Hinweis: Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
 Mehr erfahren

    Neueste Artikel


    Bistumsorganisation

    Karte der kirchlichen Eintheilung des Königreichs Bayern von Johann Georg Mayr, München 1841. (Bayerische Staatsbibliothek, Mapp. XI,605 k, Einfärbung und neue Legende: Sonja Schweiger)

    Wolfgang Weiß
    Die mittelalterlichen Anfänge bischöflich verfasster Kirchen mit Einflusszonen reichen für einige Gebiete des heutigen Bayern in das 7. Jahrhundert zurück (Bistümer Mainz, Konstanz, vielleicht Augsburg). 739 wurden die (alt-)bayerischen Diözesen (Freising, Regensburg, Passau, Salzburg) kanonisch errichtet. 741/742 entstand das Bistum Würzburg, wenig später das Bistum Eichstätt. 780/82 erließ Karl der Große (reg. 768-814, Kaiser ab 800) für das östliche Frankenreich eine Metropolitanverfassung. Dem hierbei gegründeten Erzbistum Mainz waren spätestens im frühen 9. Jahrhundert auch die Bistümer Würzburg, Eichstätt und Augsburg zugeordnet. Weiterlesen

    Salinenkonvention 1829 und 1957

    Titelblatt der Konvention zwischen Bayern und Österreich über die beiderseitigen Salinenverhältnisse vom 18. März 1829. (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Bayern Urkunden 3582)

    Alexander Wegmaier
    Die Salinenkonvention ist eine 1829 abgeschlossene und 1957 novellierte Vereinbarung zwischen dem Freistaat Bayern und der Republik Österreich, die im Wesentlichen Bayern das Eigentumsrecht an den Pinzgauer Saalforsten und Österreich das Salzabbaurecht auf der bayerischen Seite des Dürrnbergs einräumt. Die bayerische Staatsregierung nutzte die Novellierung der Konvention 1957 offensiv und gegen den Widerstand des Bundes zur Demonstration des bayerischen Staatlichkeitsanspruchs auf dem Feld der Außenbeziehungen. Weiterlesen

    Simplicissimus

    Der Münchner Verleger Albert Langen (1869-1909) im Garten, Gemälde von Thomas Theodor Heine (1867-1948) 1905. Heine stellt Langen eine rote Bulldogge zur Seite, die das prägende Symbol des Simplicissimus war. (Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau lizenziert durch CC BY-SA 4.0)

    Andreas Strobl
    Der Simplicissimus war eine von Albert Langen (1869–1909) 1896 in München gegründete literarische, illustrierte Satirezeitschrift. Obwohl die Redaktion durchgehend in München residierte, wurde als Verlagsort der Sitz der jeweiligen Druckerei angegeben. Die ersten Jahrgänge erschienen in Leipzig (Sachsen), weswegen 1898 auch ein sächsischer Staatsanwalt gegen die Zeitschrift vorgehen konnte. Aus dieser Erfahrung heraus wurde eine neue Druckerei gesucht und 1899 (ab Heft 24 des vierten Jahrgangs) in Stuttgart (Baden-Württemberg) gefunden. Die Zeitschrift erschien bis zu ihrer Einstellung dort. Weiterlesen


    Reichsparteitagsgelände, Nürnberg

    Farbfoto der Zeppelintribüne mit Zuschauern zu Beginn einer Veranstaltung beim Reichsparteitag 1938. In der Mitte vorne die mit Hakenkreuzfahne geschmückte Rednerkanzel, oben die goldene Hakenkreuzskulptur des Münchener Künstlers Kurt Schmid-Ehmen. (unbekannter Fotograf, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände D-0314-01)

    Alexander Schmidt
    Das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg diente als architektonischer Rahmen für die Reichsparteitage der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP). Während die Luitpoldarena, das Zeppelinfeld mitsamt Zeppelintribüne sowie die Große Straße bis 1939 fertiggestellt wurden, blieb der Großteil der beabsichtigten Baumaßnahmen unvollendet. Während des Zweiten Weltkriegs befanden sich auf dem Gelände Zwangsarbeiter- und Kriegsgefangenenlager sowie ein Sammellager für Judendeportationen. Nach 1945 wurde es zunächst von der US-Armee, dann von der Stadt Nürnberg für verschiedene Zwecke weitergenutzt. Seit 2001 setzt sich das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände mit der Geschichte des Ortes und der NS-Zeit auseinander. Weiterlesen


