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Zehn-Jahre-HLB: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Historisches Lexikon Bayerns

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[[Datei:Startseite 20130708.PNG|thumb|Die Startseite des Historischen Lexikon Bayerns am 8.7.2013.]]
[[Datei:Logo Historisches Lexikon Bayerns.jpg|thumb|Das 2006 von Marlene Kern gestaltete Logo des HLB in Form eines stilisierten Buchrückens.]]
[[Datei:NeueArtikel 20130708.PNG|thumb|Übersicht der neuen, im Historischen Lexikon Bayerns erschienen Artikel zum Stichtag 8.7.2013.]][[Datei:Startseite 20150830.PNG|thumb|Die Startseite des Historischen Lexikon Bayerns am 30.8.2015. Wenige Wochen später sollte das neue auf ein Semantic Media Wiki gestütztes System online freigeschaltet werden.]] [[Datei:Kaulbachstraße 19.JPG|thumb|Sitz der Redaktion in der Kaulbachstraße 19 in München.]] [[Datei:Lexikon Bände.JPG|thumb|In ausgedruckter Form füllt das Lexikon im Stand vom Juni 2016 bereits 19 Bände.]] [[Datei:Redaktion und Leitung.jpg|thumb|Leiter, Projektpartner und Redaktion des Historischen Lexikon Bayerns im Sommer 2016: (1. Reihe, v.l.n.r) Joana Wermuth, Kristin Bohms, Bettina Dankesreiter, Prof. Dr. Ferdinand Kramer (Wissenschaftlicher Projektleiter), Dr. Klaus Ceynowa (Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek). (2. Reihe, v.l.n.r.) Prof. Dr. Helmut Flachenecker (Vorsitzender der Konferenz der Landeshistoriker an den bayerischen Universitäten), Christian Petrzik, Stefan Schnupp, Bernhard Graf v. Zech-Kleber, Dr. Daniel Rittenauer, Dr. Matthias Bader, Dr. Stephan Kellner (Projektleiter).]]
[[Datei:10 Jahre Historisches Lexikon Bayerns Screenshot-2026-09-18-at-10-33-02.jpg|thumb|Screenshot der Startseite des Historischen Lexikon Bayerns, 18. September 2026.]]
<span class="author-pretext">von</span> der Redaktion  
<span class="author-pretext">von</span> der Redaktion  


Das Historische Lexikon Bayerns (HLB) stellt wissenschaftlich fundierte Informationen zur Geschichte Bayerns in Form von Sachartikeln online zur Verfügung. Im Jahr 2016 feiert das Gemeinschaftsunternehmen der Bayerischen Staatsbibliothek, der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Konferenz der Landeshistoriker an den bayerischen Universitäten sein zehnjähriges Bestehen.
Das Historische Lexikon Bayerns (HLB) stellt seit 2006 wissenschaftlich fundierte Informationen zur Geschichte Bayerns in Form von Sachartikeln online zur Verfügung. Es wird getragen von der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB), der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (KBLG) und der Konferenz der Landeshistoriker an den bayerischen Universitäten.


__TOC__
__TOC__


== Einführung ==
== Entstehung ==
Das Historische Lexikon Bayerns "ist ein ausschließlich online erscheinendes Sachlexikon zur bayerischen Geschichte. Allen an der Geschichte Bayerns Interessierten bietet es Informationen auf dem aktuellen Stand der Forschung. Das Lexikon entsteht als zentrales wissenschaftliches Nachschlagewerk zu allen Fragen der bayerischen Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart."  Es stellt damit altbayerische, fränkische und schwäbische und auch pfälzische Landesgeschichte einem breiten Publikum zur Verfügung. Zielgruppe waren von Beginn an nicht ausschließlich Geschichtswissenschaftler. Auch Schüler und Studenten, Lehrer und Heimatforscher sollten angesprochen werden. Das Lexikon ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bayerischen Staatsbibliothek, der [[Kommission für bayerische Landesgeschichte|Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] und der Konferenz der Landeshistoriker an den bayerischen Universitäten. Dabei sind Projektleitung, Redaktion und technische Betreuung an der Bayerischen Staatsbibliothek angesiedelt. Prof. Dr. [[Person:135873398|Ferdinand Kramer]]{{#set:PND=135873398}} (geb. 1960) von der Ludwig-Maximilians-Universität [[Ort:ODB_S00008915|München]]{{#set:OID=ODB_S00008915}}, Inhaber des Lehrstuhls für Bayerische und Vergleichende Landesgeschichte mit besonderer Berücksichtigung der Neuzeit, ist von Beginn an wissenschaftlicher Projektleiter.


