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Aus Historisches Lexikon Bayerns

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== [[Abendzeitung]] ==
[[Datei:Apr 26 Abendzeitung.jpg|left|250x250px|link=Abendzeitung|Logo der Abenzeitung. (Gemeinfrei via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Abendzeitung-Munich-Logo.svg?uselang=de Wikimedia Commons])]]
[[Autor:Hoser,_Paul|Paul Hoser]] <br>
''Das HLB präsentiert im Zuge seines Jubiläums ausgewählte Artikel aus 20 Jahren:'' Die Münchner Abendzeitung (AZ) erscheint seit 1948 täglich. Ihr Gründer, der Zeitungspionier Werner Friedmann (1909-1969), hatte die Idee zu einer modernen Boulevardzeitung. Sie sollte keine rein auf Sensationsjournalismus aufgebaute Zeitung sein, sondern intelligent gemacht sein und eine seriöse Berichterstattung aufweisen. Ein Merkmal war daher der im Vergleich zu anderen Boulevardmedien sehr umfangreiche Feuilleton. Versuche, über die Region München hinaus zu expandieren, waren seit den 1960er Jahren nicht von großem Erfolg gekrönt.  [[Abendzeitung|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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= Neueste Artikel =
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== [[US-Militärregierung]] ==
== [[Frühe Kirchen im Nordgau]] ==
[[Datei:US Militaerregierung Regensburg 1947.jpg|left|250x250px|link=US-Militärregierung|Offiziere der US-Militärregierung vor dem Neuen Rathaus in Regensburg, 28.11.1947. Foto: Christoph Lang. (Stadt Regensburg, Bilddokumentation, Christoph Lang)]]
[[Datei:Abb.4 Penk Turm Hensch.jpg|left|250x250px|link=Frühe Kirchen im Nordgau|Penk (Lkr. Regensburg), St. Leonhard; der vorromanische Saalbau der Zeit um 900 von Süden; Turmanbau 15. Jahrhundert. (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Regensburg, Rudolf Röhrl, bearb. Mathias Hensch)]]
[[Autor:Schott,_Herbert|Herbert Schott]]<br>
[[Autor:Hensch,_Mathias|Mathias Hensch]]<br>
Bayern wurde 1945 von US-amerikanischen Truppen besetzt. Die Amerikaner errichteten Militärregierungen auf unterschiedlichen Ebenen (Stadt-/Landkreis, Regierungsbezirk, gesamte Landesebene). Der Einfluss der Besatzungsmacht wurde kontinuierlich geringer, lokale und regionale Behörden übernahmen viele Befugnisse. Die Zahl der Offiziere und Mannschaften wurde schnell deutlich verringert. Seit 1949 bis zum Deutschlandvertrag 1952 begnügten sich die Amerikaner mit Zivilisten ohne wirklichen Einfluss auf die deutsche Politik.  [[US-Militärregierung|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
Archäologische Forschungen im Gebiet des mittelalterlichen Nordgaus nördlich von Regensburg erbrachten eine ungewöhnlich große Zahl von frühmittelalterlichen Kirchennachweisen. Sie belegen zusammen mit Gräbern einerseits die Verbreitung von Christentum und Seelsorge bereits um 700 in einer Region, in der es keine spätantik-christliche Tradition gab. Andererseits sind sie aufgrund ihres mehrfachen Konnexes mit frühen Burgen, Königs- und Herrenhöfen indirekte Zeugnisse des herrschaftlichen Zugriffs auf einen Raum, der wegen seiner überregionalen Verkehrsverbindungen und seiner Bodenschätze von großem strategischem und ökonomischem Interesse war, für den jedoch kaum schriftliche Quellen vorhanden sind. Während des frühen Mittelalters war das Gebiet nördlich und nordwestlich von Regensburg siedlungs- und herrschaftsgeschichtlich ein heterogener Raum. So verlief auch der Prozess der Christianisierung und der kirchlichen Strukturierung hier anders als in weiten Teilen Altbayerns und Mainfrankens.   [[Frühe Kirchen im Nordgau|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Einführung des Gregorianischen Kalenders in Bayern]] ==
