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Aus Historisches Lexikon Bayerns

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== [[Heinrich Hoffmann. Verlag nationalsozialistischer Bilder]] ==
[[Datei:Jun 26 Heinrich Hoffmann.jpg|left|250x250px|link=Heinrich Hoffmann. Verlag nationalsozialistischer Bilder|Berliner Belegschaft des Heinrich-Hoffmann-Verlags beim Betriebsausflug vor der dortigen Filiale, 1934. ([https://bildarchiv.bsb-muenchen.de/search?id=hoff-60274 Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv hoff-60274])]]
[[Autor:Peters,_Sebastian|Sebastian Peters]]<br>
''Das HLB präsentiert im Zuge seines Jubiläums ausgewählte Artikel aus 20 Jahren:'' Die Firma "Heinrich Hoffmann. Verlag Nationalsozialistischer Bilder" ging aus dem Fotoatelier und der Pressebildagentur von Adolf Hitlers (NSDAP, 1889-1945, Reichskanzler 1933-1945) "Leibfotografen" Heinrich Hoffmann (NSDAP, 1885-1957) hervor. Während der NS-Zeit entwickelte sich das Unternehmen zu einem der bedeutendsten Bildpresseverlage im Deutschen Reich. Insbesondere Hoffmanns Fotos und Bildbände über Hitler waren ein substanzieller Beitrag zur NS-Fotopropaganda. Die Firma existierte bis Kriegsende. Das über mehrere Institutionen verteilte Fotoarchiv zählt zu den wichtigsten Bildquellen für die Revolutionszeit in München 1918/19 und die Geschichte des Nationalsozialismus. [[Heinrich Hoffmann. Verlag nationalsozialistischer Bilder|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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= Neueste Artikel =


