
Der Roman So weit die Füße tragen von Josef Martin Bauer (1901-1970) erschien 1955 im Münchner Ehrenwirth Verlag. Er wurde zum größten kommerziellen Erfolg des Autors sowie zu einem der meistverkauften deutschsprachigen Bücher der frühen Bundesrepublik. Das fälschlich als Tatsachenbericht vermarktete Werk schildert die mehrjährige Flucht eines deutschen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion und beruht auf den Erzählungen des Münchner Druckereiarbeiters Cornelius Rost (1919–1983). Der Wahrheitsgehalt der erzählten Fluchtgeschichte ebenso wie das von Bauer kolportierte Bild als "Mitläufer" sind grundsätzlich zu bezweifeln. Gleichwohl sind Roman wie Biographie des Autors symptomatisch für die Nachkriegszeit. Hier verdoppelt sich jene symbolische Umwertung von Täter zu Opfer, die einer ganzen Generation die Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Verantwortlichkeit verstellte.
Biographischer Hintergrund

Josef Martin Bauer wurde am 11. März 1901 in Taufkirchen an der Vils als Sohn eines Bäckermeisters geboren. Er besuchte die Lateinschule im Benediktinerkloster Scheyern, später das Domgymnasium Freising, das er 1920 ohne Abitur verließ. Nach Gelegenheitsarbeiten ließ er sich in Dorfen nieder, wo er ab 1927 als Redakteur bzw. Schriftleiter der Dorfener Zeitung tätig war. Zur gleichen Zeit betätigte er sich bereits als Schriftsteller und verfasste die Romane Achtsiedel (1930), Die Nothafften (1931) und Die Salzstraße (1932).
Diese wurden in den ersten Jahren des Nationalsozialismus neu aufgelegt. Der Völkische Beobachter reihte Achtsiedel und Die Salzstraße in die "hundert besten Bücher der Nationalsozialisten" ein. In der NS-Zeit verfasste er traditionalistische Heimatprosa und Novellen (z. B. Das Haus am Fohlenmarkt, 1936; Die barocke Kerze, 1938), dramatische Adaptionen (Der Meier Helmbrecht, 1939), im Krieg vor allem Kriegstagebücher. Dazu kommen Hörspiele wie 1938 Das tote Herz, das bei einer Umfrage des Deutschlandsenders in Berlin zum besten Hörspiel des Jahres gewählt wurde.
1937 trat Bauer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) bei. Die Beurteilung der NSDAP-Kreisleitung Erding von 1939 attestierte ihm, er betätige sich "schriftstellerisch [...] nur im nationalsozialistischen Sinne". 1944 erhielt er gemeinsam mit Friedrich Griese (1890-1975) den mit 10.000 Reichsmark dotierten Kulturpreis für das bäuerliche Schrifttum.
1940 meldete sich Bauer freiwillig zur Wehrmacht und bat das Propagandaministerium um einen Einsatz mit dem Wunsch, seine schriftstellerischen Fähigkeiten in den Dienst der Kriegspropaganda zu stellen. Als Kriegsberichterstatter, zunächst an der West-, dann an der Ostfront, verfasste er vier Kriegstagebücher (u.a. Unterm Edelweiß in Jugoslawien, 1941; Die Kraniche der Nagoia, 1942), die überwiegend beim Zentralverlag der NSDAP Franz Eher erschienen. Sie enthalten unverhohlene, rassistische NS-Propaganda. Außerdem publizierte er in dieser Zeit für den Völkischen Beobachter und für die rassenideologische Zeitschrift Zucht und Sitte.
Insgesamt war es für Bauer lukrativ, sein künstlerisches Talent in den Dienst des nationalsozialistischen Regimes zu stellen. 1942 versteuerte Bauer ein Gesamteinkommen von 43.835 Reichsmark.
Nach dem Krieg wurde Bauer durch das US Counter Intelligence Corps (Juni/Dezember 1945) verhört, sein Spruchkammerverfahren endete 1948 mit der Einstufung als Mitläufer und einer Geldstrafe von 2.000 Reichsmark.
Die Nachkriegskarriere verlief gleichwohl bruchlos: Nach kurzer Zeit als Erntehelfer arbeitete Bauer wieder als Journalist und Rundfunkautor. 1951 wurde er mit der Ehrenbürgerwürde Dorfens ausgezeichnet, wobei seine "standhafte Haltung" während des 'Dritten Reichs' gelobt wurde. 1959 erhielt er den Bayerische Verdienstorden und den Ehrenring des Landkreises Erding, 1964 den Bayerischen Poetentaler.
