Abraxas-Skandal

Plakat zur Uraufführung von Werner Egks Ballett "Abraxas" am 6. Juni 1948 im Münchner Prinzregententheater. (Bayerische Theaterakademie August Everding im Residenztheater)

von Ulrike Natzer und Bernhard von Zech-Kleber

Nie zuvor wurde der Vorhang in der Bayerischen Staatsoper häufiger hochgezogen. Das von Heinrich Heines (1797-1856) "Der Doktor Faust" (1846) inspirierte Ballett "Abraxas" von Werner Egk (geb. Werner Mayer, 1901-1983) war so umstritten wie erfolgreich. Während das Publikum die Aufführungen feierte, erregte es insbesondere in kirchlichen Kreisen großen Unmut und wurde sogar zum Gegenstand heftiger Debatten im Bayerischen Landtag. Kultusminister Alois Hundhammer (CSU, 1900-1974, Staatsminister für Unterricht und Kultus 1946-1950) verbot nicht nur den Verkauf des Anstoß erregenden Librettos, er ließ das Stück gleich ganz absetzen. Die Debatten, die daraufhin nicht nur in Landtag und Presse entbrannten, drehten sich v. a. um die nun wieder als bedroht angesehene Freiheit der Kunst. Sowohl das Vorgehen des Staates als auch das Ballett an sich wurden von der jeweils anderen Seite als Skandal wahrgenommen. Der "Abraxas-Skandal" spiegelt damit wenige Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur das Spannungsverhältnis von konservativ-kirchlichen und liberalen Kreisen sowie die Gratwanderung des Staates bei Einmischung in künstlerische und publizistische Freiheit wider.

Der Komponist und Dirigent Werner Egk (17.5.1901 - 10.7.1983). (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv port-005502)
Werner Egk in seinem Wohnhaus in Lochham bei München. (Fotografie um 1952, Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv timp-007055)

Zu Werner Egks Ballett "Abraxas"

Inhalt

Inhaltlich orientiert sich Werner Egk (geb. Werner Mayer, 1901-1983) vollständig an der Vorlage Heinrich Heines (1797-1856). Sein Ballett ist ebenfalls in fünf Bilder unterteilt:

1. Bild: Mitternacht

Faust nimmt eine Teufelsbeschwörung vor, während der sich unter Blitz und Donner die Erde öffnet und Mephistophela erscheint. Nach anfänglichem Zögern lässt sich Faust willig das Tanzen lehren. Faust wird zu einem Pakt mit dem Teufel verleitet (Trugbild): Er tauscht die himmlische Glückseligkeit gegen irdische Freuden ein. Ein Teufelsballett feiert den Pakt.

2. Bild: Fürstenhof mit Herzog und Herzogin

In der Herzogin erkennt Faust das Trugbild, das ihn zum Teufelspakt verleitet hat. Während Faust mit der Herzogin innig tanzt, wird der Herzog von Mephistophela abgelenkt. Faust erkennt am Hals der Herzogin ein Teufelsmal, das sie als Zaubererin auszeichnet. Es kommt zu einer Einladung zum Hexensabbat. Nachdem der Herzog den innigen Flirt Fausts mit der Herzogin erkannt hat, müssen Faust und Mephistophela fliehen.

3. Bild: Hexensabbat oder Treffen der Unterwelt

Auf dem Hexensabbat tanzen maskierte Wesen aus der Hölle und beten eine schwarze Bockstatue an. Herzogin und Faust tanzen abermals und entschwinden für kurze Zeit hinter einen Busch. Anschließend gibt sich die Herzogin dem schwarzen Bock hin, was Faust anwidert. Es kommt erneut zur Flucht von Faust und Mephistophela. Die ersten Sonnenstrahlen beenden den Spuk, der schwarze Bock geht in Flammen auf.

4. Bild: Eine Insel im Archipel

Auf ihrer Flucht kommen Faust und Mephistophela an den Tempel der Aphrodite und treffen dort auf Helena von Troia. Es kommt zum Tanz zwischen Helena und Faust, der in ihr die reine Schönheit und Natürlichkeit sieht. Ohne Fausts Wissen ist die Herzogin ihnen gefolgt. Sie sieht das Tanzpaar und voller Zorn kehrt sie alles Schöne ins Hässliche um. Es folgt ein Unwetter, das die Herzogin heraufbeschworen hat. Faust, ebenfalls blind vor Zorn, erdolcht darauf die Herzogin. Erneut fliehen Faust und Mephistophela.