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== [[Königtum Ottos von Griechenland]] ==
== [[Königlich Bayerische Gendarmerie]] ==
[[Datei:Otto Griechenland Rahl 1859.jpg|left|250x250px|link=Königtum Ottos von Griechenland|Staatsportät König Otto (1815-1867), Gemälde von Carl Rahl (1812-1865), 1859, Neue Residenz Bamberg. ([https://www.schloesser.bayern.de © Bayerische Schlösserverwaltung], Lucinde Weiss, München)]]
[[Datei:Gendarmerie Offizier Soldat 1813.jpg|left|250x250px|link=Königlich Bayerische Gendarmerie|Offizier und Mannschaftsgrad der Königlich Bayerischen Gendarmerie. Lithographie von 1813. Abb. aus: Handbuch für die Königlich Baierische Gendarmerie als Unterricht in ihren Dienst Obliegenheiten. München 1813, Frontispiz. ([https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10726182-0 Bayerische Staatsbibliothek, Bibl.Mont. 4919])]]
[[Autor:Lechenmayr,_Emanuel|Emanuel Lechenmayr]] <br> Prinz Otto von Bayern (1815-1867, reg. 1832-1862), der zweitgeborene Sohn König Ludwigs I. (1786-1868, reg. 1825-1848), wurde 1832 auf Wunsch der griechischen Nationalversammlung und der europäischen Großmächte der erste König des nach dem griechischen Befreiungskampf gegründeten Staates Griechenland. In der ersten Dekade der Regierung Ottos hatten die von König Ludwig I. zur Unterstützung gesendeten bayerischen Regierungsbeamten beachtlichen Einfluss auf den Aufbau des griechischen Staatswesens. Ottos Königtum scheiterte letztlich an seiner außenpolitischen Machtlosigkeit bzw. der faktischen Abhängigkeit Griechenlands von den Interessen der Großmächte, aber auch an persönlichen Aspekten, wie dem Fehlen eines Thronfolgers orthodoxer Konfession. [[Königtum Ottos von Griechenland|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Autor:Gleißner,_Anton|Anton Gleißner]]<br>
ie 1812 eingerichtete Königlich Bayerische Gendarmerie war eine bis 1919 mit Polizeiaufgaben betraute Armeeeinheit, die dem Kriegsministerium und dem Innenministerium unterstand. Diese war wegen fehlender finanzieller Mittel schlecht ausgerüstet, hatte aber für Sicherheit und Ordnung im Königreich zu sorgen. Sie bestand aus Offizieren, die die ihnen unterstellten Einheiten zu inspizieren und deren militärische Ordnung aufrechtzuerhalten hatten, sowie von Mannschaften, die in den ihrer jeweiligen Station zugeteilten Gebieten patrouillieren, Gefangene transportieren und nach flüchtigen Verbrechern fahnden sollten. Die Effektivität der Einheiten und das Betragen der Gendarmen vor Ort wurde bereits von Zeitgenossen zwiespältig geurteilt, allerdings wünschten sich viele Gemeinden eine lokale Station statt gelegentlicher Patrouillen. 1919 wurden die militärischen Einheiten in zivile Gendarmerieabteilungen überführt, die den jeweiligen Kreisregierungen unterstanden. 1935 wurden die Einheiten in die Verantwortung des Reichs überführt. [[Königlich Bayerische Gendarmerie|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Bauernkrieg, 1524-1526]] ==
== [[Kabinett Hoegner I, 1945-1946]] ==
[[Datei:Bauernhaufen_Bundesordnung_1525.jpg|left|250x250px|link=Bauernkrieg, 1524-1526|Zeitgenössische Darstellung eines Bauernhaufens. Abbildung des Titelblatts der „Bundesordnung“, beschlossen bei der Bauernversammlung in der Kramerzunftstube, 1525. ([https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00103415-7 Bayerische Staatsbibliothek, Res/4 Eur. 332,33])]]
[[Datei:Kabinett Hoegner I.jpg|left|250x250px|link=Kabinett Hoegner I, 1945-1946|]]
[[Autor:Schratzenstaller,_Barbara|Barbara Schratzenstaller]]<br> Als Bauernkrieg werden überregionale Aufstände in Teilen des Heiligen Römischen Reichs bezeichnet, die nach erstem Aufflammen 1524 im Jahr 1525 voll ausbrachen. Sie wurden maßgeblich getragen von der ländlichen Bevölkerung und hatten in erster Linie eine Verbesserung ihrer Rechtsstellung gegenüber der Obrigkeit sowie der wirtschaftlichen Lebensbedingungen zum Ziel. Unter dem Eindruck der Reformation sollte die Gesellschaftsordnung nach einem aus der Bibel abgeleiteten "Göttlichen Recht" ausgerichtet werden. Trotz anfänglicher Versuche gütlicher Verhandlungen leiteten Landesherren betroffener Gebiete, maßgeblich der Schwäbische Bund als Zusammenschluss süddeutscher Reichsstände, gegen die vielerorts in Haufen zusammengeschlossenen Aufständischen militärische Maßnahmen in die Wege. Binnen weniger Monate wurden die Erhebungen niedergeschlagen, Tausende der daran Beteiligten kamen dabei ums Leben. [[Bauernkrieg, 1524-1526|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Autor:Wegmaier,_Alexander|Alexander Wegmaier]]<br>