== [[Arco-Prozess, 1920]] ==
[[Datei:BayHStA Kurbayern Mandatenslg 1582.jpg|left|250x250px|link=Einführung des Gregorianischen Kalenders in Bayern|Ignaz von Döllinger (1799-1890) war ein bedeutender Vertreter des Frühultramontanismus, verlor aber als Gegner des Unfehlbarkeitsdogmas seinen Einfluss. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv port-017105)]]
[[Datei:Anton Arco Valley vor 1923.jpg|left|250x250px|link=Arco-Prozess, 1920|Anton Graf von Arco auf Valley (1897-1945), vor 1923. (gemeinfrei via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anton_Graf_von_Arco_auf_Valley.png Wikimedia Commons])]]
[[Autor:Wolf,_Susanne|Susanne Wolf]]<br>
[[Autor:Koch,_Arnd|Arnd Koch]]<br> Der Prozess gegen den Mörder von Ministerpräsident Kurt Eisner fand am 15. Januar 1920 vor dem Volksgericht München statt. Am Folgetag verkündete das Gericht gegen den Angeklagten, den 22-jährigen Leutnant Anton Graf Arco auf Valley, das Todesurteil. Am 17. Januar begnadigte der Bayerische Ministerrat Arco-Valley zu einer lebenslangen Festungshaft, aus der er bereits 1924 entlassen wurde. 1927 wurde Arco-Valley endgültig begnadigt. [[Arco-Prozess, 1920|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
Um die im Laufe der Jahrhunderte entstandenen Abweichungen bei der Datierung des Ostertermins auszugleichen, beschloss Papst Gregor XIII. (reg. 1572–1585) einen neuen Kalender. Die Einführung dieses Gregorianischen Kalenders in der gesamten Christenheit sollte eigentlich im Jahr 1582 erfolgen. Während im Römisch-Deutschen Reich die protestantischen Reichsstände, aber auch der Kaiser, die Umsetzung der päpstlichen Kalenderreform zu diesem Zeitpunkt ablehnten, war der bayerische Herzog Wilhelm V. (reg. 1579–1598) gemeinsam mit den Bischöfen um eine fristgerechte Einführung in seinem Land bemüht. Nachdem eine bereits verfügte Einführung im Oktober 1582 zunächst noch zurückgezogen wurde, erfolgte im Februar des darauffolgenden Jahres die Kalenderumstellung in Bayern als einem der ersten Territorien im Reich. [[Einführung des Gregorianischen Kalenders in Bayern|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[DP-Lager Föhrenwald]] ==
== [[Zwölf Artikel]] ==
[[Datei:ORT DP Foehrenwald 1953.jpg|left|250x250px|link=DP-Lager Föhrenwald|Außenansicht des ORT (Organization for Rehabilitation through Training)-Versorgungs- und Transportgebäudes im DP-Lager Föhrenwald, 1953. Foto: David Rosenstein (1895-1963). ([https://collections.ushmm.org/search/catalog/pa1145642 United States Holocaust Memorial Museum, Collections: 2003.441.1, courtesy of Elinor Rosenstein Gabriel])]]
[[Datei:12-Artikel-von-Memmingen 01.jpg|left|250x250px|link=Zwölf Artikel]]
