Tucher von Simmelsdorf (Familie)

Das Wappen der Familie Tucher. Der Mohrenkopf ist auf den heiligen Mauritius zurückzuführen. (Abbildung aus: Das Große Tucherbuch, entstanden zwischen 1590 und 1606, Stadtarchiv Nürnberg E29/III Nr. 258, fol. 24r.)
Im Großen Tucherbuch werden Wolf und Sigmund Tucher als Mitausrichter und Teilnehmer des sagenhaften Nürnberger Turniers von 1198 dargestellt. Viele Nürnberger Patriziergeschlechter leiteten ihren angestammten Adel aus der angeblichen Teilnahme an diesem Turnier ab. Tatsächlich aber hatte dieses Turnier nie stattgefunden. (aus: Das Große Tucherbuch, entstanden zwischen 1590 und 1606, Stadtarchiv Nürnberg E 29/III Nr. 258, fol. 27r.)
Im Großen Tucherbuch wird der 1326 verstorbene Konrad Tucher als Stammvater der Familie genannt. Hier ist er mit seiner Gemahlin Gertraud Holzperger dargestellt. (aus: Das Große Tucherbuch, entstanden zwischen 1590 und 1606, Stadtarchiv Nürnberg E 29/III Nr. 258, fol.30r.)
Der hier im Großen Tucherbuch dargestellte Lorenz Tucher (1447-1503) bekleidete 18 Jahre lang das Amt des Propstes an der Nürnberger Lorenzkirche und zählte zu den höchsten Geistlichen der Reichsstadt. (aus: Das Große Tucherbuch, entstanden zwischen 1590 und 1606, E 29/III Nr. 258, fol.65r)
Elisabeth Tucher (gest. 1517) auf einem Gemälde von Albrecht Dürer aus dem Jahre 1499. (Britannica ImageQuest)
Chörlein am Tucherhaus in der Nürnberger Hirschelgasse. (aus: Johann Georg Wolff, Vollständige Sammlung aller Baudenkmale, Monumente und anderer Merkwürdigkeiten Nürnbergs in Stahlstichen nach Originalzeichnungen. 3. Band, Nürnberg 1852, Tafel 7; Bayerische Staatsbibliothek BA/4 Bavar. 2057 w-3)

von Matthias Kirchhoff

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts auftretendes Nürnberger Patriziergeschlecht, das bis zum 15. Jahrhundert in die Reihen der führenden Familien der Stadt aufstieg. Großen wirtschaftlichen Erfolg erzielte die Familie im 15. und 16. Jahrhundert im Fernhandel, was ihr ermöglichte, umfangreichen Immobilien- und Grundbesitz in Nürnberg und Umgebung zu erwerben. Ebenfalls bemühten sich die Tucher in dieser Blütezeit stark um ihre Repräsentation und Memoria. Im 17. und 18. Jahrhundert verloren sie, als ihre Handelskompanie zugrunde ging, stark an Bedeutung. Nichtsdestotrotz überdauerten zwei Linien der Familie bis heute und sind vor allem mit der 1503 gegründeten Dr.-Lorenz-Tucher-Stiftung sowie der Tucher-Brauerei in der öffentlichen Wahrnehmung in Nürnberg präsent.

Ursprung des Geschlechts

Die Frühzeit des Nürnberger Geschlechts der Tucher ist in großen Teilen ungesichert, so gehört die im Turnierbuch Georg Rixners (1530) behauptete Teilnahme zweier Tucher an einem Nürnberger Turnier Heinrichs VI. 1198 ins Reich der Fabel. Es ist nicht mit Gewissheit davon auszugehen, dass die Tucher aus dem Ministerialenstand hervorgehen und ursprünglich Dienstmannen der Grafen von Castell bzw. von Hohenlohe sind, wie z. B. im Stadtlexikon Nürnberg behauptet. Der Familienname legt jedenfalls eine Herkunft aus dem Handwerk nahe. Der Erwerb des Bürgerrechts durch einen "Berhtoldus Tucher" im Jahre 1309 ist der erste schriftliche Beleg für das Auftreten eines Tucher in Nürnberg. Als eigentlicher Stammvater der Tucher gilt der 1326 gestorbene Konrad.