Das Kabinett Hoegner I wurde von der US-Besatzungsmacht als Allparteienregierung eingesetzt und amtierte vom 22. Oktober 1945 bis 21. Dezember 1946. Nach den sehr begrenzten Möglichkeiten des Vorgängerkabinetts Schäffer erlangte das Kabinett Hoegner nach und nach Freiräume gegenüber der US-Militärregierung, blieb aber weiterhin von dieser abhängig. Die tagespolitische Hauptaufgabe war die Bewältigung der drängendsten Kriegsfolgen. Langfristig wirksam waren vor allem die Maßnahmen zum Wiederaufbau des bayerischen Staates und der frühe Einsatz für die föderale Ordnung eines künftigen deutschen Staatswesens. Nach der ersten Landtagswahl 1946 trat das Kabinett zurück und wurde von einer frei gewählten Staatsregierung abgelöst. [[Kabinett Hoegner I, 1945-1946|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Konstanz, Bistum: Sprengel und Verwaltung]] ==
[[Datei:Karte Archidiaconate Decanate Bischtums Constanz 1871.jpg|left|250x250px|link=Konstanz, Bistum: Sprengel und Verwaltung|]]
[[Autor:Bihrer,_Andreas|Andreas Bihrer]]<br>
Eindeutige räumliche Zugehörigkeiten zum Bistum Konstanz lassen sich seit dem Hochmittelalter feststellen. Das Bistum gliederte sich seit dem Ende des 13. Jahrhunderts in zehn Archidiakonate und 64 Landdekanate. Auf dem Gebiet des heutigen Bayern lagen die Landdekanate Isny, Lindau und Stiefenhofen im Archidiakonat Allgäu. Im Frühmittelalter unterstützten Kleriker aus der Stadt Konstanz und der Bodenseeregion sowie Mönche aus St. Gallen und von der Reichenau den Bischof. Aus dieser Gemeinschaft entwickelte sich das einflussreiche Domkapitel, das im Falle von Sedisvakanzen auch selbst regierte. Während die Anfänge der bischöflichen Kanzlei bereits im 8./9. Jahrhundert liegen, entstanden weitere Ämter und Einrichtungen zur Verwaltung des Bistums wie die Gerichte, das Amt des Weihbischofs, der bischöfliche Rat oder die Hofämter zwischen dem 12. und dem 15. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert wurde die Bistums- von der Hochstiftsverwaltung getrennt. [[Konstanz, Bistum: Sprengel und Verwaltung|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Kriegsende (1945)]] ==
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[[Datei:US Soldaten Zeppelintribuehne 1945.jpg|left|250x250px|link=Kriegsende (1945)|Siegesfeierlichkeiten von US-Soldaten auf der Zeppelintribüne auf dem Reichsparteitagsgelände, April 1945. (gemeinfrei via [https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:N%C3%BCrnberg_im_April_1945_15.jpg Wikimedia Commons])]]
== [[Circus Krone]] ==
[[Autor:Rittenauer,_Daniel|Daniel Rittenauer]]<br>
[[Datei:Postkarte Krone Rotunde Marsfeld.jpg|left|250x250px|link=Circus Krone|]]
Ab Ende März 1945 besetzten die Alliierten das rechtsrheinische Bayern. In Unterfranken kam es in Zuge dessen noch zu teilweise schweren Gefechten, im Verlauf des Vormarsches US-amerikanischer Truppen von Nord nach Süd nahm die Intensivität der Kampfhandlungen aber stetig ab. Die letzte größere Schlacht um eine bayerische Stadt fand Mitte April um Nürnberg statt. In den Landesteilen südlich der Donau, die am 22. April erstmals überschritten wurde, ereigneten sich nur noch wenige nennenswerte Kämpfe. Mit der Kapitulation der Heeresgruppe G am 5. Mai endete der Zweite Weltkrieg in Bayern. [[Kriegsende (1945)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Autor:Hanke,_Sabine|Sabine Hanke]]<br>
Der seit 1919 in München beheimatete Circus Krone gilt als der bedeutendste deutsche Großzirkus, der als einziger seiner Art seit dem frühen 20. Jahrhundert Bestand hatte. Diese Kontinuität darf jedoch nicht ausschließlich als Erfolgsgeschichte gelesen werden. Sie verdankt sich auch einer konsequenten Anpassung an politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. [[Circus Krone|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Dorfkirchen (Gotik)]] ==
== [[Zentralrat, 1919]] ==
[[Datei:Wehrkirche Kraftshof St. Georg.jpg|left|250x250px|link=Dorfkirchen (Gotik)|]]
[[Datei:Logo Zentralrat Republik 1919.jpg|left|250x250px|link=Zentralrat, 1919]]
[[Autor:Münzel,_Sandra|Sandra Münzel]]<br>
[[Autor:Anton,_Bernward|Bernward Anton]]<br> Der Zentralrat wurde am 21. Februar 1919 als Reaktion auf die Ermordung von Ministerpräsident Kurt Eisner gebildet; eine Neubildung als Revolutionärer Zentralrat erfolgte am 6./7. April. Der Zentralrat verstand sich als Übergangsregierung und war bis zu seinem Sturz infolge des Palmsonntagsputsches am 12. April das Regierungsgremium der ersten Räterepublik. [[Zentralrat, 1919|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