Wertvolle Unterstützung erfährt die Redaktion zudem von einem wissenschaftlichen Beirat, der mit seiner Expertise die hohe Qualität der Artikel garantiert. Er setzt sich aus den Professoren der landesgeschichtlichen Lehrstühle an den bayerischen Universitäten und einigen Privatdozenten zusammen. Im Jahr 2015 wurde der Beirat durch Mitglieder der Kommission für bayerische Landesgeschichte erweitert.
Das Historische Lexikon Bayerns (HLB) entstand Anfang der 2000er Jahre aus dem Desiderat heraus, dass die Bayerische Landesgeschichte mit dem Handbuch der Bayerischen Geschichte, dem Handbuch der Historischen Stätten oder der Großen Bayerischen Biographischen Enzyklopädie zwar auf bedeutende Handbuchdarstellungen und biographische Nachschlagewerke zurückgreifen konnte, nicht jedoch auf ein fundiertes Sachlexikon. Dieses sollte in Gestalt des HLB entstehen, dessen langfristiges Ziel die Berücksichtigung aller Epochen der bayerischen Geschichte durch kompakte und fundierte Sachartikel ist. Von Anfang an war beabsichtigt, dass das HLB nicht in gedruckter Form, sondern ausschließlich digital zur Verfügung stehen sollte.


Seit seinem Start konnten über 800 Experten als Autoren für das Historische Lexikon gewonnen werden. Sie erarbeiteten die Grundlagen und sind elementar für den Erfolg des Projekts. Ebenso wichtig ist auch die kollegiale Zusammenarbeit mit den rund 600 Personen und Institutionen, die für die Lexikonartikel bislang über 4.000 Abbildungen und Quellendokumente bereitgestellt haben. Neben einigen Privatpersonen sind es vor allem die Archive, Bibliotheken und Museen, die die Arbeit von Autoren und Redaktion dabei unterstützen.
== Bearbeitung und Themen ==


Das Historische Lexikon Bayerns ist eng verknüpft mit der Bayerischen Landesbibliothek Online (BLO), die seit 2002 unter dem Dach der Bayerischen Staatsbibliothek kulturwissenschaftliche Informationen im Internet anbietet, und seit 2013 mit dem bayerischen Kulturportal "bavarikon", über das auf die Inhalte des HLB zugegriffen werden kann. Beides generiert für die Nutzer des Lexikons einen großen Mehrwert.
Das HLB wird hauptsächlich anhand von Epochenmodulen erarbeitet. Es zählt gegenwärtig {{PAGESINCATEGORY:Bayerische Geschichte|pages}} Beiträge, darunter auch solche in englischer Übersetzung. Vielfach greifen Artikel über klassische Epocheneinteilungen hinaus, um langfristige Entwicklungslinien historischer Prozesse und Ereignisse zu verdeutlichen. Durch Querverweise untereinander sowie Setzung von Normdaten von historischen Akteuren und Orten sind die Artikel eng miteinander verflochten.


Eine bewusste Entscheidung der Initiatoren war es, die Inhalte des Historischen Lexikons ausschließlich online zur Verfügung zu stellen und von einer klassischen Printausgabe abzusehen. Damit unterscheidet es sich auch vom einzigen vergleichbaren Werk im deutschsprachigen Raum, dem mittlerweile vollständig erarbeiteten Historischen Lexikon der Schweiz. Als "Hybrid" ist das HLB sowohl im Internet als auch im Druck  verfügbar.
Die ersten 120 Artikel des Epochenmoduls 'Weimarer Republik' gingen 2006 online.


==Bearbeitungsstand und Themen==
{| class="wikitable"
|+ Epochenmodule
!Bearbeitungsbeginn
!Epochenmodul
!Zeitraum
|-
|2005
|Weimarer Republik
|1918-1933
|-
|2007
|Spätmittelalter
|Mitte 13. bis Anfang 16. Jahrhundert
|-
|2008
|Zeitgeschichte (nach 1945)
|ab 1945
|-
|2017
|Frühmittelalter
|6. bis Ende 10. Jahrhundert
|-
|2018
|NS-Zeit
|1933-1945
|-
|2019
|19. Jahrhundert
|Ende 18. Jahrhundert bis 1918
|-
|2026
|Frühe Neuzeit
|Anfang 16. bis Ende 18. Jahrhundert
|}