Bauer starb am 15. März 1970 in Dorfen. Sein öffentliches Ansehen überdauerte den Tod zunächst unangetastet: Straßen in Dorfen, Taufkirchen an der Vils, Erding und Neumarkt St. Veit wurden nach ihm benannt, 1979 brachte der Landkreis Erding eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus an und 2001 würdigte Dorfen seinen 100. Geburtstag mit einer Ausstellung.
Die kritische Aufarbeitung seiner NS-Vergangenheit setzte erst um diese Zeit ein, maßgeblich mit einem Radiofeature Arthur Dittlmanns (geb. 1958) sowie – in größter Tiefe – mit den 2024 publizierten Studien von Schorsch Wiesmaier (geb. 1952) und Dittlmann, die Bauer auf breiter Archivgrundlage als überzeugten NS-Anhänger charakterisieren.
Entstehung
So weit die Füße tragen sollte zu Bauers erfolgreichster Publikation werden. Seine Grundlage ist ein Bericht des Münchner Druckereiarbeiters Cornelius Rost (1919–1983). Rost hatte seinem Arbeitgeber, dem Verleger Franz Ehrenwirth (1904-1993) von seiner Kriegsgefangenschaft und angeblichen Flucht erzählt, nachdem er sich als Ursache wiederholt verdruckter Buchumschläge als farbenblind offenbaren musste. Ehrenwirth erkannte den Marktwert des Stoffs in der Frühzeit des Kalten Kriegs und forderte Rost zunächst auf, seine Erlebnisse selbst niederzuschreiben. Nachdem sich das Resultat als literarisch unbrauchbar erwies, zog Ehrenwirth Josef Martin Bauer hinzu. Rost, dem vertraglich Anonymität und ein separates Honorar zugesichert wurde, sollte im Januar 1955 seine Erlebnisse Bauer berichten, um diese in einem 'Tatsachenroman' zu verarbeiten.
Ehrenwirth stand hinter der kommerziellen Initiative, den Stoff zu entwickeln und organisierte die Kooperation und professionelle Literarisierung durch Bauer als Auftragsautor. Die dem Projekt eingeschriebene Authentizitätsbehauptung sollte zum zentralen Verkaufsargument des Romans werden.
Inhalt

Der Roman handelt von der Flucht eines deutschen Kriegsgefangenen: Der als Oberleutnant gezeichnete Clemens Forell wird 1945 mit etwa 3.000 anderen deutschen Soldaten zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und in ein Straflager am Kap Deschnjow im äußersten Osten Sibiriens deportiert. Bereits der monatelange Transport per Bahn, Fußmarsch und Hundeschlitten dezimiert den Gefangenenbestand um etwa zwei Drittel.
Die Überlebenden arbeiten unter Tage in einem Bleibergwerk, ohne Tageslicht, mit einsetzenden Vergiftungserscheinungen. Der Tod im Stollen ist absehbar. Ein erster Fluchtversuch Forells scheitert; er wird gefasst und schwer bestraft.
Die entscheidende Wende bringt der deutsche Lagerarzt Dr. Stauffer: Selbst todkrank, überlässt er Forell die für die eigene Flucht vorbereitete Ausrüstung samt Proviant, Waffe und Route. Im Oktober 1949 entkommt Forell und schlägt sich in einer dreijährigen, rund 14.000 Kilometer langen Odyssee westwärts durch: er überwintert in der Wildnis und schließt sich drei entflohenen Sträflingen an, mit denen er als Goldwäscher arbeitet. Die Episode endet blutig, als die Gefährten einander im Streit um das Gold töten. Zeitweise begleitet ihn nur ein Hund. Es folgen Stationen bei sibirischen Nomaden, Gelegenheitsarbeiten unter falscher Identität, Holzflößerei, wiederholte Beinahe-Entdeckungen durch Miliz und KGB.
In Kasachstan findet er Hilfe bei einem armenischen Juden namens Igor, der über Schmugglerkontakte den Grenzübertritt von Kasachstan in den Iran (damals noch: Persien) organisiert. Es ist eine Schlüsselepisode des Romans: schon in der ersten Begegnung mischen sich deutsche und jüdische Stereotype (“Ein Jude, der ein paar Einkäufe unterm Arm trägt, schaut ihn aus ruhigen, wunderlich blauen Augen an. Gibt es blauäugige Juden?”), eine partielle, wenn auch über das Passiv distanziert geäußerte Verantwortung (“Der Jude ist hartnäckig und ein Jude ist gefährlich, wenn er einen Deutschen so in die Hände bekommt nach den Dingen, die an den Juden in Rußland geschehen sind.”) und symbolische Entschuldung, wenn aus Täter und Opfer des Holocaust Verbündete gegen den sowjetischen Kommunismus werden.
