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== [[Heinrich Hoffmann. Verlag nationalsozialistischer Bilder]] ==
[[Datei:Jun 26 Heinrich Hoffmann.jpg|left|250x250px|link=Heinrich Hoffmann. Verlag nationalsozialistischer Bilder|Berliner Belegschaft des Heinrich-Hoffmann-Verlags beim Betriebsausflug vor der dortigen Filiale, 1934. ([https://bildarchiv.bsb-muenchen.de/search?id=hoff-60274 Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv hoff-60274])]]
[[Autor:Peters,_Sebastian|Sebastian Peters]]<br>
''Das HLB präsentiert im Zuge seines Jubiläums ausgewählte Artikel aus 20 Jahren:'' Die Firma "Heinrich Hoffmann. Verlag Nationalsozialistischer Bilder" ging aus dem Fotoatelier und der Pressebildagentur von Adolf Hitlers (NSDAP, 1889-1945, Reichskanzler 1933-1945) "Leibfotografen" Heinrich Hoffmann (NSDAP, 1885-1957) hervor. Während der NS-Zeit entwickelte sich das Unternehmen zu einem der bedeutendsten Bildpresseverlage im Deutschen Reich. Insbesondere Hoffmanns Fotos und Bildbände über Hitler waren ein substanzieller Beitrag zur NS-Fotopropaganda. Die Firma existierte bis Kriegsende. Das über mehrere Institutionen verteilte Fotoarchiv zählt zu den wichtigsten Bildquellen für die Revolutionszeit in München 1918/19 und die Geschichte des Nationalsozialismus. [[Heinrich Hoffmann. Verlag nationalsozialistischer Bilder|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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= Neueste Artikel =


