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Die Anfänge der Bayern in Chronik, Heiligenlegende und Geschichtsdichtung

Bawarus und Norix, die mythischen ersten Herzöge Bayerns. (in: CXCIV Abbildungen aus dem Regentenhaus Pfalzbayern mit Text in Prosa und Versen, Anfang 16 Jh.; Bayerische Staatbiliothek, Cgm 1604, fol. 1v)

von Alheydis Plassmann

Im Unterschied zu anderen frühmittelalterlichen "Völkern" besitzen die Bayern keine frühe Herkunftserzählung. In der frühmittelalterlichen Überlieferung treten sie von Anfang an als feste Bevölkerungseinheit im Land Bayern auf und bedürfen offenbar keiner Selbstvergewisserung, die als eigentlicher Zweck von Origo gentis-Erzählungen anzusehen ist. Ansätze einer solchen Erzählung finden sich für die Bayern erst in hochmittelalterlichen Werken der Geschichtsdichtung und Heiligenlegende. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass ältere Elemente verarbeitet wurden. Doch ist die Erzählung primär als Produkt ihrer Entstehungszeit zu verstehen, in der es um den rechten Platz in der Weltordnung, um die politische Verfasstheit, das Verhältnis von Kaiser und Reichseliten wie überhaupt um die Selbstbehauptung gegenüber Zentralgewalten ("Römerreich") geht. Rückschlüsse auf die Frühzeit bleiben daher unsicher.

Das Fehlen einer frühmittelalterlichen Herkunftserzählung der Bayern

Während für viele der frühmittelalterlich belegten "gentes" wie Goten, Franken, Langobarden und Sachsen Herkunftslegenden aus dem Frühmittelalter selbst überliefert sind, schweigen die Quellen in dieser Hinsicht über die Bayern. Obwohl die Bayern als "gens" bei frühmittelalterlichen Geschichtsschreibern des 6. bis 8. Jahrhunderts wie Gregor von Tours (ca. 538-594), Paulus Diaconus (ca. 725-799) und weiteren gut belegt sind und auch ihr Königs-/Herzogsgeschlecht der Agilolfinger im Stammesrecht genannt wird, fehlt doch die für eine "gens" im Übergang von der Spätantike zum Frühmittelalter übliche Selbstvergewisserung in einer Origo gentis-Erzählung (Herkunftserzählung). Die Bayern treten im Land Bayern sozusagen bereits in eigener Identität auf, ohne dass uns erklärende Erzählungen aus bayerischer Perspektive überliefert wären. Ihre Rolle erschöpft sich in der Überlieferung des Frühmittelalters zunächst in der einer festen Einheit, die anderen "gentes" wie etwa Franken oder Langobarden gegenübersteht, ohne dass es zu einer Reflexion über die Ethnizität und die Identität der Bayern kommt. Wenn frühmittelalterliche Autoren gelegentlich auch über die Identität anderer "gentes" als der eigenen nachdenken, wie etwa Paulus Diaconus über die Slawen, sind die Bayern zur Hochzeit der Origo gentis-Erzählungen im Frühmittelalter dennoch nie zum Mittelpunkt einer identitätsstiftenden Erzählung geworden, weder aus einer Außenperspektive noch aus einer Innenperspektive. Deshalb bezeichnete Herwig Wolfram (geb. 1934) sie als "Findelkinder" der Völkerwanderungszeit.

Die Funktion von Herkunftserzählungen

Die Forschung ist inzwischen davon abgekommen, aus Origo-Erzählungen, gleichgültig wie nah sie auch zeitlich an der Entstehung einer "gens" liegen mögen, auf die tatsächlichen Ereignisse zu schließen, die eine "gens" geformt haben. Vielmehr hat man seit Reinhard Wenskus (1916-2002) die identitätsstiftenden Funktionen dieser Erzählungen in den Fokus gerückt. Versteht man eine Origo-Erzählung als absichtlichen Rückbezug auf eine Vergangenheit, in der man die eigene Gegenwart angelegt sieht, spiegeln sich in ihr die Geschichtsvorstellungen der Abfassungszeit und damit Interpretationsmuster, die den Zustand der "gens", ihren Status in der Weltordnung und ihre Verfasstheit etwa unter einem König oder Herzog begreiflich machen können. Für die Funktionalität der Origo-Erzählung ist nicht mehr relevant, ob eine existierende mündliche Überlieferung oder auch abgewandelte Motive aus der klassischen Literatur in sie eingeflossen waren. Die historische Auswertung kann sich auf die Abfassungszeit konzentrieren, ohne dass man dabei frühere, verlorene Erzählstufen notwendigerweise von vornherein ausschließen muss.