Quellenlage

Bei der Frage nach den Wurzeln und der weiteren Entwicklung der Tucher ist man nicht zuletzt auf die von den Tucher hergestellten oder in ihrem Auftrag kompilierten Quellen angewiesen; diese wurden Ende des 16. Jahrhunderts (1590/98) im prächtigen "Tucherbuch" gebündelt, das sich heute im Nürnberger Stadtarchiv befindet. Das Familienarchiv erlitt durch die Bombardierung des Tucherpalais am Egidienberg 1945 schwere Schäden; Teile des Bestandes, den seit 1974 das Stadtarchiv Nürnberg verwaltet, konnten in jüngerer Zeit wiederhergestellt werden. Auch das Scheurl-Archiv im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und die Scheurl-Bibliothek in Nürnberg-Fischbach besitzen relevante Archivalien. Die Affinität der Tucher zur Dokumentation ihrer Familienverhältnisse hat auch und gerade im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit eine gute Quellensituation bewirkt. In jüngerer Zeit sind die Tucher daher öfters exemplarisch zur Erforschung der Gedächtnis- und Geschichtskultur des Nürnberger Patriziats betrachtet worden.

Heraldik

Das Wappen der Tucher ist das wohl bekannteste Patrizierwappen Nürnbergs. Die älteste erhaltene Darstellung findet sich auf der Figur des Apostels Bartholomäus in der Nürnberger Sebaldkirche, wohl von 1345. Das Wappen besteht aus fünf schwarzen Schrägrechtsbalken auf silbernem Grund, darunter einem Mohrenhaupt auf Goldgrund. Auf dem Wappenschild befindet sich ein silberner Helm, auf diesem ein goldenes Rumpfbild eines Mohren, der statt Armen gold-schwarz-silberne Hörner hat. Das Tucher-Wappen ist Ausweis des wesentlich auf Religiosität beruhenden Selbstverständnisses des Geschlechts: Die schwarzen Balken symbolisieren laut "Tucherbuch" Balken des Glaubens; der Mohr stellt vermutlich den Hl. Mauritius dar. Der Stammvater der Tucher, Konrad, hatte seinen Wohnsitz in der Nähe der 1313 gegründeten, nördlich der Sebalduskirche gelegenen Moritzkapelle.

Aufstieg und Blüte

Die Tucher gehören nicht zu den ältesten Nürnberger Geschlechtern. Der bemerkenswert steile Aufstieg der Tucher im Rat der Stadt fand zunächst in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts statt. Das weitere 14. und das 15. Jahrhundert brachten den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg der Tucher unter die ersten Familien Nürnbergs mit sich. Wie im Nürnberger Patriziat üblich, alliierten sich die Tucher mit anderen führenden Geschlechtern durch Heirat. So verbanden sich die Töchter Bertholds I. (ca. 1310-Sonntag nach Ostern 1379) mit den Familien Groland, Vorchtel, Haller und Tetzel. Bereits mit Berthold I. begann eine intensive Tätigkeit der Tucher im Nürnberger Stadtrat, wobei Mitglieder des Geschlechts regelmäßig in alle hohen Ämter gelangten und das Geschlecht von 1340 bis 1806 (bei Mehrfachbesetzungen) auf über 700 Jahre Ratstätigkeit verweisen konnte. Das 15. und 16. Jahrhundert gelten als die Blütezeit des Geschlechts. Wirtschaftlich ist vor allem die Gründung einer erstmals 1440 belegbaren Handelskompanie zu erwähnen. Diese wurde im Fernhandel besonders erfolgreich. Sie enthielt sich größerer Geldgeschäfte und war in vielen europäischen Handelsmetropolen der Zeit – z. B. Venedig, Lyon, Genf, Antwerpen – vertreten. Anders als andere, stärker spekulativ agierende Kompanien des Nürnberger Patriziats konnte die Tuchersche Handelsgesellschaft so ihren Rang bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts aufrecht erhalten, als die Wirren des Dreißigjährigen Krieges, speziell die Nürnberger Währungspolitik, das Geschäft unrentabel werden ließen. Vergleicht man die Tucher'sche Handelstätigkeit etwa mit der des Augsburg-Nürnbergischen Geschlechts der Welser, so fällt auf, dass beide ein ähnlich geartetes Netz an Niederlassungen in Europa hatten und u. a. im Safranhandel konkurrierten, den Tucher aber die Tendenz zu globalen Geschäften und reichspolitischem Finanzengagement abging – was u .a. das längere Überdauern der Kompanie mit bedingte. Der lange Zeit erzielte Reichtum des Geschlechts manifestierte sich u. a. in Bautätigkeit und Stiftungsgründungen, generell im hohen Sozialprestige der Tucher: So begründete Lorenz I. in seinem Todesjahr 1503 eine nach ihm benannte Familienstiftung, die zu den ältesten, bis heute wirkmächtigen Familienstiftungen gehört und sowohl Pflege und Erweiterung des Tucher'schen Kulturbestands als auch soziale Ziele bezweckt. Baulich drückt sich der Rang des Geschlechts vor allem durch das 1533 bis 1544 durch Lorenz II. erbaute Stadtschloss in der heutigen Hirschelgasse aus. 1521 wurden die Tucher im "Tanzstatut" unter die zwanzig alten ratsfähigen Geschlechter gerechnet.

