Bayerisches Pilgerbüro

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von Peter Pfister

Dank des technischen Fortschritts, der vielen Menschen das Reisen erleichterte, waren seit der Wende zum 20. Jahrhundert Pilgerfahrten zu den heiligen Stätten des Christentums in Bayern sehr beliebt. Anlässlich des Heiligen Jahres 1925 beschloss deshalb die Freisinger Bischofskonferenz die Gründung eines Bayerischen Landeskomitees zur Organisation von Pilgerzügen zu den Feierlichkeiten in Rom. In den folgenden Jahren führte dieses unter der Leitung von Monsignore Johannes Baptist Neuhäusler (1888–1973, seit 1923 Präsident des Ludwig-Missionsvereins) erfolgreich auch Reisen für bayerische Katholiken zu anderen Zielen durch und wurde 1929 als eingetragener Verein „Bayerisches Landeskomitee für Pilgerfahrten" mit Sitz in München verstetigt. Trotz zahlreicher staatlicher Hemmnisse für Pilgerreisen konnte das Landeskomitee seine Arbeit auch unter der nationalsozialistischen Herrschaft bis zum Zweiten Weltkrieg fortführen. Beim Neuanfang nach dem Krieg konnte man zunächst ab 1947 nur Wallfahrten zu Zielen im oberbayerischen Raum anbieten, ab 1949 fanden wieder Reisen zu Pilgerstätten im Ausland statt. 1954 in "Bayerisches Pilgerbüro" umbenannt, nahm der Verein seit 1968 immer mehr Aufgaben bei der technischen Organisation der Reisen, die zuvor ein weltlicher Reiseveranstalter übernommen hatte, selbst wahr. Seit 1978 bot er neben klassischen Pilger- auch Studienreisen und seit 1994 verstärkt Wanderreisen auch für einzelne an und reagierte damit auf die veränderten Anforderungen an den religiös motivierten Tourismus.

Vorgeschichte

Der technische Fortschritt seit der Mitte des 19. Jahrhunderts (u. a. Eisenbahn) erleichterte vielen Menschen den Zugang zum Pilgern. Bis dahin war es den meisten Menschen kaum oder nur schwerlich möglich, zu Fuß oder zu Pferd zu den heiligen Stätten des Christentums zu reisen. Eine Vielzahl von Menschen konnte diese Stätten nun erreichen, auch aus Bayern.

Die Organisation von Pilgerfahrten war vor dem Ersten Weltkrieg fast durchwegs Sache einzelner weniger, von der kirchlichen Oberbehörde anerkannter Stellen, an deren Spitzen zumeist einige Geistliche standen. So war im Vorhinein schon der geistliche Zweck der Pilgerfahrten für die Öffentlichkeit evident und für die Durchführung gesichert.

So hörte man in dieser Zeit erste Nachrichten über „Bayerische Karawanen“ ins Heilige Land, die unter der Leitung des Münchner Prälaten Hermann Geiger (1827-1902) stattfanden. Geiger reiste in den Jahren von 1875 bis 1902 mit Gruppen von jeweils ca. 30 Personen nach Palästina. Die große Beliebtheit, der sich die Reisen erfreuten, führte im Jahr 1903 schließlich zur Gründung des Bayerischen Pilgervereins vom Heiligen Land, als dessen Gründungsvater sich Domkapitular Monsignore Sebastian Kirchberger (1846-1919, seit 1890 Domkapitular und 1917-19 Direktor des Ludwig-Missionsvereins) hervortat. Der Bayerische Pilgerverein entsprach dem Zeitgeist unter den Katholiken im deutschsprachigen Raum: Den Gedanken großangelegter Wallfahrten ins Heilige Land hatte der k. u. k. Generalmajor Heinrich von Himmel-Agisburg (1853-1915) aufgebracht und von Tirol und der Schweiz aus umgesetzt. Auch der 1885 gegründete Palästinaverein der Katholiken Deutschlands, ab 1895 vereinigt mit dem 1855 gegründeten Verein vom Heiligen Grab zum Deutschen Verein vom Heiligen Land, verfolgte ähnliche Ziele. Diese noch junge Tradition wurde durch die erste große bayerische Volkswallfahrt weiter gepflegt: Der bayerische Pilgerverein vom Heiligen Land führte vom 25. Juli bis zum 15. August 1904 diese Volkswallfahrt durch. Mit einem Sonderschiff der österreichischen Flotte gelangten 537 aus München in einem Sonderzug angereiste Wallfahrer von Triest (Italien) nach Haifa (Israel) und Jaffa (Israel). Eine weitere Wallfahrt folgte 1907 und eine dritte im Jahr 1914. Noch vor dem Ersten Weltkrieg wurde durch Prälat Kirchberger zudem ein bayerisches Rom-Komitee gegründet, das Pilgerzüge nach Rom und nach Lourdes (Frankreich) durchführte.