    Internationale Jugendbibliothek

    Jella Lepman (1891-1970) auf der Tagung Internationale Jugendbibliothek vom 16. bis 18. November 1951 in München. Fotografie von Felicitas Timpe, 1951. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv timp-009758)
    Veronika Diem

    Am 15. Dezember 1948 gründete sich auf Betreiben von Jella Lepman (1891–1970) die Internationale Jugendbibliothek (IJB). Sie entstand aus einer im Sommer 1946 in München gezeigten internationalen Jugendbuchausstellung, die Lepman als Mitarbeiterin der US-Militärregierung organisiert hatte. Die Bibliothek verfolgte das Ziel, die während der NS-Herrschaft indoktrinierte Jugend über einen freien Zugang zur Literatur für die Welt zu interessieren. Neben der Bereitstellung von Literatur und Lesemöglichkeiten für die Jugend, organisiert die IJB bis heute Lesungen, Ausstellungen und Diskussionsrunden. Sie entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Einrichtungen für Jugendliteratur weltweit. Weiterlesen

    Hauptausschuss der Flüchtlinge und Ausgewiesenen in Bayern

    Der aus Nordböhmen stammende Hans Schütz (CSU, 1901–1982, MdB 1949-1963) wurde 1946 zum Vorsitzenden des neu gegründeten Hauptausschusses der Flüchtlinge und Ausgewiesenen gewählt. Schütz war 1946 Mitbegründer der Ackermann-Gemeinde. Bei dem Bild handelt es sich um ein Wahlplakat. (Archiv für Christlich-Soziale Politik, Pl 1110)
    Helmut Demattio

    Am 11. Juli 1946 gründete die Staatsregierung auf Weisung der US-amerikanischen Militärregierung den Hauptausschuss der Flüchtlinge und Ausgewiesenen in Bayern. Neben den vor den sowjetischen Truppen Geflohenen mussten die rund 2 Mio. aus dem Sudetenland und den deutschen Ostgebieten nach Bayern gelangten Vertriebenen versorgt werden. 1946 wurden nach den Vereinbarungen der Potsdamer Konferenz vor allem Sudetendeutsche mit der Bahn in die US-amerikanische Besatzungszone transportiert. Weiterlesen

    Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)

    Herbert Gruhl (CDU/ÖDP, 1921-1993), Mitbegründer und erster Vorsitzender der 1982 gegründeten ÖDP. (Interfoto, Mediennummer: 00406508)
    Uwe Kranenpohl

    Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP, 1997 bis 2010: ödp) ist eine deutschlandweit tätige bürgerliche Ökologiepartei, die ihren deutlichen Schwerpunkt in Bayern hat. Ihr Aufstieg ist eng verbunden mit ihrem Gründungsvater, dem Politiker und Umweltschützer Herbert Gruhl (CDU, 1921-1993, MdB 1969-1980). Ende der 1980er Jahre brach die Partei mit Gruhl. Aufmerksamkeit erregte die ÖDP bundesweit, vor allem aber in Bayern mit ihren Initiativen zur Volksgesetzgebung. Weiterlesen

    Focus

    Titelseite der Erstausgabe der Zeitschrift "Focus" vom 18. Januar 1993. (Focus)
    Paul Hoser

    Der Focus (Eigenschreibweise: FOCUS) ist ein Nachrichtenmagazin, das erstmals am 13. Januar 1993 erschien. Vorbild und Konkurrent war das Magazin Der Spiegel (Eigenschreibweise: DER SPIEGEL), das bis dahin einzige Magazin in dieser Sparte. Gründer des Focus waren Hubert Burda (geb. 1940), Leiter des Burda-Konzerns, und der Journalist Helmut Markwort (geb. 1936). Der Focus konnte sich seither auf dem Markt behaupten. Die Redaktion hatte bis zu ihrem Umzug 2017 nach Berlin ihren Sitz in München. Weiterlesen


    © Historisches Lexikon Bayerns 2005 - 2020. Die Rechte an den Texten und Bildern dieses digitalen Angebots liegen, soweit nicht anders angegeben, bei der Bayerischen Staatsbibliothek. Die Rechte an den anderweitig gekennzeichneten Texten und Bildern liegen bei den genannten Institutionen oder Personen. Weitere Informationen, u. a. zur Zitierweise, Weiterverlinkung oder Verwendung von Inhalten finden Sie unter www.historisches-lexikon-bayerns.de.