5. Bild: Schützenumzug vor einer Kathedrale

Faust verliebt sich in die Tochter des Bürgermeisters und hält um deren Hand an. Mephistophela erinnert Faust an die Einhaltung des geschlossenen Paktes und beschwört ein Unwetter herauf, als sich der Brautzug gebildet hat. Vor dem Unwetter flieht das Volk in die Kathedrale und Faust bittet Mephistophela um Gnade. Diese verwandelt sich in eine Schlange und erdrosselt Faust. Daraufhin öffnet sich die Erde und Faust verschwindet in der Hölle.

Szene aus der Uraufführung von Egks "Abraxas" am 6. Juni 1948 im Münchner Prinzregententheater mit (von links) Solange Schwarz als Bellastriga, Marcel Luipart als Faust, Irina Kladivova (1921-1992) als Archisposa: 'Die Begleichung' – "Sie zeigt ihm, daß die Zeit des Kontraktes verflossen sei und Leib und Seele jetzt der Hölle gehöre" (Heinrich Heine). (Foto: Werner Bochmann, aus: Thomas Poeschel, Abraxas - Höllen-Spektakulum. Ein zeitgeschichtliches Libretto des deutschen Nationalmythos von Heinrich Heine bis Werner Egk, Berlin 2002, 272)

Uraufführung in München

Am 6. Juni 1948 wurde das von Egk geschaffene Ballett "Abraxas. Ein Faustballett" an der Bayerischen Staatsoper in München unter der Leitung Egks uraufgeführt. Egk hatte das Tanzpoem "Der Doktor Faust" von Heinrich Heine aus dem Jahr 1847 adaptiert. Die Choreographie hatte der französische Ballettmeister Marcel Luipart (geb. Marcel Fenchel, 1912-1989) entwickelt. Spielort war das Münchner Prinzregententheater. Bis zur Sommerpause erfolgten fünf erfolgreiche, von Publikum und Presse sehr gut aufgenommene Aufführungen (vgl. u. a. Die ZEIT, 17.6.1948): "Nach dem 38. Vorhang war der bisherige Beifallsrekord der Münchner Staatsoper seit Jahrzehnten gebrochen. Erst nach dem 48. Vorhang konnten sich Werner Egk [...] und das Tanz Dreigestirn [...] von der entfesselt huldigenden Menge verabschieden. Am Bühnenausgang setzten sich die lärmenden Ovationen mit Autogrammkämpfen fort." (Der SPIEGEL, 12.6.1948).

Auslöser

Am 2. Juni 1948, vier Tage vor der Uraufführung von "Abraxas", hatte Dr. Wilhelm Diess (1884-1957), Generaldirektor der Bayerischen Staatstheater, das Libretto auf dem üblichen Dienstweg erhalten. Bereits am darauffolgenden Tag untersagte das Kultusministerium den Verkauf des Librettos wegen darin enthaltener anstößiger Passagen. Um sich ein genaueres Bild zu verschaffen, besuchte Diess zudem die Generalprobe zum dritten Bild des Balletts. Kritisiert wurde neben verschiedenen anstößigen Formulierungen insbesondere der Begriff der "Schwarzen Messe" - eine orgiastische Feier des Bösen, die dem katholischen Messritus nachempfunden war. Zudem wurden kleinere Korrekturen in der tänzerischen Darstellung verlangt. Obszön empfunden wurde etwa eine Tanzszene, bei der das Höschen der Tänzerin zu sehen war, als diese einen Überschlag machte. Egk und Luipart setzten diese Korrekturen bereitwillig um, wovon die Öffentlichkeit keine Kenntnis nahm.

