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Aus Historisches Lexikon Bayerns

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== [[Salzburg, Erzstift: Territorium und Verwaltung]] ==
== [[Abendzeitung]] ==
[[Datei:Homann Karte Salzburg Erzstift nach1715.jpg|left|250x250px|link=Salzburg, Erzstift: Territorium und Verwaltung|Karte des Erzstifts Salzburg von Johann Baptist Homann (1664-1724), nach 1715. (Bayerische Staatsbibliothek, 2 Mapp. 8-3,1) ]]
[[Datei:Apr 26 Abendzeitung.jpg|left|250x250px|link=Abendzeitung|Logo der Abenzeitung. (Gemeinfrei via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Abendzeitung-Munich-Logo.svg?uselang=de Wikimedia Commons])]]
[[Autor:Lang,_Johannes|Johannes Lang]]<br>
[[Autor:Hoser,_Paul|Paul Hoser]] <br>  
Ausgehend von einer Waldschenkung zu Ende des 7. Jahrhunderts trieb die Salzburger Kirche um den Zentralort Bischofshofen eine erste Grundarrondierung voran. Mit dem Kauf der Grafschaft Pinzgau 1207 und dem Erwerb der Grafschaftsrechte im Lungau um die Mitte des 13. Jahrhunderts gelang der Aufbau eines größeren geschlossenen Besitztums, worüber die Kirche auch die Hoheitsrechte innehatte. Im Laufe eines bis zu zwei Jahrhunderte in Anspruch nehmenden Prozesses sicherten sich die Erzbischöfe seit dem 12. Jahrhundert im weiteren Umfeld ihrer Residenzstadt Salzburg vertraglich die Nachfolge in mehreren erledigten Grafschaften, so etwa im heutigen Rupertiwinkel. Nach der für Salzburg verlustreichen Schlacht bei Mühldorf 1322 setzte eine schrittweise Ablösung des Erzstifts Salzburg vom bayerischen Mutterland ein, die nach rund zwei Jahrzehnten zum Abschluss gelangte. Neben der Landwirtschaft bildete der Bergbau auf Salz, Gold und Silber das wirtschaftliche Rückgrat des Landes, das auf Grund seiner Lage am Alpenhauptkamm zudem vom Handel mit dem Mittelmeerraum profitierte. Ab dem 12. Jahrhundert entwickelte sich ein Hofbeamtentum, aus dem die wesentlichen Zentralbehörden hervorgingen. Mit dem zielgerichteten Aufbau von Städten und Märkten trug man entscheidend zur Herrschaftsdurchdringung in dem noch jungen Land bei, während mit Hilfe zahlreicher Pfleggerichte ab dem ausgehenden 13. Jahrhundert eine landesweite Behördenstruktur geschaffen wurde. Nach der Aufhebung des Fürsterzstifts im Zuge der Säkularisation 1803 wurde Salzburg (ohne das an Bayern abgetretene Mühldorf am Inn) zusammen mit der ehemaligen Fürstpropstei Berchtesgaden, dem Fürstbistum Eichstätt sowie Teilen des Fürstbistums Passau zum Kurfürstentum Salzburg erhoben. Ab 1805 gelangte es zum Kaisertum Österreich, ehe es 1810 von Bayern in Besitz genommen wurde. Durch den Vertrag von München kam es 1816 erneut zu Österreich. [[Salzburg, Erzstift: Territorium und Verwaltung|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
''Das HLB präsentiert im Zuge seines Jubiläums ausgewählte Artikel aus 20 Jahren:'' Die Münchner Abendzeitung (AZ) erscheint seit 1948 täglich. Ihr Gründer, der Zeitungspionier Werner Friedmann (1909-1969), hatte die Idee zu einer modernen Boulevardzeitung. Sie sollte keine rein auf Sensationsjournalismus aufgebaute Zeitung sein, sondern intelligent gemacht sein und eine seriöse Berichterstattung aufweisen. Ein Merkmal war daher der im Vergleich zu anderen Boulevardmedien sehr umfangreiche Feuilleton. Versuche, über die Region München hinaus zu expandieren, waren seit den 1960er Jahren nicht von großem Erfolg gekrönt. [[Abendzeitung|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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= Neueste Artikel =
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== [[Königshof Erding]] ==
== [[Steuer, Herzogtum Bayern (Spätmittelalter)]] ==
[[Datei:Teaserbild 3d-Rekonstruktion-Befestigung.jpg|left|250x250px|link=Königshof Erding|3D-Rekonstruktionsvorschlag für Phase 2 des Herrenhofs Altenerding. (Miltz)]]
[[Datei:Scheyerer Matutinalbuch BSB Hss Clm 17401 ausschnitt.jpg||left|250x250px|link=Steuer, Herzogtum Bayern (Spätmittelalter)]]
[[Autor:Miltz,_Marc|Marc Miltz]]<br>
[[Autor:Esch,_Claudia|Claudia Esch]]<br>