Dorfkirchen sind Kultbauten auf dem Land, die von der dörflichen Gemeinde, aber auch von Kirchenstiftungen oder Kirchenfabriken errichtet wurden. Es gibt sie bereits seit der Romanik, im engeren Sinne aber erst seit der Entstehung einer städtischen Kultur im 13. Jahrhundert. Als zeitlicher Abschluss lässt sich die Reformation im 16. Jahrhundert angeben. Dorfkirchen waren der häufigste sakrale Bautypus zur Zeit der Gotik. Ihre Hauptelemente sind Gemeinderaum, Altarhaus, Turm und Sakristei, die in verschiedenen Raumtypen ausgeprägt sein können. Zur typischen Ausstattung einer gotischen Dorfkirche gehörten der Hauptaltar, ein oder mehrere Nebenaltäre, ein Sakramentshäuschen, eine Sitznische und Heiligenfiguren. [[Dorfkirchen (Gotik)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Abraxas-Skandal]] ==
== [[Annales ducum Boiariae (Johannes Aventinus, 1521)]] ==
[[Datei:Abraxas Plakat.jpg|left|250x250px|link=Abraxas-Skandal|]]
[[Datei:D819-76099 Stadt Regensburg Peter Ferstl.jpg|left|250x250px|link=Annales ducum Boiariae (Johannes Aventinus, 1521)]]
[[Autor:Natzer,_Ulirke|Ulrike Natzer]], [[Autor:Zech-Kleber,_Bernhard_von|Bernhard von Zech-Kleber]] und [[Autor:Rittenauer,_Daniel|Daniel Rittenauer]]<br>
[[Autor:Schmid,_Alois|Alois Schmid]]<br>
Am 6. Juni 1948 wurde im Münchner Prinzregententheater das Ballett 'Abraxas' von Werner Egk uraufgeführt. Es war ein großer Publikumserfolg, wurde aber nach der Sommerpause nicht mehr aufgeführt, da Kultusminister Alois Hundhammer Vorbehalte gegen als unsittliche erachtete Elemente des Stücks hatte. Die Anfang 1949 in Medien und Landtag einsetzenden Debatten um Abraxas drehten sich um grundsätzliche Fragen der Freiheit der Kunst und staatlicher Zensur. [[Abraxas-Skandal|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
Sieben Bücher umfassendes Hauptwerk des Abensberger Geschichtsschreibers Johannes Aventinus, das die Geschichte Bayerns von der Frühzeit bis zum Ausgang des Mittelalters darstellt. Die zwischen 1519 und 1521 entstandenen Annales ducum Boiariae zeichnen sich durch eine bis zum Zeitpunkt seiner Abfassung nie da gewesene Fülle an Quellen aus, die sich der Autor aus Archiven, Bibliotheken und Klöstern in ganz Bayern erschloss. Das Werk, das zu Lebzeiten Aventinus' nicht zur Publikation kam, prägte die Geschichtsschreibung in Deutschland nachhaltig. [[Annales ducum Boiariae (Johannes Aventinus, 1521)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Synoden der Agilolfingerzeit]] ==
== [[Bayerisches Gewerbemuseum]] ==
[[Datei:Decreta Dingolfing.jpg|left|250x250px|link=Synoden der Agilolfingerzeit|Decreta Tassilonis in einer Freisinger Handschrift der Lex Baiwariorum aus der Zeit um 820/30. Ausschnitt der ersten Seite. ([https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00047305-1 Bayerische Staatsbibliothek, Clm 19415, 223-227])]]
[[Datei:Bayerisches Gewerbemuseum 1896.jpg|left|250x250px|link=Bayerisches Gewerbemuseum|Bayerisches Gewerbemuseum. Foto der fertiggestellten Eingangsfassade, um 1897. ([https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb00112572?page=24%2C25 Bayerische Staatsbibliothek, Slg.Lorenz 7167])]]
[[Autor:Müller,_Markus_Ch.|Markus Ch. Müller]]<br>
[[Autor:Glaser,_Silvia|Silvia Glaser]]<br>
Im bayerischen Herzogtum der Agilolfinger fanden bis zu dessen Ende im Jahr 788 nachweislich mehrere in der zeitgenössischen Überlieferung als Synoden bezeichnete Zusammenkünfte statt. Abweichend von gängigen Definitionen, die Synoden als Versammlungen von Bischöfen und anderen Kirchenvertretern zur Behandlung kirchlicher Fragen verstehen, waren frühmittelalterliche Synoden Versammlungen von geistlichen und weltlichen Würdenträgern. Auch die behandelten Themen beschränkten sich nicht auf kirchliche Angelegenheiten, sondern umfassten ebenso Fragen des weltlichen Rechts. Vom Herzog einberufen fanden die Synoden an herzoglichen Zentralorten statt, so in Aschheim in den 750er Jahren und in Dingolfing bzw. Neuching in den 770er Jahren. [[Synoden der Agilolfingerzeit|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
