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Bayernpartei (BP)

Logo der Bayernpartei (BP). (Bayernpartei lizensiert durch GFDL via Wikimedia Commons)

Uwe Kranenpohl
In der 1946 gegründeten Bayernpartei (BP) sammelten sich radikal-föderalistische bis separatistische Kräfte. Ihre Blütezeit hatte die BP in der jungen Bundesrepublik. Von 1949 bis 1953 war sie im Deutschen Bundestag vertreten, von 1950 bis 1966 im bayerischen Landtag. Zweimal beteiligte sich die BP an der Regierungsbildung in Bayern, und zwar unter den Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner (SPD, 1887-1980, Ministerpräsident 1945-1946 und 1954-1957) und Alfons Goppel (CSU, 1905-1991, Ministerpräsident 1962-1978). Einen tiefen Einschnitt bedeutete die sog. Spielbankenaffäre, bei der sich drei Politiker der BP vor Gericht verantworten mussten. Weiterlesen

Flüchtlingslager

Das ehemalige Außenlager der Konzentrationslager Dachau bzw. Flossenbürg in Moschendorf (Stadt Hof) wurde nach Ende des Krieges als sog. Durchgangslager für Flüchtlinge und Vertriebene genutzt. Die Aufnahme zeigt das Lager von der Wunsiedler Straße aus. Foto von 1948. (Stadtarchiv Hof)

Martin Renghart
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erreichten immer mehr Flüchtlinge und Vertriebene Bayern. Die hierfür notwendigen Unterkünfte waren kaum gegeben, zumal unzählige Gebäude durch Kriegseinwirkung zerstört worden waren. Die dadurch hervorgerufene Wohnungsnot führte zur Einrichtung sog. Flüchtlingslager. In Bayern lebten im Oktober 1946 rund 150.000 Menschen in 1.375 Lagern in meist prekären Wohnverhältnissen. Die Organisation der Lager, die schon bald wie kleine Dörfer funktionierten, übernahm in Bayern ab 1946 die staatliche Flüchtlingsverwaltung. Erst Mitte 1963 konnte als letztes Lager in Bayern das in Dürrenzimmern-Heuberg (Lkr. Donau-Ries) aufgelöst werden. Weiterlesen

Staatstheater Nürnberg

Altes Stadttheater am Lorenzer Platz, Ausschnitt aus Stahlstich "Nürnberg" von Albert Henry Payne, um 1850 (Bayerische Staatsbiliothek, Bildarchiv)

Martin Schieber
Das Staatstheater Nürnberg zählt seit 1. Januar 2005 zu den bayerischen Staatsbühnen. Finanziert wird das Mehrspartenhaus zu gleichen Teilen durch die Stadt Nürnberg und den Freistaat Bayern. Seine Anfänge reichen zurück bis ins 17. Jahrhundert. Mit dem "Nationaltheater" des Gastwirts Georg Aurnheimer (1766-1829) beginnt 1801 die Geschichte der Nürnberger Theatertradition am Lorenzer Platz. Dort wurde 1832/33 das "Alte Stadttheater" (Bezeichnung ab 1905) errichtet. Erst 1905 löste das "Neue Stadttheater" am Richard-Wagner Platz die bisherige Spielstätte ab. Weiterlesen

Gastarbeiter

Gastarbeiter am Motorradmontageband bei BMW (BMW Group Archiv, Foto von Karl Attenberger)
Maximiliane Rieder
Unter dem Begriff "Gastarbeiter" (regierungsamtliche Bezeichnung: "ausländische Arbeitnehmer" oder "Arbeitnehmer aus den Anwerbeländern") werden Arbeitsmigranten der sog. ersten Generation verstanden, die zwischen 1955 bis 1973 im Rahmen von Anwerbeabkommen in die Bundesrepublik Deutschland kamen. Mit ihnen konnte die deutsche Wirtschaft während des "Wirtschaftswunders" den Arbeitskräftemangel ausgleichen. Partnerländer waren v. a. Italien, Spanien, Griechenland und die Türkei. Weiterlesen

Fossa Carolina / Karlsgraben

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Lukas Werther, Stefanie Berg, Peter Ettel, Sven Linzen, Johannes Schmidt, Christoph Zielhofer
In den Jahren 792/793 startete Karl der Große (747-814, Kaiser seit 800) den Versuch, die Flüsse Rhein und Donau mit einem schiffbaren Kanal zu verbinden: dem Karlsgraben bzw. der Fossa Carolina. Obwohl er nie fertiggestellt wurde, ist dieser Kanal ein herausragendes Beispiel mittelalterlicher Ingenieursleistung und eines der wichtigsten Bodendenkmäler des frühen Mittelalters in Deutschland. Die Reste des Bauwerkes sind zwischen Treuchtlingen und Weißenburg (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen) nach wie vor gut sichtbar. Weiterlesen

Harnier-Kreis

Der Harnier-Platz in München-Freimann
Dieter J. Weiß
In dem nach dem Rechtsanwalt Dr. jur. Adolf Freiherr von Harnier (1903-1945) benannten Kreis sammelten sich - nach Vorstufen seit der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 - ab 1936 entschieden bayerisch und monarchistisch eingestellte Persönlichkeiten, um ihre politischen Überzeugungen zu vertreten und für die Zeit nach dem erhofften Zusammenbruch des Nationalsozialismus eine Auffangorganisation zu bilden. Sie rekrutierten sich aus Mitgliedern des 1933 aufgelösten Bayerischen Heimat- und Königsbundes (BHKB), der Bayerischen Volkspartei (BVP) und dem katholischen Milieu. Im August 1939 wurden ca. 150 Personen durch die Gestapo verhaftet, neun Hauptbelasteten wurde 1944 der Prozess vor dem Volksgerichtshof gemacht, zwei bezahlten ihren Einsatz mit dem Leben. Weiterlesen

Bund für Geistesfreiheit Bayern

Der Philosoph und Anthropologe Ludwig Feuerbach (1804-1872). (Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv port-011864)
Helmut Steuerwald und Heinz J. G. Gremer
Der Bund für Geistesfreiheit Bayern (bfg Bayern) ist eine Weltanschauungsgemeinschaft, die sich an den Grundsätzen der Aufklärung und des Humanismus orientiert. Er ist die mitgliederstärkste Organisation konfessionsfreier Menschen in Bayern und tritt für die konsequente Trennung von Kirche und Staat und für die Abschaffung kirchlicher Privilegien ein. Seine Geschichte reicht bis in die Märzrevolution 1848 zurück, als deutschlandweit freireligiöse Gemeinden entstanden (u. a. 1848 in Nürnberg). Prägende Persönlichkeiten der sog. Freidenker waren der Philosoph und Anthropologe Ludwig Feuerbach (1804-1872) sowie dessen Schüler Carl Scholl (1820-1907). Weiterlesen