Bayerisches Landeskomitee zur Organisation von Pilgerzügen

Johannes Neuhäusler (1888-1973), 1950. (Archiv des Erzbistums München und Freising, EA004/2, 539)
Weihbischof Johannes Neuhäusler auf der Treppe in Assisi während eines Aufenthalts im Rahmen einer Pilgerreise nach Rom, den Weg weisend. (Archiv des Erzbistums München und Freising, EA004/2, 629)

Bei der Sitzung der Freisinger Bischofskonferenz vom 9.–10. September 1924 beschlossen die (Erz-)Bischöfe, für das Jubeljahr (Heiliges Jahr) 1925, in Anlehnung an ein Deutsches Nationales Komitee für das Heilige Jahr, ein „Bayerisches Landeskomitee zur Organisation von Pilgerzügen“ zu gründen. Die Leitung sollte Neuhäuslers Sekretariat übernehmen.

Im Heiligen Jahr 1925 ermöglichte Monsignore Dr. Johannes Baptist Neuhäusler (1888–1973, seit 1923 Präsident des Ludwig-Missionsvereins) über das Komitee den bayerischen Pilgern in Rom (rund 8.000 Pilgerkarten wurden ausgestellt) den Besuch der Basiliken und damit den Erwerb des Jubiläumsablasses. Neuhäusler, Geschäftsführer und seit dem 16. Dezember 1923 zugleich Präsident des Ludwig-Missionsvereins in München und dadurch ständiger Teilnehmer an den Sitzungen des Zentralrates des „Päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung“ in Rom, konnte bei der Organisation der Reisen auf die bestehende Organisationsstruktur des Ludwig-Missionsvereins zurückgreifen.

In den nachfolgenden Jahren wurden weitere Pilgerzüge nach Rom, Lourdes, Einsiedeln (Schweiz), und Pilgerreisen 1926 zum Eucharistischen Weltkongress nach Chicago (USA), 1930 nach Tunis (Tunesien) und Nordafrika sowie 1935 zum St. Ansgar-Jubiläum nach Schweden organisiert. Für diese Arbeit besaß er die Rückendeckung der Freisinger Bischofskonferenz, die mit der offiziellen Gründung des „Bayerischen Landeskomitees für Pilgerfahrten“ entscheidend zum Gelingen beitrug. Es war die Vorgängerorganisation des späteren Bayerischen Pilgerbüros.

Vom Erfolg der Pilgerzüge 1925 angetan, regte Neuhäusler im Juli 1928 bei Kardinal Michael von Faulhaber (1869–1952, 1917-1952 Erzbischof von München und Freising) die Gründung eines Bayerischen Pilgerkomitees an, der die Idee unterstützte. Die Freisinger Bischofskonferenz stimmte der Gründung im September 1929 zu und übertrug die „Veranstaltung von Rompilgerfahrten“ an Neuhäusler.

Die Zustimmung der Freisinger Bischofskonferenz kam auch zustande, weil 1929 das Goldene Priesterjubiläum von Papst Pius XI. (1857-1939, Papst seit 1922) gefeiert wurde und mithilfe des Bayerischen Pilgerkomitees zwei große bayerische Pilgerzüge nach Rom organisiert werden konnten.

Nach dem Willen der bayerischen (Erz-)Bischöfe war damit die Idee verbunden, das katholische Bayern dort wieder besonders zur Geltung kommen zu lassen, was auch in den Statuten des Vereins vom 27. Mai 1929 deutlich wird: Das Komitee mit Sitz in München führte den Namen „Bayerisches Landeskomitee für Pilgerfahrten“. Am selben Tag, dem 27. Mai 1929, stimmte die Mitgliederversammlung zu, die Form eines eingetragenen Vereins anzunehmen.