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== [[Gewerbefreiheit]] ==
== [[Königlich Bayerische Gendarmerie]] ==
[[Datei:Gesetzblatt Koenigreich Bayern 21 1868.jpg|left|250x250px|link=Gewerbefreiheit|]]
[[Datei:Gendarmerie Offizier Soldat 1813.jpg|left|250x250px|link=Königlich Bayerische Gendarmerie|Offizier und Mannschaftsgrad der Königlich Bayerischen Gendarmerie. Lithographie von 1813. Abb. aus: Handbuch für die Königlich Baierische Gendarmerie als Unterricht in ihren Dienst Obliegenheiten. München 1813, Frontispiz. ([https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10726182-0 Bayerische Staatsbibliothek, Bibl.Mont. 4919])]]
[[Autor:Elkar,_Rainer_S.|Rainer S. Elkar]]<br>
[[Autor:Gleißner,_Anton|Anton Gleißner]]<br>
Seit Anfang des 19. Jahrhunderts setzten sich liberale Kreise im rechtsrheinischen Bayern für die allgemeine Gewerbefreiheit ein. Diese sollte der Bevölkerung die freie Berufswahl und -ausübung ermöglichen. Durch den Widerstand zunächst der Zünfte und dann der Gewerbevereine wurde dieses Vorhaben lange verzögert. Erst mit dem 1868 erlassenen 'Gesetz, das Gewerbewesen betreffend' wurde in ganz Bayern die Gewerbefreiheit eingeführt. [[Gewerbefreiheit|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
ie 1812 eingerichtete Königlich Bayerische Gendarmerie war eine bis 1919 mit Polizeiaufgaben betraute Armeeeinheit, die dem Kriegsministerium und dem Innenministerium unterstand. Diese war wegen fehlender finanzieller Mittel schlecht ausgerüstet, hatte aber für Sicherheit und Ordnung im Königreich zu sorgen. Sie bestand aus Offizieren, die die ihnen unterstellten Einheiten zu inspizieren und deren militärische Ordnung aufrechtzuerhalten hatten, sowie von Mannschaften, die in den ihrer jeweiligen Station zugeteilten Gebieten patrouillieren, Gefangene transportieren und nach flüchtigen Verbrechern fahnden sollten. Die Effektivität der Einheiten und das Betragen der Gendarmen vor Ort wurde bereits von Zeitgenossen zwiespältig geurteilt, allerdings wünschten sich viele Gemeinden eine lokale Station statt gelegentlicher Patrouillen. 1919 wurden die militärischen Einheiten in zivile Gendarmerieabteilungen überführt, die den jeweiligen Kreisregierungen unterstanden. 1935 wurden die Einheiten in die Verantwortung des Reichs überführt. [[Königlich Bayerische Gendarmerie|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Institut für Hochschulkunde]] ==
== [[Kabinett Hoegner I, 1945-1946]] ==
[[Datei:Institut fuer Hochschulkunde Campus Hubland Nord Wuerzburg.jpg|left|250x250px|link=Institut für Hochschulkunde|]]
[[Datei:Kabinett Hoegner I.jpg|left|250x250px|link=Kabinett Hoegner I, 1945-1946|]]
[[Autor:Meyer,_Nils|Nils Meyer]]<br>
[[Autor:Wegmaier,_Alexander|Alexander Wegmaier]]<br>
Das 1954 gegründete Institut für Hochschulkunde (IfH) ist ein rechtlich selbstständiges Institut an der Universität Würzburg. Es ging aus verschiedenen Vorgängerinstitutionen hervor, die sich seit der Weimarer Republik mit der Universitäts- und Studentengeschichte befassten. Das IfH unterhält kunsthistorische Sammlungen, ein Archiv sowie eine wissenschaftliche Bibliothek. Als Deposita beherbergt es die Archive, Bibliotheken und Sammlungen verschiedener Korporationsverbände. [[Institut für Hochschulkunde|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
Das Kabinett Hoegner I wurde von der US-Besatzungsmacht als Allparteienregierung eingesetzt und amtierte vom 22. Oktober 1945 bis 21. Dezember 1946. Nach den sehr begrenzten Möglichkeiten des Vorgängerkabinetts Schäffer erlangte das Kabinett Hoegner nach und nach Freiräume gegenüber der US-Militärregierung, blieb aber weiterhin von dieser abhängig. Die tagespolitische Hauptaufgabe war die Bewältigung der drängendsten Kriegsfolgen. Langfristig wirksam waren vor allem die Maßnahmen zum Wiederaufbau des bayerischen Staates und der frühe Einsatz für die föderale Ordnung eines künftigen deutschen Staatswesens. Nach der ersten Landtagswahl 1946 trat das Kabinett zurück und wurde von einer frei gewählten Staatsregierung abgelöst. [[Kabinett Hoegner I, 1945-1946|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Eiserner Vorhang]] ==