[[Autor:Moutafis,_Rhiannon|Rhiannon Moutafis]]<br> Das Lager Föhrenwald war das am längsten bestehende Lager für jüdische Displaced Persons in Europa. Von Oktober 1945 bis Februar 1957 lebten jüdische Holocaust-Überlebende in einer kleinen Enklave mit dem Charakter eines osteuropäischen Shtetls. Zwar waren die United Nations Relief and Rehabilitation Administration, später die International Refugee Organisation und ab 1951 die bayerischen Behörden für das Lager verantwortlich, doch verwalteten die Bewohner das Lager zu einem großen Teil selbst. [[DP-Lager Föhrenwald|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Autor:von Mayenburg,_David|David von Mayenburg]]<br> Die Zwölf Artikel der Allgäuer Bauern (Originaltitel: Dye Grundtlichen Vnd rechten haupt Artickel, aller Baurschafft vnnd Hyndersessen der Gaistlichen vn Weltlichen oberkayten, von wölchen sy sich beschwert vermainen) entstanden Anfang März 1525 im Kontext des Deutschen Bauernkriegs. Der Beschwerdekatalog wurde anonym als Flugschrift verbreitet. Er gilt als wichtigstes Manifest der Untertanen im Bauernkrieg. [[Zwölf Artikel|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Die kleine Freiheit]] ==
== [[Kabinett Schäffer, 1945]] ==
[[Datei:Kleine Freiheit Maximilianstrasse Aussenansicht 1991.jpg|left|250x250px|link=Die kleine Freiheit|Außenansicht der ''Kleinen Freiheit'' in der Maximilianstraße 31 neben dem Café Roma, 1991. Foto: Erika Kiechle-Klemt. ([http://stadtarchiv.muenchen.de/scopeQuery/detail.aspx?ID=459038 Stadtarchiv München, FS-STB-7667])]]
[[Datei:Kabinett Schäffer 1945 BayHStA 429.jpg|left|250x250px|link=Kabinett Schäffer, 1945]]
[[Autor:Landstorfer,_Raphael|Raphael Landstorfer]] <br> Die Kleine Freiheit war eine Bühne in München, die sich 1951 als Kabarettkollektiv um Trude Kolman, Erich Kästner und Oliver Hassencamp gründete. Ihren Schwerpunkt im politischen Kabarett gab sie 1957 zugunsten unterhaltsamer Revuen von Friedrich Hollaender auf. Ab 1961 wurde die Kleine Freiheit sukzessive zu einem reinen Boulevardtheater und zeigte fast ausschließlich ins Private zielende Komödien. Sie bestand bis 1996. [[Die kleine Freiheit|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Autor:Wegmaier,_Alexander|Alexander Wegmaier]]<br>
Die US-Besatzungsmacht setzte am 28. Mai 1945 Fritz Schäffer (1888-1967) als 'Temporary Minister-Präsident for Bavaria' ein. Von einer Regierung im eigentlichen Sinn kann beim Kabinett Schäffer nicht gesprochen werden: Es war vollständig den Weisungen der Militärregierung unterworfen, hatte angesichts des umfassenden Mangels nach Kriegsende nur geringe Spielräume und sollte vor allem die Entnazifizierung und den Wiederaufbau der Verwaltung betreiben. Führende US-Offiziere unterstützten zunächst Schäffers Priorisierung einer funktionierenden Verwaltung. Nachdem liberale US-Zeitungen einen mangelnden Entnazifizierungswillen und eine einseitig konservative Personalpolitik in Bayern kritisierten, verschärften die USA im Spätsommer ihre Entnazifizierungspolitik. Als Signal entließ US-Oberbefehlshaber Dwight D. Eisenhower (1890–1969) am 28. September 1945 sowohl den Militärgouverneur von Bayern George S. Patton (1885-1945), der diesen Kurswechsel offen ablehnte, als auch Ministerpräsident Schäffer und den Großteil seines Kabinetts. [[Kabinett Schäffer, 1945|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Kabinettssekretariat]] ==
 
