Bandbreite der alten Bundesländer, Unter- und Oberfranken dagegen liegen noch leicht darunter. Damit zeigt sich erneut ein Phänomen, das Bayern bereits in den früheren Phasen geprägt hatte: Ohne Oberbayern (genauer: den Großraum München) läge die bayerische Bevölkerungsentwicklung in der Zeit 2004 - 2012 im Rahmen der alten Bundesländer.
Bei der Untergliederung der demographischen Entwicklung nach 5 Kategorien ist zu beachten, dass jetzt – im starken Gegensatz zu allen früheren Phasen – das Wachstum nur noch minimal ausfällt (+0,075% pro Jahr) und auch die Extreme sehr stark abgenommen haben – die Bandbreite beträgt nur noch 90,3 bis 111,1%. Deshalb umfassen die Kategorien in dieser Phase sehr viel kleinere Bereiche als in den früheren Phasen. Die Kategorien A und B (moderater Rückgang) und D und E (moderates Wachstum) können auch gut zusammengefasst werden, während die Kategorie C die Stagnation darstellt.
Differenziert man diese demographische Entwicklung nach kreisfreien Städten und nach Landkreisen, so zeigt sich auf den ersten Blick ein klarer Unterschied: Die Städte wachsen im Durchschnitt um 4,5%, während die Landkreise 1,5% ihrer Bevölkerung verlieren. Allerdings beeinflusst bei dieser Darstellung die Stadt München den Durchschnitt überproportional stark: Nur 8 Städte verzeichnen ein Wachstum (Kategorie D und E), 6 Städte stagnieren (Kategorie C) und 11 Städte verlieren sogar Einwohner (Kategorien A und B).
Damit ist auch bei den kreisfreien Städten ein Trendbruch festzustellen: Ihr meist moderates Wachstum in der Zeit zwischen 1987 und 2004 wird jetzt durch eine polarisierende Entwicklung abgelöst: Nur noch ein Drittel der Städte verzeichnet ein Wachstum, und diese Städte konzentrieren sich räumlich stark im erweiterten Großraum München (München, Augsburg, Ingolstadt, Regensburg, Landshut), und lediglich Erlangen, Fürth und Kempten liegen abseits davon. Alle anderen Städte verlieren Einwohner oder weisen eine Stagnation auf: Waren bisher – mit Ausnahme der Phase 1939 – 1961 – die Städte grundsätzlich die Träger des Bevölkerungswachstum gewesen (teilweise einschließlich ihrer suburbanen Gürtel), so verlieren sie jetzt diese herausgehobene Position.
Auch bei den Landkreisen ist ein signifikanter Trendbruch festzustellen, der sich auf doppelte Weise zeigt: Bevölkerungsverluste hatte es erstens seit 1961 mit abnehmender Tendenz nur in den wenigen altindustriellen Landkreisen gegeben – jetzt dagegen sind davon 37 von 71 Landkreisen (52%) betroffen. Ursache dafür ist eine Überalterung der Bevölkerung, der Verlust zahlreicher dezentraler Arbeitsplätze (zur Veränderung der Arbeitsplätze 1995 – 2010 in der flächengroßen Metropolregion Nürnberg auf Gemeindeebene siehe Bätzing 2012) und eine Abwanderung junger Erwachsener. Zweitens waren die Landkreise im Umfeld der größeren Zentren seit 1961 überdurchschnittlich stark gewachsen (Suburbanisierung) – dies endet jetzt, und fast alle diese Landkreise verzeichnen ab 2004 eine Stagnation ihrer Bevölkerung. Die einzige Ausnahme stellt der Raum München (Landkreise München, Ebersberg, Erding, Dachau, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech), der Raum Ingolstadt (Landkreise Eichstätt, Pfaffenhofen a.d.Ilm) und der Raum Regensburg (Landkreis Regensburg) dar, deren Landkreise auch nach 2004 noch ein Wachstum zeigen. Allerdings ist dieses im Gegensatz zur Phase 1987 – 2004 jetzt dadurch geprägt, dass das Wachstum umso größer ist, je näher der Landkreis an München liegt.
Damit beginnt sich in Bayern ab 2004 ein neues Raummuster bei der Bevölkerungsentwicklung auszubilden: An die Stelle kleinräumiger Disparitäten zwischen in ganz Bayern verteilten Städten mit ihrem Umland und den periphereren ländlichen Räumen tritt jetzt eine großräumige Disparität zwischen dem erweiterten Großraum München (unter Einschluss von Augsburg – Ingolstadt – Regensburg), der etwa 25% der Fläche Bayerns umfasst, und dem übrigen Bayern, dessen Bevölkerung entweder stagniert (Südbayern und Gebiete um Bamberg, Erlangen, Fürth herum) oder abnimmt (großflächige Gebiete entlang der Grenzen Bayerns im Südosten, Osten, Norden und Westen). Diese Entwicklung stellt für das Ziel der „gleichwertigen Lebensverhältnisse“ in Bayern eine erhebliche Herausforderung dar.