Die insgesamt zehn Epochen, in die sich die Artikel des Historischen Lexikons untergliedern, werden peu à peu in einzelnen Projektphasen umgesetzt. Als erste Projektphase wurde mit 550 konzipierten Lemmata die „Weimarer Republik“ in Angriff genommen. Ihr folgte im Jahr 2008 mit der Epoche „Spätmittelalter“ die zweite Projektphase mit rund 800 geplanten Artikeln. Die ersten Artikel der dritten Projektphase („Zeitgeschichte nach 1945“) konnten Anfang 2010 publiziert werden. Dort, wo es sinnvoll erscheint, greifen Artikel aller drei Phasen über die Epochengrenzen hinaus, um Entwicklungen in einem langfristigen Kontext zu verdeutlichen. Eine weitere Epoche befindet sich in der Abstimmungsphase und kann voraussichtlich ab 2017 umgesetzt werden. Insgesamt wird das Lexikon nach Abschluss aller Projektphasen zwischen 3.000-4.000 Artikel beinhalten.
Während sich Artikel des 19. und 20. Jahrhunderts mehr auf gesamtbayerische und deutschlandweit relevante Themen beziehen, die dann auf Bayern Anwendung finden, behandeln Beiträge des Mittelalters und der Frühen Neuzeit stärker einzelne Regionen und ihre Besonderheiten.


Während sich Artikel aus den Epochen „Weimarer Republik“ und „Zeitgeschichte nach 1945“ vor allem auf bayern- und deutschlandweit relevante Themen beziehen, behandelt das „Spätmittelalter“ stärker regionale Spezifika.
Neben dem Territorium des Freistaates Bayern in seinem [[Staatsgebiet (19./20. Jahrhundert)|Stand von 1956]] mit Ober- und Niederbayern, der Oberpfalz, Mittel-, Ober-, Unterfranken sowie Schwaben befasst sich das HLB auch mit Gebieten, die in der Vergangenheit mit Bayern verbunden waren, so vor allem der Pfalz und Teilen Österreichs.


==Relaunch 2015==
Behandelt werden Themen der allgemeinen Landesgeschichte ebenso wie solche aus der Kunst-, Literatur-, Musik- oder Rechtsgeschichte.
Nach fast zehn Jahren Regelbetrieb wurden Internetauftritt und Redaktionssystem des Historischen Lexikons neu gestaltet. Sowohl Design wie auch Technik im Internet hatten sich über die Jahre grundlegend weiterentwickelt. Die Programmierer des Münchener Digitalisierungszentrums haben in Zusammenarbeit mit der Lexikon-Redaktion daher ein vollkommen neues Redaktionssystem und einen runderneuerten Internetaufritt erarbeitet. Beides ist Ende 2015 für den Live-Betrieb freigegeben worden. Basis des neuen Redaktionssystems ist ein Semantic Media Wiki, das auf die Bedürfnisse des Lexikons zugeschnitten wurde. Der Internetauftritt macht sich die Technik des sogenannten responsive Design zunutze. Seither ist das Historische Lexikon uneingeschränkt auch auf Smartphones und Tabletcomputern nutzbar, wodurch es optimal mobil genutzt werden kann.


Gleichzeitig wurde das Lexikon den zeitgemäßen Anforderungen an das Webdesign angepasst. Die Einstiegsseite präsentiert sich dem Nutzer mit einer Übersicht der neuesten Artikel. Als wichtiges Element des Angebots wurde die Suche nicht nur wesentlich zentraler positioniert, sondern um erweiterte Funktionen ergänzt. Kaum verändert wurde der bewährte Aufbau der Artikel. Lediglich Kleinigkeiten, wie eine prominentere Platzierung der Abbildungen und digitalen Quellendokumente (neben digitalisierten Urkunden finden sich auch Tondokumente darunter), die den Artikeln in der Regel beigegeben sind, stechen hervor. Dies wird ihrer Bedeutung für die Artikel erheblich gerechter. Viele dieser Abbildungen und Dokumente werden erstmals digital bzw. überhaupt einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Neu ist auch die Möglichkeit, auf digitalisierte externe Quellen, etwa aus dem Angebot der Bayerischen Staatsbibliothek, zu verlinken. Ebenfalls bewährt haben sich interne Verlinkungen auf weiterführende und verwandte Artikel sowie die Nutzung von Normdaten für Personen und Orte. Letzteres garantiert eine reibungslose Zusammenarbeit mit Angeboten der BLO, etwa der Ortsdatenbank (ODB) und der BLO-Personensuche.  
[[Datei:Lexikon Bände.JPG|thumb|Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums gestaltete Druckversion des HLB.]]


