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Adventspredigten Kardinal Faulhabers (1933)

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von Sarah Röttger

Michael Kardinal Faulhaber (1869-1952). Foto aus: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. 1. Band. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv)
Wappen Kardinal Faulhabers. Der siebenarmige Leuchter auf dem linken Schild verweist auf seine Tätigkeit als Professor für das Alte Testament. (Erzbischöfliches Archiv München)

Der Münchner Erzbischof Michael Kardinal von Faulhaber (1869-1952, Erzbischof von München seit 1917) war bekannt für seinen guten und originellen Predigtstil. Zu seinen berühmtesten Predigten gehören die Adventspredigten über das Alte Testament und die Silvesterpredigt über Christentum und Germanentum, die Faulhaber an den vier Adventssonntagen sowie am Silvesterabend 1933 in der Münchner St. Michaels-Kirche hielt. Die Predigten bildeten einen Zyklus und bauten inhaltlich aufeinander auf. In den Adventspredigten stellte Faulhaber sich gegen eine Verbannung des Alten Testaments aus Bibel und Schule. In der Silvesterpredigt wandte er sich gegen die Entstehung einer neuheidnischen Weltanschauung in Deutschland.

Der Adventprediger Michael von Faulhaber

Nur zwei Jahre nach seiner Priesterweihe am 1. August 1892 wurde Michael Faulhaber (1869-1952) Präfekt des Kilianeums in Würzburg. Schon zu dieser Zeit fiel der junge Priester durch seine originellen und guten Predigten auf. 1895 promovierte Faulhaber mit einer preisgekrönten Arbeit über die griechischen Apologeten der klassischen Väterzeit mit "summa cum laude". Die Arbeit verhalf ihm zu einem Universitätsstipendium, mit dem er in Rom Katenenforschung betrieb, also die Erforschung früher Bibelkommentare. Hierzu habilierte er sich 1899 in Würzburg. Von 1903 bis 1910 war Faulhaber Inhaber des neu geschaffenen Lehrstuhls für Altes Testament in Straßburg. Er lehrte speziell die Bereiche Biblische Altertumskunde, Psalmen und Prophetenbücher.

Am 19. Februar 1911 wurde Faulhaber als Bischof von Speyer eingeführt. 1917 verließ er das Bistum wieder und wurde Erzbischof von München und Freising. Am 7. März 1921 folgte die Ernennung zum Kardinal.

Als Faulhaber im Advent 1933 die Adventspredigten hielt, war er 64 Jahre alt, seit fast 23 Jahren Bischof, davon 16 Jahre Erzbischof von München. Er hatte als Bischof bereits im Kaiserreich und in der Weimarer Republik gewirkt. Nun stand er vor der Herausforderung eines erneuten politischen Wechsels: Dem Dritten Reich und seinem nationalsozialistischen Regime.

St. Michael in München, Foto von ca. 1905. (Stadtarchiv München DE-1992-FS-NL-PETT1-2534, lizensiert durch CC BY-ND 4.0)

Die Situation der Predigten

Die Adventspredigten waren Themenpredigten, die zuvor in der Presse angekündigt worden waren und denen sich kurze Andachten anschlossen. Sie wurden am 3., 10., 17. und 24. Dezember (Heiligabend) sowie am Silvesterabend 1933, jeweils um 19 Uhr gehalten. Gepredigt wurde über "Die religiösen Werte des Alten Testaments", "Die sittlichen Werte des Alten Testaments und ihre Aufwertung im Evangelium", "Die sozialen Werte des Alten Testaments", "Der Eckstein zwischen Judentum und Christentum" sowie an Silverster über "Christentum und Germanentum".

Anlass für die Predigten waren erstens Forderungen nach einer Verwerfung des Alten Testaments aus Schule und Bibel. Zur konsequenten Durchsetzung ihrer Rassenideologie hatten die Nationalsozialisten die Absicht, alles Jüdische zu tilgen, auch aus dem Christentum. Aus Einzelstimmen sei mittlerweile ein "Sprechchor" geworden, zu dem nicht nur die Deutschen Christen, sondern auch die "Apostel Rosenbergs" gehörten, klagte Faulhaber in der ersten Adventspredigt am 3. Dezember 1933. Am 13. November 1933 zuvor hatte der Gründer und Obmann der Deutschen Christen, Reinhold Krause (1893-1980), auf einer Kundgebung im Berliner Sportpalast gefordert, das Christentum vom Alten Testament zu befreien.