Es sollte zu bestimmten Anlässen für bayerische Katholiken preiswerte Pilgerfahrten durchführen. Für den Fall, dass sich für eine Pilgerfahrt zu wenig bayerische Teilnehmer fanden, konnten auch Katholiken über andere deutsche Pilgerorganisationen teilnehmen. In das Landeskomitee wählten die Diözesanbischöfe der acht bayerischen (Erz-)Diözesen jeweils einen Vertreter. Dem Landeskomitee gehörten außerdem an: Vertreter der Katholischen Landesorganisationen (Kath. Frauenbund, Kath. Burschenvereine, Kath. Lehrerverein, Kath. Christlicher Bauernverein, Kath. Arbeitnehmer- und Arbeitnehmerinnenverein und Marianische Kongregation Bayerns, Marianische Männerkongregation, Landesverband der kath. Männervereine Bayerns, Kath. Elternvereinigung Münchens, Kath. Lehrerinnenverein), Vertreter einzelner Orden Bayerns (Benediktiner, Franziskaner, Kapuziner) und einzelne „hervorragende Vertreter der Katholiken Bayerns“, die in das Landeskomitee gewählt werden konnten. An seiner Spitze standen die beiden Präsidenten, denen zwei Schriftführer und ein Kassier beigeordnet waren. Den ersten Präsidenten, der das Komitee in allen Rechtsgeschäften, gerichtlichen und außergerichtlichen Angelegenheiten vertrat, stellte grundsätzlich das Erzbistum München und Freising. Der zweite Präsident wurden auf die Dauer von drei Jahren vom Landeskomitee gewählt. Um seine Aufgaben durchführen zu können, wurde eine eigene Geschäftsstelle eingerichtet.

Ausdrücklich wurde dem Landeskomitee erlaubt, bei der Durchführung seiner Aufgaben mit weltlichen Reisebüros zusammenzuarbeiten. Es arbeitete anfangs mit dem 1925 gegründeten Reiseveranstalter der Katholiken „Rotala“ zusammen. „Rotala“ wurde auf dem Stuttgarter Katholikentag 1925 gegründet. Es sollte in Zusammenarbeit mit dem ab 1924 entstandenen Nationalkomitee für das Heilige Jahr 1925, dessen Aufgaben vom Zentralkomitee der deutschen Katholikentage (dem späteren Zentralkomitee der deutschen Katholiken) mit der Hauptgeschäftsstelle in Würzburg wahrgenommen wurden, die technische Organisation übernehmen. Aber schon bald wurde deren Tätigkeit vom Bayerischen Landeskomitee für Pilgerfahrten in München eigenständig übernommen.

Arbeit unter schwierigen Bedingungen

Aufenthalt in Assisi im Rahmen einer Pilgerreise nach Rom mit Weihbischof Johannes Neuhäusler. (Archiv des Erzbistums München und Freising, EA004/2, 630)

Die Arbeit des Landeskomitees wurde durch die wirtschaftlichen und politischen Krisen zu Beginn der 1930er Jahre immer stärker behindert. Neuhäusler scheute sich aber nicht, trotz aller Schwierigkeiten durch die NS-„Machtergreifung“ 1933 und erste einschränkende Devisengesetze weiterhin Wallfahrten nach Rom durchzuführen.

Zu den staatlichen Behinderungen gehörte nach Aufzeichnungen von Johannes Neuhäusler, dass sämtliche Pässe der Reiseteilnehmer vorab nach Berlin eingesandt werden mussten, um das Visum und vor allem den Vermerk „Durchreise durch Österreich gestattet“ zu erhalten. Auch der benötigte Devisenbetrag musste eingetragen werden. Dazu mussten obendrein Listen erstellt werden, in denen in ausführlichen Angaben die Pässe der Reiseteilnehmer, ihre Devisen und vieles mehr verzeichnet waren. Weltlichen Reisebüros wurde verboten, Pilgerfahrten zu veranstalten. Dieses Verbot wurde sogar noch dadurch verstärkt, dass ihnen auch die Mitwirkung bei Pilgerfahrten kirchlicher Stellen untersagt wurde. So musste zum Beispiel die gesamte vorbereitende Arbeit für die drei Bruder-Konrad-Pilgerzüge 1934 vollständig vom Bayerischen Landeskomitee in München geleistet werden, wie auch das ganze Risiko derselben zu Lasten des Bayerischen Landeskomitees ging. In den Folgejahren wurden die Pilgerzüge dadurch noch mehr erschwert, dass den Pilgern/Teilnehmern nur 10,- Mark Taschengeld in Devisen zugestanden wurden. Wie die Teilnehmer vieler religiöser Veranstaltungen (Prozessionen, Exerzitien, etc.) wurden auch die Teilnehmer an Pilgerzügen von den Nationalsozialisten kontrolliert, um entsprechende Vermerke in ihre Personallisten aufnehmen zu können, was besonders Beamte zur Zurückhaltung veranlasste.