[[Datei:Grandauer_Bodmer_1834.jpg|left|250x250px|link=Kabinettssekretariat|Bernhard von Grandauer (1776-183). Druckgrafik von Gottlieb Bodmer (1804-1837) , 1834. (gemeinfrei via [https://muenchner-portraitsammlung.bavarikon.de/Sammlung/Grandauer,_Bernhard_Michael Porträtsammlung des Münchner Stadtmuseums]]]
== [[Beziehungen zu Preußen (19. Jahrhundert)]] ==
[[Autor:Vissers,_Maximilian|Maximilian Vissers]] <br>Das Kabinettssekretariat war im Königreich Bayern eine Behörde zur Führung der Korrespondenz des Monarchen und zur Kommunikation zwischen dem Regenten und den Ministern. Je nach Monarch konnte die Rolle des häufig als Juristen ausgebildeten Kabinettssekretärs zwischen einem einflussreichen politischen Berater, der einen exklusiven Zugang zum Monarchen hatte, und einem einfachen Sekretär, der die aufgetragenen Schriftstücke ausfertigte, wechseln. Immer wieder stand die Behörde daher in der Kritik der Öffentlichkeit und des Landtages, dessen Kontrolle sie weitgehend entzogen war. Sie wurde mehrmals umbenannt, ohne jedoch ihre Rolle einschneidend zu ändern. Mit dem Ende der Monarchie wurde die Behörde abgeschafft. [[Kabinettssekretariat|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Datei:Seppl als Protestler.jpg|left|250x250px|link=Beziehungen zu Preußen (19. Jahrhundert)|Der bayerische Seppl protestiert gegen den Marsch Bayerns ins zentralistische, von Preußen geführte Kaiserreich. Postkarte zu den bayerischen Reservatrechten (Haus der Bayerischen Geschichte, bapo-00136)]]
[[Autor:Hahn,_Hans-Werner|Hans-Werner Hahn]]<br>
Die bayerisch-preußischen Beziehungen im 19. Jahrhundert waren vielfältig. Auf der dynastischen Ebene gab es mehrere Eheverbindungen zwischen dem Haus Wittelsbach und den preußischen Hohenzollern. Auf der politischen Ebene standen sich nach dem Ende des Alten Reiches zunächst zwei souveräne Staaten gegenüber, die zwischen 1815 und 1866 unterschiedliche Positionen über die Entwicklung des Deutschen Bundes vertraten. Während Preußen seit 1848 seine Ansprüche auf eine Führungsrolle in Deutschland untermauerte, war die Politik Bayerns vom Festhalten an der staatlichen Souveränität geprägt. Die Bismarckschen Einigungskriege zwangen das Königreich Bayern 1871 dann in die bundesstaatliche Ordnung des Deutschen Reiches. Mit ihr traten die politischen Beziehungen zwischen Preußen als Hegemonialmacht und Bayern als zweitgrößtem Einzelstaat des Reiches in ein neues, von zahlreichen Spannungen geprägtes Stadium. [[Beziehungen zu Preußen (19. Jahrhundert)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Königswürde (1806)]] ==
== [[Haslang, Adelsfamilie]] ==
[[Datei:Proklamation Druck Koenigswuerde.jpg|left|250x250px|link=Königswürde (1806)|Proklamation zur Annahme der Königswürde für Bayern am 1. Januar 1806. Gedruckte Fassung als Beilage zum offiziellen Protokoll. (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Landtag 10189)]]
[[Datei:Scheibler'sches-Wappenbuch 335.jpg|left|250x250px|link=Haslang, Adelsfamilie|Wappen der Adelsfamilie Haslang. Abb aus: Scheibler´sches Wappenbuch, älterer Teil, 1450-1480, 335. (Bayerische Staatsbibliothek, Cod.icon. 312c)]]
[[Autor:Kramer,_Ferdinand|Ferdinand Kramer]]<br>
[[Autor:Wallner,_Benedikt|Benedikt Wallner]]<br>
Am 1. Januar 1806 verkündete der bisherige pfalzbayerische Kurfürst Max IV. Joseph in der Residenz in München, dass er sich entschlossen habe, den Titel eines "Königs von Baiern" anzunehmen und öffentlich proklamieren zu lassen. Die Königswürde war ein lange verfolgtes Ziel des bayerischen Herrscherhauses der Wittelsbacher, das zu diesem Zeitpunkt mit der Unterstützung des Kaisers der Franzosen, Napoleon I., und mit der Billigung Kaiser Franz II. realisiert werden konnte. Parallel zur Königswürde erhielt Bayern die volle Souveränität und Gebietserweiterungen. Die Königswürde verlor mit dem Ende der Monarchie 1918 und der folgenden Entbindung der Staatsbediensteten vom Eid auf den König ihre staatsrechtliche Bedeutung. Einen formellen Thronverzicht in Bayern hat das Haus Wittelsbach nicht erklärt. [[Königswürde (1806)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