Neben den optischen und technischen Neuerungen gestattet die technische Basis zugleich einige vollkommen neue Features:
==Rezeption==
* Suche: epochenspezifische Suche.
* Epochen: Es kann direkt auf sämtliche zu einer Epoche verfügbaren Artikel zugegriffen werden. An dieser Stelle wird besonders augenscheinlich, wie viele Lemmata epochenübergreifend sind.
* Themen: Alle Artikel wurden mehr als 100 Themen zugeordnet. Von „A“ wie „Adel“ bis „Z“ wie „Zeitungs- und Pressewesen“ erhält man für jedes Stichwort die passenden Beiträge
* Karte: Auf Basis des Kartendienstleisters Google-Maps werden sämtliche genannten bayerischen Orte angezeigt. Durch einen Klick auf einen Kartenpunkt werden diejenigen Artikel aufgelistet, in denen der Ort genannt wird.
* Bilder: Hier kann in und nach sämtlichen Bildern und digitalen Quellendokumenten recherchiert werden, die im Historischen Lexikon Bayerns enthalten sind. Dieses Feature befindet sich noch im Entwicklungsstadium.
* Autoren: Das Autorenregister bietet einen direkten Zugriff auf die publizierten Artikel einer bestimmten Person.
* Artikelversionen: Über diese Funktion können die Leser größere Änderungen innerhalb der publizierten Artikel nachvollziehen und so ggf. einen veränderten Forschungsstand nachvollziehen.


==Ausblick und Perspektiven==
Zielgruppe des HLB waren von Beginn an nicht nur Historiker, sondern auch Schüler, Lehrer und Heimatforscher. Bald nach seinem Onlinegang 2006 entwickelte sich das HLB zu einem der nachgefragtesten Web-Angebote der BSB, das sich auch bald fest im geschichtswissenschaftlichen Betrieb etablierte.


Nach rund zehn Jahren ist das wissenschaftliche Unternehmen Historisches Lexikon Bayerns, das als Sachlexikon die vielfältige Geschichte Bayerns ausschließlich online präsentiert, längst etabliert. Mit {{PAGESINCATEGORY:Bayerische Geschichte|pages}} Artikeln und derzeit monatlich rund 50.000 Besuchern mit rund 90.000 Seitenaufrufen stellt es eine beeindruckende Erfolgsgeschichte dar. Die notwendig gewordene "Renovierung" von Internetauftritt und technischer Umstellung des Redaktionssystems haben das Lexikon insgesamt nicht nur zukunftsfähig gemacht; die neuen Features zeigen auch die besonderen Möglichkeiten auf, die nur ein online publiziertes Lexikon bietet: Verknüpfungen zu digitalisierten Quellen jedweder Couleur, dynamische Kartendarstellungen, Normdatenverknüpfungen, erweiterte Suchen, Themensammlungen und vieles mehr.  
Zu einer erheblichen Ausweitung der Reichweite trug das im Zuge des Relaunch 2015 etablierte responsive Design bei, das die uneingeschränkte Nutzung des HLB auf mobilen Endgeräten ermöglicht. Zwar ist der Großteil der Leser des HLB im deutschen Sprachraum zu verorten. Der Umstand, dass aber ein gutes Viertel seiner Nutzer aus dem internationalen Ausland stammt, führte dazu, dass seit 2020 sukzessiv [[English|vorhandene Artikel ins Englische übersetzt]] werden.


Gleichwohl weisen diese neuen vielfältigen Möglichkeiten auch auf einen wunden Punkt hin, der vor allem im erhöhten Pflegeaufwand liegt. Begrenzte finanzielle, personelle und zeitliche Kapazitäten erschweren die konsequente Umsetzung eines solchen Unternehmens. Wünschenswert wäre, dass nicht noch einmal zehn Jahre vergehen, um die nächsten 1.000 Artikel publizieren zu können.
==Träger==


Nichtsdestotrotz zeigt die starke Resonanz auf das Angebot, dass der richtige Weg eingeschlagen ist. Nirgends sonst wird in {{PAGESINCATEGORY:Bayerische Geschichte|pages}} Artikeln sowie mit über 4.000 Abbildungen und Quellendokumenten bayerische, fränkische, schwäbische und pfälzische Geschichte einem so heterogenen Publikum nahe gebracht.
Das HLB ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB), der [[Kommission für bayerische Landesgeschichte|Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (KBLG)]] und der Konferenz der Landeshistoriker an den bayerischen Universitäten. Projektleitung, Redaktion und technische Betreuung sind an der BSB angesiedelt.
 
{| class="wikitable"
|+Leitung des HLB
|-
!'''Wissenschaftlicher Projektleiter'''
!Zeitraum
!Projektleiter
!Zeitraum
|-
|Ferdinand Kramer
|seit 2005
|Stephan Kellner
|2005-2020
|-
|
|
|Florian Sepp
|seit 2020
|}
 
In seiner Anfangszeit war das HLB eng mit dem 2002-2025 bestehenden Internetportal "Bayerische Landesbibliothek Online" (BLO) verbunden. Eine ähnliche Verflechtung besteht seit 2013 mit dem bayerischen Kulturportal bavarikon.
[[Datei:Kaulbachstraße 19.JPG|thumb|Sitz der Redaktion in der Kaulbachstraße 19 in München.]]
 