Grunderwerb

Die defensive Finanzpolitik der Handelsgesellschaft brachte es mit sich, Gewinne in umfangreichen Immobilien- und Grundbesitz zu investieren, zunächst meist innerhalb Nürnbergs, ab dem 16. Jahrhundert auch vermehrt außerhalb der Stadt. Grunderwerb im Umland wurde schon 1395 durch den Kauf des kleinen Dorfes Lohe (Stadt Nürnberg) im Knoblauchsland getätigt, später kamen u. a. St. Helena und Großengsee (1574) (beide Gde. Simmelsdorf, Lkr. Nürnberger Land), Feucht (1588/94) sowie 1598 der Sitz Simmelsdorf (beide Lkr. Nürnberger Land) hinzu, nach dem sich das Geschlecht seither benennt. In späterer Zeit flossen Erträge der Dr.-Lorenz-Tucher-Stiftung in den Ankauf von Landbesitz weit außerhalb Nürnbergs; so erfolgte 1708 der Erwerb des Ritterguts Rüssenbach (Stadt Ebermannstadt, Lkr. Forchheim), das zum Hochstift Bamberg gehörte.

Repräsentation und Gedächtnis

Vor allem im 15. und 16. Jahrhundert bemühten sich die Tucher stärker als andere Nürnberger Geschlechter um Repräsentation ihres Status, u. a. durch kulturelle Stiftungen. Damit verbunden ist die schriftliche, bildkünstlerische oder institutionelle Fixierung des Andenkens als Geschlecht, aber auch der Memoria Einzelner. So verfasste Endres I. (gest. 1440) die älteste erzählende Quelle zur Familiengeschichte. Ein "Memorial" liegt auch von seinem älteren Bruder Berthold III. (1386-1454) vor. Beide Gedenkbücher sind die ältesten Texte, die Eingang in das prächtige "Tucherbuch" gefunden haben. Größere Verbreitung fanden später das "Baumeisterbuch" Endres' II. (1423-1507) und der ebenfalls in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts verfasste Jerusalem-Pilgerbericht Hans VI. Tuchers (1428-1491). Kirchliche und familiäre Stiftungen, etwa durch die 1503 bzw. 1507 verstorbenen Pröpste der Nürnberger Lorenzkirche, Lorenz I. und Sixtus Tucher (1459-1507), sind als Mittel der Gedächtnisbildung und Repräsentation ebenso zu erwähnen wie die Arbeiten Albrecht Dürers (1471-1528) für das Geschlecht, darunter vier Porträts von 1499. Besonders prachtvolle bildkünstlerische Stiftungen sind der Tucheraltar (1440/50) in der Marienkirche und der "Englische Gruß" (1515) des Veit Stoß (1447-1533) in St. Lorenz. Das Tucher-Epitaph Hans Kulmbachs (ca. 1480-1522) in St. Sebald (1513) markiert die Grablege der Tucher in der Hauptkirche der "besseren" Nürnberger Stadthälfte; seit dem 16. Jahrhundert wurden Mitglieder des Geschlechts auch in der Heilig-Grab-Kapelle und auf dem Johannisfriedhof bestattet.

Linienbildung

Seit dem 15. Jahrhundert teilt sich das Geschlecht der Tucher in eine "ältere" und eine "jüngere" Linie, was bis heute Bestand hat. Die Stammväter beider Linien sind Hans II. (gest. 1449, "ältere Linie") und sein erwähnter jüngerer Bruder Endres I. ("jüngere Linie"); zwischen beiden sind Rechtsstreitigkeiten um das Erbe des 1425 verstorbenen Vaters Hans I. bezeugt, wobei der ältere, einflussreiche Bruder Berthold III. offenbar der Partei Endres' zuneigte. Endres' I. Söhne Endres II. (1423-1507) und Hans VI. sorgten durch ihre schriftstellerische Tätigkeit für eine stärkere Wahrnehmung der jüngeren Linie in früherer Zeit; eine gewisse Konkurrenz der Linien (z. T. separate Verwahrung von Archivalien im Stadtarchiv Nürnberg) ist noch länger zu beobachten.