== [[Konstanz, Bistum: Sprengel und Verwaltung]] ==
[[Datei:Grenze CSSR 1983.jpg|left|250x250px|link=Eiserner Vorhang|]]
[[Datei:Karte Archidiaconate Decanate Bischtums Constanz 1871.jpg|left|250x250px|link=Konstanz, Bistum: Sprengel und Verwaltung|]]
[[Autor:Meinke,_Markus|Markus Meinke]]<br>
[[Autor:Bihrer,_Andreas|Andreas Bihrer]]<br>
Als Eiserner Vorhang wurden während des Kalten Krieges die Grenzanlagen und Sicherungsstrukturen der "Ostblockstaaten" bezeichnet. Er erstreckte sich fast 7.000 Kilometer von der Barentssee bis zum Schwarzen Meer und verlief in der Deutschen Demokratischen Republik und in der Tschechoslowakei rund 800 Kilometer entlang der Landesgrenze mit dem Freistaat Bayern. Der aus der Theatersprache stammende Begriff des "Eisernen Vorhangs" war zugleich eng mit dem übergeordneten Systemkonflikt des Kalten Krieges verbunden. Entsprechend bildete er auch die Konfrontationslinie zwischen den beiden Militärbündnissen NATO und Warschauer Pakt. In Bayern hatte dies eine hohe Präsenz von Grenzschutzorganen, Bundeswehr und US-amerikanischen Streitkräften sowie entsprechende Verteidigungsplanungen zur Folge. [[Eiserner Vorhang|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
Eindeutige räumliche Zugehörigkeiten zum Bistum Konstanz lassen sich seit dem Hochmittelalter feststellen. Das Bistum gliederte sich seit dem Ende des 13. Jahrhunderts in zehn Archidiakonate und 64 Landdekanate. Auf dem Gebiet des heutigen Bayern lagen die Landdekanate Isny, Lindau und Stiefenhofen im Archidiakonat Allgäu. Im Frühmittelalter unterstützten Kleriker aus der Stadt Konstanz und der Bodenseeregion sowie Mönche aus St. Gallen und von der Reichenau den Bischof. Aus dieser Gemeinschaft entwickelte sich das einflussreiche Domkapitel, das im Falle von Sedisvakanzen auch selbst regierte. Während die Anfänge der bischöflichen Kanzlei bereits im 8./9. Jahrhundert liegen, entstanden weitere Ämter und Einrichtungen zur Verwaltung des Bistums wie die Gerichte, das Amt des Weihbischofs, der bischöfliche Rat oder die Hofämter zwischen dem 12. und dem 15. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert wurde die Bistums- von der Hochstiftsverwaltung getrennt. [[Konstanz, Bistum: Sprengel und Verwaltung|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Allgemeine Schulpflicht (1802)]] ==
== [[Circus Krone]] ==
[[Datei:Graphik_Schulzimmer_Hasenclever.jpg|left|250x250px|link=Allgemeine Schulpflicht (1802)|"Schulzimmer in dem Unterricht stattfindet", Druckgraphik nach Johann Peter Hasenclever (1810-1853). ([https://www.bayerisches-nationalmuseum.de/sammlung/00221481 Bayerisches Nationalmuseum, 2009/54.1] lizenziert durch [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ CC BY-NC-ND 4.0])]][[Autor:Baumgärtner,_Ulrich|Ulrich Baumgärtner]]<br> Die Allgemeine Schulpflicht wurde am 23. Dezember 1802 durch ein Generalmandat in Pfalzbayern für Kinder zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr eingeführt. Die Einführung war bereits im späten 18. Jahrhundert im Zuge der Aufklärung Ziel der Regierung. Aber erst durch das Mandat von 1802 konnte sich die Schulpflicht im Laufe des 19. Jahrhunderts in Bayern durchsetzen, nachdem zusätzlich weitere Strukturreformen im Bereich des Bildungswesens durchgeführt wurden. Ziel war es, die Leistungsfähigkeit der bayerischen Bevölkerung, insbesondere auf dem Land, zu fördern und die neuen bayerischen Territorien durch einheitliche Bildung zu integrieren. [[Allgemeine Schulpflicht (1802)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Datei:Postkarte Krone Rotunde Marsfeld.jpg|left|250x250px|link=Circus Krone|]]
[[Autor:Hanke,_Sabine|Sabine Hanke]]<br>
Der seit 1919 in München beheimatete Circus Krone gilt als der bedeutendste deutsche Großzirkus, der als einziger seiner Art seit dem frühen 20. Jahrhundert Bestand hatte. Diese Kontinuität darf jedoch nicht ausschließlich als Erfolgsgeschichte gelesen werden. Sie verdankt sich auch einer konsequenten Anpassung an politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. [[Circus Krone|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund]] ==