Der in wenigen Schriftquellen ab dem ausgehenden 8. Jahrhundert belegte karolingische Königs- und vermutlich bereits agilolfingische Herzogshof Ardeoingas/Erding lag im Erdinger Stadtteil Altenerding und ist räumlich von der gleichnamigen wittelsbachischen Gründungsstadt zu unterscheiden. Bei archäologischen Ausgrabungen der Jahre 2010 bis 2018 konnten Überreste des zentralen Hofes aufgedeckt werden. Dabei gelang in exemplarischer Weise die Dokumentation der baulichen Struktur eines karolingerzeitlichen Herren- und Königshofs, dessen Anfänge mindestens bis in die erste Hälfte des 7. Jahrhunderts zurückreichen. Um 660/70 erhielt er eine außergewöhnliche Befestigungsanlage, mit der wohl eine militärische Funktion einherging. [[Königshof Erding|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
Die ersten Nachweise für Steuern in Bayern stammen aus dem 13. Jahrhundert. Anfang des 14. Jahrhunderts lassen sich die Modalitäten der Steuererhebung in der "Schneitbacher Urkunde" (1302) und der "Ottonischen Handveste" (1311) erstmals genauer fassen. Beide Urkunden sind zentrale Dokumente für die Etablierung der Landsteuern und die Entstehung der bayerischen Landstände. Seit dieser Zeit war es eine ihrer Kernkompetenzen, Steuern zu bewilligen und auch zu verwalten. Bei den Landsteuern handelte es sich im Wesentlichen um persönliche, auf das Vermögen bezogene Abgaben. Einkommens- und vermögenslose Personen wurden in der Regel nicht besteuert. Adel und Geistlichkeit waren in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts ebenfalls befreit. Das Steuerbewilligungsrecht der Landstände galt auch im 16. Jahrhundert weiter, wurde aber vom bayerischen Herzog zunehmend angegriffen. Adel und Geistlichkeit mussten in Form der sog. Standsteuer nun wieder Steuern entrichten. In der Frühen Neuzeit entwickelten sich die Steuern schließlich zu regelmäßigen Abgaben, die in immer kürzeren Abständen erhoben wurden. Das Steuerbewilligungsrecht, das zumindest formal bis 1808 Bestand hatte, bildete sich zunehmend zu einer Bewilligungspflicht aus. [[Steuer, Herzogtum Bayern (Spätmittelalter)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Bundesversammlung (Deutscher Bund)]] ==
== [[Internierungslager]] ==
[[Datei:Alleg.Bundestag Frankfurt Campe 1816-17.jpg|left|250x250px|link=Bundesversammlung (Deutscher Bund)|"Deutschlands Hoffnung oder der Bundestag in Frankfurt", Allegorische Darstellung des Bundestags von Friedrich Campe (1777-1846), 1816/17. ([https://www.historisches-museum-frankfurt.de/de/node/33962 Historisches Museum Frankfurt], Foto: Horst Ziegenfusz lizenziert durch [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de CC-BY-SA 4.0])]][[Autor:Kreutzmann,_Marko|Marko Kreutzmann]]<br> Die Bundesversammlung, auch Bundestag genannt, war das zentrale Beratungs- und Beschlussfassungsorgan des 1815 gegründeten und 1866 aufgelösten Deutschen Bundes. Der Deutsche Bund war ein Staatenbund aus 41 Mitgliedern (Stand vom 1. September 1815). Nach Österreich und Preußen war Bayern der drittgrößte Mitgliedstaat im Deutschen Bund. Zweck des Bundes war es, die äußere und innere Sicherheit Deutschlands sowie die Unabhängigkeit und Unverletzbarkeit der einzelnen deutschen Staaten zu wahren. Die Bundesversammlung bestand aus Bevollmächtigten der Bundesstaaten, die an die Instruktionen ihrer Regierungen gebunden waren und in erster Linie deren Interessen vertreten sollten. [[Bundesversammlung (Deutscher Bund)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Datei:Baracken Internierungslager Regensburg 6539-73.jpg||left|250x250px|link=Internierungslager]]
[[Autor:Schulte,_Kerstin|Kerstin Schulte]]<br>
Von 1945 bis 1949 bestehende Einrichtungen, in denen nationalsozialistische Funktionsträger zum Zwecke der Entnazifizierung der deutschen Gesellschaft inhaftiert wurden. In Bayern waren bis 1947 über 90.000 Personen interniert, vor allem ehemalige SS-Angehörige. Im April 1946 übertrug die US-Besatzungsmacht die Verantwortung über die Internierungslager an die Bayerische Staatsregierung. Mit der Lockerung der Entnazifizierungspolitik 1947 nahm die Zahl der Internierten schnell ab. Bis 1949 wurden die Internierungslager schrittweise aufgehoben. [[Internierungslager|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Königtum Ottos von Griechenland]] ==