Die Haslang waren eine altbayerische Adelsfamilie, die vom 13. bis ins 19. Jahrhundert blühte und zu den einflussreichsten Adelsgeschlechtern Bayerns gezählt wird. Als Stammsitze dienten den Haslang die Hofmarken Haslangkreit und Hohenkammer. Ursprünglich ein Turniergeschlecht, erreichten viele Familienmitglieder ab dem 14. Jahrhundert höherrangige Positionen sowohl in der landschaftlichen als auch in der herzoglichen Verwaltung. Ende des 16. Jahrhunderts spaltete sich die Familie in zwei Linien auf. Im 17. und 18. Jahrhundert traten Vertreter der Linie zu Hohenkammer verstärkt als kurfürstliche Gesandte auf. Mit dem Tod des Sigmund Franz von Haslang (1737-1804) erlosch das Geschlecht der Haslang in männlicher Linie. [[Haslang, Adelsfamilie|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Kurpräcipuum]] ==
== [[Deutsche Kampfspiele, Nürnberg, 23.-29. Juni 1934]] ==
[[Datei:Kurpräcipuum a.jpg|left|250x250px|link=Kurpräcipuum|Die Ordnung von 1368. (BayHStA, Geheimes Hausarchiv, HU 2460)]][[Autor:Müsegades,_Benjamin|Benjamin Müsegades]]<br> Als Kurpräcipuum (auch Kurpräzipuum) werden in der Forschung jene Städte und Burgen der Pfalzgrafen bei Rhein bezeichnet, die nach den Festlegungen mehrerer hausrechtlicher Urkunden des 14. und 15. Jahrhunderts unveräußerlicher Bestandteil ihrer rheinischen und oberpfälzischen Besitzungen sein sollten. Der Begriff (lat. praecipuus = herausragend, besonders) stammt nicht aus dem Mittelalter, sondern wurde erst von Juristen der Neuzeit geprägt. Wann er erstmals auftaucht, ist allerdings unbekannt. [[Kurpräcipuum|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Datei:Deutschen Kampfspiele Nuernberg Siegerrosette 1934.jpg|left|250x250px|link=Deutsche Kampfspiele, Nürnberg, 23.-29. Juni 1934]]
[[Autor:Dechant,_Maria|Maria Dechant]]<br>
Die Idee leistungssportlicher Wettkämpfe unter dem Titel 'Deutsche Kampfspiele' entstand Ende des 19. Jahrhunderts als nationale Initiative. Nach den ersten Durchführungen in der Weimarer Republik setzten sie die Nationalsozialisten 1934 fort. Die Kampfspiele fanden in diesem Jahr in Nürnberg sowie an verschiedenen weiteren Austragungsorten statt und umfassten zahlreiche Wettkämpfe, darunter auch deutsche Meisterschaften, ergänzt durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Für die Nationalsozialisten war der nationale Grundgedanke der Veranstaltung nutzbar, den sie zudem durch spezifische Elemente ihrer Ideologie erweiterten. Eine umfassende Durchdringung des Festes konnten sie jedoch nicht erreichen. Dennoch stellten die Deutschen Kampfspiele 1934 unter den Nationalsozialisten seit Entstehung der Idee zum ersten Mal ein zentrales nationales Sportfest dar. [[Deutsche Kampfspiele, Nürnberg, 23.-29. Juni 1934|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Verfassunggebende Landesversammlung (1946)]] ==
[[Datei:Horlacher Sitzung 1946.jpg|left|250x250px|link=Verfassunggebende Landesversammlung (1946)|]]
[[Autor:Wegmaier,_Alexander|Alexander Wegmaier]]<br>
Die Verfassunggebende Landesversammlung war die erste aus allgemeinen gesamtbayerischen Wahlen hervorgegangene Volksvertretung nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie erarbeitete auf Weisung der US-Militärregierung zwischen Juli und Oktober 1946 die Verfassung des Freistaates Bayern. Zentrales Beratungsgremium war der 21-köpfige Verfassungsausschuss. Trotz der absoluten Mehrheit der Christlich-Sozialen Union erfolgte die Arbeit weitgehend im Konsens mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, um der neuen Verfassung eine breite Akzeptanz zu sichern. [[Verfassunggebende Landesversammlung (1946)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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Aktuelle Version vom 15. April 2026, 06:33 Uhr