Im Anschluss an die erste Weltausstellung in London 1851 erfolgte die Gründung einer Reihe von Gewerbemuseen in Europa. Initiatoren des Bayerischen Gewerbemuseums waren zwei Industrielle, Johann Lothar von Faber (1817-1896) und Theodor von Cramer-Klett (1817-1884). Bis um 1900 hatte man eine Sammlung von Objekten unterschiedlichster Materialien ("Mustersammlung") angelegt, die die Ausbildung unterstützen, als Vorbild dienen und zur allgemeinen Geschmacksbildung betragen sollte. Mit der Einrichtung von Berufs- und Gewerbeschulen nach 1900 war eine der Gründungsaufgaben des Museums obsolet geworden. Zudem hatten sich einzelne Abteilungen der Institution, die seit 1909 als Bayerische Landesgewerbeanstalt firmierte, zu technischen Prüfanstalten im Sinne des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) gewandelt. [[Bayerisches Gewerbemuseum|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Steuer, Herzogtum Bayern (Spätmittelalter)]] ==
[[Datei:Scheyerer Matutinalbuch BSB Hss Clm 17401 ausschnitt.jpg||left|250x250px|link=Steuer, Herzogtum Bayern (Spätmittelalter)]]
[[Autor:Esch,_Claudia|Claudia Esch]]<br>
Die ersten Nachweise für Steuern in Bayern stammen aus dem 13. Jahrhundert. Anfang des 14. Jahrhunderts lassen sich die Modalitäten der Steuererhebung in der "Schneitbacher Urkunde" (1302) und der "Ottonischen Handveste" (1311) erstmals genauer fassen. Beide Urkunden sind zentrale Dokumente für die Etablierung der Landsteuern und die Entstehung der bayerischen Landstände. Seit dieser Zeit war es eine ihrer Kernkompetenzen, Steuern zu bewilligen und auch zu verwalten. Bei den Landsteuern handelte es sich im Wesentlichen um persönliche, auf das Vermögen bezogene Abgaben. Einkommens- und vermögenslose Personen wurden in der Regel nicht besteuert. Adel und Geistlichkeit waren in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts ebenfalls befreit. Das Steuerbewilligungsrecht der Landstände galt auch im 16. Jahrhundert weiter, wurde aber vom bayerischen Herzog zunehmend angegriffen. Adel und Geistlichkeit mussten in Form der sog. Standsteuer nun wieder Steuern entrichten. In der Frühen Neuzeit entwickelten sich die Steuern schließlich zu regelmäßigen Abgaben, die in immer kürzeren Abständen erhoben wurden. Das Steuerbewilligungsrecht, das zumindest formal bis 1808 Bestand hatte, bildete sich zunehmend zu einer Bewilligungspflicht aus. [[Steuer, Herzogtum Bayern (Spätmittelalter)|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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== [[Augsburger historische Wasserwirtschaft]] ==
== [[Internierungslager]] ==
[[Datei:Augsburg Cosmographia 1598.jpg|left|250x250px|link=Augsburger historische Wasserwirtschaft|Augsburgs Lechkanäle und die vom Lech gespeisten Stadtgräben. Plan aus der Cosmographia von Sebastian Münster (1488–1552), 1598. (Foto: Martin Kluger)]][[Autor:Kluger,_Martin|Martin Kluger]]<br> In Augsburg nutzte man seit der Antike die Wasserkraft zum Antrieb von Mühlrädern. Kurz nach 1400 begann man mit der Hebung von Trinkwasser. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden ein stetig erweitertes Netz von Kanälen sowie etliche Wasserwerke, Wasserkraftwerke und Monumentalbrunnen. Viele dieser Objekte sind heute Denkmäler der Wasserwirtschaft. Sie vermitteln in Verbindung mit einer außergewöhnlich dichten Überlieferung durch Gemälde, Pläne, Skizzen, Miniaturmodelle und hydrotechnische Literatur lückenlos 500 Jahre technologischer Entwicklungen bei Wasserbau, Wasserkraftnutzung und Trinkwasserversorgung. 2019 wurden 22 Objekte als „Augsburger Wassermanagement-System“ in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. [[Augsburger historische Wasserwirtschaft|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
[[Datei:Baracken Internierungslager Regensburg 6539-73.jpg||left|250x250px|link=Internierungslager]]
[[Autor:Schulte,_Kerstin|Kerstin Schulte]]<br>
Von 1945 bis 1949 bestehende Einrichtungen, in denen nationalsozialistische Funktionsträger zum Zwecke der Entnazifizierung der deutschen Gesellschaft inhaftiert wurden. In Bayern waren bis 1947 über 90.000 Personen interniert, vor allem ehemalige SS-Angehörige. Im April 1946 übertrug die US-Besatzungsmacht die Verantwortung über die Internierungslager an die Bayerische Staatsregierung. Mit der Lockerung der Entnazifizierungspolitik 1947 nahm die Zahl der Internierten schnell ab. Bis 1949 wurden die Internierungslager schrittweise aufgehoben. [[Internierungslager|Weiterlesen <i class="fi-play"></i>]]
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Aktuelle Version vom 22. Juni 2026, 11:37 Uhr