==Redaktion==
 
Die Redaktion besteht aus Wissenschaftlichen Redakteurinnen und Redakteuren, die die verschiedenen Epochenmodule betreuen, einem Bildredakteur und Wissenschaftlichen Hilfskräften. Teilweise bestehen Abordnungen durch die KBLG.
 
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Datei:10 Jahre Historisches Lexikon Bayerns 2026.jpg|Die Redaktion des HLB, 2026.  Von links nach rechts: Matthias Bader, Claudia Hundegger, Daniel Rittenauer, Anja Lochbrunner, Irmtraut Heitmeier, Stefan Schnupp. Fotografie Annabel Heitz.
</gallery></div>
 
== Wissenschaftlicher Beirat ==
 
Die Artikel des HLB werden von einschlägigen Experten verfasst und einem Peer-Review-Verfahren unterzogen, um die wissenschaftlichen Qualitätsstandards zu gewährleisten. Der hierfür zuständige Wissenschaftliche Beirat setzt sich aus Professoren der landesgeschichtlichen Lehrstühle an den bayerischen Universitäten, Mitgliedern der KBLG und weiteren Fachleuten zusammen.
 
== Technische Infrastruktur ==
 
Das erste Redaktionssystem, mit dem das HLB 2006 online ging, war eine vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ) der BSB maßgeschneiderte Eigenentwicklung. Dieses auf dem XML-Publishing-System Cocoon basierende Content Management System (CMS) erwies sich zunächst als leistungsfähiges und zuverlässiges Arbeitsinstrument, stieß jedoch durch stetig wachsende Anforderungen, die an das HLB gestellt wurden, im Laufe der Zeit an seine Grenzen. Neben neuen Funktionen (z.B. Artikelkategorisierung, flexible Bildanordnung) war eine generell einfachere Bedienbarkeit gefragt. Zusätzlich wurde ein transparenterer Redaktionsworkflow und eine bessere Medienverwaltung für die stark gestiegene Anzahl von Bildobjekten erwogen. Deshalb kam es Ende 2015 zu einem größeren Relaunch des Redaktionssystems, bei dem das HLB technisch auf die Basis von MediaWiki umgestellt und alle bisherigen Inhalte migriert wurden.
 
<gallery mode="nolines" widths="270" heights="270">
Datei:Startseite 20130708.PNG|Die Startseite des Historischen Lexikon Bayerns 2013.
</gallery>
 
Das vor allem als Open-Source-Software von Wikipedia bekannte MediaWiki war für das HLB geradezu prädestiniert, weisen beide Online-Lexika doch inhaltlich und formal zahlreiche Gemeinsamkeiten auf, etwa in ihrem Fokus auf textbasierte Information oder der intensiven Vernetzung durch Hyperlinks sowie der Einbindung von Illustrationen und externen Quellen. Gleichzeitig musste MediaWiki durch die Programmierer des MDZ teilweise an die speziellen Bedürfnisse des HLB angepasst werden, etwa in Hinblick auf die Zugangsrechte ins Redaktionssystem, das bei Wikipedia grundsätzlich offensteht, beim HLB aber neben den Redakteuren auf ausgewählte Autoren und Beiräte beschränkt ist. Die Einführung von MediaWiki als etablierter und gut gepflegter Open-Source-Software ermöglichte die Umsetzung dieses spezifischen Workflows und eröffnete dem HLB zugleich neue Gestaltungsspielräume. Auch wurde dadurch der technische Wartungsaufwand erheblich reduziert und zugleich die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit des Systems verbessert. Dank eines großen Fundus an MediaWiki-Erweiterungen konnten kurzfristig etliche Spezialanforderungen erfüllt werden.