Die bayerische Herkunft erscheint zunächst nur als Hinweis am Rande, ehe sie in späteren Erzählungen ausgeschmückt wird: Bereits im Annolied (um 1070) findet sich eine Anspielung auf die Herkunft der Bayern aus Armenien. Dieses Motiv schafft eine Anbindung an die Heilsgeschichte, indem sie den bayerischen Ursprung an dem Berg vermutet, an dem Noahs Arche landete. Die heilsgeschichtliche Anknüpfung als solche bedeutet zunächst nur den Wunsch, in der Ordnung der Welt einen angemessenen Platz zu erhalten, und ist neben der Anbindung an Rom und der Herkunft aus einem weit entfernten Land (sei es Skandinavien oder ein anderes) eine von drei Möglichkeiten der Verwurzelung einer "gens" in der Vergangenheit. In diesem Zusammenhang dient das Alter vor allem einer Stärkung des eigenen Selbstverständnisses. Dem Verfasser des Annoliedes war ein hohes Alter der Bayern zudem wichtig, weil dies auch die Herkunft anderer Völker, die sich laut Sage den Römern widersetzten, wie der Schwaben und Sachsen, in bedeutenderem Licht erscheinen ließ.

Die Vita Altmanni nennt ebenfalls die armenische Herkunft und führt dann zusätzlich den Namen Bayern auf einen Stammvater (Heros eponymos) Bawarus zurück, der die Bayern in ihre neue Heimat geführt habe. Als weiteren Heros eponymos kennt die Vita einen Norix, den Sohn des Herkules, weshalb die Bayern auch Noriker hießen.

Die um 1140 entstandene Kaiserchronik bietet zusätzlich zu der armenischen Herkunft und dem namengebenden Urahn "Bawarus/Norix" bereits die Erzählung von einem Herzog, der hier Adalger heißt und sich gegenüber dem "Römerreich" behaupten muss. Dieser Anknüpfung an das Imperium Romanum kommt, ähnlich wie in Herkunftserzählungen der Franken, eine identitätsstiftende Bedeutung zu, da sich die Eigenständigkeit der Bayern und ihres Herzogs in Auseinandersetzung und in Abgrenzung von den Römern entwickeln muss. Der Herzog bewährt sich im Verbund mit seinem vertrauten Berater, als der römische Kaiser ihn demütigen will. Im Kontext der Kaiserchronik ist die Erzählung von Herzog Adalger eine von vielen, in denen das Verhältnis zwischen Kaiser und Reichselite und das rechte Maß von Autoritätsdurchsetzung einerseits und Eigenständigkeit der Großen andererseits thematisiert wird.

Erste Seite des um 1165/70 im Kloster Tegernsee entstandenen Norikerkapitels der Passio secunda St. Quirini. (Bayerische Staatsbibliothek, Clm 18571, fol. 135r)

Am ausführlichsten ist die Norikererzählung in der Passio St. Quirini, entstanden um 1165/70 im Kloster Tegernsee. In dem dortigen Norikerkapitel wird geschildert, wie ein sagenhafter Herzog Theodo, der dem Adalger der Kaiserchronik entspricht, an den Hof des römischen Kaisers nach Rom berufen wird, wie der Kaiser ihn demütigt, indem er ihn zwingt, Haare und Bart zu kürzen, und wie diese Demütigung von dem klugen Berater Theodos zu einer Demonstration des Zusammenhalts der Bayern umgemünzt wird. Indem sich nämlich auf Veranlassung des Beraters alle Bayern die Haare schneiden lassen, wird die Demütigung des Herzogs in ihr Gegenteil verkehrt. Später, als der Kaiser Theodo noch einmal an den Hof beruft und ihn umbringen lassen will, ist es wieder der Berater, der den Herzog rettet und ihm zur direkten Konfrontation mit den Römern rät. Die Bayern gewinnen die Schlacht mit den Römern und haben so ihre Eigenständigkeit gegenüber der höchsten weltlichen Macht behauptet. Im Kontext der Passio steht die Noriker-Erzählung deutlich außerhalb des Erzählstranges der Heiligenlegende und eine Einordnung im Text fällt daher nicht leicht. Am ehesten lässt sich noch annehmen, dass in der Erzählung von Theodo das Grundmotiv der Eigenständigkeit aufgegriffen wird, das dem Kloster Tegernsee in der Auseinandersetzung mit seinen Vögten am Herzen lag.