Heinrich Hoffmann. Verlag nationalsozialistischer Bilder

Berliner Belegschaft des Heinrich-Hoffmann-Verlags beim Betriebsausflug vor der dortigen Filiale, 1934. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv hoff-60274)
Berliner Belegschaft des Heinrich-Hoffmann-Verlags beim Betriebsausflug vor der dortigen Filiale, 1934. (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv hoff-60274)

Sebastian Peters
Das HLB präsentiert im Zuge seines Jubiläums ausgewählte Artikel aus 20 Jahren: Die Firma "Heinrich Hoffmann. Verlag Nationalsozialistischer Bilder" ging aus dem Fotoatelier und der Pressebildagentur von Adolf Hitlers (NSDAP, 1889-1945, Reichskanzler 1933-1945) "Leibfotografen" Heinrich Hoffmann (NSDAP, 1885-1957) hervor. Während der NS-Zeit entwickelte sich das Unternehmen zu einem der bedeutendsten Bildpresseverlage im Deutschen Reich. Insbesondere Hoffmanns Fotos und Bildbände über Hitler waren ein substanzieller Beitrag zur NS-Fotopropaganda. Die Firma existierte bis Kriegsende. Das über mehrere Institutionen verteilte Fotoarchiv zählt zu den wichtigsten Bildquellen für die Revolutionszeit in München 1918/19 und die Geschichte des Nationalsozialismus. Weiterlesen

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Königlich Bayerische Gendarmerie

Offizier und Mannschaftsgrad der Königlich Bayerischen Gendarmerie. Lithographie von 1813. Abb. aus: Handbuch für die Königlich Baierische Gendarmerie als Unterricht in ihren Dienst Obliegenheiten. München 1813, Frontispiz. (Bayerische Staatsbibliothek, Bibl.Mont. 4919)
Offizier und Mannschaftsgrad der Königlich Bayerischen Gendarmerie. Lithographie von 1813. Abb. aus: Handbuch für die Königlich Baierische Gendarmerie als Unterricht in ihren Dienst Obliegenheiten. München 1813, Frontispiz. (Bayerische Staatsbibliothek, Bibl.Mont. 4919)