Zweitens hatte Faulhaber seine Beobachtung, dass in Deutschland "eine nordisch-germanische Konfession im Entstehen ist" zu dem Predigtzyklus veranlasst.

Der Hörerandrang war so groß, dass neben St. Michael, wo der Kardinal vor ca. 1.500 Menschen predigte, noch die beiden nächstgelegenen Kirchen, Studienkirche (ca. 400 Menschen) und Bürgersaal (ca. 500 Menschen), durch Lautsprecher angeschlossen werden mussten. Auch diese waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Wegen der großen Nachfrage wurden die fünf Kanzelreden jeweils Woche für Woche am Donnerstag nach der betreffenden Predigt in Einzelheften veröffentlicht. Nach dem Abschluss der Predigtreihe erschienen sie zusätzlich in Buchform zusammengefasst unter dem Titel "Judentum, Christentum, Germanentum". Die Predigten wurden zudem in mehrere Sprachen übersetzt und im europäischen Ausland und in den USA gelesen.

Inhalt der Predigten

Faulhaber legte dar, dass das Alte Testament unverzichtbar für Bibel und Schule sei. In einer christozentrischen Lesart deutete er das Alte Testament als "Vorschule" des Neuen Testaments, das in Christus den Mittelpunkt bzw. den Eckstein der Heilsgeschichte erlangt. Weil es in der Kontinuität der Heilsgeschichte stehe, habe es seinen Wert. Der Münchner Erzbischof unterschied dabei zwischen Lichtern und Schatten des Alten Testaments. Zu den Lichtern zählte er zum Beispiel die zehn Gebote, die er als ewige Grundwerte bezeichnete, und Charakterbilder wie Joseph oder Moses; zu den Schatten zählte er hingegen Lohnmoral, Fluchpsalmen oder Rachelieder des Alten Bundes. Es müsse eine Auslese erfolgen, forderte Faulhaber. Von den Schatten wollte Faulhaber sich lösen, die Lichter würden von Christus im Evangelium noch aufgewertet.

Titelbild der Druckausgabe der Adventspredigten Kardinal Faulhabers. (Bayerische Staatsbibliothek, Hom. 2061 s)

Faulhaber trat in den Predigten auch für die Unmöglichkeit einer Verfassung ohne Gottesbezug ein. Die soziale Ordnung sei untrennbar mit Gott verbunden, eine Verfassung könne nur dann sozial sein, wenn der notwendige Gottesbezug berücksichtigt sei, warnte er in der dritten Adventspredigt am 17. Dezember. In der Silvesterpredigt nahm er erneut darauf Bezug und verkündete die Unvereinbarkeit von Kirche und nationalsozialistischer Weltanschauung. So stellte er sich gegen die Errichtung einer nordisch-germanischen Religion, die auch gar nicht nötig sei, weil es keinen Gegensatz zwischen Deutschsein und Christsein gebe.

Resonanz

Sowohl katholische als auch protestantische Gläubige verstanden die Predigten als mutiges Zeugnis für den christlichen Glauben.

Starke Rezeption fand im Protestantismus vor allem die in der ersten Adventspredigt dargebotene Hand zur gemeinsamen Verteidigung des Alten Testaments. Faulhaber erhielt mehrere Zuschriften und Besuche aus evangelischen Seelsorgerkreisen, die auf diese Handreichung reagierten. In einer Zeit, in der es innerhalb des Protestantismus heftige Auseinandersetzungen zwischen der Bekennenden Kirche und den Deutschen Christen gab, die das Alte Testament aus dem Kanon entfernen wollten, war ein gemeinsames Eintreten für das Alte Testament gern gehört. So schrieb etwa ein evangelischer Pfarrer namens Lodter an einen Kollegen bewundernde Worte über Faulhabers Predigten.

Die katholischen Gläubigen hörten Faulhabers Worte als ein starkes Hirtenwort, in denen er als Bischof der katholischen Kirche seiner Pflicht nachkam und zentrales Glaubensgut verteidigte. In zahlreichen Zuschriften dankten ihm Gläubige innerhalb und außerhalb seiner Diözese für seine mutigen und klaren Worte. Eine bayerische Katholikin drückte in einem Brief ihre Bewunderung über den persönlichen Mut ihres Bischofs aus. Eine Katholikin aus Wien brachte Faulhaber in einem kurzen Schreiben ihre Verehrung und Hochachtung entgegen, nachdem vor allem die dritte Adventspredigt bei ihr einen überwältigenden Eindruck gemacht hatte. Auch von Geistlichen aus dem ganzen Reich erhielt Faulhaber viele Briefe. Pfarrer aus seiner Erzdiözese schrieben ihrem Bischof und drückten ihre Wertschätzung und Dankbarkeit für die mutigen Worte ihres Hirten aus.