Trotz weiterer zunehmender Hemmnisse führte das Bayerische Landeskomitee weiterhin Pilgerreisen durch. Im Frühjahr 1934 pilgerte Kardinal von Faulhaber an der Spitze einer Wallfahrt katholischer Frauen nach Rom. Im Mai 1934 pilgerten 1.800 Teilnehmer zur Heiligsprechung von Bruder Konrad von Parzham aus Bayern nach Rom. Ermutigt sah sich Neuhäusler durch ein Dekret der Vatikanischen Konzilskongregation vom 11. Februar 1936 für Pilgerreisen („De Piis Fidelium Peregrinationibus ad Celebriora Sanctuaria Moderandis“). Darin wurde festgeschrieben, dass Pilgerreisen einen religiösen Charakter tragen müssten und dass das Recht, religiöse Pilgerfahrten zu veranstalten, ausschließlich der kirchlichen Autorität zustünde. Obendrein läge es in der Verantwortung der kirchlichen Obrigkeit, jeden Pilgerzug geistlich zu begleiten. Diese Aufgabe sei Laien zu übertragen, die unter der Oberaufsicht der kirchlichen Behörde alles zu vermeiden hätten, was den kirchlichen Zweck dieser Pilgerfahrten widersprechen könnte.

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war dann endgültig jegliche Form von offiziellen Pilgerfahrten unmöglich geworden. Obendrein wurde im Jahre 1944 die Geschäftsstelle in der Münchener Pfandhausstraße bei einem Luftangriff vollkommen zerstört. Dabei verbrannten nahezu alle Unterlagen der ersten 25 Jahre des Vereins.

Neuanfang nach 1945

Nach der Währungsreform im Jahre 1948 konnte das Bayerische Landeskomitee neu beginnen. Die Zusammenstellung der Pilgerzüge nach dem Inland von 1947 bis 1953 zeigt infolge der schwierigen Nachkriegssituation für die Bevölkerung zunächst nur Fahrten zu Zielen in unmittelbarer Umgebung von München: ab 1947 gab es jedes Jahr Pilgerzüge nach Altötting, 1949 und 1950 nach Andechs (Lkr. Starnberg), 1949 nach Grafrath (Lkr. Fürstenfeldbruck) und Ostermünchen (Gde. Tuntenhausen, Lkr. Rosenheim), 1949 und 1950 nach Oberammergau (Lkr. Garmisch-Partenkirchen), 1949 nach Prien (Lkr. Rosenheim), 1951 nach Ingolstadt, 1953 nach Birkenstein (Gde. Fischbachau, Lkr. Miesbach) und ebenfalls 1953 eine Pfalzfahrt; mit insgesamt 44.994 Teilnehmern (von 1947 bis 1953).

Zusammenstellung der Pilgerzüge nach dem Inland in der Zeit von 1947 bis 1953
Ziel Jahr Züge pro Jahr Züge gesamt Teilnehmer pro Jahr Teilnehmer gesamt
Altötting 1947 1 1.200
1948 4 2.338
1949 14 11.486
1950 4 6.206
1951 4 4.177
1952 6 4.428
1953 11 44 6.112 35.947
Herrsching/Andechs 1949 3 1.411
1950 3 6 2.663 4.074
Grafrath/Andechs 1949 1 1 100 100
Ostermünchen/Tuntenhausen 1949 2 2 1.099 1.099
Fischbachau/Birkenstein 1953 1 1 734 734
Oberammergau 1949 1 176
1950 3 4 1878 2.054
Ingolstadt 1951 1 1 177 177
Prien 1949 1 1 720 720
Pfalz-Fahrt 1953 1 1 44 44
Gesamt 61 44.949

Die Zusammenstellung der Pilgerzüge nach dem Ausland von 1949 bis 1953 ergab: 1949 bis 1953 zehn Züge nach Einsiedeln und Sachseln (Schweiz),1950 bis 1953 52 Züge nach Rom, 1951 bis 1953 acht Züge nach Lourdes, 1951 ein Zug nach Turin (Italien) und 1952 jeweils ein Zug nach Padua (Italien), Barcelona (Spanien) und Wien; 1952 bis 1953 drei Züge nach Fátima (Portugal) und 1953 je ein Zug nach Irland und Schweden mit insgesamt 46.129 Teilnehmern.

Die erste Auslandswallfahrt nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1949 zu den Pilgerstätten in Einsiedeln und Sachseln unternommen. Im gleichen Jahr konnte auf Einladung des Bischofs von Tarbes und Lourdes, Monsignore Pierre-Marie Théas (1894-1977, Bischof von Tarbes und Lourdes 1947-1970), die erste Pax-Christi-Versöhnungswallfahrt nach Lourdes veranstaltet werden: ein entscheidender Beitrag zur christlich-katholischen Friedensbewegung der 1950er Jahre und zur deutsch-französischen Aussöhnung.

