Frühneuhochdeutsch in Schwaben

von Elvira Glaser

In den frühneuhochdeutschen Sprachzeugnissen des ostschwäbischen Raums, in dem der Regierungsbezirk Schwaben gelegen ist, erscheinen seit dem 14. Jahrhundert zunehmend landschaftliche Sprachmerkmale, in einer Kombination weiter verbreiteter, allgemein oberdeutscher, und typisch schwäbischer Merkmale. Die Sprache dieses Raums steht in einem Kontinuum zum Westschwäbischen, weist aber auch Einflüsse des östlich angrenzenden Bairischen auf. Im Hinblick auf die Herausbildung der neuhochdeutschen Schriftsprache spielt Augsburg, das bis ins 16. Jahrhundert eine der führenden Stätten des (deutschsprachigen) Buchdrucks war, eine wichtige Rolle. Aufgrund seiner vielfältig überlieferten handschriftlichen und gedruckten Schriftzeugnisse ist es für die sprachgeschichtliche Forschung von großer Bedeutung. Um 1760 endete dort wie auch in anderen oberdeutschen Schreiborten die frühneuhochdeutsche Periode.

Spätmittelalterliche Sprachsituation

Werner König/Simon Pröll, Sprachräume in Bayerisch-Schwaben, in: Hans Frei/Gerhard Hetzer/Rolf Kießling (Hg.): Historischer Atlas von Bayerisch-Schwaben, 2. Auflage, 6. Lieferung, Augsburg 2019. (Werner König)

Vor der Herausbildung der neuhochdeutschen Schriftsprache war die Schriftlichkeit in den deutschsprachigen Gebieten durch eine Vielfalt nebeneinander bestehender Schreibsprachen gekennzeichnet. Seit dem 13. Jahrhundert gelangten mit zunehmender Ausbreitung der Schriftlichkeit in neue Gebrauchsbereiche zahlreiche Reflexe regionaler sprachlicher Neuerungen in die Textzeugnisse, was zu einer großen Variationsbreite in der Schreibung und im Wortschatz führte. Auch wenn davon auszugehen ist, dass sich die dialektale Mündlichkeit nicht direkt in den geschriebenen Texten widerspiegelt, so lassen sich die in spätmittelhochdeutscher und frühneuhochdeutscher Zeit geschriebenen Texte doch in der Regel nach ihrer sprachlichen Form bestimmten Regionen zuordnen. Für den hochdeutschen Raum, d.h. die Gebiete, deren Sprache der heutigen neuhochdeutschen Schriftsprache zugrunde liegt, unterscheidet man üblicherweise grob fünf Schreiblandschaften: Ostoberdeutsch, Westoberdeutsch, Nordoberdeutsch, Ostmitteldeutsch und Westmitteldeutsch. Diese umfassen abgesehen vom Ostoberdeutschen, das mit dem Bairischen identifiziert werden kann, jeweils mehrere Dialektlandschaften.

Das Gebiet des heutigen Regierungsbezirks Schwaben ist durch seine Zugehörigkeit zum Dialektgebiet des Schwäbischen (und i.w.S. Alemannischen) grundsätzlich dem Westoberdeutschen zuzurechnen, zu dem auch das Hoch- und Niederalemannische der Schweiz, des Elsass, Vorarlbergs, Badens und der Bodenseeregionen bis ins südliche Allgäu hinein gehören. Da Bayerisch-Schwaben keine historische Einheit bildet, ist es sprachhistorisch auch nicht als solche behandelt, wenn man von Anton Birlingers (1834-1891) historisch ausgerichteter Wörterbuchsammlung (1864) absieht. Der Großteil des Gebiets wird als "Ostschwäbisch" innerhalb der sprachhistorischen Untersuchungen zum Schwäbischen mehr oder weniger eigenständig abgehandelt (Kauffmann 1890, Bohnenberger 1892), wobei die alemannischen Gebiete im südwestlichen Allgäu bis zum Bodensee ausgespart bleiben.