== [[Kriegerdenkmäler]] ==
[[Datei:Otto Griechenland Rahl 1859.jpg|left|250x250px|link=Königtum Ottos von Griechenland|Staatsportät König Otto (1815-1867), Gemälde von Carl Rahl (1812-1865), 1859, Neue Residenz Bamberg. ([https://www.schloesser.bayern.de © Bayerische Schlösserverwaltung], Lucinde Weiss, München)]]
[[Datei:Bad Brueckenau Alter Rathausplatz.jpg|left|250x250px|link=Kriegerdenkmäler|Bad Brückenau, Kriegerdenkmal 1870-71 von Valentin Weidner, mit nachträglich angefügten Seitentafeln. ( Fotografie von Tilman2007, lizenziert durch [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de CC-BY-SA 3.0] via [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bad_Br%C3%BCckenau,_Alter_Rathausplatz,_001.jpg Wikimedia Commons])]]
[[Autor:Lechenmayr,_Emanuel|Emanuel Lechenmayr]] <br> Prinz Otto von Bayern (1815-1867, reg. 1832-1862), der zweitgeborene Sohn König Ludwigs I. (1786-1868, reg. 1825-1848), wurde 1832 auf Wunsch der griechischen Nationalversammlung und der europäischen Großmächte der erste König des nach dem griechischen Befreiungskampf gegründeten Staates Griechenland. In der ersten Dekade der Regierung Ottos hatten die von König Ludwig I. zur Unterstützung gesendeten bayerischen Regierungsbeamten beachtlichen Einfluss auf den Aufbau des griechischen Staatswesens. Ottos Königtum scheiterte letztlich an seiner außenpolitischen Machtlosigkeit bzw. der faktischen Abhängigkeit Griechenlands von den Interessen der Großmächte, aber auch an persönlichen Aspekten, wie dem Fehlen eines Thronfolgers orthodoxer Konfession. [[Königtum Ottos von Griechenland|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Autor:Weigand,_Katharina|Katharina Weigand]]<br>
Kriegerdenkmäler stellen eine Sonderform der Denkmäler dar, weil sie nicht an die Soldaten selbst, sondern nur an den gewaltsamen Tod von Soldaten erinnern. Kriegerdenkmäler sollen außerdem meist dazu beitragen, im Nachhinein den jeweiligen Krieg zu rechtfertigen. In den 1830er Jahren wurden derartige Denkmäler in Bayern zum ersten Mal errichtet, zur Erinnerung an die bayerischen Gefallenen der Napoleonischen Kriege sowie der Befreiungskriege. Deutlich mehr Kriegerdenkmäler entstanden nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Bezüglich der Denkmäler für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges vollzog sich – je länger der Krieg zurücklag – ein Wandel in Intention und gewählter Form, von der Trauer hin zur Heroisierung.[[Kriegerdenkmäler|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Bauernkrieg, 1524-1526]] ==
== [[Frühe Kirchen im Nordgau]] ==
[[Datei:Bauernhaufen_Bundesordnung_1525.jpg|left|250x250px|link=Bauernkrieg, 1524-1526|Zeitgenössische Darstellung eines Bauernhaufens. Abbildung des Titelblatts der „Bundesordnung“, beschlossen bei der Bauernversammlung in der Kramerzunftstube, 1525. ([https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00103415-7 Bayerische Staatsbibliothek, Res/4 Eur. 332,33])]]
[[Datei:Abb.4 Penk Turm Hensch.jpg|left|250x250px|link=Frühe Kirchen im Nordgau|Penk (Lkr. Regensburg), St. Leonhard; der vorromanische Saalbau der Zeit um 900 von Süden; Turmanbau 15. Jahrhundert. (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Regensburg, Rudolf Röhrl, bearb. Mathias Hensch)]]
[[Autor:Schratzenstaller,_Barbara|Barbara Schratzenstaller]]<br> Als Bauernkrieg werden überregionale Aufstände in Teilen des Heiligen Römischen Reichs bezeichnet, die nach erstem Aufflammen 1524 im Jahr 1525 voll ausbrachen. Sie wurden maßgeblich getragen von der ländlichen Bevölkerung und hatten in erster Linie eine Verbesserung ihrer Rechtsstellung gegenüber der Obrigkeit sowie der wirtschaftlichen Lebensbedingungen zum Ziel. Unter dem Eindruck der Reformation sollte die Gesellschaftsordnung nach einem aus der Bibel abgeleiteten "Göttlichen Recht" ausgerichtet werden. Trotz anfänglicher Versuche gütlicher Verhandlungen leiteten Landesherren betroffener Gebiete, maßgeblich der Schwäbische Bund als Zusammenschluss süddeutscher Reichsstände, gegen die vielerorts in Haufen zusammengeschlossenen Aufständischen militärische Maßnahmen in die Wege. Binnen weniger Monate wurden die Erhebungen niedergeschlagen, Tausende der daran Beteiligten kamen dabei ums Leben. [[Bauernkrieg, 1524-1526|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Autor:Hensch,_Mathias|Mathias Hensch]]<br>