Anton Gleißner
ie 1812 eingerichtete Königlich Bayerische Gendarmerie war eine bis 1919 mit Polizeiaufgaben betraute Armeeeinheit, die dem Kriegsministerium und dem Innenministerium unterstand. Diese war wegen fehlender finanzieller Mittel schlecht ausgerüstet, hatte aber für Sicherheit und Ordnung im Königreich zu sorgen. Sie bestand aus Offizieren, die die ihnen unterstellten Einheiten zu inspizieren und deren militärische Ordnung aufrechtzuerhalten hatten, sowie von Mannschaften, die in den ihrer jeweiligen Station zugeteilten Gebieten patrouillieren, Gefangene transportieren und nach flüchtigen Verbrechern fahnden sollten. Die Effektivität der Einheiten und das Betragen der Gendarmen vor Ort wurde bereits von Zeitgenossen zwiespältig geurteilt, allerdings wünschten sich viele Gemeinden eine lokale Station statt gelegentlicher Patrouillen. 1919 wurden die militärischen Einheiten in zivile Gendarmerieabteilungen überführt, die den jeweiligen Kreisregierungen unterstanden. 1935 wurden die Einheiten in die Verantwortung des Reichs überführt. Weiterlesen

Kabinett Hoegner I, 1945-1946

Alexander Wegmaier
Das Kabinett Hoegner I wurde von der US-Besatzungsmacht als Allparteienregierung eingesetzt und amtierte vom 22. Oktober 1945 bis 21. Dezember 1946. Nach den sehr begrenzten Möglichkeiten des Vorgängerkabinetts Schäffer erlangte das Kabinett Hoegner nach und nach Freiräume gegenüber der US-Militärregierung, blieb aber weiterhin von dieser abhängig. Die tagespolitische Hauptaufgabe war die Bewältigung der drängendsten Kriegsfolgen. Langfristig wirksam waren vor allem die Maßnahmen zum Wiederaufbau des bayerischen Staates und der frühe Einsatz für die föderale Ordnung eines künftigen deutschen Staatswesens. Nach der ersten Landtagswahl 1946 trat das Kabinett zurück und wurde von einer frei gewählten Staatsregierung abgelöst. Weiterlesen


Konstanz, Bistum: Sprengel und Verwaltung

Andreas Bihrer
Eindeutige räumliche Zugehörigkeiten zum Bistum Konstanz lassen sich seit dem Hochmittelalter feststellen. Das Bistum gliederte sich seit dem Ende des 13. Jahrhunderts in zehn Archidiakonate und 64 Landdekanate. Auf dem Gebiet des heutigen Bayern lagen die Landdekanate Isny, Lindau und Stiefenhofen im Archidiakonat Allgäu. Im Frühmittelalter unterstützten Kleriker aus der Stadt Konstanz und der Bodenseeregion sowie Mönche aus St. Gallen und von der Reichenau den Bischof. Aus dieser Gemeinschaft entwickelte sich das einflussreiche Domkapitel, das im Falle von Sedisvakanzen auch selbst regierte. Während die Anfänge der bischöflichen Kanzlei bereits im 8./9. Jahrhundert liegen, entstanden weitere Ämter und Einrichtungen zur Verwaltung des Bistums wie die Gerichte, das Amt des Weihbischofs, der bischöfliche Rat oder die Hofämter zwischen dem 12. und dem 15. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert wurde die Bistums- von der Hochstiftsverwaltung getrennt. Weiterlesen

Circus Krone

Sabine Hanke
Der seit 1919 in München beheimatete Circus Krone gilt als der bedeutendste deutsche Großzirkus, der als einziger seiner Art seit dem frühen 20. Jahrhundert Bestand hatte. Diese Kontinuität darf jedoch nicht ausschließlich als Erfolgsgeschichte gelesen werden. Sie verdankt sich auch einer konsequenten Anpassung an politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Weiterlesen

Zentralrat, 1919

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Der Zentralrat wurde am 21. Februar 1919 als Reaktion auf die Ermordung von Ministerpräsident Kurt Eisner gebildet; eine Neubildung als Revolutionärer Zentralrat erfolgte am 6./7. April. Der Zentralrat verstand sich als Übergangsregierung und war bis zu seinem Sturz infolge des Palmsonntagsputsches am 12. April das Regierungsgremium der ersten Räterepublik. Weiterlesen

Annales ducum Boiariae (Johannes Aventinus, 1521)