== [[Zentralrat, 1919]] ==
[[Datei:Bayerische Vertretung in Bonn.jpg|left|250x250px|link=Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund|]]
[[Datei:Logo Zentralrat Republik 1919.jpg|left|250x250px|link=Zentralrat, 1919]]
[[Autor:Wegmaier,_Alexander|Alexander Wegmaier]] <br> Die Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund knüpft an die ältere bayerische Gesandtschaftstradition beim Reich an und existiert seit 1949. Sie wird als Abteilung der Staatskanzlei von einem Bevollmächtigten geleitet und dient der Informationssammlung, Kontaktpflege und Einflussnahme bei den Bundesorganen. Darüber hinaus entfaltet die Vertretung als Stätte staatlicher Selbstdarstellung in der Bundeshauptstadt kulturelle und gesellschaftliche Aktivitäten. [[Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Autor:Anton,_Bernward|Bernward Anton]]<br> Der Zentralrat wurde am 21. Februar 1919 als Reaktion auf die Ermordung von Ministerpräsident Kurt Eisner gebildet; eine Neubildung als Revolutionärer Zentralrat erfolgte am 6./7. April. Der Zentralrat verstand sich als Übergangsregierung und war bis zu seinem Sturz infolge des Palmsonntagsputsches am 12. April das Regierungsgremium der ersten Räterepublik. [[Zentralrat, 1919|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Kulturarbeit der Vertriebenen]] ==
== [[Annales ducum Boiariae (Johannes Aventinus, 1521)]] ==
[[Datei:Festwagen Landsmannschaft Schlesier Waldkraiburg 1960.jpg|left|250x250px|link=Kulturarbeit der Vertriebenen|]]
[[Datei:D819-76099 Stadt Regensburg Peter Ferstl.jpg|left|250x250px|link=Annales ducum Boiariae (Johannes Aventinus, 1521)]]
[[Autor:Weger,_Tobias|Tobias Weger]]<br> In Bayern kamen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs etwa zwei Millionen deutsche Umgesiedelte, Flüchtlinge und Vertriebene aus dem östlichen Europa an, die meisten von ihnen aus der Tschechoslowakei und aus Schlesien. Sie brachten je nach Herkunftsregion und familiärer Sozialisation unterschiedliche kulturelle Gewohnheiten mit. Die Kulturarbeit der Vertriebenen lässt sich auf fünf unterschiedlichen Ebenen rekonstruieren: in der privaten Tradierung mitgebrachter Gewohnheiten, in der verbandlich organisierten Kulturpflege sowie in deren institutioneller Förderung durch den Freistaat Bayern, der kommunalen Kulturförderung und hinsichtlich ihrer identitätsstiftenden Wirkung. [[Kulturarbeit der Vertriebenen|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Autor:Schmid,_Alois|Alois Schmid]]<br>
Sieben Bücher umfassendes Hauptwerk des Abensberger Geschichtsschreibers Johannes Aventinus, das die Geschichte Bayerns von der Frühzeit bis zum Ausgang des Mittelalters darstellt. Die zwischen 1519 und 1521 entstandenen Annales ducum Boiariae zeichnen sich durch eine bis zum Zeitpunkt seiner Abfassung nie da gewesene Fülle an Quellen aus, die sich der Autor aus Archiven, Bibliotheken und Klöstern in ganz Bayern erschloss. Das Werk, das zu Lebzeiten Aventinus' nicht zur Publikation kam, prägte die Geschichtsschreibung in Deutschland nachhaltig. [[Annales ducum Boiariae (Johannes Aventinus, 1521)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Bayerisches Gewerbemuseum]] ==
[[Datei:Bayerisches Gewerbemuseum 1896.jpg|left|250x250px|link=Bayerisches Gewerbemuseum|Bayerisches Gewerbemuseum. Foto der fertiggestellten Eingangsfassade, um 1897. ([https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb00112572?page=24%2C25 Bayerische Staatsbibliothek, Slg.Lorenz 7167])]]
[[Autor:Glaser,_Silvia|Silvia Glaser]]<br>
Im Anschluss an die erste Weltausstellung in London 1851 erfolgte die Gründung einer Reihe von Gewerbemuseen in Europa. Initiatoren des Bayerischen Gewerbemuseums waren zwei Industrielle, Johann Lothar von Faber (1817-1896) und Theodor von Cramer-Klett (1817-1884). Bis um 1900 hatte man eine Sammlung von Objekten unterschiedlichster Materialien ("Mustersammlung") angelegt, die die Ausbildung unterstützen, als Vorbild dienen und zur allgemeinen Geschmacksbildung betragen sollte. Mit der Einrichtung von Berufs- und Gewerbeschulen nach 1900 war eine der Gründungsaufgaben des Museums obsolet geworden. Zudem hatten sich einzelne Abteilungen der Institution, die seit 1909 als Bayerische Landesgewerbeanstalt firmierte, zu technischen Prüfanstalten im Sinne des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) gewandelt. [[Bayerisches Gewerbemuseum|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Steuer, Herzogtum Bayern (Spätmittelalter)]] ==