Um die Jahreswende 1952 gelangt Forell in den Iran, wird dort zunächst als sowjetischer Spion inhaftiert und erst identifiziert, als ein aus der Türkei angereister Onkel ihn erkennt. Weihnachten 1952 erreicht er München; die Heimkehr zu Frau und Kindern zeigt einen physisch wie psychisch gezeichneten Mann.
Verbreitung
Der Roman wurde zum Bestseller, denn er traf den Zeitgeist, umso mehr als die 'Heimkehr der Zehntausend' (Konrad Adenauers Initiative, die letzten deutschen Kriegsgefangenen zurückzubringen) etwa im gleichen Zeitraum begann.
Die zeitgenössische Kritik spaltete sich 1955 an Inhalt und Form. Walter Lennig (1902-1968) nannte das Buch im Sonntagsblatt ein "unvergängliches Dokument", für Fritz Heinrich Ryssel (1914-1999) im Hessischen Rundfunk stand das Buch stellvertretend für das Leiden aller deutschen Kriegsgefangenen, Karl Rauch (1897-1966) sah in ihm gar den "unauslöschlichen Wert eines Dokuments" und "in der Nähe Homers". Auch Max Ruland (gest. 1990) vom Münchner Merkur las es als "eine moderne Odyssee". Günther Specovius (geb. 1932) von der Zeit dagegen kritisierte "Bauers Schwäche für sentimentale Romantik", Helmut Uhlig (1922-1997) verwies auf "sprachliche Entgleisungen" und "Sprachunarten". Insgesamt waren die Besprechungen des Buchs zunächst aber positiv bis enthusiastisch und hoben seine angebliche Authentizität hervor.
Bereits im Erscheinungsjahr erlebte der Roman acht Auflagen; die Gesamtauflage der deutschen Ausgaben durch die Verlage Ehrenwirth (40. Auflage 1996), Fischer, Rowohlt, Lübbe (zu dem der Ehrenwirth Verlag seit 1997 gehört) und Saur dürfte deutlich über einer Million liegen. Übersetzungen erschienen u.a. ins Finnische, Französische, Norwegische, Dänische, Schwedische, Italienische, Estnische, Niederländische, Spanische und Jugoslawische sowie in belgischen, britischen, kanadischen und US-amerikanischen Ausgaben.
Adaption in Film und Rundfunk
Nach dem Erfolg des Buchs wurde der Stoff schnell auch in anderen Medien populär. Franz Zimmermann (1906-1979) produzierte für den Westdeutschen Rundfunk (WDR) eine achtteilige Hörspielfassung, ausgestrahlt zwischen dem 7. April und dem 26. Mai 1956.
Unter der Regie von Fritz Umgelter entstand, ebenfalls beim WDR, der erste deutsche Fernsehmehrteiler in sechs Teilen (Sendung 12.2.–21.4.1959), mit Heinz Weiss (1921-2010) in der Hauptrolle. Die Produktion etablierte den 'Fernseh-Roman' als Genre, das es nicht nur erlaubte, ein Narrativ über mehrere Episoden hinweg zu entwickeln, sondern auch, Nebenfiguren und -geschichten größeren Raum einzuräumen. Die Kritik monierte zwar filmische Ungeschicklichkeiten und ungewollten Längen, die Serie wurde aber trotzdem sehr erfolgreich. Dieser Erfolg provozierte eine ostdeutsche Gegenproduktion des Deutschen Fernsehfunks (DFF): Flucht aus der Hölle (1960, Regie: Hans-Erich Korbschmitt/Hans-Jürgen Brandt). Der DDR-Titel kopierte Format und Grundplot in politisch rekodierter Form: Hier spielt Armin Mueller-Stahl (geb. 1930) einen Autoschlosser, der sich von der Fremdenlegion anwerben lässt, nach Algerien transportiert wird, um dann mit Hilfe der algerischen Widerstandsbewegung die Flucht zurück in die DDR anzutreten.7
2001 entstand unter der Regie von Hardy Martins (Drehbuch: Bastian Clevé, geb. 1950/Hardy Martins) eine Kinoneuverfilmung mit Bernhard Bettermann (geb. 1964) als Forell. Anders als die Umgelter-Serie, die die Schauplätze der Handlung weitgehend in Bayern und den Schweizer Alpen nachstellte, wurde ein erheblicher Teil in Russland mit russischsprachigen Darstellern gedreht. Die Neuverfilmung weicht mit einer Liebesgeschichte und dem zugefügten Verfolger Kamenew (Anatoly Kotenyov, geb. 1958) erheblich vom Roman ab.
