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    Meister Eder und sein Pumuckl (Ellis Kaut, 1961)

    Gustl Bayrhammer (1922-1993) prägte in seiner großväterlichen Art die Figur des Schreinermeisters Franz Eder sowohl im Hörspiel wie auch im Fernsehen fast 16 Jahre lang. Szene aus der Fernsehserie der 1980er Jahre. (Bayerischer Rundfunk)
    Veronika Diem

    1961 schuf die Münchner Hörspielautorin Ellis Kaut (1920–2015) die Figur des Kobolds Pumuckl, der zunächst unsichtbar, dann nur für den Schreinermeister Franz Eder sichtbar, die vielfältigsten Abenteuer in München und Oberbayern erlebt. Der Erfolg der für den Bayerischen Rundfunk (BR) produzierten Hörspielreihe war so durchschlagend, dass einige Geschichten ab Anfang der 1980er Jahre auch für das Fernsehen und das Kino umgesetzt wurden. Die Geschichten rund um Meister Eder und seinen Pumuckl sind seit ihrer Erstausstrahlung fester Bestandteil im Geschichtenkanon unzähliger Kinderzimmer. Die Figur wurde so bekannt, dass sich die Geschichten auch außerhalb des deutschen Sprachraums verbreiteten und adaptiert wurden. Weiterlesen

    Bestattungsformen in Bayern (Frühmittelalter)

    Waldbüttelbrunn (Lkr. Würzburg), Kammergrab (Bef. 78). (Foto: Ausgrabungen Specht)
    Jochen Haberstroh

    Der Ort der Bestattung, die Formen des Grabbaues und die Bestattungsart zählen für die archäologische Forschung zu den wichtigsten Quellen des frühen Mittelalters. Die in diesen Kategorien nachgewiesenen Phänomene werden nachfolgend unter dem Begriff Bestattungsformen behandelt. Das heute noch vorherrschende Bild wird dabei von einer scheinbar linearen Abfolge nur weniger Bestattungsformen und –varianten geprägt (z.B. Reihengräberfeld – Separatfriedhof – Kirchhof) und muss vor dem Hintergrund vieler Ausgrabungsergebnisse gerade für Bayern revidiert werden. Für die zweite Hälfte des ersten Jahrtausends zeigt sich dabei ein Bild größter Vielfalt innerhalb der Siedlungslandschaften. Weiterlesen

    Gau Franken

    Gebiet des Gaus Franken (rot markiert). Abb. aus: Adressenwerk der Dienststellen der NSDAP mit den angeschlossenen Verbänden, des Staates, der Reichsregierung und Behörden und der Berufsorganisationen in Kultur, Reichsnährstand, gewerbliche Wirtschaft, Berlin 1937. (Bayerische Staatsbibliothek, 4 Z 38.81-1, Bearbeitung: Sonja Schweiger)
    Matthias Klaus Braun

    Der NS-Gau Franken bestand 1925 bis 1945. Politisch konzentrierte sich das Gaugebiet vor allem auf den heutigen Regierungsbezirk Mittelfranken. An der Spitze des Gaus stand durchgängig Julius Streicher (NSDAP, 1885-1946), wobei er nach 1940 entmachtet war und nur noch formal den Titel eines Gauleiters trug. In den Anfangsjahren der NSDAP diente der Gau Franken als organisatorische Basis, damit sich die Partei nach Mittel- und Norddeutschland ausbreiten konnte. Der Gau Franken zeichnete sich durch eine besonders radikale antisemitische Hetze gegen die jüdischen Einwohner aus.Weiterlesen

    Die Neue Zeitung

    Titelblatt der Erstausgabe der Neuen Zeitung (NZ) vom 18. Oktober 1945. Das Titelblatt der ersten Ausgabe prägten drei Artikel, von denen sich einer mit dem Thema Schwarzmarkt befasst und ein zweiter mit der Reeducation. Ein dritter war eine Art Proklamation General Dwight D. Eisenhowers (1890-1969, Militärgouverneur der US-Besatzungszone 1945, US-Präsident 1953-1961) an die deutsche Bevölkerung. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv hoff-64507)
    Bernhard von Zech-Kleber

    Die Neue Zeitung (NZ) zählte zu den wichtigsten Zeitungen der deutschen Nachkriegszeit. Sie erschien erstmals am 18. Oktober 1945 im Verlag der US-Armee und ersetzte die sog. Heeresgruppenblätter in der US-Besatzungszone. Das Blatt hatte seinen Sitz in der Münchner Schellingstraße 39, der ehemaligen Druckerei des „Völkischen Beobachters“. Prägende Persönlichkeiten waren die beiden ersten Chefredakteure Hans Habe (eigtl. János Békessy, 1911–1972) und Hans Wallenberg (1907–1977). Weiterlesen


    Feldherrnhalle

    Ansicht des Odeonsplatzes mit der Feldherrnhalle. Lithographie von Gustav Wilhelm Kraus 1844/1848. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv port-011695)
    Hannelore Putz

    Die Feldherrnhalle am Münchner Odeonsplatz wurde 1841-1844 durch Friedrich von Gärtner (1791-1847) errichtet. Dem Andenken militärisch herausragender Persönlichkeiten gewidmet, sollte sie in städtebaulicher Hinsicht vor allem als repräsentativer Zielpunkt der Ludwigstraße dienen. Die Nationalsozialisten deuteten die Feldherrnhalle nach 1933 grundsätzlich um: sie wurde zum zentralen Erinnerungsort des gescheiterten Hitlerputsches 1923 und zum permanenten Ort der Selbstinszenierung. Im Zweiten Weltkrieg durch Fliegerbomben teilweise zerstört, entfernten Münchner Bürger bald nach dem Krieg die NS-Überreste. Seitdem wird die Feldherrnhnalle verschieden gedeutet und als Ort der Auseinandersetzung mit der bayerischen und deutschen Geschichte wahrgenommen. Weiterlesen