Abendzeitung

Logo der Abenzeitung. (Gemeinfrei via Wikimedia Commons)
Logo der Abenzeitung. (Gemeinfrei via Wikimedia Commons)

Paul Hoser
Das HLB präsentiert im Zuge seines Jubiläums ausgewählte Artikel aus 20 Jahren: Die Münchner Abendzeitung (AZ) erscheint seit 1948 täglich. Ihr Gründer, der Zeitungspionier Werner Friedmann (1909-1969), hatte die Idee zu einer modernen Boulevardzeitung. Sie sollte keine rein auf Sensationsjournalismus aufgebaute Zeitung sein, sondern intelligent gemacht sein und eine seriöse Berichterstattung aufweisen. Ein Merkmal war daher der im Vergleich zu anderen Boulevardmedien sehr umfangreiche Feuilleton. Versuche, über die Region München hinaus zu expandieren, waren seit den 1960er Jahren nicht von großem Erfolg gekrönt. Weiterlesen

Neueste Artikel

Frühe Kirchen im Nordgau

Penk (Lkr. Regensburg), St. Leonhard; der vorromanische Saalbau der Zeit um 900 von Süden; Turmanbau 15. Jahrhundert. (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Regensburg, Rudolf Röhrl, bearb. Mathias Hensch)
Penk (Lkr. Regensburg), St. Leonhard; der vorromanische Saalbau der Zeit um 900 von Süden; Turmanbau 15. Jahrhundert. (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Regensburg, Rudolf Röhrl, bearb. Mathias Hensch)

Mathias Hensch
Archäologische Forschungen im Gebiet des mittelalterlichen Nordgaus nördlich von Regensburg erbrachten eine ungewöhnlich große Zahl von frühmittelalterlichen Kirchennachweisen. Sie belegen zusammen mit Gräbern einerseits die Verbreitung von Christentum und Seelsorge bereits um 700 in einer Region, in der es keine spätantik-christliche Tradition gab. Andererseits sind sie aufgrund ihres mehrfachen Konnexes mit frühen Burgen, Königs- und Herrenhöfen indirekte Zeugnisse des herrschaftlichen Zugriffs auf einen Raum, der wegen seiner überregionalen Verkehrsverbindungen und seiner Bodenschätze von großem strategischem und ökonomischem Interesse war, für den jedoch kaum schriftliche Quellen vorhanden sind. Während des frühen Mittelalters war das Gebiet nördlich und nordwestlich von Regensburg siedlungs- und herrschaftsgeschichtlich ein heterogener Raum. So verlief auch der Prozess der Christianisierung und der kirchlichen Strukturierung hier anders als in weiten Teilen Altbayerns und Mainfrankens. Weiterlesen

Einführung des Gregorianischen Kalenders in Bayern

Ignaz von Döllinger (1799-1890) war ein bedeutender Vertreter des Frühultramontanismus, verlor aber als Gegner des Unfehlbarkeitsdogmas seinen Einfluss. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv port-017105)
Ignaz von Döllinger (1799-1890) war ein bedeutender Vertreter des Frühultramontanismus, verlor aber als Gegner des Unfehlbarkeitsdogmas seinen Einfluss. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv port-017105)