Sprachgeschichte des Schwäbischen

Werner König, Großmundarträume und Dialektgrenzen, in: Hans Frei/Pankraz Fried/Rolf Kießling (Hg.): Historischer Atlas von Bayerisch-Schwaben, 2. Auflage, 5. Lieferung, Augsburg 2010. (Werner König)

Seit spätmittelhochdeutscher Zeit treten die charakteristischen Merkmale des Schwäbischen in den Sprachzeugnissen stärker hervor. Die Sprachzeugnisse der Kanzleien schwäbischer Schreiborte, darunter einiger Reichsstädte, wie Rottweil, Ulm (beide Baden-Württemberg), Memmingen und Kempten, sowie später auch der Druckereien spiegelten die seit spätmittelhochdeutscher Zeit erfolgten lautlichen Veränderungen je nach Region, Textsorte und Schreiber mehr oder weniger stark wider, wobei die sogenannte neuhochdeutsche Diphthongierung (wie in "Eis", "Haus", "heute") von Osten nach Westen fortschreitend seit etwa 1500 allgemein galt. Während gegenüber dem Bairischen schon früh einige sprachliche Gegensätze erkennbar sind, was jedoch keinesfalls auf stammesgeschichtliche Grundlagen zurückgeführt werden muss, profilierte sich der schwäbisch-alemannische Gegensatz gerade durch die neuen Diphthonge, die das alemannische Gebiet nicht erreichten. Der durch die Häufigkeit dieser Laute auffällige Gegensatz ist in Bayerisch-Schwaben in der Bewahrung der alten Langvokale im äußersten Südwesten (d.h. Iis, Huus, hit) bis heute bemerkbar. In der Schriftlichkeit setzten sich die Diphthonge aber auch dort mit dem allmählichen Vordringen der Schriftsprache im 16. und 17. Jahrhundert durch, womit die zuvor gültige alemannische Schreibsprache, die derjenigen der südlicheren, Schweizer Orte noch sehr nahe war, abgelöst wurde. Die frühneuhochdeutschen Sprachzeugnisse des ostschwäbischen Raums, v.a. pragmatisches Schrifttum sowie chronikalische Überlieferung, weisen eine Kombination weiter verbreiteter, v.a. oberdeutscher, und typisch schwäbischer Merkmale auf, die sich unterschiedlich lange als Regionalismen in den Texten halten. Dazu gehören etwa die Wiedergabe der Entrundung vorderer gerundeter Vokale, z.B. "fielen" (fühlen), aber auch neuer Rundungen, wie z.B. "öpfel" (Apfel), der sogenannten schwäbischen Diphthongierung von mhd. lang â, wie z.B. in "strauzze" (Straße), des Ausfalls von Endvokalen, wie z.B. in "red", aber auch die Bewahrung der alten Diphthongschreibung für mhd. uo, z.B. in "Schůl" sowie der Endung "-end" in der 3. Person Pl. der Verben (sie schreibend). Die ostschwäbische Sprach- und Schreiblandschaft steht dabei in einem Kontinuum zum Westschwäbischen, weist aber auch Einflüsse des östlich angrenzenden Bairischen auf. Die innere mundartliche Vielfalt, die auch für die frühneuhochdeutsche Zeit anzunehmen ist, wird in der Schriftlichkeit höchstens punktuell widergespiegelt. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ging die Wiedergabe der Regionalismen kontinuierlich zurück, was insbesondere für die Drucke gilt, wobei diese allerdings außer in Augsburg keine tragende sprachgeschichtliche Rolle für den Raum des heutigen Bayerisch-Schwaben spielten.