Zusammenstellung der Pilgerzüge nach dem Ausland in der Zeit von 1949 bis 1953
Ziel Jahr Züge pro Jahr Züge gesamt Teilnehmer pro Jahr Teilnehmer gesamt
Rom 1950 27 25.211
1951 5 4.787
1952 6 2.743
1953 14 52 6.325 39.066
Lourdes 1951 3 1.205
1952 2 1.158
1953 3 8 751 3.114
Einsiedeln-Sachseln 1949 2 1.459
1950 2 562
1951 2 206
1952 2 341
1953 2 10 566 3.134
Turin 1951 1 1 89 89
Padua 1952 1 1 102 102
Barcelona 1952 1 1 86 86
Wien 1952 1 1 289 289
Fátima 1952 1 89
1953 2 3 70 159
Irland 1953 1 1 50 50
Schweden 1953 1 1 40 40
Gesamt 78 46.129

Das Jahr 1950, wiederum ein Heiliges Jahr, brachte einen großen Aufschwung für das Landeskomitee. Die bayerische Zentrale für die Rompilgerfahrten führte nun gegenüber acht Pilgerzügen des Jahres 1925 31 Sonderzüge und zwei weitere Sonderfahrten in Normalzügen durch und geleitete so 25.211 Pilger nach Rom. Das Bayerische Landeskomitee für Pilgerfahrten übertrug dabei, gemäß den kirchlichen Vorschriften (Weisungen der Konzilskongregation vom 11. Februar 1936) die technische Durchführung der Pilgerfahrten dem „Amtlichen Bayerischen Reisebüro“.

Der Erfolg war so groß, dass zu den Jubiläumsfeierlichkeiten zu den päpstlichen Sozialenzykliken in Rom im Jahre 1951 sowie zur Seligsprechung von Papst Pius X. im gleichen Jahr weitere Reisen veranstaltet wurden. Allmählich begann das Landeskomitee mit organisierten Besuchen der Wallfahrtsorte in Frankreich und Österreich. 1952 reisten ca. 300 Personen zum Eucharistischen Weltkongress nach Barcelona. 1954 pilgerten 10.000 Gläubige aus Bayern zu dem unter Papst Pius XII. (1876-1958, seit 1939 Papst) in Rom begangenen Marianischen Jahr.

Neuer Name, gleiche Aufgaben

Heiliger-Rock-Wallfahrt nach Trier im August 1959. (Archiv des Erzbistums München und Freising, EA004/2, 592)

Noch 1954 veränderte sich die zentrale bayerische Pilgerorganisation strukturell. Durch eine Satzungsänderung am 29. Dezember 1954 erhielt sie den Namen „Bayerisches Pilgerbüro – München“. Der Gemeinnützigkeitsstatus wurde erneut betont. Das Bayerische Pilgerbüro hat nun den Zweck, im Auftrag und in Zusammenarbeit mit den kirchlichen Autoritäten einheitliche Pilgerreisen für die bayerischen (Erz-)Diözesen durchzuführen. Eine Zusammenarbeit mit anderen katholischen Pilgerstellen des In- und Auslandes wurde angestrebt. Die Pilgerfahrten werden als außerordentliche Seelsorgemittel definiert und müssen deswegen religiösen Charakter tragen.

Ab 1955 wurden Pilgerfahrten ins Heilige Land mit Gruppen von je 40 Personen wieder aufgenommen. Die Anzahl der Pilger war schon 1961 auf 308 in zehn verschiedenen Gruppen gestiegen. Zum internationalen Eucharistischen Kongress 1964 in Bombay (Indien) und zu dem 1968 in Bogotà (Kolumbien) reisten mehrere hundert Personen aus den bayerischen (Erz-)Diözesen. Auch der Besuch von Missionseinrichtungen in Indien und Südamerika, über die nach wie vor bestehenden Verbindungen zum Ludwig-Missionsverein, wurde in diese Reisen mit einbezogen.

Hatte die technisch organisatorischen Belange bis zu diesem Zeitpunkt ein weltliches Reisebüro durchgeführt, so übernahm ab 1968 das Bayerische Pilgerbüro auch diese Aufgabe und übernahm die eigene Regie der kirchlich-veranstaltenden sowie der technisch-organisatorischen Aufgaben und Verpflichtungen eines Reiseveranstalters.

Ab 1970 entstand eine neue weitere zeit- und kostensparende Einrichtung im Bayerischen Pilgerbüro: eine Pilgerflugkette im Charterverkehr zum Marienwallfahrtsort Lourdes. 1970 waren es vier Flugtermine nach Lourdes, 1983 schon 57 Flugzeuge mit 6.910 Personen von München aus nach Lourdes und zugleich 25 Maschinen mit 2.709 Personen von Nürnberg aus nach Lourdes.