Alois Schmid
Sieben Bücher umfassendes Hauptwerk des Abensberger Geschichtsschreibers Johannes Aventinus, das die Geschichte Bayerns von der Frühzeit bis zum Ausgang des Mittelalters darstellt. Die zwischen 1519 und 1521 entstandenen Annales ducum Boiariae zeichnen sich durch eine bis zum Zeitpunkt seiner Abfassung nie da gewesene Fülle an Quellen aus, die sich der Autor aus Archiven, Bibliotheken und Klöstern in ganz Bayern erschloss. Das Werk, das zu Lebzeiten Aventinus' nicht zur Publikation kam, prägte die Geschichtsschreibung in Deutschland nachhaltig. Weiterlesen

Bayerisches Gewerbemuseum

Bayerisches Gewerbemuseum. Foto der fertiggestellten Eingangsfassade, um 1897. (Bayerische Staatsbibliothek, Slg.Lorenz 7167)
Bayerisches Gewerbemuseum. Foto der fertiggestellten Eingangsfassade, um 1897. (Bayerische Staatsbibliothek, Slg.Lorenz 7167)

Silvia Glaser
Im Anschluss an die erste Weltausstellung in London 1851 erfolgte die Gründung einer Reihe von Gewerbemuseen in Europa. Initiatoren des Bayerischen Gewerbemuseums waren zwei Industrielle, Johann Lothar von Faber (1817-1896) und Theodor von Cramer-Klett (1817-1884). Bis um 1900 hatte man eine Sammlung von Objekten unterschiedlichster Materialien ("Mustersammlung") angelegt, die die Ausbildung unterstützen, als Vorbild dienen und zur allgemeinen Geschmacksbildung betragen sollte. Mit der Einrichtung von Berufs- und Gewerbeschulen nach 1900 war eine der Gründungsaufgaben des Museums obsolet geworden. Zudem hatten sich einzelne Abteilungen der Institution, die seit 1909 als Bayerische Landesgewerbeanstalt firmierte, zu technischen Prüfanstalten im Sinne des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) gewandelt. Weiterlesen

Steuer, Herzogtum Bayern (Spätmittelalter)

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Die ersten Nachweise für Steuern in Bayern stammen aus dem 13. Jahrhundert. Anfang des 14. Jahrhunderts lassen sich die Modalitäten der Steuererhebung in der "Schneitbacher Urkunde" (1302) und der "Ottonischen Handveste" (1311) erstmals genauer fassen. Beide Urkunden sind zentrale Dokumente für die Etablierung der Landsteuern und die Entstehung der bayerischen Landstände. Seit dieser Zeit war es eine ihrer Kernkompetenzen, Steuern zu bewilligen und auch zu verwalten. Bei den Landsteuern handelte es sich im Wesentlichen um persönliche, auf das Vermögen bezogene Abgaben. Einkommens- und vermögenslose Personen wurden in der Regel nicht besteuert. Adel und Geistlichkeit waren in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts ebenfalls befreit. Das Steuerbewilligungsrecht der Landstände galt auch im 16. Jahrhundert weiter, wurde aber vom bayerischen Herzog zunehmend angegriffen. Adel und Geistlichkeit mussten in Form der sog. Standsteuer nun wieder Steuern entrichten. In der Frühen Neuzeit entwickelten sich die Steuern schließlich zu regelmäßigen Abgaben, die in immer kürzeren Abständen erhoben wurden. Das Steuerbewilligungsrecht, das zumindest formal bis 1808 Bestand hatte, bildete sich zunehmend zu einer Bewilligungspflicht aus. Weiterlesen

Internierungslager

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Von 1945 bis 1949 bestehende Einrichtungen, in denen nationalsozialistische Funktionsträger zum Zwecke der Entnazifizierung der deutschen Gesellschaft inhaftiert wurden. In Bayern waren bis 1947 über 90.000 Personen interniert, vor allem ehemalige SS-Angehörige. Im April 1946 übertrug die US-Besatzungsmacht die Verantwortung über die Internierungslager an die Bayerische Staatsregierung. Mit der Lockerung der Entnazifizierungspolitik 1947 nahm die Zahl der Internierten schnell ab. Bis 1949 wurden die Internierungslager schrittweise aufgehoben. Weiterlesen