Archäologische Forschungen im Gebiet des mittelalterlichen Nordgaus nördlich von Regensburg erbrachten eine ungewöhnlich große Zahl von frühmittelalterlichen Kirchennachweisen. Sie belegen zusammen mit Gräbern einerseits die Verbreitung von Christentum und Seelsorge bereits um 700 in einer Region, in der es keine spätantik-christliche Tradition gab. Andererseits sind sie aufgrund ihres mehrfachen Konnexes mit frühen Burgen, Königs- und Herrenhöfen indirekte Zeugnisse des herrschaftlichen Zugriffs auf einen Raum, der wegen seiner überregionalen Verkehrsverbindungen und seiner Bodenschätze von großem strategischem und ökonomischem Interesse war, für den jedoch kaum schriftliche Quellen vorhanden sind. Während des frühen Mittelalters war das Gebiet nördlich und nordwestlich von Regensburg siedlungs- und herrschaftsgeschichtlich ein heterogener Raum. So verlief auch der Prozess der Christianisierung und der kirchlichen Strukturierung hier anders als in weiten Teilen Altbayerns und Mainfrankens.   [[Frühe Kirchen im Nordgau|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Kriegsende (1945)]] ==
== [[Einführung des Gregorianischen Kalenders in Bayern]] ==
[[Datei:US Soldaten Zeppelintribuehne 1945.jpg|left|250x250px|link=Kriegsende (1945)|Siegesfeierlichkeiten von US-Soldaten auf der Zeppelintribüne auf dem Reichsparteitagsgelände, April 1945. (gemeinfrei via [https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:N%C3%BCrnberg_im_April_1945_15.jpg Wikimedia Commons])]]
[[Datei:BayHStA Kurbayern Mandatenslg 1582.jpg|left|250x250px|link=Einführung des Gregorianischen Kalenders in Bayern|Ignaz von Döllinger (1799-1890) war ein bedeutender Vertreter des Frühultramontanismus, verlor aber als Gegner des Unfehlbarkeitsdogmas seinen Einfluss. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv port-017105)]]
[[Autor:Rittenauer,_Daniel|Daniel Rittenauer]]<br>
[[Autor:Wolf,_Susanne|Susanne Wolf]]<br>
Ab Ende März 1945 besetzten die Alliierten das rechtsrheinische Bayern. In Unterfranken kam es in Zuge dessen noch zu teilweise schweren Gefechten, im Verlauf des Vormarsches US-amerikanischer Truppen von Nord nach Süd nahm die Intensivität der Kampfhandlungen aber stetig ab. Die letzte größere Schlacht um eine bayerische Stadt fand Mitte April um Nürnberg statt. In den Landesteilen südlich der Donau, die am 22. April erstmals überschritten wurde, ereigneten sich nur noch wenige nennenswerte Kämpfe. Mit der Kapitulation der Heeresgruppe G am 5. Mai endete der Zweite Weltkrieg in Bayern. [[Kriegsende (1945)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
Um die im Laufe der Jahrhunderte entstandenen Abweichungen bei der Datierung des Ostertermins auszugleichen, beschloss Papst Gregor XIII. (reg. 1572–1585) einen neuen Kalender. Die Einführung dieses Gregorianischen Kalenders in der gesamten Christenheit sollte eigentlich im Jahr 1582 erfolgen. Während im Römisch-Deutschen Reich die protestantischen Reichsstände, aber auch der Kaiser, die Umsetzung der päpstlichen Kalenderreform zu diesem Zeitpunkt ablehnten, war der bayerische Herzog Wilhelm V. (reg. 1579–1598) gemeinsam mit den Bischöfen um eine fristgerechte Einführung in seinem Land bemüht. Nachdem eine bereits verfügte Einführung im Oktober 1582 zunächst noch zurückgezogen wurde, erfolgte im Februar des darauffolgenden Jahres die Kalenderumstellung in Bayern als einem der ersten Territorien im Reich. [[Einführung des Gregorianischen Kalenders in Bayern|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Zwölf Artikel]] ==
[[Datei:12-Artikel-von-Memmingen 01.jpg|left|250x250px|link=Zwölf Artikel]]
