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Deutsche Jugendkraft


1920 in Würzburg gegründeter katholischer Sportverband, der anfangs den Namen "Deutsche Jugendkraft - Reichsverband für Leibesübungen in katholischen Vereinen" führte. Die "Deutsche Jugendkraft" trug der gewachsenen Bedeutung der "Körperkultur" aus katholischer Sicht Rechnung und bündelte die bereits vorhandenen sportlichen Aktivitäten. Sie war daher Dachverband für die entsprechenden Abteilungen in anderen katholischen Verbänden (Jungmänner- und Gesellenvereine, Neudeutschland, etc.). Die Zahl der ausschließlich männlichen Mitglieder stieg bis 1932 auf rund 255.000. Erster Generalpräses des Verbandes war mit Carl Mosterts (1874-1926) der entscheidende Organisator katholischer Jugendseelsorge in Deutschland, der wie sein Nachfolger Ludwig Wolker (1887-1955) auch Generalpräses des Katholischen Jungmännerverbandes (KJMV) war. Wie der KJMV hatte die Deutsche Jugendkraft ihren Sitz in Düsseldorf. Nach ersten Repressalien ab 1933 (1934 Ermordung des DJK-Reichsführers Adalbert Propst [1900-1934]) wurde die "Deutsche Jugendkraft" 1935 aufgelöst. Ab 1947 entstand die DJK neu, nun auf Basis eigenständiger Ortsvereine, doch bildeten sich zunächst zwei konkurrierende Verbände (Hauptverband, Zentralverband), die sich erst 1961 zur "Deutschen Jugendkraft, Verband für Sportpflege in katholischer Gemeinschaft" zusammenschlossen. Ein eigener Frauenverband (mit Vorläufer 1928-1935) wurde 1955 gegründet. 1970 schlossen sich in Würzburg der Männer- und Frauenverband zum "DJK Sportverband e.V. - katholischer Bundesverband für Breiten- und Leistungssport" zusammen. 2005 hatte der Verband rund 525.000 Mitglieder.

Dokumente

Literatur

  • Heinz-Egon Rösch, Sport um der Menschen willen. 75 Jahre DJK-Sportverband "Deutsche Jugendkraft" 1920 - 1995, Aachen 1995.

Weiterführende Recherche

Externe Links

Empfohlene Zitierweise

Deutsche Jugendkraft, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Deutsche Jugendkraft> (14.12.2018)