Die Tucher in späterer Zeit

Das 17. und das 18. Jahrhundert bedeuten für die Tucher insgesamt eine Phase des Niedergangs. Dies gilt vor allem im Hinblick auf die zugrunde gehende Handelskompanie. Manifestiert wird der wirtschaftliche Verfall etwa durch die Überschuldung Sebalds XI. (1583-1649), die 1636 zu seinem Ausscheiden aus dem Rat führt. Von 1661 bis 1675 werden Tucher'sche Kandidaten für den Nürnberger Rat von den anderen Geschlechtern übergangen. Ein Tiefpunkt der Familiengeschichte sind die Rechtsstreitigkeiten um den Renegaten Johann Georg (1735-1805), der 1761 das Nürnberger Bürgerrecht aufgibt und zum Katholizismus konvertiert. Andererseits sind die Tucher bis zum Ende der reichsstädtischen Zeit 1806 mit wenigen Unterbrechungen, erstmals 1757, im Stadtrat vertreten, und ihr Renommee bleibt weitgehend gewahrt. So legt der Generalfeldmarschall-Lieutenant des fränkischen Kreises, Paul XII. (1656-1709), ebenso Ehre für das Geschlecht ein wie Christoph Wilhelm II. (1683-1752), der Anfang des 18. Jahrhunderts den Wiederaufbau der niedergebrannten Nürnberger Egidienkirche finanziert. Als letzter Ratsherr der Tucher amtet Jobst Wilhelm Karl (1762-1813) bis ins Epochenjahr 1806.

Präsenz bis in die Gegenwart

Auch nach dem Ende der reichsstädtischen Zeit sind die Tucher in der öffentlichen Wahrnehmung recht stark präsent. 1815 werden sie in den bayerischen Freiherrenstand immatrikuliert, Vertreter der Familie nehmen im 19. und 20. Jahrhundert zahlreiche Ämter in der bayerischen Administration wahr. Als weitere Faktoren der Prominenz zu nennen sind u. a. die 1855 erworbene, auch überregional vertretene Tucher-Brauerei (seit 2004 beim Oetker-Konzern), die bis heute vor allem in der Kultur- und Denkmalpflege tätigen Tucher'schen Stiftungen, besonders die seit über 500 Jahren wirkende Dr.-Lorenz-Tucher-Stiftung, sowie prominente Vertreter der Familie bis ins 20. Jahrhundert, so der bayerische Gesandte in Rom (Quirinal) 1896-1903, Heinrich von Tucher (1853-1925), und der Bankier und Vertraute des Bundespräsidenten Theodor Heuss (1884-1963), Hans Christoph Freiherr Tucher von Simmelsdorf (1905-1968).

