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Main-Echo

Version vom 26. November 2019, 12:30 Uhr von imported>Hennigs (Redaktion)
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von Paul Hoser

Logo des "Main-Echo" vom 24. Dezember 1945. Das Blatt nutzte das Logo ihrer Erstausgabe bis zum 23. März 1946. (Main-Echo)
Titelseite der Erstausgabe des "Main-Echo" vom 24. Dezember 1945. (Main-Echo)

Das "Main-Echo" erschien erstmals mit Genehmigung der US-Militärregierung am 24. November 1945. Es dehnte sein Verbreitungsgebiet mit Nebenausgaben im westlichen Unterfranken aus. Die zeitweise massive Konkurrenz des "Fränkischen Volksblatts" in Würzburg konnte die Zeitung auf Dauer nicht beeinträchtigen. Sie ist als einziges Blatt in Franken nicht im Besitz eines größeren Medienkonzerns.

Gründung und Anfänge

Mitglieder der US-Militärregierung zusammen mit den beiden Lizenzträgern (in Zivil im Hintergrund, Bildmitte) von links: August Gräf (1894-1959) und Jean Stock (SPD, 1893–1965). US-Offiziere von rechts: Colonel Bernhard B. McMahon, Stadtkommandant Major Charles Emerick, Presseoffizier E. Opitz (hinten), Dolmetscherin Waleska, NN. April 1946. (Main Echo)
Die Lizenz Nr. 9 der US-Militärregierung, ausgestellt am 24. November 1945, berechtigte die Lizenznehmer Jean Stock (SPD, 1893–1965) und August Gräf (1894–1959) zur Herausgabe einer Zeitung. Noch am gleichen Tag konnte die Zeitung nach monatelanger Vorbereitung in ihrer ersten Ausgabe erscheinen. (Main-Echo)

Am 24. November 1945 vergab die amerikanische Militärregierung die Lizenz für die neue Zeitung "Main-Echo" in Aschaffenburg. Zu Lizenzträgern wurden Jean Stock (SPD, 1893–1965) und August Gräf (1894–1959) bestellt.

Der ehemalige Landtagsabgeordnete Jean Stock war 1922 bis 1933 Geschäftsführer des Verlags der sozialdemokratischen Aschaffenburger "Volkszeitung". In der NS-Zeit wurde er mehrmals verhaftet. Von April bis Dezember 1945 war er Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg und Landrat des Landkreises Aschaffenburg. Im Auftrag der US-Militärregierung wählte er für die neue Zeitung das Gebäude einer Kleiderfabrik in der Aschaffenburger Maximilianstraße 1a (zuvor befand sich das "Main-Echo" in der Friedrichstraße 7). Stock befürwortete die Erteilung einer weiteren Lizenz an August Gräf, einen ehemaligen Redakteur bei den SPD-Zeitungen in Regensburg und Würzburg. 1933 war Gräf entlassen und in Schutzhaft genommen worden. 1940 bis 1942 war er zur Wehrmacht eingezogen. Nach dem Attentat des 20. Juli 1944 kam er zeitweise in Haft. Die amerikanische Besatzungsmacht ernannte ihn 1945 zum Landrat des Landkreises Alzenau. Diese Funktion gab er im Januar 1946 auf. Gräf war nach dem Erhalt der Lizenz der erste Chefredakteur des "Main-Echo" und blieb dies bis zu seinem Tod 1959.

Nachdem Stock am 8. Januar 1946 Regierungspräsident von Unterfranken geworden war, gab er seine Lizenz Ende Februar zurück. Sie ging auf Hanns Wetzel (1904–1985) über. Dieser war vorher Druckereileiter bei der "G. J. Manz AG" in Dillingen gewesen und stand der CSU nahe. Bis August 1947 war er Verlagsleiter beim "Main-Echo", gab dann seine Lizenz zurück und wechselte in eine neue Funktion als Lizenzträger der "Niederbayerischen Nachrichten" in Straubing. Seine Lizenz erhielt wiederum am 14. August der aus Aschaffenburg stammende Dr. Wilhelm Engelhard (1896–1992). Er war von 1920 bis 1933 Wirtschaftsredakteur der "Vossischen Zeitung" und des "Berliner Börsen-Couriers". Während der NS-Zeit hatte er in einem Berliner Verlag gearbeitet. Im August 1945 wurde er Leiter des Finanzamts Aschaffenburg. Dort schied er nach dem Erhalt der Lizenz aus. Er war zuerst gemeinsam mit August Gräf, ab 1949 alleiniger Verlagsleiter des "Main-Echos". Seit diesem Jahr hatte er überdies die Oberleitung des "Lokal- und Sportteils". Er wurde bald zur beherrschenden Persönlichkeit des Unternehmens und blieb dort bis 1986 tätig.

