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Dialektdichtung in Schwaben

Pater Sebastian Sailer (geb. als Johann Valentin Sailer, 1714-1777) stammte aus Weißenhorn (Lkr. Neu-Ulm) und wurde zu Lebzeiten "Schwäbischer Cicero" (Cicero Suevico) sowie "schwäbischer Aristophanes" genannt.

Tanja Sandner und Klaus Wolf
Die schwäbische Dialektdichtung umfasst Mundarten des Ostschwäbischen, des (Nieder-)Alemannischen sowie Teile des Mittelbairischen. Dabei ist das Schwäbische bereits seit der Wende zum 13. Jahrhundert als überregionale Dichtersprache bekannt. Eines der bedeutendsten Zeugnisse der schwäbischen Dialektdichtung ist der um 1300 entstandene sog. Codex Manesse. Zwei weitere herausragende Beispiele aus der Mitte des 15. Jahrhunderts sind das sog. Augsburger Nibelungenlied und das Augsburger Passionsspiel. Weiterlesen

Haberfeldtreiben

Schießscheibe mit Haberfeldtreiben als Bildmotiv, bemalt durch den Miesbacher Maler und Zeichenlehrer Alois Dirnberger (1823-1897), 1883 von Maurermeister Johann Schönauer der Schützengesellschaft Miesbach gestiftet.

Elmar Schieder
Das Haberfeldtreiben ist ein sog. Rügebrauch, der vom 18. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts im Wesentlichen im Voralpenraum zwischen Inn und Isar nachweisbar ist. In diesem Zeitraum hat er sich von einer eher harmlosen katzenmusikähnlichen Erscheinung zu einem kriminelle Züge annehmenden Schmäh-Krawall gewandelt. Durch Literatur und Kunst idealisiert, wurde er im Nationalsozialismus als Beispiel eines germanischen Sittlichkeitsgefühls hochstilisiert. Weiterlesen


Landtafeln

Erste Seite der Landtafel für das Herzogtum Bayern-Straubing, vor 1425
Julian Holzapfl
Die Erfassung der bayerischen Landstände und ihrer Güter wird als Landtafel bezeichnet. Die Eintragung in die Landtafel als Inhaber eines landtafelmäßigen Gutes berechtigte, zu Landtagen geladen zu werden. Die ersten Landtafeln entstanden in den Kanzleien der bayerischen Teilherzogtümer im 15. Jahrhundert. Seit ca. 1500 erstellte und führte die Landschaft die Landtafeln auch selbst. Weiterlesen


Leiherechte in Franken

Vereidigung der Siebener, eines gemeindlichen Gremiums von Schiedsleuten, das speziell für Streitigkeiten über Besitz und Einkünfte in Feld und Stadt (oder Dorf) zuständig war.
Hans-Peter Baum
Der Sammelbegriff "Leiherechte" steht für die Überlassung von Land, seltener von nutzbaren Rechten, durch einen Herrn bzw. Obereigentümer an einen Vasallen bzw. Nutzeigentümer. Zwei Arten von Leihe werden grundsätzlich voneinander unterschieden: die vasallitische und die grundherrschaftliche Leihe. Weiterlesen


Die Anfänge der Bayern in Chronik, Heiligenlegende und Geschichtsdichtung

Bauarus und Norix, die mythischen ersten Herzöge Bayerns

Alheydis Plassmann
Im Unterschied zu anderen frühmittelalterlichen "Völkern" besitzen die Bayern keine frühe Herkunftserzählung. In der frühmittelalterlichen Überlieferung treten sie von Anfang an als feste Bevölkerungseinheit im Land Bayern auf und bedürfen offenbar keiner Selbstvergewisserung, die als eigentlicher Zweck von Origo gentis-Erzählungen anzusehen ist. Weiterlesen


KirchGruppe

Leo Kirch (1926-2011) an seinem Schreibtisch

Bernhard von Zech-Kleber
Leo Kirch (1926-2011) gründete 1955 gemeinsam mit seinem Studienkollegen Hans Andresen den Filmverleih "Sirius Film und Einkauf GmbH". Die beiden begründeten damit ein neues und höchst lukratives Geschäftsmodell, das im Wesentlichen aus dem Ein- und Verkauf sowie dem Verleih von Filmrechten bestand. Weiterlesen


Kir Royal (Helmut Dietl, 1986)

Regisseur Helmut Dietl (1944-2015) mit den Schauspielern Senta Berger (geb. 1941) und Franz Xaver Kroetz (geb. 1946)

Nastasja S. Dresler
"Kir Royal (Aus dem Leben eines Klatschreporters)" ist eine sechsteilige Fernsehproduktion des Münchner Regisseurs Helmut Dietl (1944-2015), in der die Münchner "Schickeria" rund um den Zeitungsjournalisten der fiktiven Münchner Allgemeinen Tageszeitung (MATZ), Baby Schimmerlos (gespielt von Franz Xaver Kroetz [geb. 1946]), parodiert wird. Weiterlesen