== Literatur ==
== Literatur ==
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* [https://www.bibliotheksforum-bayern.de/fileadmin/archiv/2013-1/PDF-Einzelbeitr%C3%A4ge/BFB_0113_06_Bader.pdf Matthias Bader, Das Historische Lexikon Bayerns, in: Bibliotheksforum Bayern N.F. 7 (2013), Heft 1, 15.]
* [https://www.bibliotheksforum-bayern.de/fileadmin/archiv/2013-1/PDF-Einzelbeitr%C3%A4ge/BFB_0113_06_Bader.pdf Matthias Bader, Das Historische Lexikon Bayerns, in: Bibliotheksforum Bayern N.F. 7 (2013), Heft 1, 15.]
* Matthias Bader, 10 Jahre Historisches Lexikon Bayerns, 10 Jahre wissenschaftlich fundierte Landesgeschichte im Internet, auch zur Pfalz, in: Die Pfalz 67/2 (2016), 16.
* Matthias Bader, 10 Jahre Historisches Lexikon Bayerns, 10 Jahre wissenschaftlich fundierte Landesgeschichte im Internet, auch zur Pfalz, in: Die Pfalz 67/2 (2016), 16.
* Matthias Bader/Daniel Rittenauer/Bernhard Graf von Zech-Kleber, 10 Jahre Historisches Lexikon Bayerns, 10 Jahre wissenschaftlich fundierte Landesgeschichte im Internet, in: Frankenland. Zeitschrift für fränkische Geschichte, Kunst und Kultur 2 (2016), 135-138.
* Wolfgang Görl, Landesgeschichte für alle. Was war der Bucentaur? Wann bekam Konradin in Rom seine Abreibung? Antworten auf all diese Fragen bietet das Historische Lexikon Bayerns. Seit zehn Jahren steht es kostenlos im Netz, in: Süddeutsche Zeitung, 23.6.2016, R14 (http://www.sueddeutsche.de/bayern/digitales-nachschlagewerk-landesgeschichte-fuer-alle-1.3045708).
* [https://www.zeitschrift-amperland.de/wp-content/uploads/2025/08/2010-46_125_Haslauer_Das_Historische_Lexikon_Bayerns.pdf Johannes Haslauer, Das Historische Lexikon Bayerns: wissenschaftlich fundierte Informationen zur bayerischen Landesgeschichte im Internet, in: Amperland 46 (2010), Heft 4, 125–127.]
* [https://www.bayernbund.de/wp-content/uploads/2018/07/Weiss-Blaue_Rundschau_2007_Feb_Maerz.pdf Ellen Latzin, Bayerische Geschichte im Internet - das Historische Lexikon Bayerns, in: Weiß-Blaue Rundschau 50 (2007), Heft 1, 14–15.]
* [https://www.bayernbund.de/wp-content/uploads/2018/07/Weiss-Blaue_Rundschau_2007_Feb_Maerz.pdf Ellen Latzin, Bayerische Geschichte im Internet - das Historische Lexikon Bayerns, in: Weiß-Blaue Rundschau 50 (2007), Heft 1, 14–15.]
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00069334/image_189 Ellen Latzin, Bayerische Geschichte im Internet: das Historische Lexikon Bayerns, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 69 (2006),3, 993-1004.]
* [http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00069334/image_189 Ellen Latzin, Bayerische Geschichte im Internet: das Historische Lexikon Bayerns, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 69 (2006),3, 993-1004.]
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* Florian Sepp, Das historische Lexikon Bayerns: ein Internet-Lexikon zur bayerischen Geschichte, in: Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte 76 (2007), 293-298.
* Florian Sepp, Das historische Lexikon Bayerns: ein Internet-Lexikon zur bayerischen Geschichte, in: Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte 76 (2007), 293-298.
* Florian Sepp, Das Historische Lexikon Bayerns: ein Lexikon-Projekt der bayerischen Landeshistoriker, das ausschliesslich im Internet entsteht, entwickelt sich Erfolg versprechend, in: Akademie aktuell 2007, Heft 3, 14–17.
* Florian Sepp, Das Historische Lexikon Bayerns: ein Lexikon-Projekt der bayerischen Landeshistoriker, das ausschliesslich im Internet entsteht, entwickelt sich Erfolg versprechend, in: Akademie aktuell 2007, Heft 3, 14–17.
* Florian Sepp, Das Spätmittelalter im World Wide Web: 800 Artikel im Historischen Lexikon Bayerns behandeln die spätmittelalterliche Geschichte Altbayerns, Frankens, Schwabens und der Pfalz, in: Akademie aktuell 2010, Heft 2, 26-27.


== Quellen ==
== Quellen ==


* [https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=812220336&db=100 Archiv von: Historisches Lexikon Bayerns] (2012 ff.)
* [https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=812220336&db=100 Archiv von: Historisches Lexikon Bayerns] (2012 ff.)
== Weiterführende Recherche ==
* [http://www.gateway-bayern.de/opensearch?rfr_id=BSB&res_id=B3KAT&rft_id=info:gnd/(DE-588)7558664-2 Schlagwortsuche im Online-Katalog des Bibliotheksverbundes Bayern]
* [https://www.bavarikon.de/search?lang=de&terms=%22Historisches+Lexikon+Bayerns%22 Stichwortsuche in bavarikon]


== Externe Links ==
== Externe Links ==


* [http://www.bavarikon.de bavarikon.]
* [http://www.bavarikon.de bavarikon.]
* [https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/kultur/detailansicht-kultur/artikel/bayern-in-bytes.html Bayerische Staatszeitung: Bayern in Bytes.]
* [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Hauptseite Historisches Lexikon Bayerns.]
* [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Hauptseite Historisches Lexikon Bayerns.]
* [https://www.juraforum.de/wissenschaft/das-historische-lexikon-bayerns-10-jahre-wissenschaftlich-fundierte-landesgeschichte-im-netz-559998 JuraForum: 10 Jahre wissenschaftlich fundierte Landesgeschichte im Netz.]
* [https://www.sueddeutsche.de/bayern/digitales-nachschlagewerk-landesgeschichte-fuer-alle-1.3045708 Süddeutsche Zeitung: Landesgeschichte für alle]