[[Autor:von Mayenburg,_David|David von Mayenburg]]<br> Die Zwölf Artikel der Allgäuer Bauern (Originaltitel: Dye Grundtlichen Vnd rechten haupt Artickel, aller Baurschafft vnnd Hyndersessen der Gaistlichen vn Weltlichen oberkayten, von wölchen sy sich beschwert vermainen) entstanden Anfang März 1525 im Kontext des Deutschen Bauernkriegs. Der Beschwerdekatalog wurde anonym als Flugschrift verbreitet. Er gilt als wichtigstes Manifest der Untertanen im Bauernkrieg.  [[Zwölf Artikel|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Dorfkirchen (Gotik)]] ==
== [[Kabinett Schäffer, 1945]] ==
[[Datei:Wehrkirche Kraftshof St. Georg.jpg|left|250x250px|link=Dorfkirchen (Gotik)|]]
[[Datei:Kabinett Schäffer 1945 BayHStA 429.jpg|left|250x250px|link=Kabinett Schäffer, 1945]]
[[Autor:Münzel,_Sandra|Sandra Münzel]]<br>
[[Autor:Wegmaier,_Alexander|Alexander Wegmaier]]<br>
Dorfkirchen sind Kultbauten auf dem Land, die von der dörflichen Gemeinde, aber auch von Kirchenstiftungen oder Kirchenfabriken errichtet wurden. Es gibt sie bereits seit der Romanik, im engeren Sinne aber erst seit der Entstehung einer städtischen Kultur im 13. Jahrhundert. Als zeitlicher Abschluss lässt sich die Reformation im 16. Jahrhundert angeben. Dorfkirchen waren der häufigste sakrale Bautypus zur Zeit der Gotik. Ihre Hauptelemente sind Gemeinderaum, Altarhaus, Turm und Sakristei, die in verschiedenen Raumtypen ausgeprägt sein können. Zur typischen Ausstattung einer gotischen Dorfkirche gehörten der Hauptaltar, ein oder mehrere Nebenaltäre, ein Sakramentshäuschen, eine Sitznische und Heiligenfiguren. [[Dorfkirchen (Gotik)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
Die US-Besatzungsmacht setzte am 28. Mai 1945 Fritz Schäffer (1888-1967) als 'Temporary Minister-Präsident for Bavaria' ein. Von einer Regierung im eigentlichen Sinn kann beim Kabinett Schäffer nicht gesprochen werden: Es war vollständig den Weisungen der Militärregierung unterworfen, hatte angesichts des umfassenden Mangels nach Kriegsende nur geringe Spielräume und sollte vor allem die Entnazifizierung und den Wiederaufbau der Verwaltung betreiben. Führende US-Offiziere unterstützten zunächst Schäffers Priorisierung einer funktionierenden Verwaltung. Nachdem liberale US-Zeitungen einen mangelnden Entnazifizierungswillen und eine einseitig konservative Personalpolitik in Bayern kritisierten, verschärften die USA im Spätsommer ihre Entnazifizierungspolitik. Als Signal entließ US-Oberbefehlshaber Dwight D. Eisenhower (1890–1969) am 28. September 1945 sowohl den Militärgouverneur von Bayern George S. Patton (1885-1945), der diesen Kurswechsel offen ablehnte, als auch Ministerpräsident Schäffer und den Großteil seines Kabinetts. [[Kabinett Schäffer, 1945|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Beziehungen zu Preußen (19. Jahrhundert)]] ==
[[Datei:Seppl als Protestler.jpg|left|250x250px|link=Beziehungen zu Preußen (19. Jahrhundert)|Der bayerische Seppl protestiert gegen den Marsch Bayerns ins zentralistische, von Preußen geführte Kaiserreich. Postkarte zu den bayerischen Reservatrechten (Haus der Bayerischen Geschichte, bapo-00136)]]
[[Autor:Hahn,_Hans-Werner|Hans-Werner Hahn]]<br>
Die bayerisch-preußischen Beziehungen im 19. Jahrhundert waren vielfältig. Auf der dynastischen Ebene gab es mehrere Eheverbindungen zwischen dem Haus Wittelsbach und den preußischen Hohenzollern. Auf der politischen Ebene standen sich nach dem Ende des Alten Reiches zunächst zwei souveräne Staaten gegenüber, die zwischen 1815 und 1866 unterschiedliche Positionen über die Entwicklung des Deutschen Bundes vertraten. Während Preußen seit 1848 seine Ansprüche auf eine Führungsrolle in Deutschland untermauerte, war die Politik Bayerns vom Festhalten an der staatlichen Souveränität geprägt. Die Bismarckschen Einigungskriege zwangen das Königreich Bayern 1871 dann in die bundesstaatliche Ordnung des Deutschen Reiches. Mit ihr traten die politischen Beziehungen zwischen Preußen als Hegemonialmacht und Bayern als zweitgrößtem Einzelstaat des Reiches in ein neues, von zahlreichen Spannungen geprägtes Stadium. [[Beziehungen zu Preußen (19. Jahrhundert)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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Aktuelle Version vom 24. April 2026, 09:32 Uhr