Beschäftigte
Jahr Anzahl
1946 40
1988 607
1993 639
2001 600
2005 300
2007 400

Anteilseigner und Verlag

Feier zum einjährigen Bestehen des "Main-Echo" in Aschaffenburg. Von rechts: Colonel Bernhard B. McMahon, Ernest Langendorf (1907-1989), Presseoffizier E. Opitz, Hanns Wetzel (1904-1985). (Main-Echo)
Medienhaus Main-Echo mit dem Verlagsgebäude im Vordergrund. Foto um 2018. (Main-Echo)

Der Verlag des "Main-Echo" wurde am 23. November 1945 in Form einer offenen Handelsgesellschaft (OHG) errichtet, die bis Februar 1946 beibehalten wurde. Inhaber waren Gräf und Stock. Gräf gründete schließlich eine Einzelhandelsfirma, in die Wetzel am 26. November 1946 als stiller Teilhaber aufgenommen wurde. Ab 1. Januar 1947 lautete der Name der neuen Gesellschaft "Verlag und Druckerei Main-Echo, Gräf und Wetzel GmbH". Wetzel blieb noch bis zum 5. Juli 1951 Gesellschafter und Geschäftsführer. Ende 1949 trat Dr. Joseph Kirsch (1880–1950) in die Firma ein. Er war bis zum Verbot durch die Nationalsozialisten am 1. Juni 1941 in Aschaffenburg der Verleger der katholischen Tageszeitung "Beobachter am Main".

Der Verlag hieß nach dem Eintritt Kirschs nunmehr "Main-Echo Kirsch & Co GmbH" und bezog im April 1950 das Gebäude des ehemaligen "Beobachters am Main" in der Pfaffengasse. Die Verlagsrechte an "Beobachter am Main" gingen 1955 auf das "Main-Echo" über. Bereits 1951 hatte man auch die Verlagsrechte an der ehemaligen sozialdemokratischen "Volkszeitung" erworben.

Die Erben Kirschs blieben als Kommanditisten in der Firma, die am 1. September 1959 unter dem Namen "Main-Echo Kirsch & Co KG" in eine Kommanditgesellschaft mit Dr. Wilhelm Engelhard als Komplementär umgewandelt worden war. Am 11. Juni 1970 verkauften Kirschs Erben ihre Anteile an die "Wilhelm Engelhard GmbH & Co KG". 1989 hieß der Verlag "Main-Echo Kirsch GmbH & Co Verlag + Druckerei", später "Verlag und Druckerei Main-Echo Kirsch GmbH & Co" und schließlich "Verlag und Druckerei Main-Echo GmbH & Co". Der Umsatz lag 2001 bei 60 Mio. Euro, 2015 bei 106,5 Mio. Euro.

Kommanditisten im Jahr 1990 (Summe der Gesamteinlagen: 6,5 Mio. DM)
Anteile Anteilseigner Bemerkung
20 % Dr. Wilhelm Engelhard
40 % Dr. Wilhelm Engelhard GmbH & Co. KG
40 % Dr. Helmut Teufel Chefredakteur seit 1977, Enkel von August Gräf
Rosi Gräf-Teufel

Komplementär war Dr. Wilhelm Engelhard, nach seinem Tod die "Main-Echo Verlags- und Betriebs GmbH".