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HLB, Historisches Lexikon Bayerns
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== Empfohlene Zitierweise ==
== Empfohlene Zitierweise ==
<nowiki>Matthias Bader, Daniel Rittenauer, Bernhard Graf von Zech-Kleber, 10 Jahre Historisches Lexikon Bayerns, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/10 Jahre Historisches Lexikon Bayerns> (22.06.2016)</nowiki>
<nowiki>Redakton, Geschichte des HLB, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Geschichte_des_HLB> (22.06.2016)</nowiki>


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Version vom 18. September 2026, 11:11 Uhr

Das 2006 von Marlene Kern gestaltete Logo des HLB in Form eines stilisierten Buchrückens.
Screenshot der Startseite des Historischen Lexikon Bayerns, 18. September 2026.

von der Redaktion

Das Historische Lexikon Bayerns (HLB) stellt seit 2006 wissenschaftlich fundierte Informationen zur Geschichte Bayerns in Form von Sachartikeln online zur Verfügung. Es wird getragen von der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB), der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (KBLG) und der Konferenz der Landeshistoriker an den bayerischen Universitäten.

Entstehung

Das Historische Lexikon Bayerns (HLB) entstand Anfang der 2000er Jahre aus dem Desiderat heraus, dass die Bayerische Landesgeschichte mit dem Handbuch der Bayerischen Geschichte, dem Handbuch der Historischen Stätten oder der Großen Bayerischen Biographischen Enzyklopädie zwar auf bedeutende Handbuchdarstellungen und biographische Nachschlagewerke zurückgreifen konnte, nicht jedoch auf ein fundiertes Sachlexikon. Dieses sollte in Gestalt des HLB entstehen, dessen langfristiges Ziel die Berücksichtigung aller Epochen der bayerischen Geschichte durch kompakte und fundierte Sachartikel ist. Von Anfang an war beabsichtigt, dass das HLB nicht in gedruckter Form, sondern ausschließlich digital zur Verfügung stehen sollte.

Bearbeitung und Themen

Das HLB wird hauptsächlich anhand von Epochenmodulen erarbeitet. Es zählt gegenwärtig 1.510 Beiträge, darunter auch solche in englischer Übersetzung. Vielfach greifen Artikel über klassische Epocheneinteilungen hinaus, um langfristige Entwicklungslinien historischer Prozesse und Ereignisse zu verdeutlichen. Durch Querverweise untereinander sowie Setzung von Normdaten von historischen Akteuren und Orten sind die Artikel eng miteinander verflochten.

Die ersten 120 Artikel des Epochenmoduls 'Weimarer Republik' gingen 2006 online.

Epochenmodule
Bearbeitungsbeginn Epochenmodul Zeitraum
2005 Weimarer Republik 1918-1933
2007 Spätmittelalter Mitte 13. bis Anfang 16. Jahrhundert
2008 Zeitgeschichte (nach 1945) ab 1945
2017 Frühmittelalter 6. bis Ende 10. Jahrhundert
2018 NS-Zeit 1933-1945
2019 19. Jahrhundert Ende 18. Jahrhundert bis 1918
2026 Frühe Neuzeit Anfang 16. bis Ende 18. Jahrhundert

Während sich Artikel des 19. und 20. Jahrhunderts mehr auf gesamtbayerische und deutschlandweit relevante Themen beziehen, die dann auf Bayern Anwendung finden, behandeln Beiträge des Mittelalters und der Frühen Neuzeit stärker einzelne Regionen und ihre Besonderheiten.

Neben dem Territorium des Freistaates Bayern in seinem Stand von 1956 mit Ober- und Niederbayern, der Oberpfalz, Mittel-, Ober-, Unterfranken sowie Schwaben befasst sich das HLB auch mit Gebieten, die in der Vergangenheit mit Bayern verbunden waren, so vor allem der Pfalz und Teilen Österreichs.

Behandelt werden Themen der allgemeinen Landesgeschichte ebenso wie solche aus der Kunst-, Literatur-, Musik- oder Rechtsgeschichte.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums gestaltete Druckversion des HLB.

Rezeption

Zielgruppe des HLB waren von Beginn an nicht nur Historiker, sondern auch Schüler, Lehrer und Heimatforscher. Bald nach seinem Onlinegang 2006 entwickelte sich das HLB zu einem der nachgefragtesten Web-Angebote der BSB, das sich auch bald fest im geschichtswissenschaftlichen Betrieb etablierte.

