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    Neueste Artikel


    Appellations- und Evokationsrecht

    Evokationsprivileg Kaiser Ludwigs des Bayern

    Ulrich Eisenhardt
    Als oberster Gerichtsherr verfügte der römisch-deutsche König jedenfalls bis 1495 grundsätzlich über das Recht, alle laufenden Prozesse im Reich an sich zu ziehen (sog. Ius evocandi). Reichsständische Untertanen hatten etwa seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts die Möglichkeit gegen Urteile landesherrlicher Gerichte Berufung vor den obersten Reichsgerichten einzulegen (sog. Appellation). Im Laufe der Zeit konnten sich die Landesherren zunehmend sowohl vom Evokations- als auch vom Appellationsrecht befreien, was entscheidend zur Territorialisierung des Gerichtswesens im Reich beitrug. Weiterlesen

    Ludwig-Siebert-Programm zur Erhaltung bayerischer Baudenkmale

    Buchcover und Titelblatt des Buches "Wiedererstandene Baudenkmale"

    Fabian Link
    Das "Ludwig-Siebert-Programm zur Erhaltung bayerischer Baudenkmale" war ein denkmalpflegerisches Restaurierungsprogramm mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Bauwerke in Bayern während der NS-Zeit. Das Programm umfasste hauptsächlich Burgen, Schlösser und Altstadtensembles. Die am Programm maßgeblich Beteiligten waren Ludwig Siebert (NSDAP, 1874-1942), Rudolf Esterer (1879-1965) und Georg Lill (1883-1951). Weiterlesen

    Adventspredigten Kardinal Faulhabers (1933)

    Titelbild der Druckausgabe der Adventspredigten Kardinals von Faulhaber. (Bayerische Staatsbibliothek, Hom. 2061 s)

    Sarah Röttger
    Zu den berühmtesten Predigten des Münchener Kardinals Michael von Faulhaber gehören die Adventspredigten über das Alte Testament und die Silvesterpredigt über Christentum und Germanentum, die er an den vier Adventssonntagen sowie am Silvesterabend 1933 in der Münchner St. Michaels-Kirche hielt. Die Predigten bildeten einen Zyklus und bauten inhaltlich aufeinander auf. In den Adventspredigten stellte Faulhaber sich gegen eine Verbannung des Alten Testaments aus Bibel und Schule. In der Silvesterpredigt wandte er sich gegen die Entstehung einer neuheidnischen Weltanschauung in Deutschland. Weiterlesen

    Dachauer Kriegsverbrecherprozesse

    Hauptquartier der US-amerikanischen "War Crimes Group" zur Ahndung deutscher Kriegsverbrechen in Dachau (März 1946). (United States Holocaust Memorial Museum, Bild-Nr. 66485)
    Robert Sigel
    Der Begriff "Dachauer Kriegsverbrecherprozesse" bezeichnet US-Militärgerichtsprozesse, die in den Jahren 1945 bis 1948 in der amerikanischen Besatzungszone stattfanden und in denen solche NS-Verbrechen aus dem Zweiten Weltkrieg verhandelt wurden, die nicht die sogenannten Hauptkriegsverbrecher betrafen und die nicht unter das Kontrollratsgesetz Nr. 10 fielen. Diese Prozesse, in denen Kriegsverbrechen verhandelt wurden, fanden mehrheitlich in Dachau statt; daher werden sie auch "Dachauer Prozesse" genannt. Weiterlesen


    Haus Bayern

    Bilderzyklus aus dem Fürstensaal des Alten Hofs in München, ca. 15. Jh. (Foto: Bayerisches Nationalmuseum)
    Katrin Marth
    Im Spätmittelalter aufkommender Begriff, der zugleich den geografischen Raum des Landes Bayern, als auch die dort herrschende Dynastie Wittelsbach umfasst. Die Ausbildung eines Bewusstseins eines "Hauses Bayern" ging mit der Genese eines weitgehend geschlossenen Territorialstaates in Ober- und Niederbayern einher. Trotz unterschiedlicher Interessen und Ambitionen identifizierten sich sämtliche wittelsbachischen Teillinien, auch die in der Pfalz, mit dem "Haus Bayern". Weiterlesen

    Österreichische Legion

    Österreichische Legionäre auf dem Lechfeld
    Hans Schafranek
    Bezeichnung für SA-Männer aus Österreich, die nach dem dortigen Verbot der NSDAP am 19. Juni 1933 ins nationalsozialistische Deutschland geflüchtet waren. In verschiedenen, überwiegend in Bayern gelegenen, Lagern kaserniert, bereitete sich die Österreichische Legion für einen Einmarsch in Österreich vor. Ein konkreter Einsatz der Legion blieb allerdings aus. Nach dem fehlgeschlagenen Putschversuch österreichischer Nationalsozialisten im Juli 1934 wurde die Legion aus Bayern wegverlegt, im Zuge des sog. Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich 1938 kamen die Legionäre kaum mehr zum Zuge. Weiterlesen


    Liudolfinger- und Liutpoldingeraufstand

    Stammtafel der Ottonen. Buchminiatur aus der Handschrift Chronica Sancti Pantaleonis aus dem frühen 13. Jahrhundert. (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Cod. Guelf. 74.3 Aug. 2°, fol. 114v)
    Martin Völkl
    In den Jahren 953 bis 955 wurde das Ostfrankenreich von einem Aufstand erschüttert, der sich gegen König Otto den Großen (reg. 936-973, ab 962 Kaiser) und seinen jüngeren Bruder, den Bayernherzog Heinrich (reg. 948-955), richtete. An der Spitze der Revolte standen dabei Ottos eigener Sohn Liudolf (reg. 949-954 als Herzog von Schwaben), Ottos Schwiegersohn Konrad (reg. 944-953 als Herzog von Lothringen) sowie der bayerische Pfalzgraf Arnulf (reg. 938-954). Weiterlesen


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