Literarische Bedeutung
Der Erfolg des Romans ist im Wesentlichen drei Faktoren geschuldet:
- Erstens bildeten die deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion einen zentralen Bestandteil des kollektiven antitotalitären Schreckensbilds der fünfziger Jahre, revitalisiert in den Mustern des Kalten Krieges: Sie symbolisieren in der westdeutschen Erinnerungskultur nicht Verantwortung, sondern ein von aller historischer Kausalität entkoppeltes Sinnbild sowjetisch-totalitärer Brutalität, die sich wiederum nahtlos in das Freund-Feind-Schema des Kalten Kriegs einfügt.
- Zweitens erlaubte die Chronik individuellen Leids eine symbolisch generalisierte Entlastung von der deutschen Verantwortung an den Grauen des Zweiten Weltkriegs.
- Drittens hoben Fluchtfiktionen wie dieser Roman die narzisstische Kränkung, die die Gefangenschaft dem Bild soldatischer Männlichkeit zugefügt hatte, durch die Inszenierung eines alle Widrigkeiten überwindenden Durchsetzungswillens wieder auf.
Der im Roman behauptete Tatsachengehalt ist historisch hochgradig unplausibel. Weder existierte das im Roman beschriebene Lager am Kap Deschnjow 1949, der im Roman als Moskaus Hauptstraße dargestellte Newski Prospekt ist tatsächlich eine Hauptstraße Sankt Petersburgs, und Rosts dürftige Russischkenntnisse hätten für eine mehrjährige Flucht durch die Sowjetunion kaum ausgereicht. Erfolgreiche Fluchtversuche deutscher Kriegsgefangener aus derartig tief im sowjetischen Raum liegenden Lagern sind nicht belegt. 1959 sah sich der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) genötigt, ein Gespräch mit Bauer zu veröffentlichen, demzufolge die Ausgangssituation seines Romans mehr als fragwürdig erscheine und er eingestand, dass die Handlung ebenso wie die Gespräche mit Cornelius Rost kaum dokumentarischen Wert haben. Tatsächlich kehrte Rost laut Angaben des Münchner Einwohnermeldeamt bereits am 28. Oktober 1947 aus der Kriegsgefangenschaft zurück – zwei Jahre vor dem im Roman behaupteten Fluchtbeginn (1949) und fünf Jahre vor der behaupteten Rückkehr (1952).
Gleichwohl kann man diesem Roman Authentizität bescheinigen, wenn auch weniger als Reflex eines historischen Geschehens denn als Beispiel für die Funktion des bundesdeutschen Nachkriegsdiskurses. Der Text schildert im ersten Drittel zunächst die Gräuel der Kriegsgefangenschaft, die als blankes Unrecht erscheint. Ausgeblendet bleibt, dass sowjetische Soldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft ein mindestens ebenso hartes Schicksal erlitten.
Darüber hinaus finden sich, zumindest für spätere Leser, deutliche Allusionen auf die Schilderungen der Verschickung von KZ-Häftlingen im Dritten Reich: der Transport der Gefangenen in Viehwaggons, das nur noch beiläufig registrierte Sterben anderer durch Hunger und Kälte, die Korruption und Brutalität der Wachen. Wie der Journalist Harald Martenstein (geb. 1953) mit Bezug auf den Film von 2001 ausgeführt hat, fungiert der Stoff beinahe als Inversion des später in der Filmkultur einschlägigen Holocaust-Motivs.
Kombiniert wird das mit den aus dem Genre seit dem Ersten Weltkrieg vertrauten Schilderungen einer kargen, menschenfeindlichen Weite. Der Name des Protagonisten spielt auf Fritz von Forell (1893-1991) an, der 1936 einen erfolgreichen Roman über fünf Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft im Zuge des Ersten Weltkriegs in Sibirien veröffentlicht hatte (Wir vom verlorenen Haufen).