Erst eine Intervention des bayerischen Kultusministers Dr. Dr. Alois Hundhammer (CSU, 1900-1974, Staatsminister für Unterricht und Kultus 1946-1950) führte zum eigentlichen Skandal um das Ballett. Hundhammer verhinderte eine Wiederaufnahme der Inszenierung in der neuen Spielzeit und griff damit ein weiteres Mal in die Politik der Bayerischen Staatstheater ein. Maßgeblicher Einfluss auf diese Intervention war laut Aussage des damaligen Staatssekretärs Dieter Sattler (1906-1968) ein Anruf des Weihbischofs von München und Freising Dr. Johannes Neuhäusler (1888-1973). Neben unmoralischen Bedenken stand die die Darstellung der "Schwarzen Messe" im Mittelpunkt des Verbots. Gelegen kamen den Befürwortern eines Verbots auch die hohen Kosten, die die Inszenierung verursachte. Hundhammers Versuch, die US-Militärregierung in dieser Angelegenheit zu aktivieren, scheiterte. Sie betrachtete es als innere deutsche Angelegenheit: "We would put our necks out over very debatable and vulnerable territory should we interfere in something of this nature. I suggest, that you toss the ball straight back to Dr. Hundhammer's own clammy hands" (Carlos Mosley, Music Specialist der Militärregierung, an James A. Clark, 22.6.1948). Als Kompensation für die Absetzung von "Abraxas" sollten andere Stücke Egks aufgeführt werden. Öffentlich bemerkt wurden die Vorgänge um "Abraxas" noch nicht.

Am 24. Januar 1949 berichtete allerdings der Bayerndienst der "Deutschen Nachrichtenagentur" (Dena) offenbar auf Drängen Werner Egks über die Absetzung: "Man hatte ursprünglich angenommen, daß dies [die Absetzung des Balletts vom Spielplan] aus finanziellen Gründen wegen der zu kostspieligen Verpflichtung auswärtiger Kräfte geschehen sei. Jetzt wurde jedoch bekannt, daß Abraxas auf Wunsch des Kultusministers [Hundhammer] vom Spielplan abgesetzt wurde." Aufgrund dieser Meldung entstand in Landtag, Medien, Öffentlichkeit und vor Gericht eine breite Auseinandersetzung um die Frage, ob es sich hier um unzulässige staatliche Zensur handele.

Werner Egk steht den Journalisten auf einer Pressekonferenz in Bad Segeberg am 18.12.1950 zum Ballett "Abraxas" Rede und Antwort; rechts im Bild: Alfred Hering


Verlauf

Die amerikanische Militärregierung verfolgte die Vorgänge mit Besorgnis, sah jedoch keine Möglichkeit einzugreifen und bewertete immerhin die erregte Debatte als gutes Lernfeld für die Schärfung demokratischen Bewusstseins.

Im Bayerischen Landtag verlangten am 26. Januar 1949 die Fraktionen von SPD und FDP in einer Landtagsanfrage eine Erklärung von Minister Hundhammer zu dem Fall. So fragte der Abgeordnete Georg Schneider (FDP, 1902-1972): "Auf welche Rechtsgrundlage stützt sich der Herr Kultusminister bei seinem ausdrücklich ausgesprochenen Verbot der weiteren Aufführungen des Balletts Abraxas? Will der Herr Kultusminister im Gegensatz zu Art. 108 der Bayerischen Verfassung die Freiheit von Kunst und Wissenschaft erneut durch staatliche Bewertung und Verbote beschränken?" Hundhammer verwies in seiner Antwort auf Beschwerden, die an ihn herangetragen worden seien, auf hohe Sonderkosten bei der Inszenierung und vor allem auf moralische Bedenken. Weiter sagte er: "Ich betone, daß sich die Freiheit der Kunst dort entwickeln kann, wo sie nicht vom Staat bezahlt wird." Ein fataler Ausspruch Hundhammers, da sich Egk in seiner Klage auch auf diese Aussage bezog.

Am 22. Februar 1949 fand eine Landtagsaussprache über die Interpellation statt, in der es darum ging, ob der Kultusminister zu seinem Verbot berechtigt gewesen sei. Der FDP-Abgeordnete Otto Bezold (FDP, 1899-1984) warf Hundhammer weltanschauliche Voreingenommenheit vor. Hundhammer seinerseits beharrte auf seinem Standpunkt, dass er juristisch im Recht sei, da es sich nicht um ein Verbot, sondern eine Absetzung vom Spielplan gehandelt habe. Finanziell verwies er wieder auf die hohen Ausgaben; moralisch schließlich habe er sich verpflichtet gefühlt einzugreifen, da das Ballett "als eine Beleidigung der Mehrheit des Volkes und als eine Verletzung der religiösen Gefühle betrachtet werden" könne.