Im Heiligen Jahr 1975 betreute das Pilgerbüro 15.558 Personen auf der Wallfahrt nach Rom. Zu diesen 16 Sonderzügen aus den bayerischen (Erz-)Diözesen kamen noch weitere neun Sonderzüge von kirchlichen Verbänden und Organisationen mit insgesamt 3.850 Personen und außerdem noch 25 Fluggruppen mit 1.335 Personen. Bei all diesen Gruppen wurde großer Wert darauf gelegt, dem geistlichen Anliegen des Heiligen Jahres und auch dem eigenen Anspruch als kirchlicher Veranstalter zu entsprechen: Dazu gehörten ein ausgewogenes, religiöses Programm und die Begleitung der jeweiligen Gruppe durch einen Kleriker.

Nach dem Tod Neuhäuslers 1973 wurde der Münchener Weihbischof Franz Xaver Schwarzenböck (1923-2010, ab 1972 Weihbischof) sein Nachfolger. Unter seiner Präsidentschaft wurde in der Neufassung der Satzung vom 22. Juli 1977 erneut die Hauptaufgabe unterstrichen: „Die Durchführung von Pilgerreisen insbesondere in Zusammenarbeit mit den bayerischen Diözesen sowie mit kirchlichen Einrichtungen, Verbänden und Gruppen“. Zugleich wurde die außerordentliche Seelsorge als Aufgabe für das Pilgerbüro unterstrichen. Die Durchführung der Wallfahrten sollte so gestaltet werden, dass ihr religiöser Charakter gewahrt und in zeitgemäßer Wallfahrt diesem Auftrag Rechnung getragen wird. Dies hatte zur Folge, dass bei jeder Pilgerreise nicht nur ein geistliches Programm enthalten war, sondern auch weiterhin ein Kleriker die Reise begleitet hat. Der Verein sollte selbstlos tätig sein und durch die Unterstützung von Bedürftigen, Kranken und Leidenden sowie Kindern mit finanziellen Zuschüssen aus einem Spendenfonds deren Teilnahme an Pilgerfahrten ermöglichen. Die (Erz-)Diözesen der Freisinger Bischofskonferenz hatten maßgeblichen Einfluss auf alle Entscheidungen. Diese Präzisierung war notwendig geworden, um sich von profanen Reiseveranstaltern abzuheben. Das Pilgerbüro bediente zwei unterschiedliche Bedürfnisse: religiöse Erbauung und touristisches Erlebnis, das ja auch dem Zeitgeist entsprach.

Von 1977 bis 1983 beteiligten sich an den Wallfahrten insbesondere Pilger in das Heilige Land, nach Lourdes und nach Fátima.

Wandel und Herausforderungen

Ein Sonderzug für Kranke und Gesunde nach Lourdes. (Archiv des Erzbistums München und Freising)
Erzbischof Joseph Kardinal Ratzinger mit Pilgern des bayerischen Pilgerbüros in Rom. (Archiv des Erzbistums München und Freising)

Neben der klassischen Wallfahrt und Pilgerreise erweiterte das Bayerische Pilgerbüro sein Portfolio. Neben dem Bayerischen Pilgerbüro e.V. wurde 1978 die Bayerische Pilgerbüro Studienreisen GmbH eingerichtet. Ganz im Trend der 1970er/1980er Jahre unterstützt das Bayerischen Pilgerbüro seither die Durchführung von Pilger- und Studienreisen durch Pfarreien, Gemeinden und Vereine. 1998 nahm etwa ein Drittel der Wallfahrer diesen Service in Anspruch.

1989 trat Georg Black als geschäftsführender Direktor des Pilgerbüros in den Ruhestand. Nachfolger wurde der Diplomvolkswirt Joachim Müller. Zu dieser Zeit kamen jährlich vier Sonderzüge (sog. „Sonnenzüge“) nach Lourdes mit gesunden und kranken Pilgern, wobei gemäß der Satzung des Pilgerbüros ein Großteil der Kosten für das Pflegeteam und die Ausrüstung übernommen wurde, bei Gewährung eines Vorzugspreises für die Kranken. Seit 1994 flog das Pilgerbüro spastisch gelähmte Kinder mit Angehörigen in eine Spezialklinik in die Ukraine.

Die Steigerung der Organisation und der gesamten Aufgaben ermöglichte ab 1992 die Einrichtung eines Ladengeschäftes in der Dachauer Straße in München und zugleich die Erlangung der DB-Lizenz neben der IATA-Lizenz (International Air Transport Association), womit die Tätigkeiten eines allgemeinen Reisebüros (Vollreisebüro mit allen Lizenzen) möglich wurden. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts stellte sich das Bayerische Pilgerbüro den neuen gesellschaftlichen Herausforderungen: die sinkende kirchliche Bindung auf der einen Seite und dazu ein verändertes Reiseverhalten, insbesondere viele Individualreisen. Gerade der Boom des Pilgerns/der Wanderreisen als religiöser Sinnsuche und nicht mehr die klassische Wallfahrt aus gläubiger Überzeugung ist in den Vordergrund gerückt. Um diese Zielgruppen zu erreichen, entwickelte das Bayerische Pilgerbüro 1994 einen neuen, eigentlich im Blick auf den Jakobsweg schon ursprünglich mittelalterlichen Reisezweig: Die Wanderreisen, auf dem Jakobsweg in Nordspanien, im Cinque Terre in Italien, in Andalusien und in Mallorca.