Die Nationalsozialisten fassten die Predigten hingegen als politisches Widerwort und Eintreten für das Judentum auf. Die Predigten galten als Ersatz für einen mittlerweile unmöglich gewordenen politischen Katholizismus, Faulhaber als Anführer des Widerstandes gegen das neue Regime, als Freund der Juden und Priester Roms ohne ein Herz für Deutschland und die deutsche Kultur. Ende Januar 1934 wurde Faulhaber Opfer eines Angriffes. Zwei Schüsse wurden auf das Mittelfenster des Sprechzimmers der erzbischöflichen Wohnung abgefeuert. Faulhaber ließ über den Nuntius Cesare Orsenigo (1873-1946) Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli (1876-1958, seit 1939 als Pius XII. Papst) von diesem Vorfall per Telegramm berichten. Darin erklärte er, dass er einen Zusammenhang mit der Rede des Chefs der Staatskanzlei Hermann Esser (NSDAP, 1900-1981) vermute, die einen Tag zuvor in allen Zeitungen als amtliche Auflage erschienen sei. Esser hatte in Blaichach (Lkr. Oberallgäu) am 26. Januar 1934 eine Rede gegen Faulhabers Predigten gehalten, in der er "massive persönliche Anwürfe gegen den Kardinal" geschleudert hatte. Esser machte Faulhaber und dem gesamten katholischen Klerus wenigstens indirekt den Vorwurf der Staatsfeindlichkeit und des mangelnden Gehorsams gegenüber der Staatsautorität. Einen Monat später spendete Faulhaber sein Autorenhonorar in Höhe von 700 Reichsmark dem nationalsozialistischen Winterhilfswerk, wohl als Zeichen, dass er nicht grundsätzlich Gegner des Nationalsozialismus war.

Den Anfeindungen durch die Nationalsozialisten stand eine Fülle von positiven Reaktionen vonseiten vieler Juden entgegen. Dass die Adventspredigten in der jüdischen Presse weite Beachtung fanden, zeigt eine Notiz des SD-Berichts: "In der jüdischen und in der Auslandspresse werden Faulhabers Äußerungen als Verteidigung des Judentums aufgefaßt". Am 19. Januar 1934 schrieb ein Jude namens Julius Schulhoff, Inhaber eines Bürogeschäftes in Düsseldorf, im Namen seiner Frau einen Brief an Faulhaber, in dem er Faulhaber von Herzen für den mannhaften Eintritt für das arme jüdische Volk dankte. Seine Frau ziehe daraus ihre Hoffnung, dass die Gerechtigkeit leben werde, "solange es solche Männer gibt".

In vielen Teilen Europas und in den USA wurden die Predigten ebenfalls als politischer Widerstand im positiven Sinne wahrgenommen. Aus den Kanzelreden wurde in den USA eine klare Absage Faulhabers an den nationalsozialistischen Antisemitismus gelesen. Das amerikanische Magazin "The Living Age“ veröffentlichte im August 1934 einen Beitrag über "Cardinal Faulhaber" und stellte ihn als furchtlosen Anführer des Kirchenwiderstands in Deutschland dar.

Widerstandshandlung?

Dass jedoch die Adventspredigten tatsächlich als Absage an den nationalsozialistischen Antisemitismus betrachtet werden können, ist fraglich. Faulhaber verteidigte in seiner Predigtreihe das Alte Testament als zentrales Glaubensgut des Christentums. Als Träger der Verheißung spielte das Judentum in der Argumentation für den Erhalt des Alten Testaments eine Rolle, Faulhaber musste sich also zwangsläufig in seiner Argumentation für das "vorchristliche Judentum" stark machen. Seine Fürsprache galt jedoch nicht für das zeitgenössische Judentum, eine Unterscheidung, die er in der ersten Adventspredigt selbst getroffen hatte. Für das nachchristliche Judentum war er als Bischof der katholischen Kirche nicht zuständig.