Interpretationen und Forschungspositionen

Da das Norikerkapitel in der Passio St. Quirini so ganz offensichtlich ein Fremdkörper ist, lag von jeher die Erklärung auf der Hand, dass der Autor hier aus einer anderen Überlieferung geschöpft hat, zumal ja mit Annolied, Kaiserchronik und Vita Altmanni Parallelüberlieferungen vorliegen. Der Editor der Passio, Johann Weißensteiner (geb. 1954), nahm mehrere Überlieferungen der Bayern-Origo an, deren eine der Kaiserchronik und deren andere der Passio zugrunde lag. Weißensteiner vertraute bei der Beurteilung der bayerischen Origo gänzlich auf das Argument der späten Überlieferung und wollte die Erzählung daher mit dem sog. staufisch-welfischen Gegensatz erklären. Diese Auseinandersetzungen um die Königskrone in den 1130er Jahren, als Konrad III. (reg. 1138-1152) handstreichartig zum König erhoben wurde und versuchte, Heinrich den Stolzen (reg. 1126-1138 als Herzog in Bayern, ab 1137 auch als Herzog in Sachsen) zu entmachten, werden allerdings nicht mehr mit einem Gegensatz zweier Familien erklärt, denn ein solcher Konflikt lässt sich erst im Thronstreit nach 1198 festmachen, wie Werner Hechberger (geb. 1963) nachgewiesen hat. Vielmehr wird der Gegensatz zwischen Konrad III. und Heinrich dem Stolzen als eine Machtkonstellation im Reich gedeutet, deren Trennlinien eben nicht entlang von streng agnatisch verstandenen Familien verlaufen. Insofern ist der Skepsis Weißensteiners, was die Überlieferung der Herkunftserzählung der Bayern angeht, zwar unbedingt beizupflichten; die Verortung in einem bestimmten politischen Umfeld der 1130er Jahre muss indes nicht zutreffen, zumal auch bei dieser Deutung ein Rückgriff auf frühere Überlieferungen durchaus denkbar ist.

Jan Paul Niederkorn (geb. 1950) unternahm im Gegensatz zu Weißensteiner den Versuch, im Norikerkapitel nicht nur die Reste einer Bayern-Origo aus dem 8. Jahrhundert zu identifizieren, sondern vermutete zusätzlich, dass diese Bayern-Origo aus dem 8. Jahrhundert auch Reflexe von Ereignissen des 5. Jahrhunderts bietet, die am Anfang der Stammesgeschichte der Bayern standen. Er sieht also die Überlieferung im Norikerkapitel als ein echtes Überlieferungsfragment der Frühzeit der Bayern, wenn auch in zweifacher Hinsicht gebrochen, nämlich einmal im 8. Jahrhundert und dann erneut in der Überlieferung der Passio St. Quirini. Dafür setzt er die Adalger/Theodo-Erzählung mit einem frühmittelalterlichen Ereignis in Bezug: der Absetzung Tassilos und seiner Mönchung. Dies sei gleichsam im Nachhinein kompensiert und verarbeitet worden, wobei der Erzählung durch die Verbindung mit der zu diesem Zeitpunkt bereits vorhandenen Origo der Bayern Glaubwürdigkeit verliehen worden sei. Die tatsächliche Demütigung Tassilos III. (reg. 748-788) hätte so in der Legende eine Umdeutung erfahren, die eine Eigenständigkeit der Bayern in der Vergangenheit postulierte. Als ursprüngliche Nachrichten über die Anfänge der bayerischen Stammesgeschichte, die in eine solche bayerische Origo des 8. Jahrhunderts zum Zwecke der Rehabilitation Tassilos eingeflossen sein könnten, wären laut Niederkorn folgende Elemente denkbar: Auseinandersetzungen mit den Römern und mögliche Kämpfe mit den Franken sowie ein Kompromiss zwischen Merowingern und Bayern, der den Bayern ein indigenes Herzogtum der Agilolfinger gelassen hätte.