Literatur

  • Volker Alberti, Jus Patronatus. Das Patronat der Nürnberger Patrizierfamilie von Tucher in Sankt Helena, Simmelsdorf 2000.
  • Volker Alberti, Simmelsdorf. Untertanen einer Grundherrschaft im Nürnberger Umland (14.-19. Jahrhundert) (Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte 64), Stuttgart 1994.
  • Volker Alberti/Brigitte von Tucher/Hans Tucher, Von Nürnberg nach Jerusalem. Die Pilgerreise des reichsstädtischen Patriziers Hans Tucher 1479 bis 1480, Simmelsdorf 2000.
  • Michael Diefenbacher, Fernhändler, Patrizier, Briefeschreiber: Die Nürnberger Familie Tucher, in: ders./Stefan Kley (Hg.), Eine Nürnberger Patrizierfamilie im 16. Jahrhundert. Eine Ausstellung des Museums für Kommunikation Nürnberg und des Stadtarchivs Nürnberg im Museum für Kommunikation Nürnberg vom 28. November 2008 bis 1. Februar 2009, Neustadt an der Aisch 2009, 9-18.
  • Michael Diefenbacher u. a., Patrizier in Nürnberg. Das Geschlecht der Tucher, Nürnberg 2012.
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  • Ludwig Grote, Die Tucher. Bildnis einer Patrizierfamilie (Bibliothek des Nationalmuseums Nürnberg zur deutschen Kunst- und Kulturgeschichte 15/16), München 1961.
  • Matthias Kirchhoff, Macht - Anspruch – Memoria. Zur Gattung Gedenkbuch am Beispiel des "Memorials" Berthold III. Tuchers, in: Hartwin Brandt u. a. (Hg.), Erfahren, Erzählen, Erinnern. Narrative Konstruktionen von Gedächtnis und Generation in Antike und Mittelalter, Bamberg 2012, 59-81.
  • Christian Kuhn, Generation als Grundbegriff einer historischen Geschichtskultur. Die Nürnberger Tucher im langen 16. Jahrhundert (Formen der Erinnerung 45), Göttingen 2010.
  • Christian Kuhn, Totengedenken und Stiftungsmemoria. Familiäres Vermächtnis und Gedächtnisbildung der Nürnberger Tucher (1450-1550), in: Birgit Studt (Hg.), Haus- und Familienbücher in der städtischen Gesellschaft des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit (Städteforschung 69), Köln u. a. 2006, 121-134.
  • Antonia Landois, Gelehrtentum und Patrizierstand. Wirkungskreise des Nürnberger Humanisten Sixtus Tucher (1459-1507) (Spätmittelalter, Humanismus, Reformaion 77), Tübingen 2013.
  • Ulrich Meyer, Recht, soziales Wissen und Familie. Zur Nürnberger Testaments- und Erbschaftspraxis am Beispiel der Tucher (14.-16. Jahrhundert), in: Pirckheimer-Jahrbuch für Renaissance- und Humanismusforschung 14 (1999), 48-67.
  • Dominik Radlmaier, Die Bibliothek des Gratianus Tucher von Simmelsdorf und Winterstein: Eine Rekonstruktion, in: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 22 (1997), 122-134.
  • Hans Recknagel, Paulus III. Tucher: ein Epitaph in der Altdorfer Laurentiuskirche, in: Altnürnberger Landschaft. Mitteilungen 52/1 (2003), 747-750.
  • Sina Westphal, Der Haushalt des Nürnberger Stadtadeligen Anton Tucher im Jahr 1508, in: Scripta mercaturae 41 (2007), 39-67.

Quellen

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  • Hans Becker/Matthias Kirchhoff, Neuedition und Übersetzung des 'Memorials' Berthold III. Tuchers (1386-1454), in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg, 100 (2013), 71-97.
  • Das Große Tucherbuch. Handschriften aus bayerischen Bibliotheken und Archiven auf CD-ROM, hg. von Michael Diefenbacher/Horst-Dieter Beyerstedt, Augsburg/Nürnberg 2004.
  • Michael Diefenbacher/Horst-Dieter Beyerstedt, Das große Tucherbuch. Eine Handschrift zum Blättern. Stadtarchiv Nürnberg, E 29/III Nr. 258 (Handschriften aus bayerischen Bibliotheken und Archiven auf CD-ROM), Nürnberg 2004.
  • Michael Diefenbacher/Stefan Kley (Hg.), Tucherbriefe. Eine Nürnberger Patrizierfamilie im 16. Jahrhundert. Eine Ausstellung des Museums für Kommunikation Nürnberg und des Stadtarchivs Nürnberg im Museum für Kommunikation Nürnberg vom 28. November 2008 bis 1. Februar 2009, Neustadt an der Aisch 2009.
  • Randall Herz, Die "Reise ins Gelobte Land" Hans Tuchers des Älteren (1479-1480). Untersuchungen zur Überlieferung und kritische Edition eines spätmittelalterlichen Reiseberichts (Wissensliteratur im Mittelalter 38), Wiesbaden 2002.
  • Randall Herz, Studien zur Drucküberlieferung der "Reise ins gelobte Land" Hans Tuchers des Älteren. Bestandsaufnahme und historische Auswertung der Inkunabeln unter Berücksichtigung der späteren Drucküberlieferung (Quellen und Forschungen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg 34), Nürnberg 2005.

Weiterführende Recherche

Externe Links

Empfohlene Zitierweise

Matthias Kirchhoff, Tucher von Simmelsdorf (Familie), publiziert am 24.10.2016; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Tucher_von_Simmelsdorf_(Familie)> (23.06.2017)