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    Neueste Artikel


    Reeducation und Reorientation

    Germany at the crossroads. Original: Reeducation in occupied Germany after 1945, Plakat zur Reeducation. US-Army amerikanische Besatzungszone, um 1947 Druck 84,9 x 62,4 cm Haus der Geschichte, Bonn, Deutsches Historisches Museum, EB-Nr.: 1994/04/0331. (Gemeinfrei via Wikimedia Commons)
    Katharina Gerund

    Die Demokratisierung der deutschen Bevölkerung durch die Programme der Reeducation und Reorientation nach dem Zweiten Weltkrieg gilt weithin als Erfolgsgeschichte mit symbolträchtiger Bedeutung im transatlantischen Kontext. Die "Umerziehung" der Deutschen gestaltete sich auch im Bayern der Nachkriegsjahre weniger als eine kausale Abfolge von politischem Programm, strukturellen Reformen und gesellschaftlich-kultureller Veränderung, sondern als dynamischer Prozess mit teils nicht-intendierten Auswirkungen auf beiden Seiten des Atlantiks.Weiterlesen

    Der Ewige Jude (Ausstellung, 1937)

    Werbeplakat zur Ausstellung "Der ewige Jude" von Horst Schlüter (Kunst im Druck, KID) vom 8.11.1937. (Stadtarchiv München,  DE-1992-PL-16265)

    Rosemarie Burgstaller
    Die am 8. November 1937 im Deutschen Museum in München eröffnete Feindbildausstellung "Der ewige Jude" zählte zu einer der meistbesuchten Propaganda-Ausstellungen in der NS-Zeit. Mit aufwendigen Mitteln gestaltet, diente sie der Diffamierung der jüdischen Bevölkerung und dem Schüren von Hass gegen Juden. Bis zum letzten Besuchstag am 31. Januar 1938 hatten über 400.000 Menschen die Ausstellung besucht, die im Anschluss in weiteren Städten präsentiert wurde. Weiterlesen

    Beginen

    Grabstein der Regensburger Begine Leukardis von Duggendorf im Kreuzgang des dortigen Dominikanerklosters St. Blasius. (Fotografie: Hannah Hien)

    Hannah Hien
    Beginen waren Frauen, die alleine oder in Gemeinschaften ein religiöses Leben außerhalb eines Klosters ohne Klausur, Ordensregel und dauerhaft bindende Gelübde führten. Von ihrem weltlichen Umfeld unterschieden sie sich vor allem durch die Verpflichtung zur Keuschheit und durch intensivierte Frömmigkeitsausübung. Das männliche Pendant dazu waren die Begarden. Weiterlesen

    Nürnberger Gesetze

    Das Titelblatt des Reichsgesetzblattes, in dem am 16. September 1935 die drei Gesetze verkündet wurden. (Gemeinfrei via Wikimedia Commons)

    Maximilian Becker
    "Nürnberger Gesetze" ist ein Sammelbegriff für die beiden während des Reichsparteitags in Nürnberg am 15. September 1935 vom Reichstag verabschiedeten Rassengesetze: Dabei handelte es sich um das "Reichsbürgergesetz", das eine rassistische Diskriminierung in das Staatsbürgerschaftsrecht einführte, und das "Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" ("Blutschutzgesetz"), das Eheschließungen und außerehelichen Geschlechtsverkehr zwischen Deutschen und Juden unter Strafe stellte. Weiterlesen

    Zensualen

    Aufzeichnung über die Übergabe von Zensualen (Noticia censualium) an das Domkapitel in Freising aus der Zeit 1078-1098: Die adelige Dame Medani übergibt sich selbst und ihre Tochter mit allen Nachkommen an den Altar der Hl. Maria und des Hl. Korbinian [in Freising] zu 5 Denaren jährlich ... - ... ein Adeliger namens Hartperht übergibt an denselben Altar Hiltigard und ihren Sohn Engilpertus und ihre zwei Töchter Rotwiga und Hiltigard zu 5 Denaren jährlich... Abb. aus: Liber ... Censualium, Freising, 1187, fol. 2. (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, HL Freising 6 lizenziert via CC BY-NC-SA 4.0)

    Jörg Müller
    Zensualen hießen im Mittelalter Personen, die zugunsten eines Heiligen regelmäßige (Geld)leistungen an seinen Altar erbrachten. Im Gegenzug wurden sie durch ihn, genauer durch die dahinterstehende kirchliche Institution, z. B. ein Kloster, vor Zugriffen Dritter geschützt. Im Regelfall konnten sie ihren Aufenthalt und ihre Tätigkeit frei wählen und verfügten über deren Erträge. Erfolgte die Leistung an den Altar in Wachs (lat. cera) oder in Geld für dessen Lichter, so sprach man von Wachszinsern oder Cerozensualen. Weiterlesen

    Haus der Kunst (München)

    Das Haus der Kunst, 1970. Fotografie von Joachim Kankel. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv kank-000437)

    Sabine Brantl
    Das Haus der Kunst zählt zu den profiliertesten internationalen Orten für zeitgenössische Kunst. Zugleich erinnert das 1933 bis 1937 errichtete Bauwerk an die Instrumentalisierung und Gleichschaltung der Kunst im Nationalsozialismus. Es war eines der ersten architektonischen Vorzeigeprojekte des NS-Regimes und diente der Zurschaustellung nationalsozialistischer Kunstpolitik. Die dort veranstalteten "Großen Deutschen Kunstausstellungen" galten als wichtigste Werk- und Verkaufsschauen "deutscher" Kunst, während die Moderne als "entartet" gebrandmarkt und ihr jegliches Existenzrecht abgesprochen wurde. Seit Mitte der 1990er Jahre setzt sich das Haus der Kunst kontinuierlich mit seiner eigenen Vergangenheit in verschiedenen Projekten auseinander. Weiterlesen

    Große Deutsche Kunstausstellung (1937-1944)

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    Ines Schlenker
    Am 18. Juli 1937 fand in München die festliche Eröffnung der ersten Großen Deutschen Kunstausstellung (GDK) im Haus der Deutschen Kunst statt. Adolf Hitler (NSDAP, 1889-1945, Reichskanzler 1933-1945) hatte der GDK eine zentrale Rolle im Kunstbetrieb des Dritten Reichs zugedacht. Sie sollte verbindliche Standards für Künstler setzen und die wichtigste Bühne für die offizielle Kunst des Nationalsozialismus werden. Bis 1944 acht Mal abgehalten, blieb sie die einzige überregional bedeutende Ausstellung für zeitgenössische Kunst in NS-Deutschland. Weiterlesen

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