[[Datei:Scheyerer Matutinalbuch BSB Hss Clm 17401 ausschnitt.jpg||left|250x250px|link=Steuer, Herzogtum Bayern (Spätmittelalter)]]
[[Autor:Esch,_Claudia|Claudia Esch]]<br>
Die ersten Nachweise für Steuern in Bayern stammen aus dem 13. Jahrhundert. Anfang des 14. Jahrhunderts lassen sich die Modalitäten der Steuererhebung in der "Schneitbacher Urkunde" (1302) und der "Ottonischen Handveste" (1311) erstmals genauer fassen. Beide Urkunden sind zentrale Dokumente für die Etablierung der Landsteuern und die Entstehung der bayerischen Landstände. Seit dieser Zeit war es eine ihrer Kernkompetenzen, Steuern zu bewilligen und auch zu verwalten. Bei den Landsteuern handelte es sich im Wesentlichen um persönliche, auf das Vermögen bezogene Abgaben. Einkommens- und vermögenslose Personen wurden in der Regel nicht besteuert. Adel und Geistlichkeit waren in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts ebenfalls befreit. Das Steuerbewilligungsrecht der Landstände galt auch im 16. Jahrhundert weiter, wurde aber vom bayerischen Herzog zunehmend angegriffen. Adel und Geistlichkeit mussten in Form der sog. Standsteuer nun wieder Steuern entrichten. In der Frühen Neuzeit entwickelten sich die Steuern schließlich zu regelmäßigen Abgaben, die in immer kürzeren Abständen erhoben wurden. Das Steuerbewilligungsrecht, das zumindest formal bis 1808 Bestand hatte, bildete sich zunehmend zu einer Bewilligungspflicht aus. [[Steuer, Herzogtum Bayern (Spätmittelalter)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Kriegszielpolitik Bayerns (Erster Weltkrieg)]] ==
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[[Datei:Annexionsplan 1914.jpg|left|250x250px|link=Kriegszielpolitik Bayerns (Erster Weltkrieg)|]]
== [[Internierungslager]] ==
[[Autor:Weiß,_Dieter J.|Dieter J. Weiß]]<br>
[[Datei:Baracken Internierungslager Regensburg 6539-73.jpg||left|250x250px|link=Internierungslager]]
Aus seiner teilsouveränen Stellung und dem Recht der Mitwirkung am Abschluss von Friedensverträgen nach einem Bundeskrieg leitete Bayern die Möglichkeit ab, sich während des Ersten Weltkriegs an der Kriegszieldebatte zu beteiligen. Besonders König Ludwig III. ging mit weitreichenden Forderungen in die Öffentlichkeit, während sich seine Regierung um eine diplomatischere Sprache bemühte. Sein Sohn Kronprinz Rupprecht teilte die Annexionspläne, bis er sich ab Herbst 1915 zum Vertreter eines Verständigungsfriedens wandelte. Die Diskussion im Königshaus war von der Vorstellung einer Stärkung Bayerns und der Angst vor einer wachsenden preußischen Übermacht geprägt. Völlig unabhängig von diesen war der auch in Bayern vertretene 'Alldeutsche Verband' mit seinen weitgreifenden Annexionsabsichten, die besonders in Intellektuellenkreisen Resonanz fanden. [[Kriegszielpolitik Bayerns (Erster Weltkrieg)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Autor:Schulte,_Kerstin|Kerstin Schulte]]<br>
Von 1945 bis 1949 bestehende Einrichtungen, in denen nationalsozialistische Funktionsträger zum Zwecke der Entnazifizierung der deutschen Gesellschaft inhaftiert wurden. In Bayern waren bis 1947 über 90.000 Personen interniert, vor allem ehemalige SS-Angehörige. Im April 1946 übertrug die US-Besatzungsmacht die Verantwortung über die Internierungslager an die Bayerische Staatsregierung. Mit der Lockerung der Entnazifizierungspolitik 1947 nahm die Zahl der Internierten schnell ab. Bis 1949 wurden die Internierungslager schrittweise aufgehoben. [[Internierungslager|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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Aktuelle Version vom 22. Juni 2026, 11:37 Uhr