    Tassilo-Liutpirc-Kelch

    Der Tassilo-Liutpirc-Kelch. Ansicht mit Christus-Medaillon. In der Inschrift auf dem Fuß steht der Name Tassilo unter Christus. (Fotograf: Volker Iserhardt, Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz)
    Egon Wamers

    Der Tassilo-Liutpirc-Kelch ist ein großer liturgischer Spendekelch. Durch Inschrift ist er als Stiftung des bairischen Herzogs Tassilo III. und seiner Frau Liutpirc ausgewiesen und wurde zwischen 770 und 780 im Salzburger Raum gefertigt. Er ist vollflächig mit einem komplexen und bunten Bildprogramm aus Motiven und Ornamenten des italischen und insularen Kunstkreises verziert. Er befindet sich wahrscheinlich seit 777 oder erst seit dem Sturz Tassilos 788 im Benediktinerstift Kremsmünster (Oberösterreich), wo er seit 1696 als "Stifterbecher" bezeichnet wird. Weiterlesen

    Geleit (Herzogtum/Kurfürstentum Bayern)

    Die Grafen Albrecht und Alram von Hals, Pfleger Herzog Ottos III. von Niederbayern (reg. 1290-1312, 1305-1307 König von Ungarn) in Vilshofen, versprechen den Juden von Passau gegen bestimmte Abgaben freies Geleit von Passau nach Straubing, Urkunde vom 23.7.1311. (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Hochstift Passau Urkunden 368)

    Hans Georg Hermann
    Das Geleit war im mittelalterlichen Europa ein mobiler Sonderfrieden auf Verkehrswegen. Der Reisende hatte für seinen Weg eine Gebühr an den das Geleit gewährenden Schutzherrn zu entrichten. Dies geschah meist in Form einer Begleitung durch Bewaffnete oder eines Geleitbriefes. Im Schadensfall (z. B. Überfällen) in seinem Geleitsgebiet hatte der Schutzherr den Berechtigten zu entschädigen. Dies galt allerdings nur, wenn der Berechtigte sich "geleitlich hielt", d. h. nicht vom vorgegebenen Weg abwich. Das Geleit galt für Personen und für Güter. Weiterlesen

    Bistumsorganisation

    Karte der kirchlichen Eintheilung des Königreichs Bayern von Johann Georg Mayr, München 1841. (Bayerische Staatsbibliothek, Mapp. XI,605 k, Einfärbung und neue Legende: Sonja Schweiger)

    Wolfgang Weiß
    Die mittelalterlichen Anfänge bischöflich verfasster Kirchen mit Einflusszonen reichen für einige Gebiete des heutigen Bayern in das 7. Jahrhundert zurück (Bistümer Mainz, Konstanz, vielleicht Augsburg). 739 wurden die (alt-)bayerischen Diözesen (Freising, Regensburg, Passau, Salzburg) kanonisch errichtet. 741/742 entstand das Bistum Würzburg, wenig später das Bistum Eichstätt. 780/82 erließ Karl der Große (reg. 768-814, Kaiser ab 800) für das östliche Frankenreich eine Metropolitanverfassung. Dem hierbei gegründeten Erzbistum Mainz waren spätestens im frühen 9. Jahrhundert auch die Bistümer Würzburg, Eichstätt und Augsburg zugeordnet. Weiterlesen

    Salinenkonvention 1829 und 1957

    Titelblatt der Konvention zwischen Bayern und Österreich über die beiderseitigen Salinenverhältnisse vom 18. März 1829. (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Bayern Urkunden 3582)

    Alexander Wegmaier
    Die Salinenkonvention ist eine 1829 abgeschlossene und 1957 novellierte Vereinbarung zwischen dem Freistaat Bayern und der Republik Österreich, die im Wesentlichen Bayern das Eigentumsrecht an den Pinzgauer Saalforsten und Österreich das Salzabbaurecht auf der bayerischen Seite des Dürrnbergs einräumt. Die bayerische Staatsregierung nutzte die Novellierung der Konvention 1957 offensiv und gegen den Widerstand des Bundes zur Demonstration des bayerischen Staatlichkeitsanspruchs auf dem Feld der Außenbeziehungen. Weiterlesen

    Simplicissimus

    Der Münchner Verleger Albert Langen (1869-1909) im Garten, Gemälde von Thomas Theodor Heine (1867-1948) 1905. Heine stellt Langen eine rote Bulldogge zur Seite, die das prägende Symbol des Simplicissimus war. (Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau lizenziert durch CC BY-SA 4.0)

    Andreas Strobl
    Der Simplicissimus war eine von Albert Langen (1869–1909) 1896 in München gegründete literarische, illustrierte Satirezeitschrift. Obwohl die Redaktion durchgehend in München residierte, wurde als Verlagsort der Sitz der jeweiligen Druckerei angegeben. Die ersten Jahrgänge erschienen in Leipzig (Sachsen), weswegen 1898 auch ein sächsischer Staatsanwalt gegen die Zeitschrift vorgehen konnte. Aus dieser Erfahrung heraus wurde eine neue Druckerei gesucht und 1899 (ab Heft 24 des vierten Jahrgangs) in Stuttgart (Baden-Württemberg) gefunden. Die Zeitschrift erschien bis zu ihrer Einstellung dort. Weiterlesen


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