Insgesamt hat die reiche und vielfältige Augsburger Schriftlichkeit, sowohl in handschriftlicher Überlieferung als auch in den Drucken, in besonderem Maße die Aufmerksamkeit der Forschung auf sich gezogen. Auch die Arbeiten der älteren Forschung zu den grundlegenden sprachlichen Merkmalen der Überlieferung in Schwaben (Kauffmann 1890, Bohnenberger 1892) zeigen die dominierende Stellung Augsburgs für den ostschwäbischen Raum. Neuere Forschungen zu diesem Gebiet sind, abgesehen von den umfangreichen dialektologischen Arbeiten im Umfeld des "Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben", nicht vorhanden.

Die sprachgeschichtliche Stellung Augsburgs

Im Folgenden werden nun die Verhältnisse des Hauptortes Augsburg in den Mittelpunkt gestellt, zumal die frühere Reichstadt auch in der Geschichte der Herausbildung der neuhochdeutschen Schriftsprache eine bedeutende Rolle gespielt hat. Allerdings nimmt das in Bezug auf das Schwäbische peripher gelegene Augsburg eine gewisse Sonderstellung in sprachlicher Hinsicht ein. In der Augsburger Schreibsprache finden sich bereits früh südöstliche Merkmale in die dominierend schwäbische Schreibsprache eingemischt. Während das Bairische bereits im 13. Jahrhundert die erwähnte neuhochdeutsche Diphthongierung kennt, das Schwäbische jedoch erst im 15. Jahrhundert davon erfasst wird, zeigen Augsburger Urkunden bereits im 2. Viertel des 14. Jahrhunderts entsprechende Schreibungen. Sie setzen sich aber erst im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts durch. Auch die eher östlichen Schreibungen <au> für mhd. ou (z.B. raub), <ai> für mhd. ei (z.B. zaichen) und <p> für mhd. b (z.B. purg) sind schon früh vorhanden. Der schwäbische Charakter der Augsburger Schreibsprache ist aber von jeher z.B. am a-Vokalismus der Verben "gan" 'gehen' und "stan" 'stehen' deutlich. Gleichzeitig erscheinen im 14. Jahrhundert die bereits erwähnten typisch schwäbischen Diphthongschreibungen wie in "strauzze" (Straße). Darüber hinaus weist das Augsburger Frühneuhochdeutsch Grundmerkmale allgemein-oberdeutscher Schriftlichkeit auf, wie etwa die genannten Diphthongschreibungen (Schůl), die Trennung von altem diphthongischem <ie> und <i> (biegen vs. gestigen), die Apokope der Endvokale (red) sowie fehlende Umlautformen von mhd. u (bruck).

Augsburg hat im 15. Jahrhundert als eines der wichtigsten Zentren des oberdeutsch geprägten "Gemeinen Deutsch" zu gelten, wobei unklar ist, was, außer einer Qualifikation als geschätzter, allgemein gut verständlicher Sprachform im Verständnis der Zeitgenossen hinter diesem Begriff genau zu fassen ist. Für die deutsche Sprachgeschichte erlangte Augsburg insbesondere deshalb große Bedeutung, weil es sich in der Frühdruckzeit als Druckzentrum ersten Ranges etablierte und in der Anzahl gedruckter deutschsprachiger Bücher bis 1555 andere Druckorte weit übertraf. Im Kontext des von Frühumanismus und Humanismus beeinflussten reichhaltigen kulturellen Lebens wurden die verschiedensten Texte, teilweise nach handschriftlichen Vorlagen, teils in Übersetzungen oder auch als originale Werke aller Literaturgattungen zum Druck gebracht.

Abbildung (70r) aus "Italienisch-deutsches Vokabular und Gesprächsbüchlein", Augsburg (?) um 1420. (Universitätsbibliothek Heidelberg, cpg657)

Das Interesse an der Sprache der im Italienhandel tätigen, wirtschaftlich bedeutenden Stadt führte wohl schon im frühen 15. Jahrhundert zur Entstehung eines deutsch-italienischen handschriftlichen Gesprächsbüchleins. Mit der Einführung des Buchdrucks ist davon auszugehen, dass sich gerade die Setzer und Drucker an den allmählich immer stärker einsetzenden sprachlichen Ausgleichsprozessen beteiligten, während die Handschriften konservativer, regionalsprachlicher blieben oder sogar, je nach Textfunktion und Ausbildungsgrad der Schreiber und Schreiberinnen, noch lange deutliche Reflexe der Mündlichkeit aufwiesen.