Heinrich Hoffmann. Verlag nationalsozialistischer Bilder

Berliner Belegschaft des Heinrich-Hoffmann-Verlags beim Betriebsausflug vor der dortigen Filiale, 1934. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv hoff-60274)
Berliner Belegschaft des Heinrich-Hoffmann-Verlags beim Betriebsausflug vor der dortigen Filiale, 1934. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv hoff-60274)

Sebastian Peters
Das HLB präsentiert im Zuge seines Jubiläums ausgewählte Artikel aus 20 Jahren: Die Firma "Heinrich Hoffmann. Verlag Nationalsozialistischer Bilder" ging aus dem Fotoatelier und der Pressebildagentur von Adolf Hitlers (NSDAP, 1889-1945, Reichskanzler 1933-1945) "Leibfotografen" Heinrich Hoffmann (NSDAP, 1885-1957) hervor. Während der NS-Zeit entwickelte sich das Unternehmen zu einem der bedeutendsten Bildpresseverlage im Deutschen Reich. Insbesondere Hoffmanns Fotos und Bildbände über Hitler waren ein substanzieller Beitrag zur NS-Fotopropaganda. Die Firma existierte bis Kriegsende. Das über mehrere Institutionen verteilte Fotoarchiv zählt zu den wichtigsten Bildquellen für die Revolutionszeit in München 1918/19 und die Geschichte des Nationalsozialismus. Weiterlesen

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Königlich Bayerische Gendarmerie

Offizier und Mannschaftsgrad der Königlich Bayerischen Gendarmerie. Lithographie von 1813. Abb. aus: Handbuch für die Königlich Baierische Gendarmerie als Unterricht in ihren Dienst Obliegenheiten. München 1813, Frontispiz. (Bayerische Staatsbibliothek, Bibl.Mont. 4919)
Offizier und Mannschaftsgrad der Königlich Bayerischen Gendarmerie. Lithographie von 1813. Abb. aus: Handbuch für die Königlich Baierische Gendarmerie als Unterricht in ihren Dienst Obliegenheiten. München 1813, Frontispiz. (Bayerische Staatsbibliothek, Bibl.Mont. 4919)

Anton Gleißner
ie 1812 eingerichtete Königlich Bayerische Gendarmerie war eine bis 1919 mit Polizeiaufgaben betraute Armeeeinheit, die dem Kriegsministerium und dem Innenministerium unterstand. Diese war wegen fehlender finanzieller Mittel schlecht ausgerüstet, hatte aber für Sicherheit und Ordnung im Königreich zu sorgen. Sie bestand aus Offizieren, die die ihnen unterstellten Einheiten zu inspizieren und deren militärische Ordnung aufrechtzuerhalten hatten, sowie von Mannschaften, die in den ihrer jeweiligen Station zugeteilten Gebieten patrouillieren, Gefangene transportieren und nach flüchtigen Verbrechern fahnden sollten. Die Effektivität der Einheiten und das Betragen der Gendarmen vor Ort wurde bereits von Zeitgenossen zwiespältig geurteilt, allerdings wünschten sich viele Gemeinden eine lokale Station statt gelegentlicher Patrouillen. 1919 wurden die militärischen Einheiten in zivile Gendarmerieabteilungen überführt, die den jeweiligen Kreisregierungen unterstanden. 1935 wurden die Einheiten in die Verantwortung des Reichs überführt. Weiterlesen