Kommanditisten im Jahr 2000 (Summe der Gesamteinlagen: 7,5 Mio. DM)
Anteile Anteilseigner Einlagenhöhe Teilanteile Teilhaber
60 % Wilhelm Engelhard GmbH & Co. KG 5,505 Mio. DM
25,84 % Karin Engelhard
25,84 % Ulrich Eymann
16,33 % Gerald Hub
17,0 % Ute Eymann (geb. Engelhard)
17,0 % Gisela Hub (geb. Engelhard)
40 % Dr. Helmut Teufel 1,995 Mio. DM 26,6 %

Dr. Helmut Teufel schied nach 2000 aus. Der Verlag ist inzwischen (Stand: 2019) völlig in den Händen der Erben nach Dr. Wilhelm Engelhard.

Kommanditisten im Jahr 2005 (Summe der Gesamteinlagen: 7,5 Mio. DM bzw. 3,835 Mio. Euro)
Anteile Anteilseigner Einlagenhöhe Teilanteile Teilhaber
94 % Wilhelm Engelhard GmbH & Co. KG 5,505 Mio. DM
25,84 % Karin Engelhard
25,84 % Ulrich Eymann
16,33 % Gerald Hub
17,0 % Ute Eymann (geb. Engelhard)
17,0 % Gisela Hub (geb. Engelhard)
6,0 % Ulrich Eymann

Nebenausgaben

Die Erben des Verlegers und Buchdruckers Dr. Wilhelm Volkhardt (gest. 1945), der in Miltenberg den "Boten vom Unter-Main" herausgebracht hatte, aber auch Alleinbesitzer der NS-Gauzeitung "Aschaffenburger Zeitung" gewesen war, konnten ab Mai 1949 die Zeitung in Miltenberg als dortige Lokalausgabe des "Main-Echos" wieder erscheinen lassen. Zu diesem Zweck hatten sie gemeinsam mit ihm eine eigene Gesellschaft gegründet. Der Titel der Lokalausgabe war zuerst "Bote am Unter-Main", dann wieder "Bote vom Unter-Main". Die Herstellung besorgte die Druckerei der Volkhardts. Diese bekamen 1950 auch wieder die Rechte an der "Aschaffenburger Zeitung" zurück und übertrugen sie auf das "Main-Echo".

Im Dezember 1951 verkaufte Wilhelm Hinckel (1892-1960) seine Rechte an der "Wertheimer Zeitung" und deren Titel an das "Main-Echo", das ab 22. Dezember diese als Lokalausgabe für Wertheim herausbrachte.

Im Juni 1954 erwarb der Verlag des "Main-Echos" noch die Rechte am "Obernburger Boten"; erst 1993 schlossen sich die "Lohrer Zeitung" und die "Main-Post" zusammen. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet hatte den Stadtkreis und den Landkreis Aschaffenburg sowie die Kreise Alzenau, Lohr, Marktheidenfeld und Miltenberg umfasst.

Lokalteile gibt es inzwischen in der Stadt Aschaffenburg und im Gebiet der alten Landkreise Aschaffenburg, Alzenau, Obernburg, Lohr und Gemünden. Erfasst sind auch Würzburg mit einer eigenen Redaktion sowie die baden-württembergischen Landkreise Main-Tauber und Necker-Odenwald sowie die hessischen Kreise Odenwald, Darmstadt-Dieburg, Offenbach und Main-Kinzig. Zuerst hatte man das Blatt in Dieburg als "Tagespost" tituliert, war dann aber bald zu "Main-Echo" gewechselt.

Eigene Lokalredaktionen bestehen für Aschaffenburg Stadt und Land, Alzenau, Miltenberg, Wertheim, Marktheidenfeld, Lohr und Gemünden. Die letzte Lokalredaktion wurde 1971 in Dieburg eingerichtet. Alzenau, Obernburg und Miltenberg bearbeiten die benachbarten hessischen Teilräume mit.

