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    Version vom 30. März 2021, 16:30 Uhr von imported>Rittenauerd


    Frühneuhochdeutsch in Schwaben

    Werner König/Simon Pröll, Sprachräume in Bayerisch-Schwaben, in: Hans Frei/Gerhard Hetzer/Rolf Kießling (Hg.): Historischer Atlas von Bayerisch-Schwaben, 2. Auflage, 6. Lieferung, Augsburg 2019. (Werner König)

    Elvira Glaser
    In den frühneuhochdeutschen Sprachzeugnissen des ostschwäbischen Raums erscheinen seit dem 14. Jahrhundert zunehmend landschaftliche Sprachmerkmale, in einer Kombination weiter verbreiteter, allgemein oberdeutscher, und typisch schwäbischer Merkmale. Die Sprache dieses Raums steht in einem Kontinuum zum Westschwäbischen, weist aber auch Einflüsse des östlich angrenzenden Bairischen auf. Im Hinblick auf die Herausbildung der neuhochdeutschen Schriftsprache spielt Augsburg eine wichtige Rolle. Aufgrund seiner vielfältig überlieferten handschriftlichen und gedruckten Schriftzeugnisse ist es für die sprachgeschichtliche Forschung von großer Bedeutung. Um 1760 endete dort wie auch in anderen oberdeutschen Schreiborten die frühneuhochdeutsche Periode. Weiterlesen

    Universität Regensburg

    Außenansicht der Universität Regensburg. (Universität Regensburg, Marketing & Kommunikation)

    Andreas Becker
    Die Universität Regensburg ist die 1962 ins Leben gerufene vierte bayerische Landesuniversität. Es handelt sich um eine Volluniversität mit zwölf Fakultäten. Besondere internationale Bedeutung hat die Universität Regensburg vor allem in der katholischen Theologie und in der Physik erlangt. Auch in der Ausbildung der bayerischen Lehrerschaft spielt sie eine wichtige Rolle. Weiterlesen

    Mittelalterliche Kaisergewänder in Bayern

    Der weiße Kunigundenmantel. (Diözesanmuseum Bamberg, Inv.Nr. 3.3.0002, Foto: Uwe Gaasch)

    Tanja Kohwagner-Nikolai
    Als mittelalterliche Kaisergewänder in Bayern gelten insbesondere sechs goldbestickte Gewänder aus dem 1. Viertel des 11. Jahrhunderts, die Kaiser Heinrich II. (reg. 1002-1024, ab 1014 Kaiser) und seiner Gemahlin Kunigunde (975/89-1033) zugeschrieben werden. Als älteste Textilien im Kontext europäischer Herrscher stellen sie ein Kulturgut höchsten Ranges dar und beinflussen nachhaltig den Blick auf die erste Jahrtausendwende. Weiterlesen

    Flechtwerkskulptur

    Restaurierte und ergänzte Fassung der Platte aus dem Augsburger Dom, heute als Antependium im Altar der Westkrypta eingemauert. Foto: Eberhard Lantz, 1981. (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege)

    Katrin Roth-Rubi
    Flechtwerkskulptur gehört zu den wenigen Relikten frühmittelalterlicher Bauplastik in Bayern. Der ornamentale Reliefschmuck in Kirchen des 8. und 9. Jahrhunderts ist bislang an sechzehn Orten in Altbayern und Schwaben nachgewiesen. Motivschatz, Technisches und Handwerkliches weisen auf eine Verbindung mit dem Süden (Langobardenreich, Rom) hin, eindeutig fassbar bei einem Fundstück aus dem Kloster Frauenchiemsee aus der Zeit Herzog Tassilos III. (reg. 748-788). Bayern fügt sich hier in den karolingischen Kulturraum ein. Wo Flechtwerkskulptur im Reich Karls des Großen (reg. 768-814, ab 800 Kaiser) auftritt, knüpft sie an das Bildrepertoire Italiens an, das im Kern aus antikem Formempfinden erwachsen und seit der Spätantike Träger christlicher Bildsprache ist. Ausgeführt wurden die Arbeiten von Bildhauern, die, wohl meist aus Italien stammend, als Wandertruppen oder als Ad hoc-Verbände gearbeitet haben dürften. Weiterlesen

    Münchner Glasmalerei (seit 1800)

    Elgin Vaassen

    Mit der 1827 auf Initiative König Ludwigs I. (1786-1868, König 1825-1848) gegründeten königlichen Glasmalereianstalt entwickelte sich München zu einem Zentrum der neuen europäischen Glasmalerei. Diese knüpfte an die Maltechnik des 16. Jahrhunderts mit ihren bunten Auftragsfarben an, später wandte man sich erneut der alten Schwarzlot-/Silbergelbmalerei zu. Fenster in dem zunächst von der Technik der Porzellanmalerei und der Kunstrichtung der Nazarener geprägten Stil entstanden für Münchner Kirchen und finden sich noch in den Domen von Regensburg und Köln. Zur Verbreitung dieses Stils trugen neben den europaweit gelieferten Glasgemälden selbst auch grafische Mittel bei. Weiterlesen

    Weltspracheverein Nürnberg

    Reklamemarke des Weltsprachevereins Nürnberg, um 1900. (Reklamemarkenarchiv Professor Günter Schweiger, WU-Wien)
    Bernd Krause

    Der Nürnberger Weltspracheverein war ein Verein zur Pflege von neutralen, künstlich erschaffenen Weltsprachen. Er existierte von 1885 bis 1934. In seiner Blütezeit trug er maßgeblich zur Verbreitung der Plansprachen Volapük und Ido, vor allem aber Esperanto, bei. Als weltweit erste Esperanto-Ortsgruppe forcierte der Verein die Entwicklung dieser Sprache, wozu auch die Schriften seines Gründers Leopold Einstein (eigtl. Leopold Löb, 1833–1890) beitrugen. Die Herausgabe einer ersten Esperanto-Zeitschrift war ein weiterer Meilenstein. Mit der Hinwendung zu anderen Plansprachen, vor allem Ido, verlor der Weltspracheverein zunehmend an Bedeutung. In den 1920er Jahren waren kaum noch Aktivitäten zu verzeichnen.Weiterlesen


    Verfassung des Freistaates Bayern (1946)

    Ausgefüllter Stimmzettel für den Volksentscheid über die Bayerische Verfassung am 1. Dezember 1946. 76% der Wahlberechtigten nahmen an der Abstimmung teil. (Bildarchiv Bayerischer Landtag)
    Alexander Wegmaier

    Die Verfassung des Freistaates Bayern wurde am 1. Dezember 1946 in einer Volksabstimmung angenommen und trat am 8. Dezember 1946 in Kraft. Mit ihr wurde die demokratische Neuordnung und staatliche Neukonstitution Bayerns nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft vollzogen. Die Erarbeitung der Verfassung war, aufbauend auf einem Entwurf Wilhelm Hoegners (SPD, 1887–1980, Ministerpräsident 1945–1946, 1954–1957), im Wesentlichen ein Konsenswerk der beiden großen Parteien, der Christlich-Sozialen Union (CSU) und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Weiterlesen


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