Susanne Wolf
Um die im Laufe der Jahrhunderte entstandenen Abweichungen bei der Datierung des Ostertermins auszugleichen, beschloss Papst Gregor XIII. (reg. 1572–1585) einen neuen Kalender. Die Einführung dieses Gregorianischen Kalenders in der gesamten Christenheit sollte eigentlich im Jahr 1582 erfolgen. Während im Römisch-Deutschen Reich die protestantischen Reichsstände, aber auch der Kaiser, die Umsetzung der päpstlichen Kalenderreform zu diesem Zeitpunkt ablehnten, war der bayerische Herzog Wilhelm V. (reg. 1579–1598) gemeinsam mit den Bischöfen um eine fristgerechte Einführung in seinem Land bemüht. Nachdem eine bereits verfügte Einführung im Oktober 1582 zunächst noch zurückgezogen wurde, erfolgte im Februar des darauffolgenden Jahres die Kalenderumstellung in Bayern als einem der ersten Territorien im Reich. Weiterlesen

Zwölf Artikel

David von Mayenburg
Die Zwölf Artikel der Allgäuer Bauern (Originaltitel: Dye Grundtlichen Vnd rechten haupt Artickel, aller Baurschafft vnnd Hyndersessen der Gaistlichen vn Weltlichen oberkayten, von wölchen sy sich beschwert vermainen) entstanden Anfang März 1525 im Kontext des Deutschen Bauernkriegs. Der Beschwerdekatalog wurde anonym als Flugschrift verbreitet. Er gilt als wichtigstes Manifest der Untertanen im Bauernkrieg. Weiterlesen

Kabinett Schäffer, 1945

Alexander Wegmaier
Die US-Besatzungsmacht setzte am 28. Mai 1945 Fritz Schäffer (1888-1967) als 'Temporary Minister-Präsident for Bavaria' ein. Von einer Regierung im eigentlichen Sinn kann beim Kabinett Schäffer nicht gesprochen werden: Es war vollständig den Weisungen der Militärregierung unterworfen, hatte angesichts des umfassenden Mangels nach Kriegsende nur geringe Spielräume und sollte vor allem die Entnazifizierung und den Wiederaufbau der Verwaltung betreiben. Führende US-Offiziere unterstützten zunächst Schäffers Priorisierung einer funktionierenden Verwaltung. Nachdem liberale US-Zeitungen einen mangelnden Entnazifizierungswillen und eine einseitig konservative Personalpolitik in Bayern kritisierten, verschärften die USA im Spätsommer ihre Entnazifizierungspolitik. Als Signal entließ US-Oberbefehlshaber Dwight D. Eisenhower (1890–1969) am 28. September 1945 sowohl den Militärgouverneur von Bayern George S. Patton (1885-1945), der diesen Kurswechsel offen ablehnte, als auch Ministerpräsident Schäffer und den Großteil seines Kabinetts. Weiterlesen

Beziehungen zu Preußen (19. Jahrhundert)

Der bayerische Seppl protestiert gegen den Marsch Bayerns ins zentralistische, von Preußen geführte Kaiserreich. Postkarte zu den bayerischen Reservatrechten (Haus der Bayerischen Geschichte, bapo-00136)
Der bayerische Seppl protestiert gegen den Marsch Bayerns ins zentralistische, von Preußen geführte Kaiserreich. Postkarte zu den bayerischen Reservatrechten (Haus der Bayerischen Geschichte, bapo-00136)