In der Presse wurde die Frage nach der Freiheit der Kunst bzw. dem Eingreifen des Kultusministers über Bayern hinaus kontrovers diskutiert. Nach den neuerlichen Landtagsdebatten am 14. Juni 1950 verebbte die mediale Berichterstattung aber bald.

Juristisch mündete die Auseinandersetzung in einen vom Oberstaatsanwalt nicht akzeptierten Strafantrag im September 1950 und einer Schadensersatzklage Egks gegen den Freistaat Bayern im November 1950. Sie endete letztlich im August 1951 mit einem Vergleich. Dieser sah folgende Einigung vor:

  • "Der Bayerische Staat läßt durch die Bayerische Staatsoper in München innerhalb von vier aufeinanderfolgenden Spielzeiten, laufend vom 1. September 1951 bis 31. August 1955 drei Werke von Prof. Werner Egk an der Bayerischen Staatsoper unter der musikalischen Einstudierung und musikalischen Leitung von Prof. Werner Egk zur Aufführung bringen. Das erste dieser Werke Peer Gynt [, dessen Erstaufführung 1938 erfolgte] soll bereits in der Spielzeit 1951/52 gegeben werden."
  • "Prof. Egk erhält für das persönliche Einstudieren und Dirigieren jedes der drei Werke eine Vergütung von 10.000 DM."
  • "Durch gegenwärtigen Vergleich sind alle Ansprüche von Prof. Werner Egk gegenüber dem Bayerischen Staate aus der Absetzung des Abraxas-Balletts vom Spielplan der Bayerischen Staatsoper im Jahre 1948 abgefunden."

Nach dem Vergleich zog Egk am 4. September 1951 seine Klage zurück.

Szene aus der "Abraxas"-Aufführung in der Städtischen Oper Berlin am 8. Oktober 1949. (Deutsche Fotothek, df_pk_0000786_001)
, Leiter des Hamburger Sinfonieorchesters. (Interfoto/Friedrich 00436351)]]
Szene aus der "Abraxas"-Aufführung in der Komischen Oper Berlin. Das Stück wurde dort am 23. und 29. Dezember 1966 aufgeführt. (Deutsche Fotothek, df_pk_0004988_002)

Bewertung

Durch den Vergleich wahrten alle Beteiligten ihr Gesicht. Für den geschädigten Komponisten Werner Egk war der Skandal letztlich sogar zuträglich, da seine Werke nun größere Aufmerksamkeit erfuhren und insbesondere das Ballett "Abraxas" durch eine Neuinszenierung in Berlin (zwischen 1949 und 1956 insgesamt 95 Aufführungen) und durch Gastspieltourneen in der ganzen Bundesrepublik bis in die 1960er Jahre immer wieder aufgeführt wurde. Sogar im Ausland wurde das Stück seit 1951 (Königliche Oper Stockholm) aufgeführt. Eine zweite Fassung des Librettos von "Abraxas" änderte Egk in einem Akt von Selbstzensur freiwillig, wohl um weitere Auseinandersetzungen zu vermeiden.

Bei dem "Skandal" Abraxas ging es nicht um Musik und Choreographie, sondern um Politik- und Moralverständnis. Nach den Repressionen der nationalsozialistischen Diktatur war die Bevölkerung sensibilisiert für Einmischungsversuche des Staates in Kunstbelange. In Kultusminister Hundhammer und Weihbischof Neuhäusler spiegelte sich eine für die unmittelbare Nachkriegszeit typische Rückbesinnung auf die Werte des christlichen Abendlandes. Sie sollten durch obrigkeitsstaatliches Eingreifen auch in die Freiheit der Kunst dort verteidigt werden, wo Moral und religiöse Gefühle missachtet wurden. Sowohl Hundhammer als auch Neuhäusler gehörten im Dritten Reich zur Gruppe der politisch Verfolgten und hatten die Diktatur am eigenen Leib erfahren. Hundhammer sah sein Vorgehen gegen das Ballett auch später noch als "ein Beispiel für eine konstruktive christliche Kulturpolitik". In der öffentlichen Wahrnehmung blieb allerdings auch über die Zeit der unmittelbaren Auseinandersetzungen hinaus ein negatives Urteil haften.