Die Sprachentwicklung in Augsburger Handschriften und Drucken

Als Ausgangspunkt der Sprache der frühen Augsburger Drucke sind Handschriften wie die der Berufsschreiberin Clara Hätzler (gest. ca. 1476) zu sehen, die in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts über Jahrzehnte hinweg ein konsequentes Schreibsystem mit einer geringen Zahl an Regionalismen, etwa Entrundungsschreibungen (z.B. fieren ‚führen’), anwandte. Die frühe Augsburger Drucksprache ist dann durch ein ähnlich geringes Vorkommen spezifisch schwäbischer Regionalismen gekennzeichnet, d.h. z.B. ein seltenes Erscheinen der "schwäbischen Diphthongierung" (strauzze), starke Zunahme der e-haltigen Formen bei den Verben 'gehen' und 'stehen' und seltene Verwendung der Verbalendung "-end" in der 3. Person Plural. Martin Luther (1483-1546) und seine Schriften scheinen keine unmittelbar durchgreifende Wirkung gehabt zu haben, da die Nachdrucke in die lokale Drucksprache umgesetzt wurden, wobei allerdings die ursprüngliche Wortwahl eher belassen wurde.

Um die Mitte des 16. Jahrhunderts ging Augsburgs Ansehen als Druckort zurück, und die genannten Tendenzen einer Abwendung von lokalen Formen nahmen zu. Darüber hinaus wurden neue Schreibungen übernommen, die sich aus den nunmehr einflussreicheren mitteldeutschen Zentren verbreiteten, wie etwa <h> zur Angabe eines Langvokals, z.B. in "nehmen". Solche Entwicklungen in Richtung Vereinheitlichung der frühneuhochdeutschen Schreibsprachen liefen mehr oder weniger kontinuierlich bis zum Ende des 17. Jahrhunderts weiter. Letzte Reste regionaler Schreibtraditionen, wie etwa die Verwendung des Diminutivsuffixes "-lein", die Endung "-nus" (statt -nis) sowie apokopierte Pluralformen (die Brot) werden um 1760 relativ abrupt aufgegeben, wie das auch in anderen oberdeutschen Schreibzentren zu beobachten ist. Damit endet die frühneuhochdeutsche Periode.

Handschriftliche Texte weisen der skizzierten Entwicklung gegenüber eine teilweise erhebliche Verzögerung auf, wobei die Bandbreite ihrer sprachlichen Gestaltung sehr groß ist. Das forschungsgeschichtliche Interesse lag lange Zeit nicht auf der Betrachtung handschriftlicher Schreibsysteme (vgl. Fujii 2007). Sehr aufschlussreich ist der Vergleich verschiedener Textzeugen derselben Textsorte, wobei hierfür Kochbücher, die bis in jüngste Zeit in beiden Formen, gedruckt und handschriftlich, vorliegen, besonders geeignet sind. Die Analyse eines Kochbuchdruckes von 1544 und der Kochbuchhandschrift der Sabina Welserin (Freund/Schmitt/Stopp 1980) bestätigt den geringeren Variantenbestand der Drucke und den häufigeren Gebrauch von Regionalismen in Handschriften. Weitere in oder im Umfeld von Augsburg geschriebene Handschriften aus der Jahrhundertmitte, wie das "Kochbuch" und das "Arzneibuch" der Philippine Welserin (1527-1580) (Glaser 2002) weisen in noch viel höherem Maße sprechsprachlich-dialektale Schreibungen auf, wie z.B. Reflexe mundartlicher Monophthongierungen und typisch schwäbischer Auslautreduktionen (laffen ‚laufen’, weyxla ‚Weichseln’, rytla ‚rütteln’). Der Vergleich eines gedruckten Liederbüchleins und eines handschriftlich notierten Liedes aus der Zeit um 1600 hat ähnliche Unterschiede zutage gefördert (Graser & Tlusty 2012).