Hans-Werner Hahn
Die bayerisch-preußischen Beziehungen im 19. Jahrhundert waren vielfältig. Auf der dynastischen Ebene gab es mehrere Eheverbindungen zwischen dem Haus Wittelsbach und den preußischen Hohenzollern. Auf der politischen Ebene standen sich nach dem Ende des Alten Reiches zunächst zwei souveräne Staaten gegenüber, die zwischen 1815 und 1866 unterschiedliche Positionen über die Entwicklung des Deutschen Bundes vertraten. Während Preußen seit 1848 seine Ansprüche auf eine Führungsrolle in Deutschland untermauerte, war die Politik Bayerns vom Festhalten an der staatlichen Souveränität geprägt. Die Bismarckschen Einigungskriege zwangen das Königreich Bayern 1871 dann in die bundesstaatliche Ordnung des Deutschen Reiches. Mit ihr traten die politischen Beziehungen zwischen Preußen als Hegemonialmacht und Bayern als zweitgrößtem Einzelstaat des Reiches in ein neues, von zahlreichen Spannungen geprägtes Stadium. Weiterlesen

Haslang, Adelsfamilie

Wappen der Adelsfamilie Haslang. Abb aus: Scheibler´sches Wappenbuch, älterer Teil, 1450-1480, 335. (Bayerische Staatsbibliothek, Cod.icon. 312c)
Wappen der Adelsfamilie Haslang. Abb aus: Scheibler´sches Wappenbuch, älterer Teil, 1450-1480, 335. (Bayerische Staatsbibliothek, Cod.icon. 312c)

Benedikt Wallner
Die Haslang waren eine altbayerische Adelsfamilie, die vom 13. bis ins 19. Jahrhundert blühte und zu den einflussreichsten Adelsgeschlechtern Bayerns gezählt wird. Als Stammsitze dienten den Haslang die Hofmarken Haslangkreit und Hohenkammer. Ursprünglich ein Turniergeschlecht, erreichten viele Familienmitglieder ab dem 14. Jahrhundert höherrangige Positionen sowohl in der landschaftlichen als auch in der herzoglichen Verwaltung. Ende des 16. Jahrhunderts spaltete sich die Familie in zwei Linien auf. Im 17. und 18. Jahrhundert traten Vertreter der Linie zu Hohenkammer verstärkt als kurfürstliche Gesandte auf. Mit dem Tod des Sigmund Franz von Haslang (1737-1804) erlosch das Geschlecht der Haslang in männlicher Linie. Weiterlesen

Deutsche Kampfspiele, Nürnberg, 23.-29. Juni 1934

Maria Dechant
Die Idee leistungssportlicher Wettkämpfe unter dem Titel 'Deutsche Kampfspiele' entstand Ende des 19. Jahrhunderts als nationale Initiative. Nach den ersten Durchführungen in der Weimarer Republik setzten sie die Nationalsozialisten 1934 fort. Die Kampfspiele fanden in diesem Jahr in Nürnberg sowie an verschiedenen weiteren Austragungsorten statt und umfassten zahlreiche Wettkämpfe, darunter auch deutsche Meisterschaften, ergänzt durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Für die Nationalsozialisten war der nationale Grundgedanke der Veranstaltung nutzbar, den sie zudem durch spezifische Elemente ihrer Ideologie erweiterten. Eine umfassende Durchdringung des Festes konnten sie jedoch nicht erreichen. Dennoch stellten die Deutschen Kampfspiele 1934 unter den Nationalsozialisten seit Entstehung der Idee zum ersten Mal ein zentrales nationales Sportfest dar. Weiterlesen

Verfassunggebende Landesversammlung (1946)

Alexander Wegmaier
Die Verfassunggebende Landesversammlung war die erste aus allgemeinen gesamtbayerischen Wahlen hervorgegangene Volksvertretung nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie erarbeitete auf Weisung der US-Militärregierung zwischen Juli und Oktober 1946 die Verfassung des Freistaates Bayern. Zentrales Beratungsgremium war der 21-köpfige Verfassungsausschuss. Trotz der absoluten Mehrheit der Christlich-Sozialen Union erfolgte die Arbeit weitgehend im Konsens mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, um der neuen Verfassung eine breite Akzeptanz zu sichern. Weiterlesen