Wenn man mit Bezug auf So weit die Füße tragen von einem Reflex des Tatsächlichen sprechen will, dann durch symbolischen Tausch, Projektion und Verdrängung – all das zwar nicht als Teil einer realen Fluchtgeschichte, aber es sind einige der wesentlichen Elemente des bundesdeutschen Mainstreams der fünfziger Jahre. Der Germanist Christian Adam (geb. 1966) fasst die ideologische Funktion des Romans zusammen: Er diene der Exkulpierung des Erzählers, des Protagonisten und "des deutschen Volkes in seiner Gesamtheit".
Darin liegt das Paradox von Bauers Biografie: Ein Autor, der als Kriegspropagandist rassistisch-nationalsozialistische Denkmuster perpetuierte und von der NS-Kulturindustrie erheblich profitierte, schuf nach 1945 einen Roman, dessen diskursives Angebot – deutsches Leid als Sühne für deutsche Schuld – dem Entlastungsbedürfnis seiner Leserschaft entgegenkam, ohne die eigene Täterschaft je zu berühren.
Literatur
- Christian Adam, Der Traum vom Jahre Null. Autoren, Bestseller, Leser: Die Neuordnung der Bücherwelt in Ost und West nach 1945, Berlin 2016.
- Arthur Dittlmann, Dichtung oder Wahrheit? Zum Roman "So weit die Füße tragen" von Josef Martin Bauer (1955), in: Wolfgang Proske (Hg.), NS-Belastete aus Oberbayern (Nord) (Täter, Helfer, Trittbrettfahrer 17), Gerstetten, 2024, 42–47.
- Sascha Feuchert, Flucht in den Gegendiskurs: Einige Bemerkungen zu Josef Martin Bauers Soweit die Füße tragen - einem Bestseller des Wirtschaftswunders, in: Ders. (Hg.), Flucht und Vertreibung in der deutschen Lietratur (Gießener Arbeiten zur Neueren Deutschen Literatur und Literaturwissenschaft 21), Frankfurt am Maien 2001, 169-183.
- Michael H. Kater, Kultur unterm Hakenkreuz, Darmstadt 2021.
- Janina Meyerdierks, Josef Martin Bauer – der Kriegspropagandist, in: Rolf Düsterberg (Hg.), Dichter für das "Dritte Reich", Bd. 4: Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie, Bielefeld, 2018, 23–43.
- Josef Steinbichler, Josef Martin Bauer. Zeittafel zu Leben und Werk, in: Das Mühlrad 36 (1994), 79–134.
- Josef Steinbichler, Josef Martin Bauer. Ein Schriftsteller im Nationalsozialismus, in: Das Mühlrad 44 (2002), 79–96.
- Karl Ude, Josef Martin Bauer (11.3.1901–15.3.1970). Der letzte Patronus Bavariae, in: Alfons Schweiggert/Hannes S. Macher (Hg.), Autoren und Autorinnen in Bayern. 20. Jahrhundert. Dachau, 2004, 180f.
- Schorsch Wiesmaier, Nach 1945 schwer traumatisiert. Der Schriftsteller Josef Martin Bauer, in: Wolfgang Proske (Hg.), NS-Belastete aus Oberbayern (Nord) (Täter, Helfer, Trittbrettfahrer 17), Gerstetten, 2024, 25–41.
- Henning Wrage, Josef Martin Bauer. So weit die Füße tragen (1955), in: Elena Agazzi/Erhard Schütz (Hg.), Handbuch Nachkriegskultur. Literatur, Sachbuch und Film in Deutschland (1945–1962), Berlin/Boston, 2013, 237–242.
Quellen
- Franz Ehrenwirt, Die Entstehungsgeschichte des Romans "So weit die Füße tragen" von Josef Martin Bauer, in: Das Mühlrad 36 (1994), 135-144.
- Institut für Zeitgeschichte, Tonbandaufnahmen der Gespräche Bauer–Rost, Januar 1955 (ca. 8 Std., überlassen von Martin Ehrenwirth).
- "Soweit die Füße tragen". Gespräch mit J. M. Bauer über sein Buch, in: Suchdienst-Zeitung vom 31.5.1959.
- Spruchkammerakt von Josef Martin Bauer (Staatsarchiv München, Spruchkammern 3354).
Weiterführende Recherche
Externe Links
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Empfohlene Zitierweise
Henning Wrage, So weit die Füße tragen (Josef Martin Bauer, 1955), publiziert am 06.11.2026, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/So_weit_die_Füße_tragen_(Josef_Martin_Bauer,_1955)>