Im Jahr 2001 wurde Weihbischof Engelbert Siebler (1937-2018, ab 1986 Weihbischof) Präsident des Bayerischen Pilgerbüros. Ab 2002 wurden eigene Eisenbahnwaggons zur Förderung der Wallfahrt erworben und Sonderzugfahrten in eigener Verantwortung durchgeführt. 2007 wurde bei der Neufassung der Satzung festgeschrieben, dass der Verein als ein privater kanonischer Verein mit kirchlicher Rechtspersönlichkeit gem. cc. 321-326 CIC (Privater Verein von Gläubigen) mit geborenen, ordentlichen und fördernden Mitgliedern zu verstehen ist.

Als im Jahr 2011 Papst Benedikt XVI. (geb. 1927 als Joseph Ratzinger, 1977-1982 Erzbischof von München und Freising, 2005-2013 Papst) Deutschland besuchte, reisten mit zwei Sonderzügen und neun Bussen des Bayerischen Pilgerbüros über 1.700 Pilger nach Berlin, um die Papstmesse im Berliner Olympiastadion mitzufeiern.

Der Vorsitzende der Freisinger Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx (geb. 1953, ab 2008 Erzbischof von München und Freising, 2014-2020 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz), hat im Einvernehmen mit den bayerischen Bischöfen Weihbischof Wolfgang Bischof (geb. 1960, ab 2010 Weihbischof der Erzdiözese München und Freising) zum 1. Dezember 2012 in der Nachfolge von Weihbischof em. Engelbert Siebler zum Präsidenten des Bayerischen Pilgerbüros bestellt. Auf Initiative von Weihbischof Engelbert Siebler wurden Delegierte des Bistums Speyer neu in die Mitgliederversammlung aufgenommen, wodurch das Bayerische Pilgerbüro nun von allen bayerischen Bistümern sowie dem Bistum Speyer getragen wurde. Die Freisinger Bischofskonferenz beauftragte den neuen Präsidenten zugleich, die Satzung des Pilgerbüros zu überarbeiten, um auf dem Weg in die Zukunft gerüstet zu sein. Es galt insbesondere aktuelle rechtliche, wirtschaftliche und pastorale Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Die Zahl der Vizepräsidenten wurde auf zwei erhöht. Ihnen wurde je ein eigener Aufgabenbereich zugewiesen.

In der Konsequenz wurde 2015 die Abteilung „Pastoral“ eingerichtet, die die Querschnittsfunktion der Pastoral in allen Unternehmensbereichen präsent macht. 2020 wurde die Position eines Pastoralen Direktors in der Unternehmensleitung geschaffen. Die Mitgliederversammlung präzisierte bereits 2016 die pastorale Ausrichtung und formulierte als Grundauftrag: „Das Bayerische Pilgerbüro ist ein Instrument der Evangelisierung und hat den Auftrag, durch das Angebot von Reisen diesem Ziel zu dienen. Dies kann auf vielfältige Art und Weise geschehen; vor allem aber unaufdringlich und dennoch selbstverständlich.“

Im Jahr 2015 wurde das Bayerische Pilgerbüro zertifiziert und erhielt das TourCert „für Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung“.

Bewertung

Franz Xaver Schwarzenböck (1923-2010). (Archiv des Erzbistums München und Freising)

Die Geschichte des Bayerischen Pilgerbüros bildet den kirchlichen Wandel und die Veränderung des religiös motivierten Tourismus in den letzten 100 Jahren ab. Es spiegelt zugleich das vielschichtige Verhältnis von innerem Erleben und faktischem Vollzug im christlichen Pilgerwesen wider. Vielfalt und Internationalität der Wallfahrten, Pilgerreisen und überhaupt des religiösen Tourismus lassen immer mehr eine eigenständige Form erkennen, wobei die Grenzen zwischen dem Pilger und dem Touristen fließend geworden sind. Pilgern ist heute ein Ausdruck eines Bedürfnisses nach Orientierung im Leben geworden.