Die Untersuchung von Sprachzeugnissen "wenig geübter Augsburger Schreiberinnen kurz nach 1600" (Graser 2000) hat den Blick auf eine deutlich stärker mundartlich schwäbisch geprägte Schreibsprache freigegeben, die auch gewisse Rückschlüsse auf die Mündlichkeit erlaubt. Die erst jüngst in den Fokus der Sprachwissenschaft gebrachten Augsburger Archivalien aus der Feder 'einfacher Leute', wie Schmählieder, Pasquille, Zechzettel, Judengeleitzettel und Ähnliches (Graser 2011) erlauben die Rekonstruktion einer komplex geschichteten Schriftlichkeit in der Reichstadt, in deren Blütezeit offenbar die Alphabetisierung bis weit in die Handwerkerkreise hinein verbreitet war (Graser & Tlusty 2009, Graser 2017). Zwischen der damaligen Sprechsprache, einem Vorläufer des heutigen Stadtdialekts, und der Schreibsprache des Buchdrucks dürfte ein beachtlicher Unterschied bestanden haben, der ohne professionelles Schreibtraining nicht zu überwinden war. Dennoch waren viele Stadtbewohner soweit schreibkundig, sei es durch Schulbesuch oder privaten Erwerb, dass sie ihre Anliegen schriftlich festhalten konnten (Graser & Tlusty 2009, 33-34). Inwiefern der Sprache der Drucke eventuell auch eine höherschichtige Mündlichkeit (Akrolekt) entsprach, wir also damals von einer durch soziale Schichten geprägten mündlichen Variation in der Reichsstadt auszugehen hätten, ist umstritten.

