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Deutsches Jagd- und Fischereimuseum München

Die Geweihsammlung (sog. Sammlung Arco) von Maximilian "Max" Bernhard Graf von Arco-Zinneberg (1811-1885, auch "Adlergraf" genannt) bildete den umfangreichsten Grundstock für das spätere Deutsche Jagdmuseum. Zur Sammlung Arco, die im Palais der Familie Arco-Zinneberg am Wittelsbacherplatz in München aufbewahrt wurde, gehörten u. a. aus Geweihen gefertigte Möbel. Die Sammlung konnte 1934 für das geplante Museum angekauft werden. (© Deutsches Jagd- und Fischereimuseum)
von Cornelia Oelwein

Das 1938 zunächst als Deutsches Jagdmuseum eröffnete Deutsche Jagd- und Fischereimuseum München gilt in seiner Art als einzigartig auf der Welt. Es handelt sich um ein interdisziplinäres Museum, das mit seinen kunst- und kulturhistorischen sowie den jagd- und naturkundlichen Exponaten weit über eine ...
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Antisemitismus (nach 1945)

Im Frühjahr 1946 lebten in und um Landsberg a.L. mehrere Tausend Displaced Persons (DPs). Allein in der umfunktionierten Saarburgkaserne waren rd. 5.000 Menschen untergebracht. Wie alle DPs waren auch sie nicht gern gesehen bei der einheimischen Bevölkerung. Mehrere Gerüchte ließen am 27. April 1946, dem Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager (KZ) Landsberg und Kaufering (Lkr. Landsberg a.L.), die ohnehin angespannte Lage zwischen Bevölkerung und DPs eskalierten, von Entführungen und bewaffneten Überfällen auf jüdische Kinder ist die Rede. Das Bild zeigt US-Militärpolizei vor dem jüdischen DP-Camp in Landsberg am Lech, 1946. (Stadtarchiv Landsberg a. L., Bild A_000778)
von Werner Bergmann

Obwohl 1945 das "Dritte Reich" zusammengebrochen war und die nationalsozialistischen Verbrechen an Juden in ganz Europa schonungslos offenbart wurden, konnte sich in allen politischen Lagern und quer durch alle Bevölkerungsschichten ein latenter, gerade in den Anfangsjahren z. T. auch offener Antisemitismus ...
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Displaced Persons (DPs)

Landsberger Lager Cajtung, Erstausgabe Montag, 8. Oktober 1945. (Bayerische Staatsbibliothek, 2 Z 49.2-1/2)

von Juliane Wetzel

Unter den Sammelbegriff der Displaced Persons (kurz: DPs) wurden Ende des Zweiten Weltkriegs all jene ausländischen Zivilpersonen zusammengefasst, die sich durch Kriegseinwirkung an Orten außerhalb ihrer Heimat aufhielten. Hierzu zählten vornehmlich ehemalige Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene ...
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Textilindustrie

Johann Heinrich Edler von Schüle (1720-1811). 1770 gründete er in Augsburg eine Kattunmanufaktur, die zu einer der bedeutendsten im Deutschen Reich avancierte. Schüle führte im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts u. a. den aus England stammenden Kupferplattendruck für seine Kattunen ein. Anders als die bis dato übliche Verwendung von Holzmodeln, konnten nun wesentlich hochwertigere Muster hergestellt werden. Dadurch sowie durch chemische Verbesserungen im Herstellungsprozess wurde Schüles Manufaktur zu einer der führenden europäischen Unternehmen. In seiner Blütezeit waren rd. 10 Prozent der Augsburger Stadtbevölkerung für Schüle tätig. Die wirtschaftlichen Folgen der Koalitionskriege sowie die Zollpolitik Napoleons hatten erhebliche Auswirkungen auf den Erfolg des Unternehmens und 1811 meldete die Manufaktur Konkurs an. Schüle, der zwar 1792 die Leitung des Unternehmens an seine Söhne übergeben, diese 1802 jedoch wieder selbst übernommen hatte, konnte den Niedergang nicht aufhalten. (tim. Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg)
von Karl Borromäus Murr

Bei der Textilindustrie handelt es sich um einen fabrikmäßig betriebenen Wirtschaftssektor, der verschiedenerlei Fasern zu Garnen verspinnt, diese dann durch Weben, Stricken, Wirken oder Filzen bzw. Vliestechnik zu textilen Flächen verarbeitet und veredelt; die Veredelung wie etwa das Färben ...
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Reuerinnen

Das Konventssiegel der Reuerinnen aus dem Jahre 1309: Maria Magdalena zu Füßen des thronenden Christus. (Staatsarchiv Würzburg, WU 5325, rechtes Siegel)

von Martin Armgart

Der im frühen 13. Jahrhunderts entstandene Frauenorden gilt als erste ohne männlichen Zweig organisierte Ordensgemeinschaft in der katholischen Kirche. Entstehung und Schwerpunkt lagen in den Bischofs- und großen Handelsstädten am Mittel- und Oberrhein. Im Raum des heutigen Bayerns entstanden Reuerinnenklöster ...
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