Konkurrenz des Würzburger "Fränkischen Volksblatts"

1952 kam Konkurrenz für das "Main-Echo" auf. Anfang April erschien das von den Nationalsozialisten neun Jahre zuvor eingestellte, katholisch ausgerichtete "Fränkische Volksblatt" in Würzburg wieder. Sein Verbreitungsgebiet war ganz Unterfranken. Für den westlichen Teil hatte es als eigene Ausgabe das "Aschaffenburger Volksblatt", das an den selben Orten wie das "Main-Echo" eigene Lokalredaktionen aufzog. Das "Fränkische Volksblatt" genoss die Unterstützung des damaligen Würzburger Bischofs Julius Döpfner (1913–1976, Bischof von Würzburg 1948-1957) und richtete sich politisch an der CSU aus. Auch auf den Kanzeln wurde teilweise massiv für das Blatt geworben. Das "Main-Echo" stellte in seiner Druckerei im Lohndruck auch für andere Verlage Bücher her, die von kirchlichen Kreisen als unsittlich gebrandmarkt wurden und sogar polizeiliches Vorgehen und gerichtliche Verfahren nach sich zogen. In dieser Propaganda tat sich besonders der damals als Massenprediger populäre Jesuitenpater Johannes Leppich SJ (1915–1992) hervor. Auch eine Reihe anderer Persönlichkeiten, darunter zwei Landräte und der damalige Aschaffenburger zweite Bürgermeister Alfons Goppel (CSU, 1905–1991, zweiter Bürgermeister von Aschaffenburg 1952-1954) schlossen sich der Kampagne an.

Das "Volksblatt" war tatsächlich eine Bedrohung für das "Main-Echo", dessen Auflage zeitweise einbrach. Doch auch das "Volksblatt" schwächelte bald. 1970 übernahm die Würzburger "Main-Post" 80 % der Anteile am "Volksblatt". Die "Main-Post" wurde wiederum 1996 von der Holtzbrinck-Verlagsgruppe gekauft. Das "Volksblatt" erscheint zwar weiter, seine Aschaffenburger Ausgabe wurde aber 1995 eingestellt.

Beteiligungen

Logo "Medienhaus Main-Echo", 2019. (Main-Echo)

In Unterfranken ist das "Main-Echo" die einzige Tageszeitung, die nicht zu einem großen Medienkonzern gehört (Stand: 2019). Das "Main-Echo" hält folgende Beteiligungen (jeweils 100 %):

  • Libelle Verlags- und Vertriebs GmbH
  • Main-Netz Media GmbH
  • Medien-Service Untermain GmbH

Weitere Beteiligungen

Das Main-Echo hält 3,33 % an "mbt Mediengesellschaft der Bayerischen Tageszeitungen für Kabelkommunikation & Co" und "Radio 2000 KG" (Stand: 2019).

Eine Tochtergesellschaft war seit 1978 die "Frankfurter Verlags GmbH", die wöchentlich das Anzeigenblatt "Frankfurter Nachrichten" veröffentlichte. Dem Verlag war auch ein Reiseunternehmen angeschlossen. Anfang 2008 wurden die "Frankfurter Nachrichten Reisen" an das Familienunternehmen "Schermuly Reisen" verkauft.

Auflage

Verkaufsauflage im 4. Quartal
Jahr Auflage Bemerkung
1946 40.000
1950 65.155 Februar
1960 50.495
1970 65.269
1980 79.829
1990 89.198
2000 88.642
2010 78.229
2017 68.225 inkl. ePaper

Das "Main-Echo" ist eine reine Abonnentenzeitung. Zugute kam ihr der ständige Zuzug von Menschen in ihre an Gewerbebetrieben reiche Vertriebsregion.

Druckerei

Dr. Wilhelm Engelhard (1896–1992) bei der Inbetriebnahme der zweiten Rotationsdruckmaschine (VOMAG, Baujahr 1929) im Jahr 1951. (Main-Echo)

Den Druck besorgte bis zum 3. April 1946 mangels eigener Anlagen die Druckerei der Würzburger "Main-Post", dann konnte er mit den Maschinen der ehemaligen nationalsozialistischen "Aschaffenburger Zeitung" im gepachteten Verlagsgebäude in der Maximilianstraße besorgt werden. Von 1950 bis 1967 war der Verlag Pächter des Gebäudes in der Pfaffengasse, das den Erben des ehemaligen "Beobachters" der Familie Kirsch gehörte. Schon 1958 hatte man für die Druckerei die Gebäude einer früheren Herdfabrik in der Goldbacher Straße erworben. Bis 1967 zog der gesamte Verlag mit Redaktion und Druckerei dorthin um.