Literatur

  • Anton Birlinger, Schwäbisch-Augsburgisches Wörterbuch, München 1864.
  • Karl Bohnenberger, Geschichte der schwäbischen Mundart im XV. Jahrhundert, Tübingen 1892.
  • Sabine Freund/Angelika Schmitt/Hugo Stopp, Graphemische Reflexe lautgeschichtlicher Regionalismen in Handschrift und Druck, in: Sprachwissenschaft 5 (1980), 266-275.
  • Akihiko Fujii, Günther Zainers druckersprachliche Leistung. Untersuchungen zur Augsburger Druckersprache im 15. Jahrhundert, Tübingen 2007.
  • Elvira Glaser, Augsburger Schreibsprache, in: Gunther Gottlieb (Hg.): Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart, Stuttgart 2. Auflage 1985, 357-362.
  • Elvira Glaser, Graphische Studien zum Schreibsprachwandel vom 13. bis 16. Jahrhundert. Vergleich verschiedener Handschriften des Augsburger Stadtbuches, Heidelberg 1985.
  • Elvira Glaser, Zum Graphiesystem der Clara Hätzlerin: Portrait einer Lohnschreiberin in frühneuhochdeutscher Zeit, in: Rudolf Bentzinger/Norbert R. Wolf (Hg.), Arbeiten zum Frühneuhochdeutschen. Gerhard Kettmann zum 65. Geburtstag, Würzburg 1993, 53-73.
  • Elvira Glaser, Das Graphemsystem der Clara Hätzlerin im Kontext der Handschrift Heidelberg, Cpg. 677, in: Peter Wiesinger/Peter Ernst/Franz Patocka (Hg.), Deutsche Sprache in Raum und Zeit. Festschrift für Peter Wiesinger zum 60. Geburtstag, Wien 1998, 479-494.
  • Elvira Glaser, Die Kochbücher der Philippine und Sabina Welser. Philologisch-linguistische Betrachtungen zu zwei frühen Frauenkochbüchern, in: Mark Häberlein/Johannes Burkhardt (Hg.), Die Welser. Neue Forschungen zur Geschichte und Kultur des oberdeutschen Handelshauses, Berlin 2002, 510-549.
  • Helmut Graser, Augsburg und die deutsche Sprachgeschichte, in: Edith Funk/Werner König/Manfred Renn (Hg.), Bausteine zur Sprachgeschichte. Referate der 13. Arbeitstagung zur alemannischen Dialektologie in Augsburg 29.9.-3.10.1999, Heidelberg 2000, 99-120.
  • Helmut Graser, Quellen vom unteren Rand der Schriftlichkeit – die Stimme der einfachen Leute in der Stadt der Frühen Neuzeit?, in: Stephan Elspaß/Michaela Negele (Hg.), Sprachvariation und Sprachwandel in der Stadt der Frühen Neuzeit, Heidelberg 2011, 15-48.
  • Helmut Graser/B. Ann Tlusty, Layers of Literacy in a Sixteenth-Century Case of Fraud, in: Marjorie Elizabeth Plummer/Robin B. Barnes (Hg.), Ideas and Cultural Margins in Early Modern Germany. Essays in Honor of H.C. Erik Midelfort, Ashgate 2009, 31-47.
  • Helmut Graser/B. Ann Tlusty, Sixteenth-Century Street Songs and Language History ‘From Below’, in: Nils Langer/Steffan Davies/Wim Vandenbussche (Hg.), Language and History, Linguistics and Historiography. Interdisciplinary Approaches, Bern 2012, 363-388.
  • Helmut Graser, Die Losch-Edition und die Sprachgeschichte »von unten«, in: Zeitschrift des historischen Vereins für Schwaben 109 (2017), 55-83.
  • Frédéric Hartweg/Klaus-Peter Wegera (Hg.), Frühneuhochdeutsch: eine Einführung in die deutsche Sprache des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit (Germanistische Arbeitshefte 33), Tübingen 2005.
  • Friedrich Kauffmann, Geschichte der schwäbischen Mundart im Mittelalter und in der Neuzeit, Straßburg 1890.
  • Werner König (Hg.), Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. 13 Bände, Heidelberg 1996-2006, Registerband 2008.
  • Hans-Jörg Künast, "Getruckt zu Augspurg". Buchdruck und Buchhandel in Augsburg zwischen 1468 und 1555, Tübingen 1997.
  • Friedrich Scholz, Geschichte der Deutschen Schriftsprache in Augsburg bis zum Jahre 1374, Berlin 1898.
  • Hugo Stopp, Schreibsprachwandel, Zur großräumigen Untersuchung frühneuhochdeutscher Schriftlichkeit (Schriften der Philosophischen Fachbereiche der Universität Augsburg 6), München 1976.
  • Hugo Stopp, Verbreitung und Zentren des Buchdrucks auf hochdeutschem Sprachgebiet im 16. und 17. Jahrhundert. Fakten und Daten zum ,organischen Werdegang der Entwicklungsgeschichte der neuhochdeutschen Schriftsprache‘, in: Sprachwissenschaft 3/3 (1978), 237-261.

Quellen

Weiterführende Recherche


Verwandte Artikel

Empfohlene Zitierweise

Elvira Glaser, Frühneuhochdeutsch in Schwaben, publiziert am 29.03.2021; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Frühneuhochdeutsch_in_Schwaben> (11.04.2021)




Haben Sie Anmerkungen zu diesem Artikel? Schreiben Sie an die Redaktion

© Historisches Lexikon Bayerns 2005 - 2021. Die Rechte an den Texten und Bildern dieses digitalen Angebots liegen, soweit nicht anders angegeben, bei der Bayerischen Staatsbibliothek. Die Rechte an den anderweitig gekennzeichneten Texten und Bildern liegen bei den genannten Institutionen oder Personen. Weitere Informationen, u. a. zur Zitierweise, Weiterverlinkung oder Verwendung von Inhalten finden Sie unter www.historisches-lexikon-bayerns.de.