Indes wird man mit einer solchen Deutung vorsichtig sein müssen, und dies nicht nur wegen der Annahme von zwei Überarbeitungsstufen: Im Kontext des 8. Jahrhunderts ist die Haarschur nicht zwingend negativ konnotiert. Dass die im 12. Jahrhundert überlieferte Theodo-Geschichte das Haarschneiden Theodos als Schmach deutet, muss nicht heißen, dass diese Erzählung auch in (einer ohnehin nur zu vermutenden) Version des 8. Jahrhunderts schon so angelegt worden war. Denkbar ist etwa auch eine ursprüngliche Erzählung von der Haarschur eines Bayernherzogs als Aufnahme in die Familie oder zumindest in den inneren Kreis der Vertrauten der Frankenkönige. Eine analoge Erzählung ist bei Paulus Diaconus überliefert, bei dem die Haar- und Bartschur Verbindungen zwischen Franken- und Langobardenkönigen schuf. Erst im 12. Jahrhundert könnte eine solche Haarschur eine negative Umdeutung erfahren haben und in Verbindung mit einer Erzählung von listiger Durchsetzung der eigenen "gens" gebracht worden sei.

Zeithorizonte

Bei der Bestimmung des Alters der Bayern-Origo ist die Einordnung der dort auftauchenden Motive in bestimmte Zeithorizonte von Herkunftserzählungen hilfreich. Zunächst einmal sind mehrere Motive auszumachen, die in frühmittelalterlichen Origo-Erzählungen keinesfalls fehl am Platze wären. Da wäre zum einen die Anknüpfung an die biblische Heilsgeschichte, der Heros eponymos Norix oder Bawarus und der königsgleiche Anführer der Frühzeit. Auch das Erkämpfen der Unabhängigkeit unter Herzog Adalger/Theodo findet seine Entsprechung in Erzählungen von der Abwehr von Tributforderungen der Römer, nicht nur bezüglich der Franken bei Fredegar und im Liber historiae Francorum, sondern auch in Kontexten, die der Autor der Passio St. Quirini eher nicht kannte, wie einer ähnlichen Erzählung in der Historia Brittonum. Zentrales Anliegen vieler Origo-Erzählungen des Frühmittelalters ist die Positionierung der eigenen "gens" im Verhältnis zu den Römern. Eine solche Funktion könnte die Origo in der Passio St. Quirini ohne Weiteres erfüllen.

Indes ist weder die Verankerung in der Vergangenheit, noch das Erkämpfen der Unabhängigkeit ein rein frühmittelalterliches Motiv, da die Anbindung an "Rom" auch im 12. Jahrhundert noch "en vogue" war. Das belegen Quellen wie die Gesta Treverorum und frühe Familiengeschichten wie die Historia Welforum, die die Eigenständigkeit eines Adligen gegenüber dem König ebenfalls als Topos aufgreifen. Auch das Motiv der Überlistung des mächtigen Kaisers ist keinesfalls allein dem Frühmittelalter zuzuordnen. Neben dem listigen fränkischen Berater Wiomad aus der Fredegar-Chronik ist hier ebenfalls wieder die Historia Welforum anzuführen.

Fazit

Alles in allem wird man die Möglichkeit einer verlorenen Überlieferung einer Bayern-Origo im Frühmittelalter nicht vollständig ausschließen können oder müssen. Viele der Erzählmotive sind im Kontext des Frühmittelalters passend. Hätten wir eine Origo-Erzählung in dieser Form aus dem 8. Jahrhundert, würden wir uns darüber kaum wundern. Doch sind mehrere Motive der Bayern-Origo (Beziehung zu "Rom", Eigenständigkeit gegenüber dem Kaiser) ebenso gut im Kontext des 12. Jahrhunderts zu erklären und in dieser Zeit als Erzählelemente zu finden. Vor allem die negative Deutung des Motivs der Haarschur, die im Frühmittelalter sogar quasi-verwandtschaftliche Bindungen herstellen konnte, lässt an eine Überformung im 12. Jahrhundert denken. Da sich die Erzählung aus dem hochmittelalterlichen Kontext also gleichfalls stimmig erklären lässt, wird man der Theorie den Vorzug geben müssen, die weniger verlorene Texte, weniger Brüche und weniger Traditionsstufen ansetzen muss. Mögliche Ereignisse der Frühgeschichte der Bayern sind in dieser Überlieferung, wenn überhaupt, dann nur so verzerrt auszumachen, dass sie als Quelle für das Frühmittelalter nicht verwendet werden kann.

Literatur

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Quellen

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Bayerische Stammessage

Empfohlene Zitierweise

Alheydis Plassmann, Die Anfänge der Bayern in Chronik, Heiligenlegende und Geschichtsdichtung, publiziert am 13.12.2018; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Die Anfänge_der_Bayern_in_Chronik,_Heiligenlegende_und_Geschichtsdichtung> (25.05.2019)