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Aluminiumhütte Töging. Das Luftbild aus den 1920er Jahren zeigt klar die räumliche Nähe von Aluminiumhütte und Innwerk. (Bayerisches Wirtschaftsarchiv)
Aluminiumhütte Töging. Das Luftbild aus den 1920er Jahren zeigt klar die räumliche Nähe von Aluminiumhütte und Innwerk. (Bayerisches Wirtschaftsarchiv)

Arbeiter der Hütte beim Aluminiumguss in den 1920er Jahren. (Bayerisches Wirtschaftsarchiv)
Arbeiter der Hütte beim Aluminiumguss in den 1920er Jahren. (Bayerisches Wirtschaftsarchiv)

Rationalisierung der Produktion in den 1950er Jahren. Zeigt dieses Bild noch zwei Arbeiter beim "Abstoßen" per Hand ... (Bayerisches Wirtschaftsarchiv)
Rationalisierung der Produktion in den 1950er Jahren. Zeigt dieses Bild noch zwei Arbeiter beim "Abstoßen" per Hand ... (Bayerisches Wirtschaftsarchiv)

erledigt den selben Vorgang einen Monat später ein "Krustenbrecher". (Bayerisches Wirtschaftsarchiv)
erledigt den selben Vorgang einen Monat später ein "Krustenbrecher". (Bayerisches Wirtschaftsarchiv)

Werbeanzeige der VAW Aluminium aus den 1960er Jahren. (Bayerisches Wirtschaftsarchiv)
Werbeanzeige der VAW Aluminium aus den 1960er Jahren. (Bayerisches Wirtschaftsarchiv)

Produktion in der modernisierten Hütte 1 Ende der 1980er Jahre. (Bayerisches Wirtschaftsarchiv)
Produktion in der modernisierten Hütte 1 Ende der 1980er Jahre. (Bayerisches Wirtschaftsarchiv)

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Aluminiumhütte Töging

1917 gegründet als "Innwerk, Bayerische Aluminium AG". Die Gesellschaft errichtete in Töging am Inn ein Wasserkraftwerk und eine Aluminiumhütte, die 1924 ihren Betrieb aufnahm. 1925 wurden Kraftwerk und Hütte getrennt, die Aluminiumproduktion ging an die Vereinigte Aluminium-Werke AG über. Zwischen 1993 und 1996 wurde die Aluminiumproduktion schrittweise eingestellt.


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Artikel von Dietmar Grypa

Gründung der Innwerk, Bayerische Aluminium AG 1917

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Am 27. April 1917 gründeten das Deutsche Reich, der Bayerische Staat, die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft AG Berlin (AEG), die Siemens-Schuckert Werke GmbH Berlin und die Gebrüder Guilini GmbH Ludwigshafen-Mundenheim die Innwerk, Bayerische Aluminium AG mit Sitz in München, um in Töging am Inn eine Aluminiumhütte und eine Wasserkraftanlage zur Stromversorgung der Hütte zu errichten. Hintergrund war der durch den Ersten Weltkrieg stark gestiegene Aluminiumbedarf, doch wurde mit dem Bau des Kanalkraftwerkes Jettenbach-Töging erst im Frühjahr 1919 begonnen. Da auf Grund der fortschreitenden Geldentwertung schon bald die ursprünglich für die Baumaßnahmen kalkulierten 60 Millionen Mark überschritten wurden und die privatwirtschaftlichen Firmen höhere Geldmittel nicht aufbringen konnten, übernahm 1920 das Deutsche Reich die Aktien der beteiligten Firmen. Im Dezember 1924 konnte die Hütte ihren Betrieb aufnehmen.

Entwicklung der Töginger Aluminiumhütte als Teil der "Vereinigten Aluminium-Werke AG"

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Die Vereinigte Aluminium-Werke AG (VAW), die am 1. Januar 1925 die Aluminiumhütte Töging übernahm, war - wie die Innwerk, Bayerische Aluminium AG - im Jahr 1917 gegründet worden, um Anlagen zur Herstellung von Aluminium zu errichten und zu betreiben. Im Fall der VAW hatten sich das Deutsche Reich, die Chemische Fabrik Griesheim-Elektron und die Metallbank & Metallurgische Gesellschaft AG zusammengeschlossen. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm das Reich die Anteile der übrigen Gesellschafter. Durch die VAW gelangte das Töginger Werk in den Bereich der im März 1923 gegründeten "Vereinigten Industrieunternehmen AG" (VIAG), in der die aus dem Ersten Weltkrieg herrührenden Beteiligungen und andere Wirtschaftsunternehmen des Reiches zusammengefasst wurden. Daraus entstand nach 1945 der bundeseigene VIAG-Konzern.

Das VAW-Innwerk weitete im Rahmen der nationalsozialistischen Aufrüstungspolitik von 1936 bis 1939 seine Produktion stark aus und erreichte am Ende des Zweiten Weltkriegs eine Jahresproduktion von 45.000 Tonnen. 1945 befahl die amerikanische Militärregierung, die Produktion von Aluminium einzustellen. Das VAW-Innwerk erhielt daraufhin am 14. Juni 1946 die Genehmigung, Flugzeugschrott in seiner Gießerei umzuschmelzen. Nachdem es 1950 zur Demontage eines Teils der Töginger Hütte gekommen war, gelang es dem VWA-Innwerk, seine Produktion auf 70.000 Tonnen (1963) zu steigern. Damit lag die Töginger Hütte lange Zeit hindurch an der Spitze der bundesdeutschen Aluminiumwerke.

Auf Grund der veränderten Situation der Märkte wurde die Aluminiumproduktion in Töging von 1993 bis 1996 sukzessive eingestellt. Zum 1. Januar 1996 wurde für die Aluminiumgießerei ein Joint Venture gegründet ("VAW-IMCO Guß und Recycling GmbH"), das heute zu "Aleris International Inc." mit Sitz in Cleveland, Ohio, USA gehört.


Literatur:

Weiterführende Recherche:

Externe Links:


Empfohlene Zitierweise:

Dietmar Grypa, Aluminiumhütte Töging, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44988> (07.05.2008)


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Letzte Änderung: 07.05.2008