Die Predigten waren auch kein Widerstand in dem Sinne, dass Faulhaber sich politisch gegen den Nationalsozialismus und seine Führer äußerte. Faulhaber kritisierte dessen weltanschauliche Dimension. Als Bischof sah er es als seine Pflicht an, sich gegen die in seinen Augen falsche Weltanschauung zu stellen. Dazu bezog er sich in seiner Argumentation zwar auf Politisches, verließ den religiösen Bereich jedoch nicht. Er griff politische Themen nur dort auf, wo sie seinen Zuständigkeitsbereich als Bischof berührten. Der Münchener Erzbischof stellte sich in seinen Predigten etwa nicht gegen Rassenforschung und -pflege an sich, sondern gegen die nationalsozialistische Rassenideologie, die zum Hass gegen andere Völker pervertiert sei und eine Frontstellung gegen die katholische Kirche eingenommen haben. Faulhaber ging es nicht darum, einzelne politische Positionen oder den Nationalsozialismus an sich zu kritisieren, sondern das Christentum zu verteidigen und die neue Situation gemäß seines Lehr- und Hirtenamtes für das katholische Volk zu deuten. Dafür musste er sich mutig gegen ein Regime stellen, das auf totale Konformität pochte. Schon dies war die Handlung eines mutigen Hirten.

Reaktionen auf die Adventspredigten

Literatur

  • Michael Brenner, Von der Novemberrevolution bis zu den Adventspredigten. Zum Verhältnis zwischen Juden und Katholiken in Bayerin zwischen 1918 und 1933, in: Florian Schuller/Giuseppe Veltri/Hubert Wolf (Hg.), Katholizismus und Judentum. Gemeinsamkeiten und Verwerfungen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert, Regensburg 2005, 270-281.
  • Franz Xaver Gerstner, Kardinal Faulhaber als Prediger und Homilet, in: Theologisch-praktische Quartalschrift 101 (1953), 46-48.
  • Hans-Dieter Graf, Die Adventspredigten des Kardinals Michel von Faulhaber. Ein Beitrag zur Geschichte der katholischen Publizistik und zur Schrifttumspolitik im Dritten Reich, in: Gutenberg-Jahrbuch 65 (1990), 256-283.
  • Susanne Kornacker, Adventspredigten 1933: "Judentum, Christentum, Germanentum", in: Kardinal Michael von Faulhaber 1869-1952. Eine Ausstellung des Archivs des Erzbistums München und Freising, des Bayerischen Hauptstaatsarchivs und des Stadtarchivs München zum 50. Todestag, hg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, München 2002, 326-335.
  • Petra Ritter-Müller/Armin Wouters, Die Adventspredigten Kardinal Michael von Faulhabers im Jahre 1933. Eine kritische Betrachtung, in: Joachim Mehlhausen (Hg.), … und über Barmen hinaus. Studien zur Kirchlichen Zeitgeschichte. Festschrift für Carsten Nicolaisen, Göttingen 1995, 234-252.
  • Sarah Röttger, Zwischen Hirtenamt und politischem Kalkül. Die Adventspredigten Michael Kardinal von Faulhabers 1933, in: Zeitschrift für altbayerische Kirchengeschichte 55 (2013), 167-254.
  • Walter Ziegler, Kardinal Faulhaber im Meinungsstreit. Vorwürfe, Kritik, Verehrung, Bewunderung, in: Kardinal Michael von Faulhaber 1869-1952. Eine Ausstellung des Archivs des Erzbistums München und Freising, des Bayerischen Hauptstaatsarchivs und des Stadtarchivs München zum 50. Todestag, hg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, München 2002, 64-93.

Quellen

  • Heinz Boberach (Bearb.), Berichte des SD und der Gestapo über Kirchen und Kirchenvolk in Deutschland 1934-1944 (Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, A 12), Mainz 1971.
  • Erzbischöfliches Archiv München (EAM), Nachlass Faulhaber.
  • Kritische Online-Edition der Tagebücher Michael Kardinal von Faulhabers (1911–1952)
  • Michael Faulhaber, Judentum, Christentum, Germanentum. Adventspredigten, gehalten in St. Michael zu München 1933, München 1934.
  • Ludwig Volk (Bearb.), Akten Kardinal Michael von Faulhabers 1917-1945, Bd. 1: 1917-1934 (Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, A 17), Mainz 1975.


Weiterführende Recherche

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Empfohlene Zitierweise

Sarah Röttger, Adventspredigten Kardinal Faulhabers (1933), publiziert am 07.08.2019; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Adventspredigten_Kardinal_Faulhabers_(1933)> (7.12.2019)





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