Präsidenten des Bayerischen Pilgerbüros
Amtszeit Name Lebensdaten Bemerkungen
1929–1973 Johannes Neuhäusler 1888-1973 seit 1947 Weihbischof
1974–2001 Franz Xaver Schwarzenböck 1923-2010 seit 1972 Weihbischof
2001-2012 Engelbert Siebler 1937-2018 seit 1988 Weihbischof
seit 2012 Wolfgang Bischof geb. 1960 seit 2010 Weihbischof

Literatur

  • Bayerisches Pilgerbüro (Hg.), 75 Jahre Bayerisches Pilgerbüro. 1925-2000 Festschrift zur Jubiläumsfeier 2. Dezember 2000, München 2000.
  • Georg Black, Das Bayerische Pilgerbüro und sein Dienst an Menschen unterwegs, in: Lenz Kriss-Rettenbeck/Gerda Möhler (Hg.), Wallfahrt kennt keine Grenzen. Themen zu einer Ausstellung des Bayerischen Nationalmuseums und des Adalbert-Stifter-Vereins München, München/Zürich 1984, 168–173.
  • Stefan Gatzhammer, Aspekte des religiös motivierten Tourismus in Europa heute. Motivation, Ziele, Trends, in: Johann Ev. Hafner/Susanne Talabardon/Jenny Vorpahl (Hg.), Pilgern. Innere Disposition und praktischer Vollzug (Judentum - Christentum - Islam. Interreligiöse Studien, Band 10), Würzburg 2012, 253–266.
  • Hans-Jörg Nesner, Das Metropolitankapitel München (seit 1821), in: Georg Schwaiger (Hg.), Monachium Sacrum, Festschrift zur 500-Jahr-Feier der Metropolitankirche Zu Unserer Lieben Frau in München, 1. Band, München 1994, 475–608, hier 501–502 (Weihbischof Neuhäusler), 505–506 (Weihbischof Schwarzenböck), 546 (Domkapitular Kirchberger), 572–573 (Weihbischof Siebler).
  • Peter Pfister, Weihbischof Johannes Neuhäusler (1888–1973), in: Georg Schwaiger (Hg.), Christenleben im Wandel der Zeit. Zweiter Band Lebensbilder aus der Geschichte des Erzbistums München und Freising, München 1987, 362–387.
  • Peter Pfister, Zeuge der Wahrheit. Johannes Neuhäusler. Ein Leben im Zeichen des Kreuzes, hg. anlässlich der 100. Wiederkehr des Geburtstages von Weihbischof Johannes Neuhäusler, unter Mitarbeit von Hildegard Lermer OCD, Karmel Hl. Blut, Dachau, Dachau 1988.
  • Peter Pfister u. a. (Hg.), Kardinal Michael von Faulhaber 1869–1952. Eine Ausstellung des Archivs des Erzbistums München und Freising, des Bayerischen Hauptstaatsarchivs und des Stadtarchivs München zum 50. Todestag (Ausstellungskataloge der Staatlichen Archive Bayerns 44), München 2002, 226-228.

Quellen

  • Archiv des Erzbistums München und Freising (AEM), Bestand Bayerisches Pilgerbüro EA 004/1 Akten 249, 250, 265, 282, 283, 284, 285, 445, 494, 495, 519, 692; Bestand Bayerisches Pilgerbüro EA004/2 Fotos, 462, 470, 484, 539, 590, 592, 630, 674, 722.
  • AEM, Erzbischöfliches Archiv München, NL Faulhaber 4057, 4060.
  • AEM, Erzbischöfliches Archiv München, Fotosammlung Nr. 684 (Faulhaber mit Frauengemeinschaft in Rom, 1934).
  • Bayerischer Pilgerverein vom Heiligen Lande (Hg.): Ins Heilige Land vom Isarstrand, Gedenkbuch der 1. Bayerischen Volkswallfahrt ins Hl. Land, München 1905, 10f.
  • Hermann Geiger, Pilgerfahrt über Loreto nach Jerusalem, Damaskus und Konstantinopel: Vom 23. April bis 14. Juni 1889; Gedenkblatt der XII. Münchener Karawane, o.O. 1889.
  • Hermann Geiger, Pilgerfahrt über Loreto und Rom nach Jerusalem Smyrna und Konstantinopel. (15. April bis 11. Juni 1890), München 1890.
  • Hermann Geiger/Anton Müller, Tagebuch des 25. Bayerischen Pilgerzuges in das Heilige Land oder Reise durch Italien, Griechenland, Ägypten, Palästina und Syrien im Frühling 1902, 1903.
  • Johannes Neuhäusler, Erinnerungen an deutsche Pilgerfahrten im Anno Santo 1925, in: Anno Santo 1950 mit den Mitteilungen des Deutschen Nationalkomitees für das Heilige Jahr, Würzburg 1949-1951, 253-255.

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Empfohlene Zitierweise

Peter Pfister, Bayerisches Pilgerbüro, publiziert am 29.07.2022, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Bayerisches_Pilgerbüro> (9.12.2022)





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