1979 ließ Engelhard ein Gebäude im Industriegebiet an der Weichertstraße anlegen, in das 1983 der Druckereibetrieb für Zeitschriften Prospekte u. a. verlegt wurde. Das Gebäude wurde 1982 durch zwei Hallen erweitert, eine für die Rotationsdruckmaschinen und eine für den Versand. Seit 1989 befindet sich die gesamte mit modernster Technik ausgestattete Zeitungsdruckerei in der Weichertstraße.

In der Goldbacher Straße blieben die Firmenleitung, die Buchhaltung, die Redaktion, die Vertriebsabteilung und die Geschäftsstelle für das Publikum. 1996 wurden diese Räumlichkeiten vom Zeitungsverlag völlig aufgegeben und alles in die Weicherststraße verlegt, wo man ein neues Verlagsgebäude errichtet hatte.

Redaktion

Chefredakteure
Name Lebensdaten Amtszeit
August Gräf 1945-1949
Dr. Otto Fecher 1894-1963 1959-1960
Dr. Walter Raichle 1912-1981 1961-1977
Dr. Helmut Teufel
Claus Morhart
Martin Schwarzkopf

Auf den der SPD verbundenen August Gräf folgte für eine kurze Zeit mit Dr. Otto Fecher ein Mann des politischen Katholizismus, der vor 1933 Redakteur bei der Zentrumszeitung "Germania" und von 1933 bis 1935 der katholischen "Koblenzer Volkszeitung" gewesen war. Dr. Walter Raichle, der dann die Stelle übernahm, war im Krieg Marineoffizier und Redakteur einer Frontzeitung gewesen, ab 1951 hatte er als stellvertretender Chefredakteur beim Schwäbischen Zeitungsverbund gearbeitet.

Politik

August Gräfs Leitartikel in der ersten Nummer der "Main-Post" war eine Abrechnung mit den barbarischen Exzessen des Nationalsozialismus. Die Verantwortung dafür sah er auch in der "Märzenfeigheit", die "die Beamtentreueide billig wie die Brombeeren sein ließ,…" Das "Main-Echo" "soll und will keine Zeitung sein für die, die den Schicksalsablauf nicht zu begreifen vermögen". Er erteilte vor allem den Opportunisten aller Art eine Absage, die von der Vergangenheit nichts mehr wissen wollten.

Das Main-Echo versteht sich inzwischen politisch als neutral und im weiten Sinne liberal, worauf sich auch Redakteure bei ihrer Anstellung verpflichten.

Formale Eigenheiten

Besondere Bedeutung kommt dem Heimat- und Lokalteil und den Sportberichten zu. Typisch ist die bunte Auflockerung durch farbige Balken, Umrahmungen von Kurznachrichtenspalten und farbige Bilder.

Literatur

  • Hans Kapfinger, Die neue bayerische Presse, München 1948.
  • Kurt Koszyk, Publizistik und Medien, in: Max Spindler/Alois Schmid (Hg.), Handbuch der bayerischen Geschichte. Band IV/2, München 2. Auflage 2007, 495-535.
  • Patricia Schmidt-Fischbach, Das Main-Echo, in: Hans Wagner/Ursula E. Koch/Patricia Schmidt-Fischbach (Hg.), Enzyklopädie der bayerischen Tagespresse, München 1990, 675-689.
  • Helmut Teufel (Hg.), Von Tag zu Tag. Zeitungsgeschichte und Zeitgeschehen am bayerischen Untermain zum 50. Jahrestag der Lizenzierung des "Main-Echos" am 24. November 1945, Aschaffenburg 1995.
  • 50 Jahre Tageszeitung am Untermain. Main-Echo, Bote vom Unter-Main, Lohrer Echo, Wertheimer Zeitung, Beilage zum Main-Echo vom 24.11.1995.
  • 60 Jahre Main-Echo. 1945–2005. Zeitung für hier und jetzt, Beilage zum Main-Echo vom 24.11.2005.

Quellen

Externe Links


Weiterführende Recherche


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Empfohlene Zitierweise

Paul Hoser, Main-Echo, publiziert am 25.11.2019; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Main-Echo> (15.12.2019)





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