| Jahr | Grenzen von 2004 (gebietsstandsbereinigte Daten) | Historische Grenzen | Unterschiede im erfassten Gebiet |
| 1818 | 3.707.966 | mit der Pfalz, dem Bezirksamt Gersfeld und Teilen des Kreises Orb, ohne das Herzogtum Coburg und die Enklave Ostheim | |
| 1840 | 3.802.515 | 4.370.977 | mit der Pfalz, dem Bezirksamt Gersfeld und Teilen des Kreises Orb, ohne das Herzogtum Coburg und die Enklave Ostheim |
| 1871 | 4.292.484 | 4.863.450 | mit der Pfalz, ohne das Herzogtum Coburg und die Enklave Ostheim |
| 1900 | 5.414.831 | 6.176.057 | mit der Pfalz (verkleinert um die Saarpfalz) und Coburg, ohne die Enklave Ostheim |
| 1925 | 6.451.380 | 7.379.594 | mit der Pfalz (verkleinert um die Saarpfalz) und Coburg, ohne die Enklave Ostheim |
| 1939 | 7.084.086 | 8.222.982 | mit der verkleinerten Pfalz und Teilen des Sudetenlands |
| 1950 | 9.184.466 | 9.126.010 | ohne die Pfalz und den Kreis Lindau, mit der Enklave Ostheim |
| 1961 | 9.515.479 | ||
| 1970 | 10.479.386 | ||
| 1987 | 10.902.643 | ||
| 2004 | 12.443.893 |
Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (gebietsstandsbereinigte Daten). - Für die historischen Daten: Hans Fehn, Bayerns Bevölkerungsentwicklung seit 1800, in: Max Spindler (Hg.), Handbuch der bayerischen Geschichte. Vierter Band: Das neue Bayern 1800-1970, zweiter Teilband, München 1979, 679-708, hier 680. Detaillierte Angaben enthalten die jeweils gesondert in den "Beiträgen zur Statistik Bayerns" (1850-1918: "Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern") publizierten Ergebnisse der Volkszählungen. Die Daten der Volkszählungen von 1818 bis 1850 enthält der Band 1 der "Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern". Einen raschen Zugriff auf das Datenmaterial bietet das "Statistische Jahrbuch für Bayern" (1894-1915: Statistisches Jahrbuch für das Königreich Bayern").
Bevölkerung der Pfalz
| Jahr | Bevölkerung | Bemerkung |
| 1818 | 446.168 | |
| 1840 | 579.120 | |
| 1871 | 615.035 | |
| 1900 | 831.678 | |
| 1925 | 931.755 | ohne die Saarpfalz |
| 1939 | 1.045.176 | ohne die Saarpfalz |
| 1950 | 1.051.054 | ohne die Saarpfalz |
| 1958 | 1.217.208 | ohne die Saarpfalz |
| 1970 | 1.342.286 | ohne die Saarpfalz |
Quellen: Bis 1939 siehe Gesamtbayern. Ab 1945: Hans-Jürgen Wunschel, Die Pfalz in der Nachkriegszeit, in: Karl-Heinz Rothenberger (u. a.), Pfälzische Geschichte. Band 2, Kaiserslautern 2001, 219-247, hier 230.
Literatur
- Werner Bätzing, Die Bevölkerungsentwicklung in den Regierungsbezirken Ober-, Mittel- und Unterfranken im Zeitraum 1840-1999. 1.Teil: Analyse auf der Ebene der kreisfreien Städte und der Landkreise. 2. Teil: Analyse auf der Ebene der Gemeinden, in: Jahrbuch für fränkische Landesforschung 61 (2001), 183-226 und 63 (2003), 171-224.
- Werner Bätzing, Zur Aufwertung von Regionalprodukten unter der Dachmarke "Original Regional", in: Metropolregion Nürnberg (Hg.), Regional-Monitor 2012. Zahlen – Karten – Fakten, Nürnberg 2012, 28-33.
- Werner Bätzing, Die territoriale Neugliederung Bayerns durch die Gebietsreform der 1970er Jahre als Antwort auf die Herausforderungen der Moderne, in: Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft 59 (2013), 151-164.
- Werner Bätzing, Die Alpen. Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft, München 2015.
- Werner Bätzing, Das Landleben. Geschichte und Zukunft einer gefährdeten Lebensform, München 2020.
- Klaus Fehn, Das Land und seine Bevölkerung, in: Max Spindler (Begr.)/Alois Schmid (Hg.), Handbuch der bayerischen Geschichte. Vierter Band: Das neue Bayern. Von 1800 bis zur Gegenwart. Zweiter Teilband: Die innere und kulturelle Entwicklung, München 2. Auflage 2007, 3-71.
- Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland, Band Bevölkerung, Heidelberg/Berlin 2001.
- Karl Ruppert, Bayern. Eine Landeskunde aus sozialgeographischer Sicht (Wissenschaftliche Länderkunden 8/II), Darmstadt 1987.
- Thomas Sieverts, Zwischenstadt zwischen Ort und Welt, Raum und Zeit, Stadt und Land (Bauwelt Fundamente 118), Braunschweig/Wiesbaden 1997.
Quellen
- Bayern 2004: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hg.), Gemeindedaten. Ausgabe 2005, München 2005.
Weiterführende Recherche
Externe Links
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- Eingemeindung
- Heiratsmuster, europäische
- Industrialisierung
- Konfessionsstruktur (19./20. Jahrhundert)
- Metropolregionen
- Urbanisierung
Einwohnerzahl, Bevölkererungsgeschichte
Empfohlene Zitierweise
Werner Bätzing, Bevölkerungsentwicklung (19./20. Jahrhundert), publiziert am 20.11.2006; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Bevölkerungsentwicklung_(19./20._Jahrhundert) (13.02.2026)