Abendzeitung

Logo der Abenzeitung. (Gemeinfrei via Wikimedia Commons)
Logo der Abenzeitung. (Gemeinfrei via Wikimedia Commons)

Paul Hoser
Das HLB präsentiert im Zuge seines Jubiläums ausgewählte Artikel aus 20 Jahren: Die Münchner Abendzeitung (AZ) erscheint seit 1948 täglich. Ihr Gründer, der Zeitungspionier Werner Friedmann (1909-1969), hatte die Idee zu einer modernen Boulevardzeitung. Sie sollte keine rein auf Sensationsjournalismus aufgebaute Zeitung sein, sondern intelligent gemacht sein und eine seriöse Berichterstattung aufweisen. Ein Merkmal war daher der im Vergleich zu anderen Boulevardmedien sehr umfangreiche Feuilleton. Versuche, über die Region München hinaus zu expandieren, waren seit den 1960er Jahren nicht von großem Erfolg gekrönt. Weiterlesen

Neueste Artikel

Steuer, Herzogtum Bayern (Spätmittelalter)

Claudia Esch
Die ersten Nachweise für Steuern in Bayern stammen aus dem 13. Jahrhundert. Anfang des 14. Jahrhunderts lassen sich die Modalitäten der Steuererhebung in der "Schneitbacher Urkunde" (1302) und der "Ottonischen Handveste" (1311) erstmals genauer fassen. Beide Urkunden sind zentrale Dokumente für die Etablierung der Landsteuern und die Entstehung der bayerischen Landstände. Seit dieser Zeit war es eine ihrer Kernkompetenzen, Steuern zu bewilligen und auch zu verwalten. Bei den Landsteuern handelte es sich im Wesentlichen um persönliche, auf das Vermögen bezogene Abgaben. Einkommens- und vermögenslose Personen wurden in der Regel nicht besteuert. Adel und Geistlichkeit waren in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts ebenfalls befreit. Das Steuerbewilligungsrecht der Landstände galt auch im 16. Jahrhundert weiter, wurde aber vom bayerischen Herzog zunehmend angegriffen. Adel und Geistlichkeit mussten in Form der sog. Standsteuer nun wieder Steuern entrichten. In der Frühen Neuzeit entwickelten sich die Steuern schließlich zu regelmäßigen Abgaben, die in immer kürzeren Abständen erhoben wurden. Das Steuerbewilligungsrecht, das zumindest formal bis 1808 Bestand hatte, bildete sich zunehmend zu einer Bewilligungspflicht aus. Weiterlesen

