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    Neueste Artikel


    Gaibacher Fest (1832)

    Festprogramm für das Gaibacher Fest 1832. (Staatsarchiv Würzburg)
    Rainer Leng
    Das Gaibacher Fest fand am 27. Mai 1832 auf Schloss Gaibach statt. Diese hatte sich seit der Grundsteinlegung der Konstitutionssäule i1821 zu einem Zentrum jährlicher Feiern zu Ehren der Bayerischen Konstitution von 1818 entwickelt. Unter dem Eindruck zunehmender Verfassungskritik liberaler Kreise und der deutlicher zutage tretenden restaurativen Haltung König Ludwig I. äußerten mehrere Redner Forderungen nach einer Weiterentwicklung der Verfassung, die Königtum und Regierung zu einem harten Vorgehen gegen einzelne Protagonisten veranlassten. Dies führte zum Ende der noch von einer Aufbruchsstimmung getragenen Phase des Frühkonstitutionalismus in Bayern. Weiterlesen

    Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Munich Re)

    Carl Thieme (1844-1924, seit 1914 Ritter von Thieme) war maßgeblich an der Gründung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft 1880 und 1890 der Allianz Versicherungsgesellschaft beteiligt. Er war von 1880 bis 1922 Generaldirektor der Münchener Rück. (© Munich Re)

    Johannes Bähr
    Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (Münchener Rück, ab 2009 Munich Re) wurde 1880 in München gegründet. Sie ist seither im Wechsel mit der Schweizerischen Rückversicherungsgesellschaft (Schweizer Rück bzw. Swiss Re) die größte Rückversicherungsgesellschaft der Welt. Bis in die 1990er Jahre war die Münchener Rück eng mit der Allianz Versicherung verbunden. Die Münchener Rück beeinflusste maßgeblich die Entwicklung der gesamten Versicherungsbranche weltweit und prägte die Rückversicherung als "Versicherung der Versicherer" wie keine andere. Weiterlesen


    Frühmittelalterliche Grundherrschaft

    Abgaben leistende Bauern. Ausschnitt aus dem Heidelberger Sachsenspiegel, Anfang 14. Jahrhundert. (Gemeinfrei)
    Sebastian Grüninger

    Die Grundherrschaft mit ihrer engen Verbindung von Grundbesitz und Herrschaftsrechten über abhängige Personen gilt als eine der wichtigsten Formen frühmittelalterlicher Herrschaft und bildete zusammen mit dem Lehenswesen den Kern des mittelalterlichen Feudalsystems. Während eine rechtshistorische Definition der frühmittelalterlichen Grundherrschaft schwer fällt, legt die Forschung in der Regel den Fokus auf bestimmte Formen der Besitz- und Herrschaftsorganisation im lokalen Rahmen. Als idealtypische frühmittelalterliche Form der Grundherrschaft gilt auch für Bayern die Villikationsverfassung, auch Betriebsgrundherrschaft, zweigeteilte, bipartite oder klassische Grundherrschaft genannt. Weiterlesen

    Luftkrieg (Zweiter Weltkrieg)

    Bomben-Reihenabwurf der Boeing B-17 "Flying Fortresses" der 8. US-Luftwaffe auf ein Eisenbahnzentrum im Raum Dresden. Foto vom 17. April 1945. (Foto von Photo12 via Britannica Image Quest)
    Felix Bellaire
    Wegen seiner geographischen Lage im Süden des Deutschen Reichs war das rechtsrheinische Bayern im Zweiten Weltkrieg erst verhältnismäßig spät schweren Luftangriffen ausgesetzt. Ab 1943 flogen die britischen und US-amerikanischen Luftflotten auch verstärkt Angriffe gegen bayerische Städte, deren effektive Verteidigung von der deutschen Luftwaffe immer weniger gewährleistet werden konnte. In den letzten beiden Kriegsjahren wurden neben Großstädten zunehmend auch Mittel- und Kleinstädte von den Alliierten bombardiert. Bis 1945 kamen in Bayern über 30.000 Zivilisten im Luftkrieg ums Leben. Weiterlesen

    Bestattungsrituale (Frühmittelalter/historisch)

    Darstellung einer Leichenwaschung aus dem 10. Jahrhundert. Abb. aus: Sacramentario del Vescovo Warmondo di Ivrea: fine secolo X, Ivrea, Biblioteca Capitolare, Ms 31 LXXXVI, Faksimile, 198. (Bayerische Staatsbibliothek, Hbh/Kj 8944-1)
    Romedio Schmitz-Esser
    Als eine "rite de passage" (Arnold van Gennep) stellte die Bestattung auch im frühmittelalterlichen Bayern ein zentrales, in ritualisierte Formen gelenktes Ereignis im sozialen Leben dar. Die politische Pluralität und administrative Offenheit der nachantiken Welt führte jedoch zu einer großen regionalen Vielfalt, die auf Basis der Schriftquellen nur bruchstückhaft rekonstruiert werden kann, so wie andere, teils abweichende Aspekte wiederum nur in archäologischen Befunden zu erkennen sind. In der Bestattungskultur wurden in dieser Epoche die innerhalb und außerhalb des römischen Reiches entstandenen antiken Traditionen fort- und zusammengeführt. Weiterlesen

    tz

    Titelblatt der Erstausgabe der tz vom 18. September 1968. (tz)

    Paul Hoser
    Die tz ist eine seit dem 18. September 1968 erscheinende Münchner Boulevardzeitung des Münchener Zeitungsverlags. Sie konnte sich nicht nur neben der Abendzeitung und der Münchner Ausgabe von "Bild" behaupten, sondern schließlich beide überflügeln. Wie bei diesen sind für die äußere Aufmachung große und kleine, leicht verständliche Bilder typisch. Ebenso sind Skandalenthüllungen, Gesellschaftsklatsch und Berichte über attraktive Veranstaltungen für das Leserpublikum charakteristisch. Ein besonderes Interesse gilt der Münchner Rathauspolitik. Weiterlesen

    Villikation(sverfassung)

    Überacker (Lkr. Fürstenfeldbruck), Ausschnitt aus dem Urkataster (1808-64): Am östlichen Siedlungsrand deuten größere Blockfluren auf ehemaliges Salland hin, wogegen die langgezogenen Parzellen (Gewannfluren) der übrigen Höfe auf ehemaliges Hufenland hinweisen. (Ausschnitt aus dem Urkataster (1808-64), lizenziert via CC BY-ND 4.0, Bayerische Vermessungsverwaltung)
    Sebastian Grüninger
    Die Villikationsverfassung, auch Betriebsgrundherrschaft, zweigeteilte, bipartite oder klassische Grundherrschaft genannt, war die idealtypische Form der frühmittelalterlichen Grundherrschaft. Sie war gekennzeichnet durch zweigeteilte Villikationen, also durch ein lokales Nebeneinander von Herrenhof/Fronhof mit Salland in herrschaftlicher Eigennutzung sowie den Hofstellen/Hufen abhängiger bäuerlicher Produzenten, die zu Abgaben und Frondiensten verpflichtet waren. Weiterlesen

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