Kabinett Hoegner I, 1945-1946

Alexander Wegmaier
Das Kabinett Hoegner I wurde von der US-Besatzungsmacht als Allparteienregierung eingesetzt und amtierte vom 22. Oktober 1945 bis 21. Dezember 1946. Nach den sehr begrenzten Möglichkeiten des Vorgängerkabinetts Schäffer erlangte das Kabinett Hoegner nach und nach Freiräume gegenüber der US-Militärregierung, blieb aber weiterhin von dieser abhängig. Die tagespolitische Hauptaufgabe war die Bewältigung der drängendsten Kriegsfolgen. Langfristig wirksam waren vor allem die Maßnahmen zum Wiederaufbau des bayerischen Staates und der frühe Einsatz für die föderale Ordnung eines künftigen deutschen Staatswesens. Nach der ersten Landtagswahl 1946 trat das Kabinett zurück und wurde von einer frei gewählten Staatsregierung abgelöst. Weiterlesen


Konstanz, Bistum: Sprengel und Verwaltung

Andreas Bihrer
Eindeutige räumliche Zugehörigkeiten zum Bistum Konstanz lassen sich seit dem Hochmittelalter feststellen. Das Bistum gliederte sich seit dem Ende des 13. Jahrhunderts in zehn Archidiakonate und 64 Landdekanate. Auf dem Gebiet des heutigen Bayern lagen die Landdekanate Isny, Lindau und Stiefenhofen im Archidiakonat Allgäu. Im Frühmittelalter unterstützten Kleriker aus der Stadt Konstanz und der Bodenseeregion sowie Mönche aus St. Gallen und von der Reichenau den Bischof. Aus dieser Gemeinschaft entwickelte sich das einflussreiche Domkapitel, das im Falle von Sedisvakanzen auch selbst regierte. Während die Anfänge der bischöflichen Kanzlei bereits im 8./9. Jahrhundert liegen, entstanden weitere Ämter und Einrichtungen zur Verwaltung des Bistums wie die Gerichte, das Amt des Weihbischofs, der bischöfliche Rat oder die Hofämter zwischen dem 12. und dem 15. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert wurde die Bistums- von der Hochstiftsverwaltung getrennt. Weiterlesen

Circus Krone

Sabine Hanke
Der seit 1919 in München beheimatete Circus Krone gilt als der bedeutendste deutsche Großzirkus, der als einziger seiner Art seit dem frühen 20. Jahrhundert Bestand hatte. Diese Kontinuität darf jedoch nicht ausschließlich als Erfolgsgeschichte gelesen werden. Sie verdankt sich auch einer konsequenten Anpassung an politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Weiterlesen

Zentralrat, 1919

Bernward Anton
Der Zentralrat wurde am 21. Februar 1919 als Reaktion auf die Ermordung von Ministerpräsident Kurt Eisner gebildet; eine Neubildung als Revolutionärer Zentralrat erfolgte am 6./7. April. Der Zentralrat verstand sich als Übergangsregierung und war bis zu seinem Sturz infolge des Palmsonntagsputsches am 12. April das Regierungsgremium der ersten Räterepublik. Weiterlesen

Annales ducum Boiariae (Johannes Aventinus, 1521)

Alois Schmid
Sieben Bücher umfassendes Hauptwerk des Abensberger Geschichtsschreibers Johannes Aventinus, das die Geschichte Bayerns von der Frühzeit bis zum Ausgang des Mittelalters darstellt. Die zwischen 1519 und 1521 entstandenen Annales ducum Boiariae zeichnen sich durch eine bis zum Zeitpunkt seiner Abfassung nie da gewesene Fülle an Quellen aus, die sich der Autor aus Archiven, Bibliotheken und Klöstern in ganz Bayern erschloss. Das Werk, das zu Lebzeiten Aventinus' nicht zur Publikation kam, prägte die Geschichtsschreibung in Deutschland nachhaltig. Weiterlesen