Internierungslager

Kerstin Schulte
Von 1945 bis 1949 bestehende Einrichtungen, in denen nationalsozialistische Funktionsträger zum Zwecke der Entnazifizierung der deutschen Gesellschaft inhaftiert wurden. In Bayern waren bis 1947 über 90.000 Personen interniert, vor allem ehemalige SS-Angehörige. Im April 1946 übertrug die US-Besatzungsmacht die Verantwortung über die Internierungslager an die Bayerische Staatsregierung. Mit der Lockerung der Entnazifizierungspolitik 1947 nahm die Zahl der Internierten schnell ab. Bis 1949 wurden die Internierungslager schrittweise aufgehoben. Weiterlesen

Kriegerdenkmäler

Bad Brückenau, Kriegerdenkmal 1870-71 von Valentin Weidner, mit nachträglich angefügten Seitentafeln. ( Fotografie von Tilman2007, lizenziert durch CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons)
Bad Brückenau, Kriegerdenkmal 1870-71 von Valentin Weidner, mit nachträglich angefügten Seitentafeln. ( Fotografie von Tilman2007, lizenziert durch CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons)

Katharina Weigand
Kriegerdenkmäler stellen eine Sonderform der Denkmäler dar, weil sie nicht an die Soldaten selbst, sondern nur an den gewaltsamen Tod von Soldaten erinnern. Kriegerdenkmäler sollen außerdem meist dazu beitragen, im Nachhinein den jeweiligen Krieg zu rechtfertigen. In den 1830er Jahren wurden derartige Denkmäler in Bayern zum ersten Mal errichtet, zur Erinnerung an die bayerischen Gefallenen der Napoleonischen Kriege sowie der Befreiungskriege. Deutlich mehr Kriegerdenkmäler entstanden nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Bezüglich der Denkmäler für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges vollzog sich – je länger der Krieg zurücklag – ein Wandel in Intention und gewählter Form, von der Trauer hin zur Heroisierung.Weiterlesen

Frühe Kirchen im Nordgau

Penk (Lkr. Regensburg), St. Leonhard; der vorromanische Saalbau der Zeit um 900 von Süden; Turmanbau 15. Jahrhundert. (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Regensburg, Rudolf Röhrl, bearb. Mathias Hensch)
Penk (Lkr. Regensburg), St. Leonhard; der vorromanische Saalbau der Zeit um 900 von Süden; Turmanbau 15. Jahrhundert. (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Regensburg, Rudolf Röhrl, bearb. Mathias Hensch)

Mathias Hensch
Archäologische Forschungen im Gebiet des mittelalterlichen Nordgaus nördlich von Regensburg erbrachten eine ungewöhnlich große Zahl von frühmittelalterlichen Kirchennachweisen. Sie belegen zusammen mit Gräbern einerseits die Verbreitung von Christentum und Seelsorge bereits um 700 in einer Region, in der es keine spätantik-christliche Tradition gab. Andererseits sind sie aufgrund ihres mehrfachen Konnexes mit frühen Burgen, Königs- und Herrenhöfen indirekte Zeugnisse des herrschaftlichen Zugriffs auf einen Raum, der wegen seiner überregionalen Verkehrsverbindungen und seiner Bodenschätze von großem strategischem und ökonomischem Interesse war, für den jedoch kaum schriftliche Quellen vorhanden sind. Während des frühen Mittelalters war das Gebiet nördlich und nordwestlich von Regensburg siedlungs- und herrschaftsgeschichtlich ein heterogener Raum. So verlief auch der Prozess der Christianisierung und der kirchlichen Strukturierung hier anders als in weiten Teilen Altbayerns und Mainfrankens. Weiterlesen

Einführung des Gregorianischen Kalenders in Bayern

Ignaz von Döllinger (1799-1890) war ein bedeutender Vertreter des Frühultramontanismus, verlor aber als Gegner des Unfehlbarkeitsdogmas seinen Einfluss. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv port-017105)
Ignaz von Döllinger (1799-1890) war ein bedeutender Vertreter des Frühultramontanismus, verlor aber als Gegner des Unfehlbarkeitsdogmas seinen Einfluss. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv port-017105)