Zu einer erheblichen Ausweitung der Reichweite trug das im Zuge des Relaunch 2015 etablierte responsive Design bei, das die uneingeschränkte Nutzung des HLB auf mobilen Endgeräten ermöglicht. Zwar ist der Großteil der Leser des HLB im deutschen Sprachraum zu verorten. Der Umstand, dass aber ein gutes Viertel seiner Nutzer aus dem internationalen Ausland stammt, führte dazu, dass seit 2020 sukzessiv vorhandene Artikel ins Englische übersetzt werden.

Träger

Das HLB ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB), der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (KBLG) und der Konferenz der Landeshistoriker an den bayerischen Universitäten. Projektleitung, Redaktion und technische Betreuung sind an der BSB angesiedelt.

Leitung des HLB
Wissenschaftlicher Projektleiter Zeitraum Projektleiter Zeitraum
Ferdinand Kramer seit 2005 Stephan Kellner 2005-2020
Florian Sepp seit 2020

In seiner Anfangszeit war das HLB eng mit dem 2002-2025 bestehenden Internetportal "Bayerische Landesbibliothek Online" (BLO) verbunden. Eine ähnliche Verflechtung besteht seit 2013 mit dem bayerischen Kulturportal bavarikon.

Sitz der Redaktion in der Kaulbachstraße 19 in München.

Redaktion

Die Redaktion besteht aus Wissenschaftlichen Redakteurinnen und Redakteuren, die die verschiedenen Epochenmodule betreuen, einem Bildredakteur und Wissenschaftlichen Hilfskräften. Teilweise bestehen Abordnungen durch die KBLG.

Wissenschaftlicher Beirat

Die Artikel des HLB werden von einschlägigen Experten verfasst und einem Peer-Review-Verfahren unterzogen, um die wissenschaftlichen Qualitätsstandards zu gewährleisten. Der hierfür zuständige Wissenschaftliche Beirat setzt sich aus Professoren der landesgeschichtlichen Lehrstühle an den bayerischen Universitäten, Mitgliedern der KBLG und weiteren Fachleuten zusammen.

Technische Infrastruktur

Das erste Redaktionssystem, mit dem das HLB 2006 online ging, war eine vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ) der BSB maßgeschneiderte Eigenentwicklung. Dieses auf dem XML-Publishing-System Cocoon basierende Content Management System (CMS) erwies sich zunächst als leistungsfähiges und zuverlässiges Arbeitsinstrument, stieß jedoch durch stetig wachsende Anforderungen, die an das HLB gestellt wurden, im Laufe der Zeit an seine Grenzen. Neben neuen Funktionen (z.B. Artikelkategorisierung, flexible Bildanordnung) war eine generell einfachere Bedienbarkeit gefragt. Zusätzlich wurde ein transparenterer Redaktionsworkflow und eine bessere Medienverwaltung für die stark gestiegene Anzahl von Bildobjekten erwogen. Deshalb kam es Ende 2015 zu einem größeren Relaunch des Redaktionssystems, bei dem das HLB technisch auf die Basis von MediaWiki umgestellt und alle bisherigen Inhalte migriert wurden.

Das vor allem als Open-Source-Software von Wikipedia bekannte MediaWiki war für das HLB geradezu prädestiniert, weisen beide Online-Lexika doch inhaltlich und formal zahlreiche Gemeinsamkeiten auf, etwa in ihrem Fokus auf textbasierte Information oder der intensiven Vernetzung durch Hyperlinks sowie der Einbindung von Illustrationen und externen Quellen. Gleichzeitig musste MediaWiki durch die Programmierer des MDZ teilweise an die speziellen Bedürfnisse des HLB angepasst werden, etwa in Hinblick auf die Zugangsrechte ins Redaktionssystem, das bei Wikipedia grundsätzlich offensteht, beim HLB aber neben den Redakteuren auf ausgewählte Autoren und Beiräte beschränkt ist. Die Einführung von MediaWiki als etablierter und gut gepflegter Open-Source-Software ermöglichte die Umsetzung dieses spezifischen Workflows und eröffnete dem HLB zugleich neue Gestaltungsspielräume. Auch wurde dadurch der technische Wartungsaufwand erheblich reduziert und zugleich die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit des Systems verbessert. Dank eines großen Fundus an MediaWiki-Erweiterungen konnten kurzfristig etliche Spezialanforderungen erfüllt werden.

Literatur

Quellen

Weiterführende Recherche

Externe Links

HLB, Historisches Lexikon Bayerns

Empfohlene Zitierweise

Redakton, Geschichte des HLB, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Geschichte_des_HLB> (22.06.2016)