Bayerisches Gewerbemuseum

Bayerisches Gewerbemuseum. Foto der fertiggestellten Eingangsfassade, um 1897. (Bayerische Staatsbibliothek, Slg.Lorenz 7167)
Bayerisches Gewerbemuseum. Foto der fertiggestellten Eingangsfassade, um 1897. (Bayerische Staatsbibliothek, Slg.Lorenz 7167)

Silvia Glaser
Im Anschluss an die erste Weltausstellung in London 1851 erfolgte die Gründung einer Reihe von Gewerbemuseen in Europa. Initiatoren des Bayerischen Gewerbemuseums waren zwei Industrielle, Johann Lothar von Faber (1817-1896) und Theodor von Cramer-Klett (1817-1884). Bis um 1900 hatte man eine Sammlung von Objekten unterschiedlichster Materialien ("Mustersammlung") angelegt, die die Ausbildung unterstützen, als Vorbild dienen und zur allgemeinen Geschmacksbildung betragen sollte. Mit der Einrichtung von Berufs- und Gewerbeschulen nach 1900 war eine der Gründungsaufgaben des Museums obsolet geworden. Zudem hatten sich einzelne Abteilungen der Institution, die seit 1909 als Bayerische Landesgewerbeanstalt firmierte, zu technischen Prüfanstalten im Sinne des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) gewandelt. Weiterlesen

Steuer, Herzogtum Bayern (Spätmittelalter)

Claudia Esch
Die ersten Nachweise für Steuern in Bayern stammen aus dem 13. Jahrhundert. Anfang des 14. Jahrhunderts lassen sich die Modalitäten der Steuererhebung in der "Schneitbacher Urkunde" (1302) und der "Ottonischen Handveste" (1311) erstmals genauer fassen. Beide Urkunden sind zentrale Dokumente für die Etablierung der Landsteuern und die Entstehung der bayerischen Landstände. Seit dieser Zeit war es eine ihrer Kernkompetenzen, Steuern zu bewilligen und auch zu verwalten. Bei den Landsteuern handelte es sich im Wesentlichen um persönliche, auf das Vermögen bezogene Abgaben. Einkommens- und vermögenslose Personen wurden in der Regel nicht besteuert. Adel und Geistlichkeit waren in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts ebenfalls befreit. Das Steuerbewilligungsrecht der Landstände galt auch im 16. Jahrhundert weiter, wurde aber vom bayerischen Herzog zunehmend angegriffen. Adel und Geistlichkeit mussten in Form der sog. Standsteuer nun wieder Steuern entrichten. In der Frühen Neuzeit entwickelten sich die Steuern schließlich zu regelmäßigen Abgaben, die in immer kürzeren Abständen erhoben wurden. Das Steuerbewilligungsrecht, das zumindest formal bis 1808 Bestand hatte, bildete sich zunehmend zu einer Bewilligungspflicht aus. Weiterlesen

Internierungslager

Kerstin Schulte
Von 1945 bis 1949 bestehende Einrichtungen, in denen nationalsozialistische Funktionsträger zum Zwecke der Entnazifizierung der deutschen Gesellschaft inhaftiert wurden. In Bayern waren bis 1947 über 90.000 Personen interniert, vor allem ehemalige SS-Angehörige. Im April 1946 übertrug die US-Besatzungsmacht die Verantwortung über die Internierungslager an die Bayerische Staatsregierung. Mit der Lockerung der Entnazifizierungspolitik 1947 nahm die Zahl der Internierten schnell ab. Bis 1949 wurden die Internierungslager schrittweise aufgehoben. Weiterlesen