Susanne Wolf
Um die im Laufe der Jahrhunderte entstandenen Abweichungen bei der Datierung des Ostertermins auszugleichen, beschloss Papst Gregor XIII. (reg. 1572–1585) einen neuen Kalender. Die Einführung dieses Gregorianischen Kalenders in der gesamten Christenheit sollte eigentlich im Jahr 1582 erfolgen. Während im Römisch-Deutschen Reich die protestantischen Reichsstände, aber auch der Kaiser, die Umsetzung der päpstlichen Kalenderreform zu diesem Zeitpunkt ablehnten, war der bayerische Herzog Wilhelm V. (reg. 1579–1598) gemeinsam mit den Bischöfen um eine fristgerechte Einführung in seinem Land bemüht. Nachdem eine bereits verfügte Einführung im Oktober 1582 zunächst noch zurückgezogen wurde, erfolgte im Februar des darauffolgenden Jahres die Kalenderumstellung in Bayern als einem der ersten Territorien im Reich. Weiterlesen

Zwölf Artikel

David von Mayenburg
Die Zwölf Artikel der Allgäuer Bauern (Originaltitel: Dye Grundtlichen Vnd rechten haupt Artickel, aller Baurschafft vnnd Hyndersessen der Gaistlichen vn Weltlichen oberkayten, von wölchen sy sich beschwert vermainen) entstanden Anfang März 1525 im Kontext des Deutschen Bauernkriegs. Der Beschwerdekatalog wurde anonym als Flugschrift verbreitet. Er gilt als wichtigstes Manifest der Untertanen im Bauernkrieg. Weiterlesen

Kabinett Schäffer, 1945

Alexander Wegmaier
Die US-Besatzungsmacht setzte am 28. Mai 1945 Fritz Schäffer (1888-1967) als 'Temporary Minister-Präsident for Bavaria' ein. Von einer Regierung im eigentlichen Sinn kann beim Kabinett Schäffer nicht gesprochen werden: Es war vollständig den Weisungen der Militärregierung unterworfen, hatte angesichts des umfassenden Mangels nach Kriegsende nur geringe Spielräume und sollte vor allem die Entnazifizierung und den Wiederaufbau der Verwaltung betreiben. Führende US-Offiziere unterstützten zunächst Schäffers Priorisierung einer funktionierenden Verwaltung. Nachdem liberale US-Zeitungen einen mangelnden Entnazifizierungswillen und eine einseitig konservative Personalpolitik in Bayern kritisierten, verschärften die USA im Spätsommer ihre Entnazifizierungspolitik. Als Signal entließ US-Oberbefehlshaber Dwight D. Eisenhower (1890–1969) am 28. September 1945 sowohl den Militärgouverneur von Bayern George S. Patton (1885-1945), der diesen Kurswechsel offen ablehnte, als auch Ministerpräsident Schäffer und den Großteil seines Kabinetts. Weiterlesen

Beziehungen zu Preußen (19. Jahrhundert)

Der bayerische Seppl protestiert gegen den Marsch Bayerns ins zentralistische, von Preußen geführte Kaiserreich. Postkarte zu den bayerischen Reservatrechten (Haus der Bayerischen Geschichte, bapo-00136)
Der bayerische Seppl protestiert gegen den Marsch Bayerns ins zentralistische, von Preußen geführte Kaiserreich. Postkarte zu den bayerischen Reservatrechten (Haus der Bayerischen Geschichte, bapo-00136)

Hans-Werner Hahn
Die bayerisch-preußischen Beziehungen im 19. Jahrhundert waren vielfältig. Auf der dynastischen Ebene gab es mehrere Eheverbindungen zwischen dem Haus Wittelsbach und den preußischen Hohenzollern. Auf der politischen Ebene standen sich nach dem Ende des Alten Reiches zunächst zwei souveräne Staaten gegenüber, die zwischen 1815 und 1866 unterschiedliche Positionen über die Entwicklung des Deutschen Bundes vertraten. Während Preußen seit 1848 seine Ansprüche auf eine Führungsrolle in Deutschland untermauerte, war die Politik Bayerns vom Festhalten an der staatlichen Souveränität geprägt. Die Bismarckschen Einigungskriege zwangen das Königreich Bayern 1871 dann in die bundesstaatliche Ordnung des Deutschen Reiches. Mit ihr traten die politischen Beziehungen zwischen Preußen als Hegemonialmacht und Bayern als zweitgrößtem Einzelstaat des Reiches in ein neues, von zahlreichen Spannungen geprägtes Stadium. Weiterlesen