Noch während der Debatten um die Zensur des Balletts tauchten Mutmaßungen über tiefergehende politische Zusammenhänge auf, die unmittelbar mit der NS-Zeit in Verbindung stehen. Während Neuhäusler und Hundhammer aufgrund ihrer politischen Überzeugung zeitweise Insassen des Konzentrationslagers Dachau waren, gehörte Egk zu jenen Künstlern, die sich mit Ihrer Tätigkeit während des Dritten Reichs im demokratischen Deutschland Kritikern erklären mussten. Egk war von 1941 bis 1945 Leiter der "Fachschaft Komponisten" der Reichsmusikkammer und komponierte die Musik für die Olympischen Spiele 1936. Gleichwohl war das Entnazifizierungsverfahren Egks von der Spruchkammer München Land im Oktober 1947 aus Mangel an Beweisen gegen ihn eingestellt worden. Diese Mutmaßungen gipfelten am 16. März 1949 in der Anfrage des Abgeordneten Dr. Rief im Bayerischen Landtag, in der dieser nach einer "Bevorzugung nationalsozialistischer Künstler bei staatlichen Einrichtungen" fragte. Hundhammer erklärte in diesem Zusammenhang, dass es keine diesbezüglichen Ressentiments bei ihm gegeben habe und die Entscheidung zur Absetzung allein aufgrund der moralischen Bedenken geschehen war. Neuhäusler selbst trat auch hier nicht öffentlich in Erscheinung.

Insgesamt verfestigte der Skandal um die Zensur von Werner Egks Ballett "Abraxas" das Bild Bayerns als Vorreiter einer restaurativ-katholischen Kulturpolitik.

Literatur

  • Gerhard Brunner, Aus der Zeit des Tanztheaters. An der Ostberliner Komischen Oper: Abraxas blieb provinziell, in: Express, 15.3.1967 (Morgenausgabe).
  • Jutta Göbber/Edeltraud Schramm, (Un)Vergessen. Der Kompinst Werner Egk in Inning (Inninger Geschichtsblätter 2), Grafrath 2008.
  • Klaus Kanzog, Ballettzensur. Der Skandal um Werner Egks Faustballett "Abraxas", in: Oper aktuell. Die Bayerische Staatsoper 2001/2002, 52-63.
  • Klaus Kanzog, Ballettzensur. Öffentliche Moral und geschäftliche Interessen. Werner Egks "Faustballett" "Abraxas" (1948) in der Bayerischen Staatsoper, in: Beate Müller (Hg.), Zensur im modernen deutschen Kulturraum (Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur 94), Tübingen 2003, 115-129.
  • Ulrike Stoll, Freiheit der Kunst? Der Fall "Abraxas", in: Jürgen Schläder (Hg.), Werner Egk - eine Debatte zwischen Ästhetik und Politik (Studien zur Münchner Theatergeschichte 3), München 2008, 134-146.
  • Ulrike Stoll, Kulturpolitik als Beruf. Dieter Sattler (1906-1968) in München, Bonn und Rom (Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte B 98), Paderborn u. a. 2005, 215-224.
  • Christiane Wilke, Das Theater der großen Erwartungen. Wiederaufbau des Theaters 1945-1948 am Beispiel des Bayerischen Staatstheaters (Europäische Hochschulschriften 3/507), Frankfurt am Main u. a. 1992, 111-127.
  • Monika Woitas, Abraxas und kein Ende. Kontext und Hintergründe eines Skandals, in: Jürgen Schläder (Hg.), Werner Egk - eine Debatte zwischen Ästhetik und Politik (Studien zur Münchner Theatergeschichte 3), München 2008, 119-133.
  • Hans Zehetmair, Einer der drei Großen der bayerischen Musik. Mit der Zaubergeige gelang dem Komponisten Werner Egk der Durchbruch - Abraxas machte ihn prominent, in: Süddeutsche Zeitung, 2.11.1999.

Quellen

  • Bayerische Staatsbibliothek, Nachlass Werner Egk (1901-1983).
  • Werner Egk, Abraxas. Ballett in 5 Bildern, Mainz 1948.
  • Heinrich Heine, Der Doktor Faust. Ein Tanzpoem, nebst kuriosen Berichten über Teufel, Hexen und Dichtkunst, Hamburg 1851.

Weiterführende Recherche

Fall Abraxas

Empfohlene Zitierweise

Ulrike Natzer/Bernhard von Zech-Kleber, Abraxas-Skandal, publiziert am 13.12.2016, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Abraxas-Skandal> (25.05.2017)