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Der bayerische Königsbote, Jg.10/12, München, den 15. Dezember 1932.
Der bayerische Königsbote, Jg.10/12, München, den 15. Dezember 1932.

Der bayerische Königsbote, Jg, 11/2, München, den 15. Februar 1932.
Der bayerische Königsbote, Jg, 11/2, München, den 15. Februar 1932.

Der bayerische Königsbote, Jg. 11/5, München, 15. Mai 1933.
Der bayerische Königsbote, Jg. 11/5, München, 15. Mai 1933.

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Bayerische Königspartei, 1919-1926

Am 30. November 1919 durch Josef Mayer-Koy gegründete Partei mit dem Ziel der Wiedererrichtung der Monarchie in Bayern durch Volksabstimmung. 1926 ging sie im Bayerischen Heimat- und Königsbund "in Treue fest" (BHKB) auf. Neugründungen nach dem Zweiten Weltkrieg blieben chancenlos.


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Artikel von Dieter Weiß

Gründung und Ziele

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Ein knappes Jahr nach der Münchner Revolution, im Oktober 1919, erließ das BVP-Mitglied Josef Mayer-Koy, Verlagsbeamter bei der Münchner Zeitschrift "Jugend", den Aufruf zur Errichtung der Bayerischen Königspartei. Am 30. November wurde sie unter seinem Vorsitz gegründet. Die Königspartei verstand sich als überparteilich und nahm nicht an Wahlen teil. Zur Restauration der Monarchie wollte sie über eine Volksabstimmung gelangen. Als publizistisches Organ diente der Bayerische Königsbote.

Der Separatismus-Vorwurf

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Mit Nachdruck wandte sich die Königspartei gegen die befürchtete Herabwürdigung Bayerns zu einer preußischen Provinz und ging auf Distanz zum Deutschen Reich. In diese Richtung arbeitete besonders der Publizist Karl Graf von Bothmer (1881-1947), der Kontakte zu den von Frankreich geförderten rheinischen Separatisten unterhielt. Dies brachte ihm den Vorwurf des Separatismus ein. Zum Führer der an der Reichseinheit festhaltenden Gruppe innerhalb der Partei avancierte der ehemalige Generalstabschef Kronprinz Rupprechts (1869-1955), General Konrad Krafft von Dellmensingen (1862-1953). Als Bothmers Kontakte zur französischen Besatzungsmacht im Rheinland bekannt wurden, zerbrach die Königspartei im März 1921, nachdem die BVP deshalb die Unvereinbarkeit einer Doppelmitgliedschaft erklärt hatte. Zahlreiche Mitglieder, die eine Trennung Bayerns vom Reich um den Preis einer Zusammenarbeit mit Frankreich ablehnten, verließen die Königspartei.

Das Ende

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Die Wittelsbacher hatten Kontakte zur Königspartei vermieden. Mit dem Aufbau der überparteilichen Sammlungsbewegung des Bayerischen Heimat- und Königsbundes "In Treue fest" (BHKB) im März 1921 verlor die Königspartei vollends an Bedeutung, die Ortsgruppen in Regensburg, Rosenheim, Nürnberg und Würzburg traten geschlossen über. Im September 1926 ging auch die restliche Königspartei im BHKB auf.

Neuanlauf nach dem Zweiten Weltkrieg

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Auf eine Anregung des Kabinettschefs von Kronprinz Rupprecht, Franz Frhr. von Redwitz (1888-1963), wurde im Oktober 1945 die Bayerische Heimat- und Königspartei gegründet, deren Mitglieder sich hauptsächlich aus dem 1933 aufgelösten Bayerischen Heimat- und Königsbund rekrutierten. Sie erreichte am 23. Januar 1946 die provisorische Zulassung für den Stadtkreis München. Den Vorsitz übernahm der Münchner Klinik-Direktor Prof. Dr. Max von Lebsche (1885-1957). Trotz des Bekenntnisses zu einer parlamentarisch-konstitutionellen Monarchie wurde die Partei von der amerikanischen Militärregierung am 10. Mai 1946 im Vorfeld der ersten freien Münchner Stadtratswahlen vom 26. Mai aufgelöst. Der 1950 nochmals gegründeten Königspartei gelang es nicht mehr, eine nennenswerte politische Wirksamkeit zu entfalten.


Literatur:

Weiterführende Recherche:


Empfohlene Zitierweise:

Dieter Weiß, Bayerische Königspartei, 1919-1926, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44421> (04.06.2008)


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Letzte Änderung: 04.06.2008